Antiquariat

Antiquariats-Umsatzbarometer auf boersenblatt.net© Nicole Hoehne

25.05.2010Online-Buchhandel

Antiquariats-Umsatzbarometer auf boersenblatt.net

Ab Anfang Juni stellt die Würzburger Softwarefirma w + h boersenblatt.net die monatlichen Online-Umsatz- und -Bestellkennzahlen einer Gruppe von 90 Antiquaren in anonymer Zusammenfassung zur Verfügung.

Zum Start des Umsatzbarometers werden die Marktanteile der einzelnen Plattformen (Amazon, ZVAB, Ebay, Booklooker, Abebooks, Buchfreund, Antiquario, Antbo u. a.) mit den monatlich erzielten Umsätzen und der Anzahl an Bestellungen wiedergegeben.

Franz Holzapfel, zusammen mit Matthias Wiesler Geschäftsführer des Unternehmens w + h, zur Grundlage der Statistik: " Die Daten, die wir aus unserem Order-Control generieren, repräsentieren einen wichtigen Ausschnitt des Online-Antiquariatshandels. Die Auswertung zeigt indirekt auch, wie anspruchsvoll eine erfolgreiche Beteiligung am Online-Geschäft geworden ist, da die einzelnen Plattformen jeweils ihren eigenen Hintergrund haben, der zu berücksichtigen ist."

boersenblatt.net erhält von w + h künftig zu Monatsbeginn die strikt anonymen Umsatzzusammenfassungen und macht diese allgemein zugänglich. Order-Control löscht automatisiert 30 Tage nach der letzten Statusänderung alle personenbezogenen Daten (wie Kundenadresse, Zahlungsart und Antiquariat; ferner kann jeder Kunde mit einem Mausklick seine Daten sofort bei Order-Control löschen).

Es versteht sich, dass die Zahlen zwar aussagekräftig sind, aber nur in Ansätzen Vertriebswege wie Ladengeschäft, Auktionen und Antiquariatsmessen abbilden.

Schlagworte:
w + h, Frank Holzapfel

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32 Kommentar/e

1. Buchhöker 25.05.2010 16:25h

Wer nach dieser Meldung noch den "Order-Control"-"Service" nutzt, dem ist definitiv nicht mehr zu helfen. Das gilt sowohl für Antiquare als auch für Buchkäufer!

Und der Redaktion, die das hier auch noch nutzen und verbreiten will, die sollte sich vielleicht ein Beispiel an Roland Koch nehmen!

2. Thomas Paulitz 25.05.2010 16:33h

Hier wird endlich ein Zipfel der von mir persönlich als "üble Machenschaften" empfundenen Geschäftspraktiken der Firma w+h deutlich.
Zunächst werden den Antiquaren angeblich für sie sinnvolle Tools aufgequatscht. Dann die Kunden- und Verkaufsdaten schamlos abgesaugt, und nun, ich hatte schon darauf gewartet, werden diese abgesaugten Daten auch noch vermarktet.

Ich halte es für ein unverantwortliches Verhalten der Redaktion von boersenblatt.net, diese Daten zu nutzen und zu veröffentlichen!

3. Redaktion 25.05.2010 16:33h http://www.boersenblatt.net/antiquariat

Lieber Buchhöker,

Sie kommentierten am 9. April zu http://www.boersenblatt.net/378054 dieses:

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"Es mag ja sein, dass für die 89 Teilnehmer, die die Umfrage vollständig beantwortet haben, die meisten Bestellungen über das ZVAB generiert werden. Daraus aber eine Überschrift abzuleiten, in der das ZVAB als umsatzstärkste Plattform schlechthin bezeichnet wird ist schlichtweg gefährlich. Gefährlich deshalb, weil sich auf Grund solcher Aussagen diverse Kolleginnen und Kollegen in einer trügerischen Sicherheit wähnen könnten, die von der Realität meilenweit entfernt ist.
Tatsache ist, dass bei vielen 'alten Hasen' das Anbieten über ebay und amazon als Sündenfall gilt, viele andere sind dazu technisch oder von der Qualität ihrer Auftragsentwicklung etc. schlicht gar nicht erst in der Lage. Diese Gruppe generiert also über ebay und amazon gar keine Umsätze, gefolgt von einer nennenswerten Anzahl von Kolleginnen und Kollegen, die ebay und amazon zwar über irgendwelche 'Hilfskrücken' anbieten und damit 'Dienstleister' bereichern, sich selbst aber kein Bild von den Notwendigkeiten für eine erfolgreiche geschäftliche Betätigung auf diesen beiden Plattformen gemacht haben."
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Die Zahlen, die wir ab nächster Woche hier publizieren werden, zeigen sehr viel von dieser Realität (und zwar ziemlich genau so, wie Sie es beschreiben). Das ist dringend notwendige AUFKLÄRUNG!

4. RF Meyer 25.05.2010 17:51h http://meyerbuch.wordpress.com/

Ad 2:
„Ich halte es für ein unverantwortliches Verhalten der Redaktion von boersenblatt.net, diese Daten zu nutzen und zu veröffentlichen!“
D’accord.

Man sollte sich aussuchen, mit wem man zusammenarbeitet.

Ob die Kollegen, die ‚Order Control’ benutzen, wohl ihre Einwilligung zur Weiterverwertung gegeben haben.

