Antiquariat

22.03.2010Online-Handel

Amazon verlangt künftig von Verkäufern "Preisparität"

Um Käufern "das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten", verlangt Amazon von Verkäufern ab 31. März "Preisparität". Artikelpreis und Gesamtpreis "gleich günstig oder günstiger" im Vergleich zu anderen "nicht ladengeschäftgebundenen Vertriebskanälen".

Die Kernaussage der neuen Regel: "Für diese Verkäufer bedeutet Preisparität, dass der Artikelpreis und der Gesamtpreis (insgesamt zu zahlender Preis, ohne Steuern) für alle Artikel, die ein Verkäufer auf Amazon.de anbietet, im Vergleich zu anderen nicht ladengeschäftgebundenen Vertriebskanälen dieses Verkäufers, grundsätzlich gleich günstig oder günstiger sein müssen."

Die genauen Auswirkungen dieser neuen Regel, die allerdings nicht in erster Linie auf Anbieter von neuen und gebrauchten Büchern zielen dürfte, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch weitgehend unklar. Eine klare Sprache spricht dagegen dieser Abschnitt in den Amazon-FAQ: "Was passiert, wenn ich nicht bereit bin, Parität hinsichtlich des Preises oder anderer anzuwendender Kriterien zu bieten? Verkäufer, die nicht bereit sind, Preisparität zu bieten, sollten ihre Angebote entfernen, da Verkäufer, die unsere Geschäftsbedingungen nicht einhalten, das Recht auf Amazon.de zu verkaufen verlieren werden." Eine Übergangs- und Anpassungsfrist wird bis 1. Mai gewährt.

Schlagworte:
Amazon, Preisparität

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63 Kommentar/e

1. Dirk Kindermann 22.03.2010 18:23h

"Zur Prüfung der Preisparität ziehen wir Angebote von Ihnen und mit Ihnen verbundenen Unternehmen auf anderen nicht ladengeschäftgebundenen Vertriebskanälen heran."

Mich würde interessieren, wie Amazon die Angebote auf fremden Plattformen überprüfen möchte.
Werden die Datenbanken dazu verpflichtet, eine Amazon-Schnittstelle zur Preisrecherche einzurichten?
Oder springt etwa eine Meta-Suchmaschine hilfreich in die Bresche?

Dirk Kindermann

2. Wolfgang Höfs 22.03.2010 19:36h http://www.emotioconsult.de

Ein Fall fürs Kartellamt, bzw. die europäische Kommission werden die Bestrebungen von Amazon sein.
Ich möchte hier nur die Website des Bundeskartellamtes zitieren:

**********************************
"Kartellrechtliches Missbrauchsverbot

Die wirtschaftliche Macht von Unternehmen wird in aller Regel durch Wettbewerber und Ausweichmöglichkeiten der jeweiligen Marktgegenseite begrenzt. Manche Unternehmen unterliegen indes keinem hinreichenden Wettbewerbsdruck, so dass sie gegenüber Wettbewerbern, Lieferanten und Abnehmern über besondere Verhaltensspielräume verfügen. Eine solche wirtschaftliche Machtstellung zu erlangen oder innezuhaben, ist nicht verboten. Aufgabe des Kartellrechts und der Kartellbehörden ist es aber, ihre Ausnutzung zu kontrollieren und Missbräuche zu verhindern.

Das deutsche wie das europäische Kartellrecht verbietet die missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung. Marktbeherrschend ist ein Unternehmen, wenn es im Vergleich zu seinen Wettbewerbern auf dem betroffenen Markt eine überragende Marktstellung hat. Ob ein Unternehmen eine solch überragende Stellung auf dem betroffenen Markt innehat, ergibt sich aus einer Gesamtbetrachtung aller wettbewerbsrelevanten Kriterien.

Missbräuchlich sind Verhaltensweisen von marktbeherrschenden Unternehmen, die einem Unternehmen nur aufgrund seiner Marktmacht möglich sind und durch die andere Unternehmen oder auch Kunden von Unternehmen in einer Weise behindert oder benachteiligt werden, die bei wirksamem Wettbewerb nicht möglich wäre.

Unterschieden wird bei missbräuchlichen Verhaltensweisen zwischen sog. Behinderungsmissbräuchen und sog. Ausbeutungsmissbräuchen. Während ein Behinderungsmissbrauch beispielsweise vorliegen kann, wenn ein marktbeherrschendes Unternehmen versucht, seine Konkurrenten mit gezielten Kampfpreisstrategien aus dem Markt zu verdrängen, kann ein Ausbeutungsmissbrauch z.B. vorliegen, wenn ein marktbeherrschendes Unternehmen von seinen Abnehmern oder Lieferanten unangemessen hohe Preise fordert.

Das deutsche Recht enthält außerdem Verhaltensvorgaben für Unternehmen, von denen andere Unternehmen abhängig sind. Verboten ist danach insbesondere:

* eine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen (Artikel 102 AEUV (= Artikel 82 EG-vertrag alter Fassung), § 19 Abs. 1, Abs. 4 sowie § 29 GWB);
* Lieferanten und Abnehmer zu behindern oder zu diskriminieren (§ 20 Abs. 1, Abs. 2 sowie Abs. 6 GWB);
* abhängige Unternehmen zur Gewährung von Vorteilen aufzufordern (§ 20 Abs. 3 GWB);
* kleine und mittlere Wettbewerber unbillig zu behindern (§ 20 Abs. 4 GWB)

Unabhängig von ihrer Stellung auf dem Markt ist allen Unternehmen unter bestimmten Umständen verboten, andere Unternehmen zu wettbewerbsbeschränkendem Verhalten zu veranlassen (§ 21 Abs. 2 GWB). Verboten ist in diesem Zusammenhang auch der Aufruf zum Boykott, wenn dies in der Absicht geschieht, bestimmte Unternehmen unbillig zu beeinträchtigen (§ 21 Abs. 1 GWB)."
http://tinyurl.com/yghkf5y
************************
Hier versucht das marktbeherrschende Unternehmen, ohne das die meisten Anbieter (insbesonders im Gebrauchtbuchmarkt) nicht lebensfähig wären, Druck auf die Preisgestaltung dieser bei Mitbewerbern auszuüben. Unabhängig von der Kostenstruktur bei anderen Anbietern, die in der Regel ihre Leistungen günstiger als Amazon anbieten, wird es hier den auch bei Amazon anbietenden Händlern quasi untersagt, diese Kostenvorteile, bei der Nutzund anderer Plattformen, an den Endverbraucher weiterzureichen.
Weiterhin werden alle Anstrengungen anderer Plattformen ihre Wettbewerbsposition durch Reduzierung der Kosten zu verbessern unweigerlich ad absurdum geführt. Was natürlich nicht im Sinne eines freien Wettbewerbs ist. Den anderen Plattformen ist der Gang nach Brüssel oder Berlin anzuraten

Amazon sollte besser einmal seine eigenen Organisations- und Kostenstrukturen überprüfen, um besser und profitabler im Wettbewerb bestehen zu können. Nur billig sein zu wollen, ist zu billig und innovative Ideen im Kampf um den Kunden sind immer besser als restriktives Verhalten seinen angeschlossenen Händlern gegenüber. Hier hilft manchmal auch nur ein Blick in unser BGB, dort ist relativ einfach erklärt wie eine reelle Vertragsbeziehung auszusehen hat und erspart die Kosten für Winckeladvocaten für abstruse, unübersichtliche und sicherlich nicht rechtskonforme Teilnahmebedingungen. Vielleicht wäre auch ein Dialog mit den gelisteten Händlern sinnvoll, um den Käufern das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Höfs

3. Mario 22.03.2010 23:33h

Ja auch diese Plattform entpupp sich langsam wie Ebay auch ,wird also für mich demnächst als Verkäufer von der Liste gestrichen.

4. Micha 22.03.2010 23:48h

Was ich mich eigentlich Frage.
Wenn einer einen Artikel drin hat für 10 euro dann darf ich meinen nur einstellen wenn ich auch nur 10 euro oder weniger nehme ,was ist wenn ich diesen aber für 0,01 € einstelle wie es ja jetzt schon einige machen ,für welchen Preis darf dann der nächste einstellen? alle dann nur noch für 1 cent? wo ist die logik des ganzen?
Wir haben doch Marktwirtschaft und trotzdem verlangen die das wir alle den gleichen Preis haben? ich denke Amazon hat angst dabei zu verlieren mit Ihren eigenen Preisen.Wie Amazon sich Artikel aneignet für den Verkauf ist ja jedem bekannt.Die ziehn einen die Hosen aus

5. Ingo Degen 23.03.2010 00:13h

dann kann ich nur Hitmeister.de empfehlen eine deutsche Plattform korrekt und gebührenmäßig viel günstiger

Leute wacht auf nutzt unsere Plattformen und nicht diese von Übersee :-)))

6. Roman Heuberger 23.03.2010 00:14h

Ein weiterer Beleg dafür, daß sich die Plattformen, die lediglich bezahlte Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer sind, diejenigen, von denen sie leben, zu willigen Bütteln ihrer Expansionspolitik machen wollen. Wer bei so etwas noch mitmacht, sollte sich überlegen, an wessem Tropf er hängt.

