Verlage
30.03.2010Novum Publishing
Partnerbuchhandlung in Frankfurt gesucht
Die Novum Publishing GmbH wurde 1997 zunächst als Dienstleister im Bereich Layout gegründet. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen um die Geschäftsführer Wolfgang und Sabine Bader laut eigenen Angaben rund 40 Mitarbeiter. 2007 haben die Österreicher eine Niederlassung in Ungarn eröffnet. Noch für dieses Jahr hat der Verlag gegenüber boersenblatt.net die Einrichtung einer weiteren Zweigstelle auf Mallorca angekündigt.



1. Annika Biermann 31.03.2010 14:49h
"Kostenbeteiligung" ist ein wunderbarer Euphemismus. Daß das Börsenblatt hier mit einer solchen Naivität die Nachricht dieses Zuschußverlages bringt, ist erstaunlich. Wie kommt das?
2. Michael Kuss 31.03.2010 14:52h www.kussmanuskripte.de
Na, da braucht dieser österreichische "Dienstleiter" in Frankfurt/Main bestimmt nicht lange nach Partnern zu suchen: Gesellschaften mit großen Namen wie "Goethe" oder "Brentano", ebenfalls in der "Autorenberatung" und beim Thema "Druckkostenbeteiligung" tätig, könnten doch zu den Aspiranten gehören.
3. Andreas Wilhelm 31.03.2010 15:11h www.andreaswilhelm.info
Liebe Frau Biermann,
das Börsenblatt ist eine Publikation des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der nach eigener Aussage überhaupt kein Problem darin sieht, dass Druckkostenzuschussverlage bei ihnen Mitglied sind - Novum als österreichisches Unternehmen nun zufällig nicht, dafür aber unter anderem die Frankfurter Verlagsgesellschaft, der wohl mit Abstand kapitalste Hai in diesen dunklen Gewässern.
Die jeweiligen Geschäftsmodelle der Mitglieder interessieren den Verband nicht, und wer als Autor etwas unterschriebe, sei schließlich selbst verantwortlich, sich zu informieren.
Das ist jedenfalls dem Fairlag-Bündnis entgegnet worden ( http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/web/ ) - ein Armutszeugnis erster Güte. Aber nun, gegen Umsatz hat noch nie ein Unternehmen etwas einzuwenden gehabt, ebensowenig, wie ein Berufsverband gegen zahlende Mitglieder.
Andreas Wilhelm
4. Lena Rönk 31.03.2010 16:41h
"Anlaufstelle für Autoren" - rofl! Wie hübsch formuliert.
Ehe das Börsenblatt solche Aufrufe bringt, sollte man vielleicht doch mal einen Blick über den Tellerrand werfen. Zum Beispiel auf den Link in Herrn Wilhelms Beitrag.
Deutschsprachige Autorenverbände, Gewerkschaften, Buchhändler, Literaturhäuser etc bemühen sich um Aufklärung... das Börsenblatt macht Werbung.
Da fehlen einem die Worte...
5. Michael Kuss 31.03.2010 17:47h www.kussmanuskripte.de
Für eine solche Werbung, wie sie der Novum-Dienstleister im Börsenblatt anscheinend kostenlos erhalten hat, müsste jeder seriöse Autor, Verlag oder Buchhändler ein paar hundert Euro hinblättern. Und dann würde es noch immer nicht in der Rubrik "Informationen", sondern mit dem Vermerk "Anzeige/Werbung" versehen werden. Da muss der so genannte Verlag mit dem Namen "Novum" aber sehr gute Beziehungen zur Redaktion des Börsenblattes haben, um in den Genuss einer so gut platzierten Werbung zu kommen, die dann auch noch als Info deklariert wird.
Schleichwerbung ist an sich schon verwerflich. Aber Schleichwerbung für einen Kostenzuschussverlag, das grenzt an Perversität.
6. Heinz Wertheim 06.04.2010 19:49h
Na, da schießt die Aufregung vielleicht etwas übers Ziel hinaus. Ich würde da keine Schlechtigkeit der Börsenblatt-Redaktion unterstellen, vielleicht nur ein kleines bisschen Naivität und etwas wenig Nach-Recherche einer Pressmitteilung.