5. bookmarathon 25.05.2010 18:00h http://www.youtube.com/watch?v=ayHzg8oMvV0

@3

Es hat schon etwas charmantes, wenn aus den Order-Control-Daten dann eine Statistik im boersenblatt.net veröffentlicht wird.

Nur mal kurz das ich das auch verstehe: Es werden also 90 "Antiquare" genommen. Alle müssen dieses Order-Control nutzen. Müssen dann auch alle den booklink nehmen, der auf verschiedene Plattformen verteilt? Und haben alle die gleiche Anzahl der Bücher auf allen Plattformen? (Wohl kaum... allein die Fehlerquote zu Amazon dürfte das verhindern. Habe ich selbst ausprobiert.)

Was soll den das für eine Aufklärung sein? Es gibt tatsächlich einige wh-Jünger die sogar ebay über das Programm bedienen und dafür zuätzlich 5 % Umsatzprovision abdrücken.Von der Qualität der Ebayangebote einmal völlig abgesehen. Komischerweise wird ebay damit wohl kaum eine aussagekräftige Hausnummer hergeben.

Und nächste Woche dann der Aufmacher :"ZVAB ist die stärkste Verkaufsplattform!" Ebay weit abgeschlagen... (Soviele wird ja hoffentlich nicht geben die 5 % Provision für eine Ebayabwicklung zahlen... oder doch.....?! ) Amazon nur auf Platz 2...

Und falls die Zahlen dann noch immer nicht passen empfehle ich den Link oben.

6. Roland Samsz 25.05.2010 19:22h http://geizmonster.de

Die Veröffentlichung dieser Zahlen sehe ich mit gemischten Gefühlen.

OrderControl ist kostenfrei, jedoch braucht man zur Nutzung whbook in einer Profi-Version. OrderContol musste mir niemand auf schwatzen. Der Service nimmt mir mit einem Klick in whbook viel Arbeit ab.

Die Verwendung des BookLink-Service ist nicht notwendig. Ich kenne viele BookLink-Nutzer, die sonst keine w+h-Programme oder Dienstleistungen nutzten.

Die Fehlerquote beim Amazon-Upload ist mir rätselhaft. Als ich noch meine "hand-getunten" Tabellen zu Amazon geladen habe, war die Fehlerquote 0%.

Z.Zt werden über w+h ca 950.000 Artikel bei Ebay eingestellt.

http://desc.shop.ebay.de/i.html?_nkw=buchfreund&_in_kw=1&_ex_kw=&_sacat=See-All-Categories&_okw=buchfreund&_oexkw=&LH_TitleDes c=1&_udlo=&_udhi=&_ftrt=901&_ftrv=1&_sabdlo=&_sabdhi=&_samilow=&_samihi=&_sadis=200&_fpos=Postleitzahl&LH_ SALE_CURRENCY=0&_sop=12&_dmd=1&_ipg=50&_rdc=1

Es gibt genügend die bereit sind für diese Dienstleitung zu bezahlen. Ein wichtiger Grund ist sicher der Filter, der Bücher verhindert die Ebay nicht mag.

Zurück zum Thema:
Die wichtigste Frage ist doch, wie diese Daten berechnet werden. Umsatz nach Stückzahl? Umsatz nach Preis? Gelistete Bücher/Verkaufte Bücher?
Schon beim Durchschnittspreis kommt es zu falschen Ergebnissen, da auf einigen Plattformen kaum Bücher über 100€ verkauft werden.

Neben dem "Mangel" das nur whbook-Nutzerdaten verwendet werden gibt es noch viele Fallstricke der Statistik, die geklärt werden müssen.

7. Lorenz Kristen 25.05.2010 19:54h

Die Umsätze von 90 Anbietern, die mindestens ein Programm eines einzigen Anbieters benutzen, von "über 4100 professionelle(n) Antiquare(n)" (so die Eigenwerbung des zvab) sollen "Realität" und "dringend notwendige Aufklärung" sein? Mit Verlaub, das ergibt ein Ergebnix, oder einen echten Würgburger, je nach Geschmäckle.

8. Redaktion 25.05.2010 19:58h http://www.boersenblatt.net/antiquariat

Das ZVAB hat "Über 4100 professionelle Antiquare aus 27 Ländern" - in Deutschland sind es aber sehr viel weniger. Und für viele dieser Anbieter lohnt sich eine professionelle Software gar nicht, weil Umsätze und Erträge gering sind.

9. Otto W. Plocher 25.05.2010 20:15h

Die Parameter für eine solche Erhebung sind doch schon so selektiv gewählt, daß allenfalls von einer gültigen statistischen Aussage innerhalb des inertialen Systems der Order-Control-Nutzer gesprochen werden kann. Die Rahmenbedingungen der Auswertung deduzieren dann gewissermassen einen bestimmten Typus von Antiquar, für den A und B und C zutreffen und der über diese Zuschreibungen in Wahrheit erst definiert wird.

Mann produziert Axiomata (oder Theologumena) ex eventu. Wenn Sie den täglichen Kalorienbedarf eines Schimpansen erfassen wollen, gehen Sie ja auch nicht in den Zoo, wo die Tiere ein eingeengtes Bewegungsfeld haben (für den Vergleich bitte ich um Nachsicht).