Andererseits nehmen an diesem System mittlerweile eine derart große Anzahl von nichtsahnenden Büchereinstell-Dumpfbacken teil, daß sich Amazon wohl eine realistische Chance erhofft, mit diesem "Humankapital" weiterhin Kohle zu machen.

Mit unserer Branche "Antiquariat" hat das noch nicht mal im Ansatz etwas zu tun.

7. Petra Neuendorf 23.03.2010 09:59h

Zur Klarstellung: Amazon will Verkäufer dazu zwingen, auf anderen Plattformen (z.B. Ebay, Booklooker, ZVAB usw. einschließlich dem eigenen Internet-Shop) mindestens den gleichen Gesamtpreis für einen Artikel zu nehmen wie bei Amazon. Gesamtpreis heißt incl. Versandkosten, die Amazon ja bei Medien mit 3,- EUR je Stck vorschreibt. Bis jetzt ist es so, dass man einen Artikel auf anderen Plattformen oder im eigenen Shop problemlos günstiger oder mit niedrigeren Versandkosten verkaufen kann, ohne Gewinneinbußen zu haben, da Amazon extrem hohe Provisionen von jedem Verkauf kassiert. Die Amazon Provision liegt bei gewerblichen Verkäufern zwischen 16,3% und 36,0% vom Netto-Umsatz bei Büchern und zwischen 18,2% und 40,0% bei anderen Medien (CDs, DVDs usw.) plus 39,- EUR je Monat fix. Zum Vergleich: Die Booklooker Provision liegt zwischen 0,6% und 7,3% für Bücher bei gleichem Verkaufspreis und Versandkosten.

8. Ludwig Meier 23.03.2010 11:46h www.rheinberg-buch.de

Wie sieht es den hier mit der Buchpreisbindung aus? Wenn ein Buch 9,95€ kostet, wird es ja bei Amazon für 9,95€ + 3€ Versandkosten also für 12,95€ angeboten. Woanderes biete ich das Buch für 9,95€ versandkostenfrei an. Soll ich das Buch jetzt hier für 6,95€ anbieten?? Dann sind Abmahnung bezüglich der Buchpreisbindung ja schon vorprogrammiert? Oder nicht?

Mit freundlichen Grüßen
Ludwig Meier

9. Uwe Ross 23.03.2010 13:20h http://www.buchkammer.de/

Selbst wenn der Fall vor dem Bundeskartellamt oder der europäischen Kommission landet, ist nicht sicher, ob Amazon für diese Vorgehensweise 'gerügt' wird.

Solange Verkäufer von gebrauchten Büchern auf den Markt drängen, die beispielsweise bei Amazon tausende von Büchern zum Preis ab 0,01 Euro anbieten und nur von den Versandkosten existieren können, wird sich an dieser Situation nichts ändern und Amazon bestimmt, wo es lang geht.

10. René Kohl 23.03.2010 16:40h www.kohlibri.de

Amazon will offenbar nicht verlangen, dass im Falle preisgebundener Bücher diese beim Händler selbst nun auch nur noch zzgl. (3 EUR) Versandkosten angeboten werden sollen. Der Händler darf demnach auf seiner Seite portofrei anbieten, auch wenn er bei Amazon zzgl. Porto liefert.

O-Ton:

Wie wirkt sich die Preisparität auf den Verkauf deutscher Bücher über Amazon.de und den Verkauf französischer Bücher über Amazon.fr aus, die der gesetzlichen Preisbindung unterliegen?

Bei Artikeln, für die die Amazon Marketplace Standard-Versandkosten gelten und für die vom Gesetz ein Festpreis vorgeschrieben ist, beabsichtigen wir nur die Forderung nach Artikelpreisparität geltend zu machen, nicht aber, während die Standard-Versandkosten gelten, nach Gesamtpreis-Parität. Andere Paritätsanforderungen (z.B. hinsichtlich Kundenservice und Rückgabe- und Erstattungsrichtlinien) gelten weiterhin.

11. Michael Stein 23.03.2010 19:21h http://www.fischfresse.de

Das ist doch ein WischiWaschi-Papier-Tiger:

"Was passiert, wenn ich nicht bereit bin, Parität hinsichtlich des Preises oder anderer anzuwendender Kriterien zu bieten?
Verkäufer, die nicht bereit sind, Preisparität zu bieten, sollten ihre Angebote entfernen, da Verkäufer, die unsere Geschäftsbedingungen nicht einhalten, das Recht auf Amazon.de zu verkaufen verlieren werden."

Da bin ich ja mal gespannt, wann Amazon auf mein Geld verzichten wird. Ich werde jedenfalls keine Preisparität einhalten und auch meine Angebote nicht entfernen. Ich bin weiss Gott kein pauschaler Kritiker der großen Plattformen, aber das ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Amazon hat Pionierleistungen im eCommerce vollbracht - jetzt verliere ich den Respekt.

12. krämer 23.03.2010 19:29h

Es bleibt abzuwarten, wie streng Amazon auf die Einhaltung dieses neuen Bestandteils der Teilnahmebedingungen achten wird.

Bekanntlich verstoßen so manche marktetplace-Händler schon bisher chronisch gegen bestimmte Paragrafen der Teilnahmebedingungen, ohne daß das Konsequenzen hat.

Auch bei dieser Neuregelung kann es natürlich nicht im Interesse von Amazon sein, alle Händler, die gegen die Richtlinie verstoßen, zu sperren, denn das wäre ja mit Einbuße von Einnahmen verbunden.

Und bestimmte attraktive Ware, wäre dann nicht mehr über Amazon erhältlich, wenn die Händler, die diese anbieten können, gesperrt werden würden, was dann dem Kundenservice, um dessetwillen, die neue Vereinbarung kommen soll, genauso widersprechen würde, wie höhere Preise über Amazon, für die Ware eines bestimmten Händlers, als diese bei diesem Händler woanders kostet.




13. Michael Stein 23.03.2010 21:10h http://www.fischfresse.de

Mit Kundenservice hat die Forderung nach Preisparität nichts zu tun. Amazon weiss, dass es mit der Versandkostenpauschale im Gesamtpreis eher teurer auf Metasuchen gelistet wird als die Wettbewerbsplattformen. Das bedeutet weniger Umsatz, weniger Provision. Bei Parität, also ween es nichts zu sparen gibt, entscheidet sich der Kunde aber eher für den bekannteren Namen - Vorteil für Amazon.

14. krämer 23.03.2010 21:33h

Es geht dabei allein darum, daß Amazon die Preisparitäts-Vereinbarung, mit Kundenservice, oder wie Sie es nennen wollen, begründet:
"Preisparität
Der Preis ist für Kunden eines der wichtigsten Entscheidungskriterien beim Kauf. Um Käufern auf Amazon.de die bestmöglichen Kaufoptionen zu bieten, wird Amazon ab dem 31. März von allen Verkäufern, die unter den Amazon.de Teilnahmebedingungen verkaufen, Preisparität verlangen."

Vgl. oben über den Link, das ist der erste Satz.

Und es ist auch ganz richtig, weniger bei Büchern, aber z.B. kaufen Sie mal ein Elektro-Gerät, z.B. Brotbackautomat.

Wie wollen Sie dem Kunden vermitteln, daß eine Firma diesen Brotautomat über Amazon, für 69,- vertickert, aber über ebay für 39,-.

Darum geht es, das möchte Amazon nicht, daß die Kunden auf Amazon für so einen Automat 30,- mehr zahlen, nur weil sie keinen Internet-Preisvergleich gemacht haben. Sondern Amazon möchte seinen Kunden vermitteln: Wenn ihr auf Amazon den Brotbackautomat von einem Händler kauft, dann ist das der günstigste Preis, den dieser Händler bietet, ihr braucht nicht woanders nachsehen, kommt gleich zu Amazon. Das ist aus Sichtweise von Amazon Kundenservice.

15. krämer 23.03.2010 22:37h

ad 13:
"Amazon weiss, dass es mit der Versandkostenpauschale im Gesamtpreis eher teurer auf Metasuchen gelistet wird als die Wettbewerbsplattformen. Das bedeutet weniger Umsatz, weniger Provision."

Dagegen würde es doch ein anderes, einfaches Mittel geben: nämlich auf marketplace, die Pflicht-3-Euro-Pauschale, aufheben.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es um solche kleinen Beträge geht, bis zu 3 Euro Differenz. Dem steht entgegen, die Unmöglichkeit, die sonstigen Leistungen, die im Preis enthalten sind, genau zu bewerten.

