Antiquariat
28.01.2010Online-Handel
Buchhai – ein Preisvergleich für Bücher
Durchsucht werden von Buchhai offenbar die Bestände von Amazon, Booklooker, Buchfreund und ZVAB (eine Erweiterung ist angekündigt). Die Datenbank befindet sich gegenwärtig noch in der Erprobung (Beta-Status). Die Benutzung der Seite setzt einen aktuellen Browser voraus (Mozilla Firefox wird vom Betreiber empfohlen):

1. Riepenhausen 28.01.2010 12:58h
nachem also das preisdumpen bei amazon erfolgreich durchgeführt wird, geht es also in die nächste runde, toll toll toll, das nenn ich mal innovation, bravo!
2. Kleinsorge 28.01.2010 13:12h
Bemerkenswert, was die Datenbanken, die von den Antiquaren leben, alles unternehmen, um ihnen das Wasser abzugraben.
3. Baer 28.01.2010 13:59h
Aber so eine Suchmaschine gibt es doch längst, seit Jahren, justbooks.de - und ich kann darin nichts Negatives sehen, ich hab dadurch schon viele vergriffene Bücher gefunden und bei den Antiquariaten direkt bestellt.
4. Buchhöker 28.01.2010 14:18h
Es entwickelt sich eine regelrechte Datenkrake, die am Ende der Branche die Luft abschnüren wird. Die W+H Krake kassiert für die Softwarenutzung, Verkaufsprovisionen für ihr Portal, Gebühren für den Datenaufspieldienst, Provisionen für das Aufspielen, und nun noch Provisionen für das Finden der Daten, für deren Aufspielen man schon 2 x kassiert hat. Die nächsten Gebührenerhöhungen der Portale werden folgen, man wird den Antiquaren noch mehr die Luft abdrehen. Bleibt zu hoffen, dass die Prolibri-Verantwortlichen standhaft sind, und sich der Krake verweigern!
5. Philadelphia 28.01.2010 17:21h
Schließlich wird kein Antiquariat gezwungen bei Diensten zu listen wo w+h die Finger im Spiel haben.
Schon seit längeren hört man immer wieder Beschwerden wie arogant und herablassend Wiesler seine Kunden bzw. Antiquariate behandelt. Mir würde nie im Traum einfallen solche Dienste zu nutzen wo einem von Leuten das Geld aus der Tasche gezogen wird die eigentlich keine Ahnung vom Antiquariatsleben haben.
6. Buchhöker 28.01.2010 18:26h
@Philadel...
ok. Dann verraten Sie uns unwissenden bitte, wie man dafür sorgen kann, dass die eigenen Datensätze NICHT in diesem Hai erscheinen.
7. Philadelphia 28.01.2010 19:29h
Es geht in meiner Meinung nicht um den Hai, dieser ist denke ich zum scheitern verurteilt da es bereits größere und bekanntere wie eurobuch oder bookfinder z.Bsp. gibt, man sollte einfach die Finger von w+h lassen und damit meine ich unter anderem die Software da es gleichwertiges wie Citavi schon um 100 Euro einmalig ohne idiotische Wartungskosten gibt, dann als weiteres das Portal Buchfreund - es gibt doch bereits genug andere, warum muss man zusätzlich auf der sinnlosen Plattform sein? Als nächstes den Aufspielservice - wer nicht in der Lage ist sich selber eine Liste zu erstellen und selber den upload schafft zu den Plattformen kann nur mein Mitleid ernten, derjenige ist natürlich ein gefundenes Opfer solcher Piraten.
Ich habe z.Bsp. Citavi als Programm zur Bucherfassung, ich kann importieren, exportieren, automatische Titelaufnahme aus dem Internet und vieles mehr.... Aber was am wichtigsten ist für mich, ich bin unabhängig mit meiner Liste und niemand verpflichtet und mache mich nicht zum Sklaven.
Und für die schönen Gebühren die andere an die Würzburger zahlen gehe ich lieber mit meiner Frau schön essen.