10. bookmarathon 25.05.2010 20:43h

@6

Mit verlaub, verehrter Roland, es sollten 90 "ANTIQUARE" ausgewertet werden. Die bekomme ich ich beim besten Willen nicht bei ebay zusammen. (Zumindest nicht bei wh.) Und irgendwelche lustigen Leute die eine zweibändige Thomas Mann Buchclubausgabe für rund 150 Euro anbieten sind wohl auch eher keine Antiquare. (Hoffe ich jedenfalls!)

Und da wären wir wieder bei der Frage: Ab wann ist ein Buch antiquarisch und jemand ein Antiquar? Wenn das Zeug was bei ebay über wh aufgespielt wurde antiquarisch ist, dann beglückwünsche ich Dich, dass Du wohl ein Antiquar bist! Sorry, ich lasse sicher den Respekt vor einigen Antiquaren vermissen, aber sicher nicht vor dem Job.

Für mich ist ein Buchlubausgabe oder eine Thomas Mann Ausgabe (Auflage 155- 159 Tausend) nicht antiquarisch, sondern es ist Müll für den Container. Und wenn die ganzen Neuwaredaten, Potters und dergleichen da auch noch mit einfließen dann wird das Ergebnis sehr, sehr schräg werden.

Sieh Dir mal die Tagesumsatzrekorde der Leute an die über wh listen. Platz 1 rund 500 Euro und Platz 5 schon nur noch 215 Euro! Und das bei rund 950.000 Artikeln? Ist ein Witz, oder?

Mach Dir mal das Vergnügen und sieh Dir die antiquarischen Büchre an. Da findest Du schon richtig lustige Angebote.

Wenn alle diese Verkäufe in die Statistik mit eingehen, dann hat die Auwertung so etwas von überhaupt nichts mit Antiquariaten zu tun... Und ich fürchte, dass das auf den anderen Plattformen so weiter geht. Und das wäre dann die nächste schallende Ohrfeige für das ZVAB von deren Partnerprogramm. Zumindest sollte man das ZVAB mit antiquarischer Ware vergleichen, und nicht mit den Toptiteln der Remigrosshändler. Das wäre einfach nur unfair.

Ich weiß selbst nicht, was ich mit meiner antiquarischen Ware machen soll. Und so ein Umsatzbarotmeter wäre würde mir jedenfalls Freude machen. Aber es sollten schon die Dinge miteinander verglichen werden, die auch Sinn machen.

Erschreckend find ich nur wieviele Händler sich wh bedingungslos ausliefern. Und eine bessere Antiwerbung als Deine 950.000 Artikel und die Tagesbesten geht doch wohl eigentlich nicht. Aber auch das quatscht wahrscheinlich irgendjemand wieder so hin, dass wh damit gut aussieht.

Sorry, für all die Fehler, mit dem iphone war das eine Herausforderung.....



11. Christa Wandowski 25.05.2010 21:25h http://www.antiquariat-wandowski.de

Wieder eine dieser Diskussionen, die viel Wind und Aufregung erzeugen, die jedoch nichts ändern wird. Ändern kann im positiven Sinne, im Sinne des Antiquariat-Buchhandels nur jeder von uns selbst und nicht mit Hilfe irgendwelcher OrderControls, die hinter die Mitgliedsnamen einiger Anbieter einer bestimmten Plattform "geklebt" werden, ähnelnd dem "Grünen Punkt"...defakto Entsorgungsverdächtig hervorgehoben. Alles alberner Unsinn, der rein gar nichts mit unserem wahren Geschäft und Geschäftssinn zu tun hat.
Ich habe nie irgendwelchen Schnickschnack diverser Plattformen wahrgenommen, ausser das ich meine Bücher in deren Datenbank mit eingespeist habe und meine Kunden, die über diese Plattformen bestellen (wohl gemerkt dann doch immer noch bei mir bestellen, da "ich" dieses Buch in meinen Regalen lagere) mit Freundlichkeit und dem mir eigenen und nicht vorgeschriebenen Service bediene und m.E. auch zufriedenstelle. Ich brauche dazu weder Controls (Kontrolle) noch das Auffischen von meinen Bestelldaten, meinen Kunden und der Art und Weise wie ich meine Daten aktualisiere. Ich mache es gründlich doch lasse ich mich durch Software-Entwickler nicht massregeln.
Also, meine Damen und Herren, berufen wir uns auf Berufung und Beruf und lassen uns doch nicht weiter gängeln.
Eigentlich ist es nicht einmal nennenswert, was entwickelt, kontrolliert, zensiert wird, nicht einmal im Börsenblatt - Fachbereich Antiquariat - wird aber dennoch berichtet, - man muss ja von etwas berichten - dann lesen wir es gelassen und besinnen uns immer wieder auf unsere Selbstständigkeit.

Asche auf mein Haupt

Schönen Abend wünscht
Christa Wandowski

die nach dem Umzug nun wieder einsteigt mit neuem Mut und ohne OrderControl....

12. Thomas Paulitz 25.05.2010 21:30h http://www.storm-antiquariat.de

@ 11 ( C.W. )

Chapeau! Danke, schön geschrieben!