Was bedeutet es z.B. wenn auf booklooker Vorkasse verlangt wird, gegenüber, dem bequemen Klick-und-Abbuchung auf Amazon. Die Vorkasse-Operation ist für den Kunden ein Nachteil, ein zusätzlich entstehender Aufwand, monetär im Prinzip bestimmbar, aber darüber wird es keine Einigkeit geben, was solche Nebenleistungen, oder deren Fehlen, genau für die Parität bedeuten könnte.

Daraus folgt, daß Abweichungen im Rahmen von einer monetären Spanne von Versandkostenfreiheit bis zum tatsächlichen Porto-/und -Verpackungspreis, keine konkret bestimmbare Verletzung der Preisparität bedeuten können, ohne eine genaue Untersuchung.

Das sind wir dann mal gespannt, auf die ersten Rausschmisse, und wie Amazon sie begründet. Meine Prognose ist, es wird solche Sperrungen nicht geben, aber die Preisparität kommt unter Beobachtung, und Händler, die sich nicht an sie halten, werden aufgefordert, sich zu bessern.

16. Matthias Lätzsch 24.03.2010 03:05h

Die Fülle und die Ernsthaftigkeit der Kommentare, zeigen meiner Meinung nach den Ernst der Meldung. Ein Big Brother Vergleich drängt sich auf und ich bin gespannt ob die Masse Amazon Paroli bietet oder kuscht. Den eigentlich haben es die Anbieter in der Hand. Andere Plattformen gibt es genügend.

17. bookmarathon 24.03.2010 08:44h

"Andererseits nehmen an diesem System mittlerweile eine derart große Anzahl von nichtsahnenden Büchereinstell-Dumpfbacken teil, daß sich Amazon wohl eine realistische Chance erhofft, mit diesem "Humankapital" weiterhin Kohle zu machen."

Herr Heuberger,

ich glaube, ich bin wohl eine von dem "Dumpfbacken" die bei Amazon einstellt, und sogar antiquarische Bücher verkauft, trotz Mitbewerber aus Antiquariaten. (Deren Beschreibungen z. T. übrigens ein Fiasko darstellen.)

Vor gut einem Jahr wurde ich hier fast gesteinigt, als ich sagte, dass Amazon schon längst seinen Gierarm auf dem antiquarischen Sektor hat. Das wollte kaum einer so richtig glauben. Fakt ist, dass heute nahezu der gesamte ZVAB im Preisbereich bis 50 Euro auf Amazon zu finden ist. Und dieser Katalog wird von den Gebrauchtbuchhändlern, also uns Dumpfbacken, genutzt. Und ich kann Ihnen versprechen, dass der Katalog so schnell er gewachsen ist, sich auch in der Qulität, also der Datenklarheit noch steigern wird. Schon jetzt dürfte der Anteil der verkauften antiquarischen Bücher auf Amazon recht hoch sein. Und wenn ich mir die Gewinnspannen so ansehe, wird dieser Teil wohl immer mehr von uns Dumpfbacken bearbeitet, da es Geld bringt.

Mögen sich die Herrn Antiquare gern auf ihre Plattformen zurückziehen, dann lässt sich noch mehr Geld auf Amazon verdienen.

Amazon hat nur einen logischen Schritt getan den Aplle quasi schon vorgeriffen hatte. Die Entscheidung ging ums ganz große Geld, und zwar um E-Books und dergleichen. Und um Verlage.

Meine Herren Antiquare: Sie nehmen sich entschieden zu ernst. Es wird keinen Aufpasser geben, der kontrollieren wird, ob ein 3.000 Bücher Pleitegeier seine Waren anderswo 10 Cent billiger anbietet. Bei den Jungs geht es um große Geld. Und da ist der Kampf umd die Marktvorherrschaft schon längst entbrannt.

Gebrauchtbuchhändler als Dumpfbacken zu bezeichnen lässt mir übrigens das Messer in der Tasche aufgehen. Mich würde wirklich mal interessieren, Herr Heuberger, ob Sie heute überhaupt noch eine Chance hätten einen Laden neu aufzubauen? Ich glaube es nicht, darum an dieser Stelle meinen Respekt an die Neuen, die es geschafft haben in einer nicht grade einfachen Zeit mit ihren Konzepften am Markt Fuß zu fassen.

Um noch eines klar zu stellen, mir geht die Geschäftspolitik von Amazon auch reichlich auf den Geist, aber so ist nun einmal der Onlinehandel. Irgendeiner wird uns immer melken. Und nahezu täglich muss das eigene Konzept den Veränderungen angepasst werden. Leider, aber so ist nun einmal die Wirtschaft. Nerven tut es mich auch, aber mit jammern fürht man kein Laden, sondern geht baden.

Amazon wird keinen Cent weniger verdienen im Buch- und auch Antiquariatsbereich. Steigen Sie aus, es stehen zig andere Händler da, die diese Lücken füllen werden. Und unterschätzen Sie uns Dumpfbacken nicht. Ich verkaufe nicht mehr an Antiquare, sondern liste das Zeug selbst bei Amazon, so wie viele andere Kollegen auch. Und wenn ich mir den Testkatalog ansehe, den ich bei Amazon und im ZVAB aufgespielt habe, dann sprechen die Verkaufszahlen eine derart deutliche Sprache, dass ich behaupt, wenn das ZVAB nicht bald anfängt seine Hausaufgaben zu machen, ist der Markt bis 100 Euro komplett weg. 150 Bücher, Preise zu hoch, zu niedrig und passen. Alle Preise wurden vier Wochen nicht angerührt. Vor zwei Wochen habe ich Spasseshalber die gleichen Bücher auf Amazon aufgespielt, und ich bin überreascht was ich verkaufe. Und selbst wenn Amazon die Gebühren noch erhebt, es ist und bleibt mit ebay zusammen die Nr. 1 am Markt. Punkt aus.

Mit freundlichen Grüßen

Dumpfbacke Jeannine Rathjen
bookmarathon (Gebrauchtbuchverkäuferin)

18. Buchhöker 24.03.2010 09:09h

Tach Frau Ratjen,

überraschend Sie hier zu sehen. Wenn ich mir Ihren Text so ansehe, dann haben Sie sich ja schnell wieder erholt! Und auch finanziell scheint ja wieder alles im Reinen zu sein.
Wo Sie doch am 8.9.2009 öffentlich erklärt hatten wegen einer Steuernachzahlung Ihr Unternehmen aufzugeben.

"Moin Leute,

ja es ist so weit. Auch mich hat es erwischt....."

"...Somit verkaufe ich nun mein gesamtes bewegliches Habe, und steige aus...."

Sind Sie also wohl wieder eingestiegen. So können wir uns also wieder auch zärtliche Techtelmechtel zwischen dem Kollegen Heuberger und Ihnen freuen!

19. RF Meyer 24.03.2010 09:22h http://www.meyerbuch.com/

Natürlich wird nichts so heiß gegessen wie’s gebraten wird.

Aber jede Wette, die anderen Plattformen schauen gebannt wie die Kaninchen auf Ama, um zu verfolgen, wie das Spiel ausgehen wird: denn – irgendwie selbstverständlich – nur einer kann der Billigste sein. Und das erinnert ans Highlander-Prinzip.

Die Ama-Zulieferer mögen sich trösten: sie sind die auswechselbaren Komparsen im Spiel.

20. bookmarathon 24.03.2010 09:24h

@Buchhöker

Was hat denn das mit dem Thema zu tun?

Warum nicht mit eigenen Namen Posten? Feige?

Um das mal kurz klar zu stellen: Ich war so sehr Krank, dass ich meinen Laden nicht führen konnte und nicht mehr wollte. Das FA hatte die Sache zum überlaufen gebracht, aber auch da hat sich alles geklärt. Eine Steuerprüfung im Hause kann ein Segen sein, zumindest wenn man einen Steuerberater erwischt hat, der von diesem Geschäft offensichtilch keine Ahnung hat.

Und Mr. Unbekannt, ich bin noch lange nicht völlig gesund, und mag sein, dass ich es auch nicht mehr werde. Aber es ändert einfach nichts an den Inhalt meines Postings. Aber eine inhaltliche Diskussion wollen Sie doch ohnehin nicht.

Sicher, ganz ohne Grüße

Jeannine Rathjen
bookmarathon

21. Michael Stein 24.03.2010 10:08h http://www.film-literature.com/

Auch off-topic: Ich teile Ihre Ansicht, Frau Rathjen, dass viele Ihrer Kritiker ihr Geschäft in einer Epoche aufgebaut haben, in der es deutlich einfacher war als heute. Mir haben alte Männer aus verschiedenen Branchen (auch aus dem Antiquariat) bestätigt, dass es bis Mitte der 80er Jahre "keine Kunst" war, mit einer selbständigen Unternehmung ein Auskommen zu erwirtschaften.
Unsere Generation hat es unter dem Pace eines Turbo-Marktes schwerer. Dass wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse da wichtiger werden als Branchenwissen, das mag man bedauern, es ist aber nicht unsere "Schuld".
Soviel zur Gnade der späten Geburt.