Es ist nur schade das es solche Leute gibt wie diese zwei Piraten in Würzburg die am Erfolg und an der Arbeitskraft anderer kräftig mitverdienen. Ich für meinen Teil setze mich nicht den ganzen Tag an den PC und trage Bücher ein um am Ende das Geld dann an solche Typen zu verteilen. Aber es ist auch erschreckend zu sehen wie viele Antiquariate es gibt die denen die Tür einrennen und bereitwillig für diesen miesen Service zahlen.
8. Redaktion 28.01.2010 19:37h
@7 Neugierige Frage: wie sind Sie auf Citavi (http://www.citavi.com) gekommen?
9. Philadelphia 28.01.2010 19:48h
@Redaktion
Wie genau weiss ich eigentlich nicht mehr, ich nutze es schon länger als zwei Jahre aber ich denke es war damals auch ein Kollege der mich darauf gebracht hat.
Anfangs nutzte ich die gratis Version bis 100 Bücher, habe diese dann exportiert und wieder 100 neue Bücher eingetragen. Dann hatte ich mich doch entschieden die Version für ca. 100 Euro zu kaufen auch wegen der Duplettenprüfung. Was mich am meisten fasziniert hatte war einfach die wahnsinnig vielen Datenbanken der Titelaufnahmen aus dem Internet und das schönste daran die Freiheit und unabhängigkeit über seine Daten selbst bestimmen zu dürfen.
10. Redaktion 28.01.2010 19:51h
Danke, finde ich sehr interessant!
11. Fresh 28.01.2010 19:53h
@Redaktion ich benütze auch Citavi und bin sehr zufrieden.
Ein anderes Programm käme nicht in Frage.
Ich kann @ Philadelphia nur Recht geben .
12. Philadelphia 28.01.2010 20:00h
@Redaktion
Vielleicht wäre Citavi erwähnenswert als günstige Alternative, die Entwickler von Citavi würden sich sicher über einen Artikel freuen. Was ich noch vergessen habe: Die Exportlisten aus Citavi kann selber festlegen, d.h. welche Spalte an welcher Stelle steht und welche Spalte überhaupt exportiert werden soll, auch die Titelaufnahme findet einfach alles.
13. Riepenhausen 28.01.2010 21:15h
würde mir als händler mit vorwiegend alten und raren büchern wohl nicht reichen, interessant ist das einlesen von zitaten, literaturhinweisen, integrierte biblothekssuche etc. das ist natürich besonders für wissenschaftlich arbeitende von interesse und kann bei der katalogisierung wertvoll sein. danke für den tip!
14. Philadelphia 28.01.2010 21:35h
@Riepenhausen
Citavi kann in 4000 Datenbanken suchen, haben Sie schon mal versucht eines Ihrer raren Bücher zu finden?
Rare Bücher habe ich auch und Citavi hat sie bislang alle gefunden.
15. Jens Falk 28.01.2010 21:47h http://www.jens-falk.de
Alternative für die Literaturverwaltung
http://de.wikipedia.org/wiki/JabRef
Und wie man Online-Bibliographien nutzt, beschrieb hervorragend Jürgen Fenn bereits 2006 in der TeXnischen Kömödie (http://www.juergenfenn.de/tex/dtk/bibonline.pdf).
Das Gegenstück zu Citavi ist Bibliographix (http://www.bibliographix.de).
Der gravierende Nachteil von beiden: Proprietäre Software.
Wissenmanagement ist mit einem Wiki besser realisierbar. Muß ja nicht gleich ein Mediawiki sein (obwohl unschlagbar mit seinen Erweiterungen).
http://www.heise.de/software/download/default.shtml?T=wiki&Suchen=suchen&global=1.
16. Roman Heuberger 28.01.2010 21:50h
ad 14
Um meine raren Bücher zu suchen, brauche ich kein Citavi. Ich weiß, in welchem Regal die stehen.
17. Philadelphia 28.01.2010 21:56h
ad16
Gemeint ist auch nicht die Suche in welchem Regal die stehen sondern die automatische Titelaufnahme aus dem Internet
18. Michael Stein 28.01.2010 22:08h http://www.film-literature.com/
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Vorsicht, ironisierende Strahlung!
19. Hartmut Erlemann 28.01.2010 22:33h
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Ich schreibe meine Aufnahmen noch immer selber. Kurzsichtig wie ich bin, entdecke ich meine Tippfehler erst dann, wenn ich die von mir importierte Buchbeschrebung dann zufällig bei Internet-Suchmaschinen wortwörtlich abgekupfert entdecke.