13. König der Affen mit viel tralalala 25.05.2010 22:09h

Ich versteh die Redaktion nicht, ständig tauchen irgendwelche Beiträge über w+h auf und ständig wird versucht das Wiesel und den Pferdeapfel auf den Thron zu setzen.
Hat sich die Redaktion schon mal gefragt ob die Würgburger überhaupt eine Ahnung von Büchern haben !!
Ahnung haben die schon - nämlich keine - und davon sehr viel.
Wäre es nicht sinnvoller eine Alternative zu suchen und w+h sterben zu lassen?

14. Helmer Pardun 25.05.2010 23:11h http://der-solo-antiquar.de

Das Foto in dieser Veröffentlichung ist sehr schön und neutral. Die Nachricht nicht.

Die Nachrichtenwert-Theorie, das kann man schnell auf Höhe des gegenwärtigen Wissensstandes bei freien ONLINE Lexika nachlesen, ist eine Theorie der Nachrichtenauswahl. Analysen des Medieninhaltes, der Merkmale von berichteten Ereignissen, der Indikatoren wie beispielsweise Personen, Projekte, Platzierung, Häufigkeit, Umfanh, Aufmachung, etc. lassen Rückschlüsse auf journalistische Selektionskriterien zu.

1922 identifizierte der amerikanischer Journalist, Schriftsteller und Medienkritiker Walter Lippmann vor allem vier hervorstechende Elemente für die journalitische Auswahl von Nachrichten: 1. Die Nähe zu..., 2. Die Prominenz von..., 3.Die Überraschung bei..., 4. Der Konflikt mit....

Das alles dürfte mit obiger Meldung in unterschiedlichem Maße im Rahmen der Betroffenheit - Betroffenheit in mehrfachem Wortsinne - der Produzenten und Konsumenten dieser Nachricht gegeben sein.

Der deutscher Kommunikationswissenschaftler Winfried Schulz formulierte die Theorie fortführend 1976, dass die Nachrichtenfaktoren nicht als solche Merkmale von Ereignissen seien, sondern „journalistische Hypothesen von Realität“ darstellten.

Diese längere Einleitung habe ich gebraucht, um zu meiner Einschätzung der Nachricht zu kommen, nämlich als einer tendenziell absichtsvollen sozialen Konstruktion von Realität auf Basis einiger für ihre Repräsentativität nicht nachgewiesener Auswahlkriterien und aus einer ihrer Art nach für wissenschaftliche Marktforschung und unabhängige Ergebnisse nicht bekannten Quelle. Die Tendenz wird als Zitat gleich mitgeliefert: "... wie anspruchsvoll eine erfolgreiche Beteiligung am Online-Geschäft geworden ist, da die einzelnen Plattformen jeweils ihren eigenen Hintergrund haben, der zu berücksichtigen ist." (sic!)

Die Tendenz, ob diese Nachricht insgesamt gut oder schlecht oder belanglos für die Adressaten ist, kann ich nicht beurteilen, da extern kein Leitbild oder Leitfaden, auch Redaktionshandbuch genannt, für die ONLINE Arbeit der Redaktion einsehbar ist. Hilfsweise könnte zur Beurteilung solcher Nachrichten auch ein redaktionell bearbeitetes Marketingshandbuch für Antiquare weiterhelfen, womit Auswahl- oder Beurteilungskriterien einsichtig würden.

Leitbild, Leitlinien und Redaktionshandbuch regeln - so auch bei meiner Arbeit für Verbände - als Leitfaden die Inhalte und die Erstellung jeglicher vor allem öffentlicher Dokumentation in einer und für eine Organisation, zumeist auch im Sinne von deren Verantwortlichen, Arbeitsgemeinschaften und Mitglieder und geben nicht immer unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Ebenso meiner Meinung nach müsste der abschließende Passus des obigen Beitrags journalistisch ergänzt lauten: 'Es versteht sich, dass die Zahlen zwar aussagekräftig sind, aber nur in Ansätzen Vertriebswege wie Ladengeschäft, Auktionen und Antiquariatsmessen abbilden.' Ergänzend: 'Wir verweisende die interessierten Leser auf die Veröffentlichung der Zahlen in den Online Seiten des Unternehmens, das dafür verantwortlich zeichnet.' - Statt gleich dessen redaktionelle Arbeit und die Verantwortung für den ergebnisambivalenten Sinn des ganzen Vorhabens einschließlich des Transfers als Messgerät (Barometer ist ein Messgerät zur Bestimmung des Luftdrucks kalter wie heisser Luft) ins eigene Medium zu übernehmen.

15. Roland Samsz 25.05.2010 23:33h http://geizmonster.de

Fangen wir bei @13 an. Es gibt viele Alternativen. Ich habe nach reiflicher Überlegung diesen Anbieter gewählt. Okay, "die" mögen keine Ahnung haben, aber dahinter stehen viele (große?) Antiquariate, die das Wissen liefern.

Mit whbook kann ich mehr Plattformen mit einem Arbeitsschritt bearbeiten, als mit aller anderen - mir bekannten - Software.

@11 Sehr geehrte Frau Wandowski (auf anderen Ebenen begegnen wir uns auch mit Du),

ich kann Ihre Ausführung sehr gut nachvollziehen, jedoch ist der Antiquariats-/Gebrauchtbuchhandel sehr vielschichtig.

Ein "echtes" Antiquariat mit "edler" Ware kann sicher auf (fast) jede Software verzichten.