22. Alexander Hirth 24.03.2010 10:25h

Ein derart sittenwidriges und wettbewerbsverzerrendes Verhalten kann man sich nur herausnehmen, wenn man sich ziemlich sicher ist, eine marktbeherrschende Stellung innezuhaben. Ich hoffe, das sich die Betroffenen dagegen wehren.

23. bookmarathon 24.03.2010 11:14h

@21

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich habe mich nicht über den Markt beklagt und will es auch gar nicht. Irgendwie ist es doch schöner, wenn man sich den Erfolg erkämpfen muss...

Ich habe nur ein Problem mit der Arroganz die einem in dieser Branche z. T. entgegen gebracht wird. Wenn Arroganz auf Leistung und Können beruht, dann ist das eine Sache. Aber wenn hier Antiquare rumjammern, und weder bei Amazon verkaufen, noch dies je getan haben und uns als Dumpfbacken abtun, dann ist das schon eine Frechheit. Und nur am Rande, jede gute Software wird mit der neuen Situation umgehen können. Auch wenn ich glaube, dass da noch stark nachgebessert wird, da es eigetnlich um das Downloadgeschäft geht und um Verlage.

Das soll es für mich bei dieser Diskussion gewesen sein. Die Lebenszeit ist dafür zu kostbar.

Jeannine Rathjen
bookmarathon

24. michael 24.03.2010 14:38h

hallo,
ich denke, dass es sehr bald eine riesenwerbekampagne geben wird, in der es heisst, dass man die artikel bei amazon nirgendwo im onlinhandel günstiger bekommt.
hiermit erübrigt sich dann auch gleich die kontrolle, denn das machen die kunden dann schon.
viele grüsse

25. Rainer Kocherscheidt 24.03.2010 15:19h

Ich kann mich des Verdachtes nicht erwehren, daß Herr Heuberger mit 'Dumpfbacken' mehr die zahllosen privaten Piraten, die privaten und gewerblichen Nebenerwerbler, die Altwarenverwerter, Möchtegerns, Studienräte, Hausfrauen und e. V.s etc. meint, denn davon wimmelt's ja nun auf amazon. Ich für meinen Teil habe vom amazon-Goldrausch damals gerne profitiert, aber da mir amazon mittlerweile wegen der ganzen Gängeleien schwer auf den Nerv geht und sich der Umsatz dort in's Unbedeutende minimiert hat, verabschiede ich mich seit Anfang 2009 nach und nach. Meine Umsätze auf anderen Plattformen wachsen anständig, bei gleichbleibender, tendenziell eher abnehmender Titelanzahl und steigenden Durchschnittspreisen. Es bleibt dabei: Qualität zieht. Ich meine, ein Antiquariat kann auch ohne amazon. Aber kommen Sie doch bitte wieder runter von der Palme, Frau Rathjen.

26. Michael Stein 24.03.2010 16:51h http://www.film-literature.com/

zu 24.) Nein, diese Kampagne kann es nicht geben, denn Händler, die nicht bei Amazon listen, können anderswo immer noch billiger sein als der billigste Amazon-Händler.

27. M. Groß 24.03.2010 17:35h

Ich halte das ebenfalls für wettbewerbsrechtlich fragwürdig. Mal sehen wann sich das Kartellamt einschaltet. Zumal Amazon auch immer wieder die Buchpreisbindung verletzt. Ich hatte erst diese Woche wieder das vergnügen ...

Zum Glück liste ich bei ZVAB etc. einen komplett anderen Buchbestand als bei Amazon. Neuere Gebrauchtbücher, Schulbücher etc gehen zu amazon - antiquarische Bücher zu fachlich geeigneteren Plattformen. Das hat auch mit der miserablen gebührenstruktur bei amazon zu tun. Ich sehe gar nicht ein, die bei interessanteren, selteneren oder auch teureren Büchern so sehr partizipieren zu lassen ...



28. krämer 24.03.2010 21:15h

ad 26, Bezug auf 24,

Sehr richtig von 24 vermutet. Man muß das kombinieren, mit dem ruinösen Preiskampf auf Amazon, der von Amazon, aktiv geschürt wird.

Sicher, wer noch das Super-Schnäppchen machen will, muß auch außerhalb Amazon noch Recherche machen, aber was ist die Strategie von Amazon: ist nicht nötig, kauf gleich über Amazon.

Egal ob das für den Käufer zu empfehlen ist, das könnte eine Werbestrategie von Amazon sein, und die Marketplace-Händler, zur Preisparität verpflichten, wäre ein Baustein.

Schüren der gegenseitigen Preisunterbietung von Marktetplace-Händlern, plus Forderung, der Preisparität, zum Angebpt anderswo, das läuft darauf hinaus, daß Amazon- sich zum 1-€-Laden entwickeln will.

Das hängt aber von der Ware ab, und auch von den Kunden, ob es sich letztlich rechnet, und wie es oben mehrmals vermerkt wurde, auch ohne Amazon, kann es ein bekömmliches Auskommen geben, für Anbieter von alten Büchern über das Internet, ob Kistenschieber, oder seriöses Antiquariat.

29. krämer 25.03.2010 01:44h

Sorry, ist etwas offtoppic, aber hat Frau Rathjen das Buch über die Psychologie des Ankaufs, von dem lieben Herrn Antiquar Heuberger, ausgeliehen, endlich auch an den lieben Herrn Antiquar Heuberger zurück gegeben. Oder sollte es passiert sein, daß das ausgeliehene Buch auf Amazon angeboten und verkauft wurde. Dann würde mich mal interessieren, was das Buch gebracht hat. Wenn ich mich richtig erinnere, hat (hatte) Frau Rathjen generell für jedes Buch einen Mindespreis, von 2,99 eingestellt.

Was bedeutet das, so ein automatischer Mindestpreis, für die Fälle, wo auch ein weiterer Anbieter meint, zügig unterbieten zu sollen. Ihr bekommt auf Amazon nur dort korrekte Preise, wo es ein großes Angebot gibt, und große Nachfrage. In den anderen Fällen, die interessanter sind, stellt sich bei den gängigen Praktiken auf Amazon ein Preis ein, der entweder viel zu niedrig, oder aber absurd hoch ist.

30. Markus Groß 25.03.2010 08:59h

Noch was interessantes:

Preisanpassungstools wie Sellermania etc sind nicht mehr verwendbar. Denn der Verkäufer muss ja sicherstellen, dass er nirgendwo anders einen niedrigeren Preis anbietet für den selben Artikel. Sellermania passt aber Preise auch automatisch nach oben an ...
Ob denen das gefallen wird, so aus dem geschäft gedrängt zu werden ...?

31. M. Groß 25.03.2010 10:43h

@31
Was soll dieser Ton?

Wieso Unsinn?

32. krämer 25.03.2010 12:32h

@Redaktion
Sie haben einen Beitrag von Frau Rathjen gelöscht, aber die Passage in meinem 29., stehen lassen, über die sich Frau Rathjen beschwert hatte. Dann löschen Sie das doch dann bitte auch.

33. Michael Stein 25.03.2010 13:03h http://www.fischfresse.de

Und warum bezieht sich 31.) auf 31.)?

34. bookmarathon 25.03.2010 13:56h

@31

Sie nutzen keine Software, oder? Für eine gute Software ist das wirklich NULL Problem. Ob Sellermania das kann, weiß ich nicht, aber bis auf eine hier sehr weit verbreitete Software dürfte das jede Software können. Verschiedene Versandkosten zu hinterlegen, sollte jedenfalls zur Grundausstattung gehören, denke ich. Wo soll da das Problem sein? Nein, die Pricesoftware wird weiterlaufen.
Deshalb schrieb ich, dass es Unsinn ist.


@32

Amazonhändler als Dumpfbacken zu bezeichnen, scheint Ok zu sein. Mir etwas zu unterstellen ist auch OK. (Einlieferungsbeleg von vor einem Jahr gefällig? Mit Easylog kein Problem!! )

Aber ist auch mal schön zu sehen, was Antiquare eigentlich für Gesellen sind. Der hohe Bildungsgrad scheint jedenfalls nicht grade für eine Diskussionsfähigkeit zu sprechen.

35. Christoph Schäfer 25.03.2010 17:17h http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,684905,00.html

Einfach mal auf obigen link klicken ...
... und sich freuen.

Grüße,

Christoph Schäfer

36. Markus Groß 26.03.2010 10:02h

@34

Da Sie allwissend sind und sogar beurteilen können, ob und welche software ich nutze und sich auch ansonsten gaaanz toll sind und sich das Recht herausnehmen andere abwertend zu beurteilen macht eine Diskussion mit Ihnen schlichtweg keinen Sinn. Obwohl es schon irritiert, dass Sie nicht, mal in der Lage sind, meinen Beitrag richtig zu verstehen .. aber eh Sie wieder loslegen: Sie sind die ALLLLERALLERTOLLSTE im ganzen Land ..