Überhaupt ist es erstaunlich, festzustellen, das einige Antiquariate inzwischen über Handbibliotheken verfügen, die den bibliographischen Bestand einer mittleren Universitätsbibliothek inzwischen fast übertreffen.
Da kann ich nur staunen.
Wie sagte mir der Antiquar Herr Georg Sauer ehedem: "Auch Herr Erlemann, die meisten Kollegen kennen die Bücher nicht mehr von innen".
Wie schreibt Peter Mulzer in seinem Blog: "45 Sekunden für eine Titelaufnahme sind ausreichend".
Da ich nur staunen! (Wiederholung).
20. Roman Heuberger 28.01.2010 23:22h
ad 19
Wohl wahr! Die zunehmende Mechanisierung der Titelaufnahmen mit Hilfe virtueller Thesauri macht letztschlüssig auch den klassischen Antiquar überflüssig. Nicht Bücher- sondern Internetkenner werden zu Antiquaren. Ohne übrigens selbst über einen eigenen Bestand verfügen zu müssen. Um Georg Sauers weisen Ausspruch zu ergänzen: "... und viele kennen die Bücher nicht mal mehr von außen.". Such- und Findemaschinen lassen im Nu hervorragend bestückte und exzellent beschriebene virtuelle Buchkataloge entstehen. Einschließlich bibliographischer Nachweise. Ich glaube, einige machen das bereits.
Was zählt, lieber Kollege Erlemann, ist allerdings, wer hat die Ware letztendlich? Das sind Sie, das bin ich und noch viele andere. Natürlich benutzen wir die technischen Möglichkeiten des Internets. Hauptsächlich als Werkzeug. Mir scheint allerdings, daß das Internet sich bemüht, uns Antiquare mehr und mehr als Werkzeug zu sehen. Das wird allerdings nicht klappen. Die vergessen nämlich eines: die Bücher haben immer noch wir. Und auch wir sind Kaufleute.
21. Jens Falk 29.01.2010 08:17h http://www.jens-falk.de
JabRef, Citavi , Bibliographix usw. haben den Sinn in wissenschaftlichen Arbeiten verwende Literatur zu verwalten. Zitate ebenso wie Standorte der Literatur.
Literatur-, Zitat- und Wissensverwaltung hat wenig mit Antiquariatsgeschäft zu tun.
Außer vielleicht es wird eine Suchabfrage und Bestellmöglichkeit zu einer Antiquariatsplattform in die Anwendung integriert.
Dann aber eher diese Funktion für Bibliotheken.
22. RF Meyer 29.01.2010 13:57h http://www.meyerbuch.com/
Ad 19, 20:
Und nur der <Ironie> halbwegs erfahrene <Ironie Ende> Antiquar besitzt
erstens das Wissen, ein Buch geistesgeschichtlich/bibliophil/etc richtig einordnen zu können,
zweitens einen (sehr persönlichen) Ansatz der Bewertung von Inhalt, Äußerem etc.
Mehr oder weniger sinnentfremdet aus dem Internetz oder aus der Handbibliothek Zitate aneinanderzufügen gerät bald zu Unfug – es bedarf einer ebenso sachgerechten wie an den eigenen Kriterien orientierten Zusammenstellung.
Ohne diese persönliche Note könnte eine Maschine hier sitzen und Bücher an andere Maschinen verkaufen.
23. Hartmut Erlemann 29.01.2010 16:59h
@ 21, 22
Huorrah!!
24. Buhai oder Buchhai oder doch Bohai? 29.01.2010 17:00h
jedenfalls: “viel Lärm und am Ende kommt doch nichts dabei raus”
25. Christoph Schäfer 03.03.2010 11:47h www.heineantiquariat.de/seiten/neuigkeiten
DATENHOHEIT UND INFORMATIONELLE SELBSTBESTIMMUNG
OFFENER BRIEF AN DIE w + h GmbH
Sehr geehrte Herren Holzapfel und Wiesler,
hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, daß wir mit der Nutzung unserer Daten durch w+h, sprich deren Anzeige auf buchhai.de nicht einverstanden
sind.