Wer auch mit trivialer Ware handelt kommt um den Einsatz einer Software nicht herum.

Ich kann nicht 4...5000 oder mehrere 10000 Euro für meinen nächsten Ankauf auf den Tisch legen. Ich hole die Reste ab (wie noch jemand hier ;) ) .

Zum spezialisieren fehlt mir noch die Zeit ( wir machen das erst seit 4 Jahren.

@9 Die Nummer 1 hat auch regelmäßig weit über 1000€ dort stehen.
Wer die Nummer 1 ist dürfte allen hier klar sein.

Bei fast 1 Million Angeboten ( und es waren mal deutlich mehr) sollten sich mehr als 90 Anbieter finden lassen.

Ich habe weder die Lust noch die Zeit das zu recherchieren.

Mindestens 30 Anbieter sind mir bekannt. Okay, das ist auch nur 1/3, aber ich wühle nicht im Netz nach der Konkurrenz.

Aber mit einer Frage hast Du Recht:
"Und da wären wir wieder bei der Frage: Ab wann ist ein Buch antiquarisch und jemand ein Antiquar? "

So lange diese Frage nicht geklärt ist, ist jede Nutzung einer Software belanglos.

So, jetzt verspiele ich noch meinen Ruf und die Treue meiner Foren-Mitglieder...

@bookmarathon

Wenn Du morgen zwischen 15 und 17 Uhr Zeit hast - meine Telefon-Nummer ist bekannt.



16. Uwe Ross 26.05.2010 08:48h http://www.buchkammer.de/workshop/liste-der-verkauften-antiquarische-bucher-bei-ebay/

Antiquarische Bücher sind Bücher, für die es mindestens 1 Interessenten gibt, der das Buch in einem für den Verkäufer wirtschaftlich vertretbaren Zeitraum käuflich erwirbt. Alles andere ist Makulatur.

Speziell bei ebay werden monatlich ca. 2.000 - 3.000 antiquarische Bücher zu annehmbaren Preisen verkauft. Wer es genauer wissen möchte, dem empfehle ich die Informationen in den Listen, die über obigen Link seit letztem Dezember angeboten werden. Ganz ohne Software (OK, WinRAR und Excel ähnliche Programme werden benötigt) und kostenlos.

Das die Software w+h hier im Börsenblatt ständig auftaucht, hat sicher gegenseitige finanzielle Abhängigkeiten. Ein Grund mehr, die beiden Unternehmen kritischer zu beobachten.

Ein Antiquar ist jeder, der mit alten und gebrauchten Büchern handelt. Einzig die Erfahrungswerte, die in vielen Jahren mühsam erarbeitet werden müssen, entscheiden über Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens/Antiquariats.

Aber schließlich verfolgen alle Händler die gleichen Intentionen. Nämlich Bücher unter das Volk zu bringen. Diese Aufgabe jedoch sollte nicht in allzu großer Abhängigkeit diverser Software oder anderen Unternehmen verwirklicht werden, um die eigene Selbstständigkeit zu bewahren.

17. Redaktion 26.05.2010 09:15h http://www.boersenblatt.net/antiquariat

"Das die Software w+h hier im Börsenblatt ständig auftaucht, hat sicher gegenseitige finanzielle Abhängigkeiten." Nein, es gibt überhaupt kein finanzielles Verhältnis (geschweige denn "Abhängigkeiten" )! Und es "tauchen" hier auch andere Softwareanbieter "auf", siehe z. B. jüngst http://www.boersenblatt.net/382943

18. RF Meyer 26.05.2010 09:15h http://www.meyerbuch.com/

Es ist mir schleierhaft, wie der Punkt „Datenhoheit“ der Antiquare hier ins Gespräch gebracht werden kann, nur um den Kernpunkt dieses Aspektes der Selbständigkeit einige Wochen später sträflich zu mißachten.

1) 90 Antiquare/Gebrauchtbuchhändler sind kein Querschnitt des Gewerbes, noch nicht mal ein Ausschnitt, wenn wir von um die 1800 in DE/AT/CH, eine Zahl, die das ZVAB einmal genannt hat, ausgehen.
2) Das ist bloß Werbung für w+h. Mehr nicht. Eben weil die Datenbasis nichts taugt, ergo die Ergebnisse nichts Signifikantes hergeben.
3) Fraglich ist, ob die am berüchtigten „Order Control“ teilnehmenden Antiquare etc ihre Einwilligung zur Weiterverwendung ihrer Daten gegeben haben.
4) Nicht fraglich ist, daß die Kunden dieser Antiquare bzw. „Order Control“-Freaks nicht per Opt-in eingewilligt haben, daß ihre Bestelldaten von w+h gespeichert, weiterverwendet, zu Statistik verarbeitet etc. werden.

Wenn nun schon der Zweck die Mittel heiligen (oder dergleichen) soll, dann bitte für ein brauchbares Ergebnis, nicht für letztlich kaum aussagekräftige Zahlen.

Ansonsten würde ich eine klare Linie der Redaktion, was den u.a. von ihr aufgegriffenen Punkt Datenhoheit, sowohl der Antiquare wie ihrer Kunden, betrifft, begrüßen.

19. bookmarathon 26.05.2010 11:25h http://www.buchfreund.de/antiquariate/

@18

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind im o. g. Link die "ANTIQUARIATE" mit einem grünen Zeichen versehen die Order Control nutzen. Da es um die 90 sind, gehe ich mal davon aus, das von denen die Daten genommen werden.