Gottchen muss man sich manchmal mit Leuten herumärgern ...


37. bookmarathon 26.03.2010 11:16h

Wie wäre es mal mit Argumenten???

Also nochmal. Sie haben geschrieben:

"Preisanpassungstools wie Sellermania etc sind nicht mehr verwendbar. Denn der Verkäufer muss ja sicherstellen, dass er nirgendwo anders einen niedrigeren Preis anbietet für den selben Artikel. Sellermania passt aber Preise auch automatisch nach oben an ...
Ob denen das gefallen wird, so aus dem geschäft gedrängt zu werden ...?"

Darauf habe ich geantwortet, und Sie greifen mich persönlich an?! Was soll das??

Nochmals: Es ist für ein GUTES CROSSELLINGPRAMM kein Problem die Vorgaben von Amazon einzuhalten. Ein Interner Abgleich des Verakufspreises plus der Versandkosten wird dann der Preis, der auf die verschiedenen Plattformen aufgespielt wird. Das ist die erste Möglichkeit.

Die zweite Möglichkeit, die ja auch schon erwähnt wurde, ist das Trennen der Bestände, was tatsächlich JEDE mir bekannte Software kann. Und da haben wir dann die kleinen aber feinen Unterschiede: Bei der einen Software muss dies von vornherein angegeben werden. Die besten Softwaretypen erkennen und Filtern Preise für die verschiedenen Plattformen automatisch.

Beispiel: Buch 1 Kostet auf Amazon.de 1 Euro, im ZVAB 5 Euro, und in England 9 Pfund. Da es sich hier um ein Reclamheft handelt haben wir also einen eindeutigen Sieger, oder? Noch nicht ganz: Als nächtes wird der Verkaufsrang zu Hilfe gezogen, und daran wird dann entgültig die Plattform festgelegt, auf der das Büchlein verkauft wird, oder ich entscheide es einfach selbst. Wenn ich also das Buch in England anbiete, wird es in Deutschland und Frankreich rausgenommen. Das war es dann schon.

Es gbt auch noch andere Möglichkeiten: Ich habe für mich einen Test zwischen Amazon und dem ZVAB laufen gehabt. Ende vom Lied: Ich habe meine Ware aus dem ZVAB rausgenommen.

Nochmal, Herr Groß, ich bin nicht toll, sonst bräuchte ich keine 50 Euro die Stunde zahlen, um mit einem Ebayprogramm umgehen zu lernen. Ich denke aber doch ein wenig darüber nach, wie ich im Internet Handel betreibe.

Zeigen Sie mir noch kurz, wo ich andere abwertend beurteilt habe? Die Diskussion zeigt nur leider, dass sich kaum Händler an eomer solchen Diskussion beteiligen, die auch auf Amazon handeln. Warum wohl nicht? Warum ist bei diesen Händlern das Geschrei nicht vernehmbar? Ganz einfach: Es liegt kein Problem vor. (Zumal Amazon das einen Dreck interessieren wird, ob jemand mit einem Bestand von 10.000 Büchern auf einer anderen Plattform billiger verkauft.)

Sie müssen sich nicht mit mir herumägern, aber Argumente sehen anders aus. Und sollte ich einen Denkfehler in meinen Überlegungen haben, dann berichtigen Sie mich.

Eines noch, Amazon.de ist derzeit meine Hauptverkaufsplattform, aber auch mich nervt die Sheriffmentalität der Amis. Und auch ich ziehe meine Konsequenzen aus den Veränderungen der letzten Monate. Ich werde meine Ware anders verteilen, wenn die Veränderdungen dann wirklich so durchgehen.

Mein Tipp, Amazon bekommt wieder in Frankreich einen auf den Sack und schießt sich dort dann langsam in die Bedeutungslosigkeit. Und für .de und co.uk wird das ganze noch ziemlich modifiziert, da ich auch an das Postings Nr. 2 glaube. Aber technisch gesehen, ist kein SAUPERGAU, oder ähliches.

Jeannine Rathjen
bookmarathon

P.S.: Das war es nun entgültig für mich. Ich merke, dass mir solche Diskussionen einfach nicht gut tun und auch für mich keine neuen Infos bringen. Allen zusammen eine schöne Osterzeit.

38. krämer 26.03.2010 20:14h

Ja, solche Diskussionen bringen nichts. Und das Mißverständnis hängt auch mit dem offline-gestellten Thread zusammen, wo Sie, Frau Rathjen, nicht ganz angemessen reagiert hatten. Das läßt sich jetzt nicht weiter aufklären, und ist auch nicht nötig.

Schwamm drüber, und auch Ihnen Frau Rathjen, frohe Ostern, und viel Erfolg für Ihre weiteren Vorhaben, ob mit oder ohne Preistool.

39. Markus Groß 26.03.2010 20:34h

Sei sind die TOLLSTE+ALLERBESTE Frau Rathjen und Sie haben IMMER Recht ...

Wollen wir mal die Ausgangslage ansehen: ICH habe einen sachlichen Text geschrieben @30 , den SIE mit 'Unsinn' quittieren. DAS fand ich genauso unangemessen wie IHREN Ton im gelöschten Posting @31

Dann erzählen SIE MIR etwas über MEINE software Kenntnisse, die SIE nu mal gar nicht beurteilen können UND Sie tun das in einem sehr forschen Ton - auch in @37 wieder - und haben offensichtlich nicht verstanden wovon ich sprach.

ICH sprach nicht von einem CrOSSELLINGTOOL aber wissen Sie was .. ich schrieb ja schon in @36, dass Diskussionen mit Ihnen keinen Sinn machen und da halt ich mich doch einfach an meine goldenen Worte.

Frohe Weihnachten auch
MG


40. tom 26.03.2010 22:06h

@39

ähhh - kurze Frage: Wer kein Crosselling macht braucht sich mit der ganzen Thematik ohnehin nicht zu beschäftigen, oder???

41. krämer 26.03.2010 22:33h

Was ist eigentlich Crosseling, hab ich bisher nicht von gehört, Crosseling, was ist das.

Aber an die Adresse Herr Groß, ich verlange Auskunft, ob die Weihnachtswünsche, im Nachherein, oder im Voraus gemeint sind.

42. bookmarathon 27.03.2010 09:57h

@39

Sie lesen Ihre eigenen Postings schon noch, oder?

Nochmal. Sie schreiben:



30. Markus Groß 25.03.2010 08:59h

Noch was interessantes:

"Preisanpassungstools wie Sellermania etc sind nicht mehr verwendbar. Denn der Verkäufer muss ja sicherstellen, dass er nirgendwo anders einen niedrigeren Preis anbietet für den selben Artikel. Sellermania passt aber Preise auch automatisch nach oben an ...
Ob denen das gefallen wird, so aus dem geschäft gedrängt zu werden ...?"

Jetzt werfen wir nochmals kurz einen Blick auf das Wort Preisparität und auf den resignierten Einwand von Posting Nr. 40.

Und jetzt versuchen Sie doch wenigstens mal nicht persönlich zu werden, sondern irgendein Argument zu bringen, was gegen meine Antwort: "UNSINN" zu Ihrem Posting passt!

Preisparität heisst doch, dass Sie mindestens auf zwei Plattformen verkaufen. Also eine Form des Crossellings betreiben. Ansonsten brauchen Sie keine Preisparität einzuhalten und können jedes Pricetool laufen lassen, wie Sie lustig sind. Womit sollte also ein Anbieter wie Sellermania aus dem Markt verdrängt werden?

Sellermania ist ein AUSGWIESENES Crossellingtool. Amazon.fr, dann Amazon.de usw. (Nein, ich nutze das Tool sicher nicht!!!)

Auch whbook ist nicht zuletzt ein Crossellingprogramm, welches die Angebote auf einigen Plattformen aufspielen, einlesen und gegenseitig löschen kann. Aber ich glaube, auch das Programm nutze ich schon längst nicht mehr für den Tagesbetrieb, dass sich dort nur einmal die Portokosten hinterlegen lassen.

Und selbst wenn Sie, Herr Groß, auf Ihrer Webside und auf irgendeiner Plattform die gleichen Bücher hochspielen, nennt sich das Crosselling.

Bevor Sie sich über meine Diskussionfähigkeit aufregen, macht es manchmal auch Sinn einen Millimeter über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Und hier, hoffentlich funktioniert der Link, nochmals zum nachlesen, was Crosselling ist. Die deutsche Erklärung ist leider nicht so gut, weil der Begriff in Deutschland etwas anders behaftet als international üblich:

http://en.wikipedia.org/wiki/Cross-selling

Wenn Sie also über Preisparität sprechen, dann geht es IMMER auch um Crosselling. Und wenn Sie Behauptungen aufstellen, dass irgendetwas nicht mehr funktioniert, dann macht es Sinn dies auch zu belegen, oder wenn jemand dagegen Argumentiert nicht gleich persönlich zu werden.