Bitte bestätigen Sie uns, daß Sie die Buchdaten des Heinrich Heine Antiquarats zukünftig nicht mehr nutzen, sie weder auf Ihren Seiten anzeigen werden, noch sie abspeichern oder an Dritte weiterverteilen.
Spätestens nach dem 10.03.2010 möchte ich dann keines unserer Bücher mehr bei Ihnen finden, eher wäre mir lieber.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Schäfer
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Heinrich Heine Antiquariat
Lustenberger & Schäfer oHG
Citadellstr. 9
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211 13 26 12
Fax: 0211 32 22 57
eMail: heinrich@heineantiquariat.de
www.heineantiquariat.de
Ident-Nr. (VAT-No.) DE 119246757
Handelsregistereintrag:
Amtsgericht Düsseldorf HR A 10 967
Steuernummer: 103/5826/0760
Stephan Lustenberger und Christoph Schäfer
(Persönlich haftende Gesellschafter)
Sie finden einen kleinen Teil unserer Buecher auch unter
http://www.heineantiquariat.de/seiten/katalog ,
alle unsere Buecher in unserem Laden,
Mo - Fr 11 - 18.30, Sa 11 - 16 Uhr.
Mitglied im Verband Deutscher Antiquare e.V. (ILAB/ LILA,
sowie der Genossenschaft der Internetantiquare eG (GIAQ)
www.giaq.de mit der einzigen deutschsprachigen
genossenschaftlichen Datenbank im Besitz der
Antiquare :
www.antiquariat.de (früher: ... prolibri !).
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Zur Vorgeschichte
Gleich nachdem der "buchhai" online gegangen war, haben wir das ZVAB gebeten unsere Daten nicht weiter an die Firma w+h zu übertragen. Nach einiger Zeit bekamen wir die Antwort, daß man unser Anliegen verstünde, daß es aber technisch nicht machbar sei, unsere Daten aus dem Gesamtbestand herauszufiltern, der an den buchhai gesendet würde.
Daraufhin haben wir mehrfach per eMail w+h und die Herren Wiesler und Holzapfel persönlich gebeten, die Nutzung unserer Daten zu unterlassen, keine Reaktion.
Nach einer direkten mail an den "buchhai" meldete sich Herr Gläßer von w+h per mail mit der Nachricht, daß unsere Bücher nicht auf dem "buchhai" gespeichert würden.
Wir hatten allerdings mitgeteilt, daß wir weder eine Speicherung, noch eine Anzeige, noch eine Weiterleitung an Dritte unserer Daten wünschen würden.
Herr Gläßer mailte noch einmal, daß "Eine Filterung auf gewisse Verkäufer ist dabei technisch leider nicht möglich, da dies in den Spezifikationen der Schnittstellen nicht vorgesehen ist."
Hier schließt sich der Kreis, das ZVAB überträgt aus technischen Gründen alle Daten an den "buchhai", auch die von den Kunden (=Antiquaren), die dies nicht wollen und w+h zeigt sie dann aus technischen Gründen auf dem "buchhai" auch von denen an, die sie nicht angezeigt haben wollen.
Da wir von den beiden Geschäftsführern der w+h GmbH keiner Antwort gewürdigt wurden, beschlossen wir, unseren Willen per Einschreiben/ Rückschein zu bekräftigen: unsere Bücher sollen nur dort angezeigt werden, wo wir das wollen.
Wir stehen in keiner Geschäftsbeziehung zu w+h, waren auch nie dort Kunde und möchten es auch nicht zwangsweise werden.
Vor allem möchten wir nicht, daß diese Firma ihre Buchplattform mit unserem content anreichert.
Das Einschreiben/ Rückschein kam heute mit dem Vermerk "Annahme verweigert" zurück.
Mal schauen, wie es weitergeht.
Christoph Schäfer und Stephan Lustenberger
26. Peterle 09.03.2010 17:11h
Hallo zusammen, eine Frage als Nicht-Antiquar verständnishalber: was ist denn so schlecht daran, wenn ein Artikel, den man verkaufen möchte, so häufig wie möglich in verschiedensten Suchmaschinen auftaucht? Erhöht das nicht die Chance, ihn zu verkaufen?