Medien

03.03.2010Leipziger Buchmesse

Karrieretag Buch und Medien in Leipzig

Auf dem Karrieretag Buch und Medien des Börsenvereins und der Leipziger Messe können sich Schüler, Studierende, Berufseinsteiger und Ausbilder am 19. März über Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Buchbranche informieren.

Von 10 bis 18 Uhr berichten Führungskräfte aus der Branche über Berufsprofile, Karrierechancen und Trends. Der Karrieretag findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse im Congress Center Leipzig statt.
 
Wie bewerbe ich mich richtig? Welche Herausforderungen bietet ein Job in Verlag und Buchhandlung heute? Nach erfolgreichem Auftakt im vergangenen Jahr bietet der Karrieretag in 2010 noch mehr Information, Beratung und Austausch. Zudem wendet sich der Karrieretag in diesem Jahr mit gesonderten Veranstaltungen an Schüler und Ausbilder. In zwölf Podiumsdiskussionen und Praxisworkshops stehen Personalchefs, Führungskräfte, Verleger und Buchhändler den Zielgruppen Schüler, Berufseinsteiger und Ausbilder Rede und Antwort. Zusätzlich erhalten Besucher die Möglichkeit, im Rahmen einer Jobmesse direkt mit Unternehmen aus der Branche ins Gespräch zu kommen. 
 
Der Karrieretag findet statt im Congress Center Leipzig, Mehrzweckflächen 1+2 auf der Leipziger Buchmesse. Das vollständige Programm finden Sie hier:

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8 Kommentar/e

1. Sekptiker 03.03.2010 12:13h

Karriere im Verlag? Möglicherweise, mit sehr viel Glück und guten Beziehungen steigt man ein, zwei Treppchen auf der Leiter höher.
Karriere als Buchhändler in der Buchhandlung?? Wie soll die aussehen?? In der Buchhandlung gibt es keine Karriere...

2. Katharina 03.03.2010 16:08h

Liebe Skeptiker,

da muss ich doch stark Einspruch erheben. Zwar ist es nicht leicht und einfach Karriereschritte zu machen, diese sind aber mit der entsprechenden Einstellung machbar. Ein bißchen destruktiv auch der Ansatz es ginge nur mit Glück und Beziehungen - da fühlen sich alle, die sich diese Schritte hart erarbeiten herabgesetzt.
Gerade diese negative Einstellung von Beteiligten verhindert, dass sich junge Leute für diesen Beruf entscheiden. Und was bleibt dann am Ende...Richtig, da hat nämlich keine was von!
Herzlich
Katharina

3. Buchboy 03.03.2010 16:32h

na, da sind wir ja wieder beim Thema berufliche Perspektiven im Buchhandel bzw. Verlag.
Aber, Katharina, Hand aufs Herz... wer kennt denn jemanden, der im Verlag oder im Sortiment richtig Karriere gemacht hat? Wo liegt denn z.B. der Karriereweg in einem 3 Mann Sortiment (und davon ein Azubi)? Ich kann durchaus nachvollziehen, das sich junge Menschen nicht für eine Ausbildung im z.B. Sortiment entscheiden. Im Verlag ist es womöglich etwas anderes. Aber dort habe ich Bürozeiten, muß mir nicht den lieben langen Tag die Beine in den Bauch stehen für ein mickriges Gehalt und habe am Wochenende frei. Oft wird der Beruf Buchhändler verklärt aber man sollte jungen Menschen die Realität im Berufsalltag schildern. Und die sieht im (Buch) Einzelhandel eben nicht rosarot aus!

4. Katharina 03.03.2010 17:37h

Lieber Buchboy (gibts dazu vielleicht auch einen richtigen Namen oder ist das wirklich so gefährlich?),

es kommt sicherlich darauf an, wie man Karriere definiert. Wer ein dickes Auto fahren möchte und ein und ich dickes Gehalt dazu, der sollte sich den Berufswunsch tatsächlich mal überlegen - aber auch das ist ja nix neues und jetzt brauche ich bestimmt nicht mit dem Buch zu kommen oder? ....vielleicht aber gerade eben doch. Hab das nämlich mal ausprobiert. was anderes machen. sich neben klamotten die beine in den bauch zu stehen macht nur halb soviel spaß!
im drei mann sortiment ist die karriereaussicht sicherlich schwierig, aber wer sagt denn, dass man nicht entweder mal den laden übernimmt oder nen eigenen aufmacht. oder in den verlag wechselt mit einer buchhändlerlehre. und davon gibts im verlag echt viele.
jetzt habe ich ein paar antworten gegeben, aber auf meine fragen keine bekommen. was ist denn die Alternative? was sind denn deine/ihre vorschläge?
Was die Vorbilder angeht - nunja da gibts in meiner umgebung einige, wenn auch nicht viele.
Wie wäre es, wenn wir uns beim Karrieretag mal mit eigenen augen ein bild machen?