Natürlich ist das eine Verkaufsshow, aber nicht nur für wh, sondern auch für die Plattform "Buchfreund". Denn ALLE Teilnehmer an diesen Umsatzbarometer spielen auch bei Buchfreund auf. Und da ich keiner Statistik traue, die ich nicht selbst gefälscht habe, vermute ich mal, dass Buchfreund eine starke Rolle in der Auwertung spielen wird.

Wer jetzt glaubt, dass wh soetwas nicht machen würde, den möchte ich nochmals daran erinnern, dass wh auch behauptet hat, dass sie es waren die den "bookloader" erfunden haben. Also sie es waren, die es den Antiquar erst ermöglicht haben, dass dieser seine Ware auch auf Amazon listen kann. Wie ich in einem anderen Thread schon geschrieben hatte, gibt es diese Möglichkeit schon seit Jahren. Von Amazon vor einigen Jahren in den USA sogar selbst vorgestellt usw. Die Herausforderung ein Punkt durch ein Komma zu ersetzen muss enorm gewesen sein.

So gut ich whbook auch zum erfassen antiquarischer Ware finde, so sehr macht mir diese Kombination aus wh, boersenblatt und dem ZVAB Sorgen. Ich glaube, für ein gutes Geschäft würde die Firma weiter gehen, als wir heute denken. Wer da mit wem verbunden ist, weiß ich nicht. Aber auffällig ist doch, dass wh hier einen Werbeplatz nach dem anderen bekommt. Während Programme wie Guthschrift nahe an die Bedeutungslosigkeit gedrückt werden.

20. Redaktion 26.05.2010 11:36h http://www.boersenblatt.net/antiquariat

@19 Zu Ihren Vorwürfen: Auf eine solche Softwareanbieter-Übersicht (ist erst zwei Wochen alt) http://www.boersenblatt.net/383105 meldet sich übrigens von den Anbietern kein einziger! Keiner schickt einfach mal eine Info, Pressemitteilung o. ä. (oder ruft an).

Davon abgesehen: der Informationsbedarf in Sachen Software scheint enorm zu sein. Man könnte auch mal bei uns im Haus (Frankfurt liegt verkehrsgünstig) einen halbtätigen Workshop zum Thema Software, Rationalisierung, Datenhoheit etc. durchführen. Wäre denn jemand bereit, das zu organisieren?

21. bookmarathon 26.05.2010 12:26h

@20

Ja, Sie haben tatsächlich vor zwei Wochen eine Softwareanbieter-Übersicht erstellt. Aber gehört es nicht eher zu den Aufgaben eines Journalisten vorher ein wenig zu suchen?

Da die Nähe der Redaktion zu wh ja auch immer wieder in irgendwelchen Lehrgängen usw. auftaucht, wundern Sie sich wirklich wenn andere Softwareanbieter nicht auf Sie zukommen? Sollte nicht der Journalist derjenige sein, der fragt und sucht?

Wenn Ihre Tätigkeit nur aus dem Verwursten Mundgerechter Pressemitteilungen besteht, dann stelle ich mir den Job recht langweilig vor.

Ach ja, und sogar der Thread könnte versteckte Werbung gewesen sein. Nur ein nicht erwähnter Name ist keine Werbung.

Noch kurz zu einem Software Workshop:

1. Das Thema und die Vielfalt der Software ist so Komplex, dass es selbst im strengen Galopp nicht zu schaffen ist, damit seriös an einem Wochenende durch zu kommen.

2. Wenn Sie soetwas an einem halben Tag durchziehen wollen, mal ganz abgesehen von Punkt 1., dann müssen Sie es schaffen den Kreis derer die dort Teilnehmen, so auswählen, dass alle ungefähr den gleichen Wissensstand haben. Ob das gelingen kann? Ich habe Zweifel. Jeder Punkt für sich würde schon einen eigenen Workshop ausfüllen.

Nochmals kurz zu wh:

Solange wh keine Schnittstellen anbietet, die vom User selbst zu nutzen sind, solange wird mir die Software auch Suspekt bleiben. Ein Programm welches man kauft, sollte auch voll nutzbar sein. Interessant wäre es, wenn man mit anderen Programmen listen kann, und diese dann SELBST in whbook einlesen kann. Geht aber nicht. wh macht für mich nur Sinn, wenn ich es mit anderen Programmen kombinieren kann. (Du sollst keine Götter neben wh haben!)

Seit kurzen bietet das ZVAB eine API an, dass wäre mal eine Meldung. Mich würde interessieren, was über die API alles möglich ist.

22. Dieker 26.05.2010 14:20h

ZVAB und API - nein, soweit ist das ZVAB noch nicht, die leben noch in der Internet-Steinzeit. Man "plant" noch - hier die letzte mir bekannte Meldung zu dem Thema:


Technische Neuerung

Zur einfacheren Anbindung Ihrer Katalog- und Bestellverwaltungssoftware sowie Ihrer Buchhaltung an unsere Datenbank planen wir die Einführung einer Programmierschnittstelle für die automatisierte Bestellbearbeitung.