Jeannine Rathjen
bookmarathon

43. H.Meinke 27.03.2010 18:21h

Eine große Verwertungsmaschinerie für gebrauchte (benutzte) Bücher, zumeist neueren Datums (unbedingt mit ISBN) verändert seine Nutzungsbedingungen unter dem Vorwand der Interessen der Käufer mit recht großem Nutzen für die eigene Firma.

Und da geht ein Entrüstungsstürmchen im Internet los, der sich aber nach kürzester Zeit nicht mehr gegen die Verursacher richtet, sondern die Menschen, die sich zum Teil dieser Verwertungsmaschinerie untergeordnet haben, fallen übereinander her und führen ihre Beißrituale auf als ob sie aufgestachelte Kamphunde wären.

Zielgerichtet scheint das alles nicht zu sein, es geht offenbar mehr darum, Statements abzugeben und darzulegen, dass Mann / Frau auf jeden Fall cleverer, besser oder zumindest eloquenter ist als der / die Andere.

Dabei ist doch offensichtlich, dass eine Verwertungsmaschinerie wie Amazon oder auch ZVAB sich auf längere Sicht totlaufen werden, eben weil sie nur verwerten und kein neues Interesse wecken können.

In nicht allzu ferner Zukunft, werden auch die bisher schon digitalisierten Texte für relativ kleines Geld nach Bedarf entweder gedruckt oder digital in Lesegeräten zur Verfügung stehen. Damit machen sich diese Verwertungsmaschinerien zwar nicht überflüssig, für den Menschen, der dort aber seine Ware physikalisch anbieten will, können sie aber aus ökonomischen Gründen nicht mehr sinnvoll sein. Der Aufwand und die Kosten werden nicht mehr in gesundem Verhältnis zum Erlös sein. Oder glauben die Herren und Damen, die dort anbieten, dass sie ihre Ware, für die sie schon jetzt so gut wie nichts zahlen (und auch bei den geringen Gewinnen auch mit recht nicht zahlen können) auch in Zukunft mehr oder weniger „geschenkt“ bekommen, worauf besonders der automatisierte Ankauf über das Internet spekuliert. Ist das nächste Geschäftsmodell vielleicht so, dass man den Verkäufern zumuten will, dass sie den größten teil der Arbeit (Eingabe der ISBN-Nummer, Zustandsbeschreibung etc.) aufladen und ihnen dann mitteilt, was sie zu ZAHLEN HABEN, damit man das Zeug abholt. Das Ganze lässt man vorbereiten, in dem man Gedrucktes (im Gegensatz zu Digitalem) als Umweltbelastung und Sondermüll deklarieren muss – auch dafür wird sich sicherlich eine Lobby finden…

Merken die (hier im Forum) Beteiligten eigentlich nicht, dass sie sich selbst ad absurdum führen? Wenn nur ein Bruchteil der Käufer - die Käufer brauchen nämlich die Beteiligten zum Überleben – diese Beschimpfungen, persönlichen Animositäten, also insgesamt den schlechten Stil und das maßlose Ego einiger der Beteiligten zur Kenntnis erhielten, würden sie sich mit Recht und mit Grausen von diesem Gewerbe abwenden. Aber das tun sie ja auch ohne Kenntnisnahme schon.

Der sich immer wiederholende und ausufernde – und wegen der oft auch beleidigenden Zusätze sicherlich nicht ganz zu Unrecht von dieser Plattform ausgeschlossene Herr Mulzer hat ja immer wieder Lichtblicke und erkennt Problematiken, die er dann aber gerne wieder in Grund und Boden zerredet. Zumindest hat er aber gerade jetzt (wieder einmal) erkannt, dass man Interessenten für das alte Buch gewinnen muss. Und meiner Meinung nach sollte das außerhalb dieser Verwertungsmaschinerien geschehen, wenn das Gewerbe überleben will. Wie das in dieser verfahrenen Situation überhaupt noch gehen soll, weiß ich leider auch nicht konkret.

Wäre es nicht trotzdem an der Zeit, mehr darüber zu reden – und dann auch etwas tun.

Ich bitte jetzt noch zu entschuldigen, wenn ich mit meinem Beitrag die illustre Runde gestört haben sollte.

44. Stefan Gläßer 27.03.2010 21:04h http://www.buchfreund.de

Bevor hier der unter Verkäufern recht geläufige Begriff des Cross-Sellings weiter missdeutet wird, hier mal die richtige Definition:

Querverkauf (auch Kreuzverkauf, engl. Cross-Selling) bezeichnet im Marketing den Verkauf von sich ergänzenden Produkten oder Dienstleistungen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Querverkauf
Dort sind auch ein paar gute Beispiele aufgeführt.

Besonders erfolgreich wird das Cross-Selling imho von Amazon praktiziert, z.B. so: xy% der Kunden die diesen Artikel gekauft haben, haben auch diese(n) Artikel gekauft. Weiterhin wertet Amazon natürlich jeden Besuch auf der Webseite aus und bietet dem Besucher entsprechende Produkte aufgrund vorher besuchter Produkte an (das kann man im Übrigen auch abschalten). Das Ganze nennt man dann Cross-Selling oder auch Cross-Promotion.

Natürlich kann man als Händler auch von Cross-Selling sprechen, wenn man auf unterschiedlichen Marktplätzen seine Waren anbietet, allerdings entspricht das dann nicht der geläufigen Definition.


Just my two cents,
Stefan

45. Tom 27.03.2010 21:25h

Ihnen scheint dabei entgangen zu sein wie Ihre Mitbewerber auf dem Softwaremarkt den Begriff nutzen .... und das ganz nebenbei bemerkt völlig zu Recht, wie der Link aus @42 zeigt.

46. M. Groß 29.03.2010 11:59h

@44 Genau - deshalb ist Sellermania auch kein Crossellingtool.

Ich sprach auch nicht von der Funktion einer software Bücher auf verschiedene Plattformen hochzuspielen und schon gar ´nicht sprach ich von cross selling ..sondern ich sprach davon, dass man Bücher auf verschiedene Plattformen hochladen kann (zB. mit whbook ). - und dass es schwierig wird, wenn man den neuen Regeln von Amazon folgen will, weil man dann zB die Portokosten in den verschiedenen Plattformen so angleichen muss, dass der Gesamtpreis bei amazon Inkl 3 Euro porto dort) nirgendwo sonst unterboten wird. (Immer unter der Voraussetzung, dass man sich an die Preisparität halten will bzw. diese einseitige Forderung amazons überhaupt zulässig ist)

Wenn man dann zusätzlich zB sellermania nutzt, dass INNERHALB der zB bei amazon angebotenen Bücher prüft, ob das eigene angebot billiger oder teurer als das der Konkurrentz angeboten wird und dass dann automatisiert die eigenen Preise der Konkurrenz anpassrt - also zB den preis immer 1 cent unter den günstigsten anderen anbieter geht - oder eben - wenn anpassungsmöglichkeit nach oben besteht, den Preis der eigenen Bücher automatisch NACH OBEN korrigiert - dann wird - wenn man denn logisch denken kann - klar, dass eine solche anpassung nach oben dazu führt, dass das eigene angebot bei amazon im gesamtpreis plötzlich höher ist als das eigene gleiche buch beim (nicht von sellermania bearbeiteten) zvab oder booklooker. DAMIT ist ein solches Preisanpassungstool nicht mehr verwendbar ...

47. Alfred 29.03.2010 20:44h

Ob es von den einschlägigen Softwareschmieden ( whbook, Guthschrift, Quickbooker ) ein Tool geben wird, wo die Preise so angepasst werden, dass man mit Plattform XY im Preis jeweils gleich liegt wie amazon und somit die Preisparität einhält ?

Vom Branchenprimus whbook ist das eigentlich zu erwarten.

48. ich 30.03.2010 01:26h

Das Preistool für Amazon vom "Branchenprimus" ist allerdings in den möglichen Optionen derart beschränkt, dass es nicht sinnvoll einsetzbar ist. Von der dor angebotenen Preistoollösung für das ZVAB mag ich garnicht sprechen.

@44
Abgesehen von der Begrifflichkeit des "Cross-Selling": Wenn Sie eine Software auf Ihre Preise loslassen, dann sollte diese auch ALLE Platformen (über kreus) berücksichtigen können auf denen Sie anbieten.
Wenn Sie sich denn an die Amazon-Forderung halten wollen gibt es auch dafür gute Software von international tätigen Unternehmen - eine rein deutsche Software, die das zufriedenstellend löst, ist mir bisher nicht bekannt.

