Medien
27.04.2010Werbeaktion
Weltbild bietet eine Million Bücher für je 1 Euro an
"Bücher sind und bleiben das preiswerteste Unterhaltungsmedium. Wir glauben, dass es einen großen Bedarf an günstigem Lesestoff gibt. Die Aktionstitel, die aus der Überproduktion der Verlage stammen, werden in wenigen Tagen ausverkauft sein", sagt Carel Halff, Vorsitzender der Weltbild-Geschäftsführung.
Prozedere: Angeboten werden die "1-Euro-Bücher" über den Weltbild-Katalog, die Filialen und über Weltbild.de. Die Aktion startet mit dem Beginn der KW 17. Verkauft wird - in haushaltsüblichen Mengen -, solange der Vorrat reicht. Alle Buchbestellungen im Internet liefert Weltbild portofrei aus.



1. Ruth Schell 27.04.2010 14:18h
Ja früher bekam man noch Geld, wenn man seine Adresse zum zuschütten von Werbung angab, heute muss man ein Euro zahlen und wird auch noch mit Papier zugemüllt.
Vorschlag für Unwort des Jahres: Überproduktion der Verlage. Richtig muss es wohl heissen Papier was keiner will, was nichts anderes ist als Müll, Papiermüll.
2. Buchliebhaber 27.04.2010 15:34h
Yippie - weiter so und trichtert den Kunden ein, dass Bücher weniger Wert sind als Müll! Herzlichen Dank Herr Halff
3. René Kohl 27.04.2010 16:11h www.kohlibri.de
Mir gefällt der erste der im Internet angebotenen Titel:
Alexander von Schönburg: Lexikon der überflüssigen Dinge
Was brauche ich wirklich?
Unser Alltag ist überfrachtet mit Dingen, die wir nicht wirklich brauchen. Dafür stehlen sie uns Zeit, Geld und Lebensqualität!
Mit viel Witz und Ironie lichtet Alexander von Schönburg das Dickicht, das uns den Blick auf ein einfaches Leben versperrt.
Eine Gebrauchsanweisung für moderne Menschen, die mit Anstand und Würde durchs Leben kommen möchten!
In diesem Sinne...
4. Daniela M. 27.04.2010 16:12h http://kinderredaktion.blog.de
Ich frage mich auch, was die ganze große Aufregung um diese Sache soll. Die Bücher, die momentan bei Weltbild für je 1€ online sind, findet man i.d.R. locker auch bei Ebay, Amazon Marketplace o.Ä. für den Preis. Es sollen einfach bloß Titel, die niemand mehr loswird, verscherbelt werden und dadurch kann man noch schön Daten sammeln. Was an dieser Sache bedeutsam für die Branche sein soll, weiß ich nicht. Da bei den Büchern die Preisbindung aufgehoben ist, können sie eben verkauft werden, wie der Händler will. Die ganze Sache ist viel zu klein - 1 Mio. Bücher, aber nichtmal 150 Titel insgesamt und das meiste davon vollkommen uninteressant... da werden auch die Kunden merken, dass man für bestimmte Bücher eben doch mehr zahlen muss.
5. Überraschter 27.04.2010 19:38h
Es ist nur interessant, dass jetzt auch Weltbild mit 1-€-Büchern, die alte Domäne von Wohlthat, an den Start im Internet geht. (Synergien wohin das Auge blicken kann.)
Klar, wenn man meint, man erhält so viele Kundendaten, gut. Aber wird es sich lohnen?
1 €/Buch - wer weiß für wieviel man es eingekauft hat. Vielleicht 10 cent? Keine Ahnung. Aber bei portofreiem Versand, Verpackung und Fakturierung kann man für Weltbild bloß hoffen, dass es große Sammelbestellungen werden.
Was dann aber am Ende übrig bleibt ... Vielleicht bekommt man billiger Kundendaten, aber ich kann mir vorstellen, dass es nicht viel mehr kosten würde, die Kundendaten zu kaufen.
Naja, bei Wohlthat hatte die 1-€-Schiene kurzzeitig funktioniert. Vielleicht schießt man so den Internetversand von Weltbild auch in der Bekanntheit nach vorne. - Solange man es nicht übertreibt ...
6. Amüsierter 27.04.2010 19:44h
langfristig, das sei ihnen gesagt, kann man mit der Ein-Euro-Schiene nur baden gehen.
7. wenig Amüsierte 27.04.2010 19:54h
Dumm, dümmer, Weltbild.
8. fröhlich, Petra 28.04.2010 08:33h
Für wie dumm halten Sie Herr Halff die Menschen in Deutschland. Das Adressgeschäft in sehr lukrativ und die 1 €uro Aktion beschädigt nur die Branche.
9. Michael Walter 29.04.2010 11:17h
danke herr halff. wirklich.
denn sie schicken mir den titel "lexikon der überflüssigen dinge" für einen euro. keine zusätzlichen versandkosten.
wenn sie 1 millionen bücher an 1 millionen kunden verkaufen, die nur ein buch bestellen, dann ist die buchbranche rasch um einen anbieter ärmer.
10. Wolfgang Arnold 29.04.2010 11:39h www.machwirth.de
Im heutigen Börsenblatt nennt der ehrwürdige Herr Halff diese Aktion eine "Werbeaktion für das Buch". In Wahrheit wird die Wertigkeit von Büchern in der Öffentlichkeit weiter beschädigt. Es ist also wieder einmal ein Marktteilnehmer aus den eigenen Reihen, der der gesamten Branche Schaden zufügt! Aber solche Amokläufe sind wir von dem "Gutmenschen" aus Augsburg je gewohnt!
11. egal 29.04.2010 19:20h
Weltbild hat mich letztes Jahr in die Arbeitslosigkeit geschickt, aber lieber spare ich mir mein nächstes Buch zusammen und gehe zu meinem Buchhändler um die Ecke ... diese 1.-€ Bücher lagen es doch schon zig Mal in den Filialen und wurden nicht verkauft!
12. auch egal 06.05.2010 16:39h
ich stimme meinem vorschreiber zu! es ist ramsch. und lustigerweise gab es die bücher gar nicht mehr übers internet, als die kunden die kataloge bekamen und so im laden nachfragten, der zugeteilte artikel gerade auspackte. seltsame marketingaktion, wirklich.
13. nell 21.05.2010 16:57h
die armen Bäume... ich hab gar keine Lust auf 1-Euro-Bücher. Wo bleibt denn dann der bibliophile Spaß? Um die Bäume, das Wasser, die Chemie, die Arbeitszeit ists wirklich schade. Aber solange Menschen denken, dass man sich das leisten kann???