Wenn Sie also E-Mails, die Sie über neu eingegangene Bestellungen informieren, bereits automatisiert verarbeiten oder aus anderen Gründen an näheren Details interessiert sind, senden Sie uns bitte eine E-Mail an mitgliederservice@zvab.com, damit wir Ihnen rechtzeitig die notwendige Dokumentation zur Schnittstelle zusenden können.

23. bookmarathon 26.05.2010 14:55h

@22

Ups, sorry, dann hatte ich mich verhört.

Aber was hatte ein befreundeter Programmierer neulich so passend gesagt: "Es lässt sich auch mit Lego ein Haus bauen." So ein OpenListingReport wird auch völlig überbewertet. Und da wh den ohnhin nicht einlesen kann, bzw. seinen Usern nicht die Chance dazu gibt dies selbst zu tun, braucht das ZVAB ja so einen neumodischen Quatsch auch nicht anzubieten.

24. bookmarathon 26.05.2010 18:21h

@15

Heute zeigt mein whbook folgendes Verkaufsranking für gestern an:

eBay-Service von w+h
Die besten Verkäufer vom 25.05.2010

Platz 1. = 521,44 € (35 Bücher)
Platz 2. = 239,50 € (24 Bücher)
Platz 3. = 165,35 € (16 Bücher)
Platz 4. = 150,31 € (19 Bücher)
Platz 5. = 116,80 € (20 Bücher)

Unter uns, aber das sieht mir nicht nach typischer Antiquariatsware aus. Man achte auf die Durchschnittspreise. Das sind bestimmt "Spitzenantiquariate".



25. Roland Samsz 26.05.2010 23:26h http://geizmonster.de

Ebay funktioniert bei "echtem" Antiquariat nur als Auktionshaus.

Die Top 5 sind ME-Händler. Die Ebay eher als Werbeplattform sehen.

"Antiquarische Bücher sind Bücher, für die es mindestens 1 Interessenten gibt, der das Buch in einem für den Verkäufer wirtschaftlich vertretbaren Zeitraum käuflich erwirbt"

DAS IST EIN gebrauchtes Buch und kein antiquarisches Buch.

Die verlässliche Definition fehlt.

Gebräuchlich - aber nicht hinreichend - Bücher vor 1945.

Ich würde viele Bücher vor dem 19 Jhd. nicht als antiquarisch ansehen.

Zurück zum Thema:

Das Bild dieser Statistik kann kein Abbild der Wirklichkeit sein. Egal welche Software - sie kostet Geld. Viele (ich benutzte jetzt bewusst das Wort) Händler können oder wollen sich keine Software leisten oder benutzten eigene Scripte.

Alle diese Verkäufer fallen aus dieser Statistik heraus.

Das sollte bestimmt die Mehrheit der deutschen Anbieter sein.

Damit verabschiede ich mich aus diesen Kommentaren.

P.S. @bookmarathon Deine Mail habe ich bekommen. Leider war doch keine Zeit da. Wir haben einen Wohnwintergarten und über den Winter ist er undicht geworden. Bei dem Dauerregen heute war ich mit Not-Reparaturen beschäftigt.




26. krämer 27.05.2010 01:15h

Es ist nur wichtig, solche Alibi-Beiträge dann ordentlich zuzumüllen, und Tage später ist das beim Börsenblatt abgesackt, wo niemand mehr noch was nachliest.

Nur die immer erneute Hochpushung von whbook ist doch allmählich aufflällig und macht nachdenklich.

Noch etwas zur näheren Bestimmung, was ein antiquarisches Buch sei, es wird moniert, eine verlässliche Definition gäbe es nicht.

Aber den Spieß umgedreht, wie die neuere Wissenstheorie feststellt, Wissenschaft ist, was Wissenschaftler tun, sinngemäß, ein antiquarisches Buch ist ein Buch, mit dem Antiquare bwz. Antiqurinnen handeln. Oder oder auch, was Sammler als antiquarisch ansehen, und bewerten.

27. bookmarathon 27.05.2010 07:36h

@25

Einer davon scheint ein Restpostenhändler zu sein. Aber darum ging es mir auch nicht.

Ich möchte nochmals auf die Ankündigung zurück kommen:

"Ab Anfang Juni stellt die Würzburger Softwarefirma w + h boersenblatt.net die monatlichen Online-Umsatz- und -Bestellkennzahlen einer Gruppe von 90 Antiquaren in anonymer Zusammenfassung zur Verfügung."

Roland, auch Du als neues Mitglied der wh Familie wirst mir sicher Recht geben, dass Mängel- und Restehändler keine Antiquare sind, oder?

Die Rangliste lässt sich auch leicht mit Namen versehen. Einfach ein nettes Ebay-Tool nehmen und die Tagesumsätze der möglichen Kandidaten ermitteln. Ob die Händler die Nummer so richitg witzig finden, wage ich zu bezweifeln. Das zum Thema Datenschutz von wh.

ME-Händler die Ebay als Werbeplattform sehen? Wohl kaum, oder? Wofür sollten die werben? Wie gesagt, sieh Dir die Stückzahlen an. Sowohl der Menge insgesamt, wie auch die Büchermengen der einzelnen Titel. Ich habe das bei einem Händler gemacht. Zumindest bei einzelnen Titeln. (Der hat eine Restauflage gekauft, wovon ich auch noch ein paar Bücher habe.) Die blasen da z. T. ganz schöne Stückzahlen rein und der Abverkauf spricht für sich. (Die Stückzahlen lassen sich mit guten Amazon-Listertoos wunderbar überprüfen.)