49. Alfred 30.03.2010 18:46h

@48

Du willst also zum Ausdruck bringen, dass man sich das Geld für dieses whbook Preistool sich sparen kann ????
Ganz billig ist dieses Tool ja nicht gerade.
Wie sieht es mit Guthschrift, Sellermania und Quickbooker aus ?
Also hinkt der Branchenprimus whbook bei Preistool hinterher ?

50. ich 30.03.2010 23:20h

Mir ist zumindest kein schlechteres Tool bekannt:

Ein- UND! Ausschlusskriterien nach Preis (Hoch u. Tief), Versandort, Bewertungsprofil der Konkurrenten, Artikelzustand (wie neu, sehr gut, ...) und Kategorie (gebraucht, Sammlerstück), Mitbewerber,

sowie Limits (oberes und unteres):

fix,oder in Abhängigkeit von:

kleinster Preis, höchster Preis durchschnittlicher Preis, Amazon-Preis, Einkaufspreis, mit Berücksichtigung der Versandart (FBA!) und und und .... sind dringend nötig.

Die Liste ist sicher unvollständig, aber das sind die Grundoptionen die mir so ad Hoc einfallen und die man in beliebiger Kombination mit unterschiedlichen Prioritäten einsetzen können muss um für seine Bücher (zumindest Überwiegend) am Markt realisierbare Preise zu erhalten ohne allzuviele Bücher unter Preis anzubieten.

51. ich 30.03.2010 23:47h

Nachtrag:

natürlich sollte man - gerade am Anfang - jede Preisänderung kontrollieren können; in einer guten Software filtert man sich dazu alle Titel für die Änderungen vorliegen und geht die Liste Titel für Titel mit einem Tastendruck durch. Es wird jeweils angezeigt wie die Mitbewerbesituation aussieht, alter und neuer eigener Preis, durchschnittspreis der Anbieter niedrigster/höchster Preis - auch nach Kategorie (Neu/gebraucht/Sammlerstück) UND Zustand (sehr gut / gut / akzeptabel) werden dabei angezeigt. Man feilt dabei gerade am Anfang ständig an den Einstellungen und kommt schnell zu dem Ergebnis, dass man für Artikel unterschiedliche Tool-Einstellungen hinterlegen können muss.

Eine EXTREM wichtige oben nicht genannte Option fällt mir da gerade noch ein: Ein Limit für die Preisänderung in % oder in Euro/Cent in div. Abhängigkeiten.

Die von Ihnen weiter angeführten Programme habe ich zuletzt vor längerer Zeit gesehen und für mich als "nicht brauchbar" eingestuft. Möglicherweise hat sich da zwischenzeitlich was geändert??

Und noch eines zu wh: Dei Software ist m.E. unschlagbar für Titelaufnahmen antiquarischer Bücher für ZVAB & Co. Wenn Sie allerdings mehr als "eine Hand voll Titel" täglich umschlagen beginnen bereits bei der Rechnungslegung die ersten deutlichen Schwächen - die teils bereits auf die Titelaufnahmen zurückzuführen sind.

Zum Abschluß: Ich werde hier sicher keine Software mit einem guten Preistool benennen - noch kann ich diejenigen die ein schlechtes benutzen leicht "ausfiltern" und diese ggf. mit speziellen Optionen - bis hin zum Ausschluß der Berücksichtigung im Tool - belegen.

52. ich 30.03.2010 23:51h

in @50 ist ein Fehler

falsch ist:
fix,oder in Abhängigkeit von:

es hätte richtig heissen müssen:
fix,und/oder in Abhängigkeit von:

53. rabe 31.03.2010 01:28h

eine kleine, vermessene Frage an Alfred und ich: wenn das jeweilige Preistool bei 0,01 Euro angekommen ist, was macht ihr dann ?, den PC aus dem Fenster werfen oder selber hinausspringen ??,
rabe, grübelnd über diese Kriterien: wie neu, sehr gut, gebraucht, Sammlerstück, sehr gut / gut / akzeptabel, wie geleckt, frisch gebügelt, ungelesen, fast ungelesen, höchsten sieben mal gelesen, nur von meiner Katze gelesen....

54. Michael Stein 31.03.2010 07:03h http://www.antiquariat-stein.de/blog

Wenn rabe eine Frage an Alfred und ich stellt, dann hat dieser Thread wohl endgültig sein Ende gefunden.

55. bookmarathon 31.03.2010 14:25h

@53

Ich habe Herrn Biester und co. Unrecht getan, und entschuldige mich hier in aller Form und Fröhlichkeit. Internetkurse mit den Grundkenntnissen des Onlinhandels sind doch WICHIG. Zumindest glaube ich das sehr stark, wenn ich solche Postings lese. Und das Schmerzensgeld sollte noch viel höher sein, welches sie verlangen.

Preistool = 1 Cent Diskussion
Buchkultur = Harry Potter

Eines hat mir dieser Thread jedenfalls gezeigt, Diskussion mag ich das überhaupt nicht nennen, es scheint nicht wichtig zu sein, dass Onlinehändler von Plattformen und der Software Ahnung haben. Der Antiquar scheint lieber denken zu lassen, zumindest was den Onlinhandel anbelangt. Ich glaube, dass dies auch der Grund ist, warum so viele neue Händler ohne große Probleme Fuss in der Branche fassen können.

Sollte es eine Ausbildung geben, sollte wirklich umgedacht werden, und da gebe ich sogar Hr. Mulzer Recht.Eine Wissenabhängigkeit von einem Softwareanbieter kann nicht gesund sein. Jedenfalls nicht auf Dauer.

@43

Was wir machen wenn Bücher sich nicht mehr verkaufen? Der Papierpreis ist z. Zt. relativ gut. Und in einigen Jahren gibt es sicher ein anderes Verkaufsgut mit dem sich Geld verdienen lässt. Allerdings glaube ich, dass das Gebgrauchtbuch derzeit noch immer mit den grössten Gewinn abwirft. Die Gewinnspannen sind richtig gut, sonst würden das wohl auch wesentlich weniger Händler machen. Der Kapitaleinsatz für eine Selbstständigkeit ist nicht groß. Und Fleiß wird in diesem Job schnell belohnt. Deshalb gibt es auch derart viel Erfolgsstorys. Medimops ist wohl nur das herausragenste Beispiel dabei. Von Hartz IV zu einem 10 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Und im kleineren Bereichen fallen mir da doch einige Händler ein, die sich in den letzten Jahren durchgesetzt haben.

Auch in Berlin, ein Studententeam um einen jungen Mann, der sicher auch seinen Weg in diese Regionen gehen wird. In Hamburg sitzen gleich mehrere Händler die beeindruckend durchgestartet sind.

Ich wage mal fech zu behaupten, dass es weniger die neueren Händler sind, die baden gehen. Es sind immer mehr Antiquare, die das Internet in letzter Verzweiflung nutzten und an dem Wettbewerb gescheitetert sind.

Mag sein, dass unsereins in der Buchaufnahme schulen lassen muss. Egal, letztendlich entscheidet der Kunde. Und der Kunde der online kauft, weiß meist was er sucht. Onlinehandel ohne online Handel treiben zu können, also ohne die Grundsätze der verschieden Plattformen verstehen und nutzen zu können, ist noch abenteuerlicher, als ein Buch nicht richtig beschreiben zu können.

Ich glaube übrigens nicht, dass unsere Kunden großartig interesssiert daran sind welche Meinungen wir vertreten. Sie erwarten einen guten Job und gute Ware. Mich interessiert ja auch nicht, was meine Bäckerin über Backmischungen im Internet schreibt und ob sie sich mit Frau Schulz rumärgert.

56. Alfred 31.03.2010 21:44h

@rabe
Ich biete meist nicht für 1 Cent an.
1 Cent Angebote gibt es nur, wenn ich Platz im Lager schaffen will.

@ich
Hast du deine Kritik schon an w+h weitergeleitet ?

Vielleicht äußert sich ja mal einer der w+h Herrschaften hier, zu der Kritik ?

57. ich 31.03.2010 23:29h

Ich weiss nicht wie ich das sagen soll. Selbst NACHGEWIESENE Fehler kann man dort offenbar nicht zugeben und "Verbesserungsvorschläge" wollte man als "Sonderprogrammierung" (oder so ähnlich) verkaufen.

Für mich legt man dort "alles in allem" ein Geschäftsgebaren an den Tag, das ich für meinen Teil ablehne.

"Die Antiquare" lassen es offensichtlich "mit sich machen". Das mag völlig unterschiedliche Ursachen haben. Bei den Meisten vermute ich mangelnde Internet-/Software-/Datenbankkentnisse. Schon Grundlagenkurse für alle drei genannten Bereiche könnten dazu beitragen, dass sich einige nach was besserem umsehen - noch erkennt die überwiegende Mehrheit die Fehler nicht. Auch die reichhaltigen Möglichkeiten die es über das was wh zu leisten im Stande ist noch gibt sieht der "gemeine wh-Nutzer" nicht (mehr). Er ist ja beim "Brachenprimus" und nutzt quasi das "non-plus-ultra". Warum also besseres suchen?? 1000 Fliegen können schliesslich nicht irren!