5. Kerstin 03.03.2010 19:32h

Mal ehrlich: Vom Tellerwäscher zum Millionär ist im Buchhandel schwierig, das gebe ich zu. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass man durchaus Karriere machen kann, auch ohne Beziehungen. Oder glaubt ihr ernsthaft, das alle Filialleiter oder Besitzer von Buchhandlungen direkt nach der Ausbildung ihre Position bekommen haben???? Von jetzt auf gleich, ohne das Treppchen Schritt für Schritt zu erklimmen? Wer natürlich von Anfang an nur die negativen Seiten am Buchhändlerberuf sieht (Lange Arbeitszeiten, Wochenenddienste..) wird wahrscheinlich auch nie den Elan mitbringen und Leistungen erbringen, die einen beruflichen Aufstieg rechtfertigen. Oder würdest du als Chef einen Nachfolger in Betracht ziehen, der sich nur über seinen Beruf beschwert?
Kerstin

6. Buchboy 04.03.2010 10:21h

@ katharina
liebe katharina... alles in deinem beitrag stimmt so natürlich. definition der karriere, großes auto, gehalt usw...
nun stellen wir uns doch mal den karrieretag auf der messe vor: da kommt ein junger mensch zum buchhändler an den stand und sagt hallo: ich lese gern, finde bücher toll und mir macht die arbeit im verkauf und mit menschen unheimlichen spaß. ich möchte buchhändler werden. karriere, dickes auto und riesengehalt ist nicht so wichtig. darauf stehe ich nicht. ich habe es lieber eine nummer bescheidener. eine familie mit zwei kindern möchte ich haben. kinder finde ich toll. ein kleines häuschen mit garten, damit die kinder nicht in der mietwohnung aufwachsen und auch mal draußen spielen können. ein kleines auto müßte auch sein. schließlich muß ich für die 4-personen familie auch mal einkaufen. 1 oder zweimal im jahr möchte ich auch mit der familie in urlaub fahren. in den schwarzwald oder in die eifel. das reicht. ins ausland oder so möchte ich nicht. ich lese eh lieber als mir die welt anzusehen und was anderes kennenzulernen. und meine kinder sollen es mal gut haben. eine gute schule, eine gute uni damit sie den zukünftigen anforderungen des berufslebens gewachsen sind. ach so... und ein bisschen was fürs alter sparen möchte ich auch. man weiß ja wie das mit der rente so aussieht.
super, sagt der buchhändler... dann mach doch eine ausbildung im sortiment. das einstiegsgehalt beträgt 1600 euro brutto nach der ausbildung. nach 5 berufsjahren verdienst du 2100 euro brutto. und nach weiteren 5 jahren bis du bei 2200 euro brutto gelandet, wenn es gut läuft, aber das wird es schon. dann ist aber schluß, denn wir wollen ja keine karriereleute mit dickem gehalt ranzüchten, die gibt es nämlich schon genug, sondern buchhändler. und, wenn du immer hart arbeitest, kannst du als gelernter buchhändler mal in einen verlag wechseln.
liebe katharina, wenn es so läuft ist es ja gut, dann brauchen wir uns um nachwuchs keine sorgen zu machen....

7. Katharina 05.03.2010 15:14h

@Buchboy

Lieber Buchboy,
irgendwie bin ich nach deinem Kommentar auch nicht schlauer. Heißt das jetzt - am besten wir bilden nicht mehr aus, denn Buchhändlersein macht arm und traurig? Ich warte irgendwie auf einen Gegenvorschlag? Sollen Azubis und Buchhändler mehr verdienen? Wollen wir Bücher teurer machen damit man besser davon leben kann? So richtig habe ich das nicht verstanden.....
Vielleicht ist das wirklich eine Anspruchsfrage - ich kenne Selbstständige und Gründer, die ihre 1000 Euro im Monat haben und trotzdem was draus machen. Komischerweise sehen die auch noch glücklich aus dabei!!!

8. Buchboy 05.03.2010 16:18h

@ Katharina

Leider kann ich Vorschläge, wie alles besser wird, nicht unterbreiten. Einfach darum, weil es nicht viel vorzuschlagen gibt... Buchhändler ist nun mal ein Beruf, in dem nicht viel verdient wird und der wenig Aufstiegs- bzw. Wechselmöglichkeiten bietet. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern und darüber muß sich jeder Aspirant im Buchhandel im klaren sein. Natürlich ist es doof, immer alles am Geld festzumachen. Es gibt genügend wichtigere Dinge als Geld - ohne Frage! aber die Gesellschaft/Wirtschaft funktioniert nun einmal nach dem Prinzip wer mehr Geld hat, kann sich auch mehr leisten und hat mehr Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten und einzurichten - und dieses wird sich auch nicht so ohne weiteres ändern. Mag man daran herumkritteln oder es ablehnen - "es bleibt doch, wie es ist"... Und da kann der Beruf "Buchhändler" einfach nicht mithalten... von anderen Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit, Perspektiven, Prestige usw mal ganz abgesehen.
Das ist einfach Fakt!

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