Der eine Händler hat bei ebay rund 30.000 Artikel stehen. ME und Reste haben einen höheren Durchsatz als antiquarische Bücher. Wenn der zu den Top 5 gehört, wovon ich mal ausgehe, da das Spiel sonst noch bitterer wird, hat er zwischen 16 und 35 Bücher verkauft! Die Quote ist schlecht, einfach nur schlecht.

Was ich aber damit sagen will ist, dass ein Reste- und Mängelhändler sicher mit einem Antiquariat so viel zu tun hat, wie eine Kuh mit Eier legen. Und wenn man schon ME Händler nimmt, dann doch bitte welche die auch auch etwas verkaufen. (Ach nee, die Meisten arbeiten ja nicht mit wh.)


Und noch ein Zitat:

" Die Daten, die wir aus unserem Order-Control generieren, repräsentieren einen wichtigen Ausschnitt des Online-Antiquariatshandels. Die Auswertung zeigt indirekt auch, wie anspruchsvoll eine erfolgreiche Beteiligung am Online-Geschäft geworden ist, da die einzelnen Plattformen jeweils ihren eigenen Hintergrund haben, der zu berücksichtigen ist."

Und genau das tun sie nicht. Da die beteiligten "ANTIQUARIATE" ja bekannt sein dürften, fehlt da einfach eine Kleinigkeit: Die antiquarischen Bücher. Zumindest auf ebay fehlen sie offensichtlich. Andererseits können die ja nicht völlig fehlen, da ja FAST EINE MILLION Bücher über wh auf ebay aufgespielt wurden. Wenn diese Zahlen nicht gegen wh sprechen, dann weiss ich es auch nicht.

Ebay ist übrigens, nach meiner Ansicht, zu Komplex um es wie das ZVAB, Amazon oder booklooker einfach über ein Tool mitlaufen zu lassen. (Zumindest was die antiquarischen Titel anbelangt. )

28. Buchhöker 01.06.2010 08:34h

Ich frage mich, warum die w+h-Statistik bereits seit gestern über Twitter verbreitet wird, man sich aber nun hier offensichtlich scheut das Machwerk zu veröffentlichen.

Für den interessierten Gast:

http://www.order-control.com/boersenblatt/chart.php

29. Buchhöker 01.06.2010 08:35h

es muss natürlich heißen:

http://www.order-control.com/boersenblatt/chart.php

30. Buchhöker 01.06.2010 08:36h

aha, der Link wird also durch das System hier zustückelt.
Bitte löschen Sie zum Aufruf das Leerzeichen vor dem letzten p

31. bookmarathon 01.06.2010 09:46h

"Ich frage mich, warum die w+h-Statistik bereits seit gestern über Twitter verbreitet wird, man sich aber nun hier offensichtlich scheut das Machwerk zu veröffentlichen."

Weil sie totaler Quatsch ist, zumindest im Zusammenhang mit ANTIQUARIATEN?

Allein die Erklärung von wh selbst zeigt doch, wie schwammig die Auswertung istt:

"Interpretationhilfe zur obigen Statistik:

* Die anonymisierten Statistiken spiegeln die Verkäufe von ca. 97 verschiedenen Händlern im angegebenen Zeitraum wider.

* "Nicht Zugeordnet" bzw. "Ohne Angaben" sind Umsätze, die man überwiegend den Ladengeschäften und den kleineren Portalen zuordnen sollte.

* Amazon dürfte etwas zu stark repräsentiert sein, da etliche der teilnehmenden Händler mit Remittenden handeln, die überwiegend auf Amazon verkauft werden. Demzufolge müssten die Antiquariatsplattformen wie ZVAB etwas stärker sein.

* Buchfreund dürfte etwas schwächer sein, da über 90 Prozent der teilnehmenden Händler auch bei Buchfreund einspielen. Bei den anderen Plattformen ist dieser Anteil teilweise ein ganzes Stück geringer."

Ich kenne nur einen Antiquar, den ich so nennen würde, der auch mit Mängeln und Resten dealt. Als Mängel- und Restestatistik nur auch nicht zu gebrauchen, da ebay nicht gleich bestückt wid. im Vergleich zu Amazon.
Kollegen von mir, alle mit denen ich gesprochen habe, vermuten, dass das Rennen zwischen Amazon und Ebay enger ist, grade im Restebereich. Vermutlich ist der Durchschnittspreis auch besser bei ebay, da der Preiskampf auf Amazon schon sehr hart geworden ist.

Was der Statistik auch fehlt, ist die Anzahl der Bücher, oder ich habe sie nicht gefunden. Und es zeigt mir, wer tatsächlich mit wh arbeitet. Eine Antiquariatssoftware für Mängel- und Restehändler, mit Antiquariaten als Beiwerk.

Aber was hat das Ganze dann mit einer Antiquariats-Umsatzbarometer zu tun? Richtig, überhaupt gar nichts.

32. Pythia vom Dienst 01.06.2010 14:09h

Nur gut für die Viehnanzämter #Umsatzvergleiche
Und die Datenschützer #Arbeit
Fast vergessen: BöBla #Seitenfüller

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