Dennoch wiederhole ich hier einen Absatz aus einem vorangegangenen posting in leicht veränderter und ergänzter Fassung:

Und noch eines zu wh: Die Software ist m.E. unschlagbar für Titelaufnahmen antiquarischer Bücher für ZVAB & Co. (gemeint sind damit die rein antiquarischen Plattformen) Die Routinen zur Preisfindung für antiquarische Bücher sind GÄNZLICH unbrauchbar - seien es die im Rahmen des Preistools oder die im Rahmen der Titelaufnahme.. Wenn Sie allerdings mehr als "eine Hand voll Titel" täglich umschlagen beginnen bereits bei der Rechnungslegung die ersten deutlichen Schwächen - die teils bereits auf die Titelaufnahmen zurückzuführen sind.

58. krämer 01.04.2010 00:22h

Ja,
wer möchte widersprechen, oder auch selbst, wie Goehte gewisse Aussonderungen, charaktieriert hat, zum Schleim, Schleim dazu machen.

59. bookmarathon 01.04.2010 12:05h

@56

Eine offene Diskussion über diese Software im Vergleich zu anderen Softwareanbietern sollte doch wohl eher das boersenblatt.net anschieben, oder?

Wenn man wirklich offen über eine Software diskutieren will, dann sollte das auf einer Plattform stattfinden, wo nicht gleich gelöscht wird, und möglichst viele User mitlesen. (Beispielsweise Amazon-Stammtisch, oder Geizmosnter. Alphabetisch aufgeführt)

Aber seien wir doch ehrlich, wer will denn solch eine Diskussion? wh sicher schon mal gar nicht. Viele User können dem hier gesagten schon nicht folgen, wie soll da eine Diskussion Sinn machen die wirklich ins eingemachte geht?

Wer Geld für Software ausgibt hat sich jedenfalls schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt. Wer allerdings 5% vom Umsatz bei Ebay an wh abdrückt hat sich allerdings wohl nie mit Software auseinandergesetzt.

Kleine Softwareschmieden, wie die von Dietmar Moser, das Programm heißt Sellerfun, bieten teilweise schon jetzt Möglichkeiten für weniger Geld. Das Programmm reicht in seinem Umfang sicher noch nicht an wh ran, aber wenn der Junge auf dem Boden bleibt, wird es eine echte Alternative zu einem günstigeren Kurs.
(Nahezu alle Händler, mit denen ich zu tun habe, wickeln ihre Verkäufe über Sellerfun ab. Warum? Die Abwicklung bei Amazon kostet 20 Euro im Monat und ist schon jetzt besser, als die von wh. )

Ich selbst habe mich für ebay bei etope angemeldet. Mit extra Speicherplatz zahle ich 15 Euro im Monat. Keine Umsatzprovision oder sonstirgendwelchen Unsinn. Das Programm wickelt ebay auch allein ab. Ob nun Kontoanbindung, Rechnungslegung, Mahnverfahren oder was sonst noch zu tun ist. Sogar Amazon ließe sich darüber noch mit abwickeln. was ich aber nicht ausprobiert habe. Mir ist das Programm zwar fremd, aber lernen hat noch nie jemanden geschadet.

Wer dann Softwaretechnisch über den großen Teich sieht, der findet derart viele Möglichkeiten, dass einen schon schwindelig werden kann.

Eine der besten Softwareschmieden sitzt in Niedersachsen.

wh ist das einzige mir bekannte Programm, womit ich offline Bücher neu anlegen kann. Deshalb habe ich das Programm heute noch auf meinem Laptop. Die Rechnungserstellung ist einfach, das Listen über ISBN auf Amazon ist allerdings nicht frei von Fehlern, da die Daten über dt. bibl. abgeriffen werden. Diese stimmen aber häufig nicht mehr mit denen auf Amzon überein, da die ISBN neu vergeben wurde, oder sonstirgendwelche Änderungen vorgenommen wurden usw.

Zum Anfang hatte ich mir wirklich Sorgen gemacht, als die Antiquare bei Amazon eingefallen sind. Heute kostet mich das nur noch ein Lächeln. Die Preissoftware von wh ist so sündhaft teuer, zumindest die große Lösung, dass die Preise der Antiquare einfach stehen bleiben. Der Katalog vom ZVAB ist weitgehend bei Amazon reinkopiert worden, also können wir jetzt die ASIN übernehmen, und toolen.

Und da würde dann die Diskussion beginnen wo mal deutlich über wh gesprochen werden sollte. Wozu man auch mal jemanden vom ZVAB dazu einladen sollte. Mir kann keiner erzählen, dass das ZVAB bei der Nummer mit wh und dem Amazonlister, den es in den USA schon lange als sog. UIEE Lister gab. 2006 hatte den schon eine Firma in den USA für 9,90 $ im Monat im Angebot, glücklich sein kann. Damals brauchte man nur im Preis das Komma durch einen Punkt ersetzen, und die Endungen anzupassen.

Leider finde ich den Mailverkehr mit der Firma nicht nicht mehr. Aber selbst Amazon hatte den s. g. Bookloader schon früher:

http://s1.amazon.com/exec/varzea/subst/your-account/upload-many-items-asin-match.html/182-9746363-2012043

Wer ist nicht glaubt:

http://www.weberbooks.com/selling/2006/05/amazon-upgrades-bulk-list-tool-for-pre-isbn-books.html

Wie man sich dann hinstellen kann, und das im Jahre 2008 oder wann auch immer das war, den Uploader als eigene Erfindung anpreist ist mir ein Rätzel. Wie gesagt, die Aussagen sollten diskutiert werden, aber besser da, wo es Sinn macht.

Wenn ich daran denke, dass wh die Kooperation mit dem ZVAB und umgekehrt groß bekanntgegeben hat und dann die Katalogdaten gleich rübergeschubst hat zu Amazon, dann fällt mir da nur ein Vergleich ein:

Es ist als hätte man einen Mann, der dann irgendwann freudestrahlend nach Hause kommt, und sagt: Ich habe ein Kind gezeugt, Juhuuu!!! Und Sie nur kurz in den Spiegel gucken, an sich runter sehen und denken: "Wie jetzt, ich bin doch gar nicht schwanger...?!! "
"Aber wer spricht denn von Dir, Schatz! Die Nachbrin bekommt ein Kind von mir. Freust Du Dich nicht für uns?"
Ich weiss nicht wie ich das ausdrücken soll, aber ich glaube nicht, dass ich mich freuen würde. Und ob das ZVAB mit der Entwicklung glücklich ist, wage ich auchzu bezweifeln.

60. krämer 01.04.2010 23:55h

"Viele User können dem hier gesagten schon nicht folgen, wie soll da eine Diskussion Sinn machen die wirklich ins eingemachte geht?"

Klar, es ist ein schwieriges Gebiet. Und diskutieren ist sowieso Quatsch. Das ist doch ne olle Kamelle der 68er, und dem Reformoptimismus der 70er, diskussion machen bringt nichts.

Erstaunlich ist, was trotzdem gelabert wird, und wo nicht alle, eigentlich niemand, einschätzen kann, was sie sagen, und was die Folgen sind.

61. books 03.04.2010 17:11h

Ich kann mich nicht erinnern wann ich zum letzten mal so viel verdrehten Unsinn gelesen habe, was hat dieser ganze Unsinn mit dem Thema zu tun.
Wenn man das hier liest muss man meinen das Buchhändler lauter Verwirrte mit existenziellen Identitätskrisen sind, habt ihr keinen Friseur ?
Lest doch zur Abwechslung mal ein Buch, oder bestellt eines wenn ihr nix vernünftiges habt.
Also ich tät mich schämen wenn ich am nächsten Tag, vermutlich nach dem Ausnüchtern (anders kann ich mir das nicht erklären) lesen müsste was ich hier abgeladen habe.

62. 0,01 top discount 14.04.2010 13:18h

Es ist heutzutage eigentlich nicht nötig überhaupt Geld für Preistools auszugeben. Der Quellcode für den Preisvergleich wird von Amazon selbst in verschiedenen Programmiersprachen zur Verfügung gestellt und ist für jeden frei zugänglich.

63. Peter 27.05.2010 18:44h http://japanische-kochmesser-pflegen.de/

Ich kenne durchaus Händler, die auf Amazon gut verkaufen und Gewinne erwirtschaften. Hier gibt es möglicherweise sogar eine Tendenz zur Flucht nach vorne, sprich, Preisanpassung im eigenen Shop nach oben.
Es kommt auf den Markt bzw. die Nische an. Im Buchsektor mag das anders sein, aber Amazon ist ja inzwischen nicht nur Buchhändler. Die Diskussion hier ist aber sehr buchlastig.

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