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Wie können Unternehmen das Social Web nutzen?© Gerhard Seybert/ Fotolia

07.07.2010FAQ

Wie können Unternehmen das Social Web nutzen?

Kein Unternehmen kommt heute daran vorbei, sich über Social Media Marketing Gedanken zu machen. Das heißt jedoch nicht, dass jetzt hektisch Twitterprofile und Facebookseiten angelegt werden müssen. Zuhören und Lernen ist der Beginn.

Zuhören und Lernen

Auch ohne eigene Aktivitäten sind manche Unternehmen schon stärker im Social Web präsent, als ihnen lieb ist. Hier die Ohren aufzuhalten, ist der erste Schritt. Eine einfache Möglichkeit dazu bietet search.twitter.com. Dort wird der Firmen- oder Markenname eingegeben und schon sind die Kommentare chronologisch sortiert sichtbar. Bei http://twitter.com/otto_de http://twitter.com/vodafone_de  http://twitter.com/Telekom_hilft und http://twitter.com/1und1 können Sie sehen, wie der Dialog mit den Kunden aussehen kann.

 

Social Media Policy

Bevor Sie ins Social Web gehen, brauchen Ihre Mitarbeiter klare Richtlinien. Was ist erwünscht und was nicht? Hier verschwimmt oft die Grenze zwischen Privatpersonen und Angestellten. Bei Twitter ist es relativ normal ist, dass Menschen auch über Ihren Beruf schreiben oder dass Angestellte oder Chefs auch einen kleinen Einblick in ihr Privatleben ermöglichen. Bei Facebook ist das oft eine Gratwanderung. Kodakt hat dazu gute Tipps publiziert: http://www.absolit-blog.de/allgemein/social-media-tipps-von-kodak.html

 

Beteiligen

Sobald die Abgrenzung Privatperson/Angestellter klar ist, können Sie zunächst einmal als Person aktiv werden. Reden Sie mit Menschen, die über Ihre Marke reden. Natürlich nur, wenn sie das Gefühl haben, dass diese Menschen das auch wollen. Und stellen Sie immer klar, dass sie für dieses Unternehmen arbeiten. Sie werden sich wundern, wie groß die Freude darüber ist, dass Kunden sich plötzlich ernst genommen fühlen.

 

Selbst Twittern

Sie können in Twitter mit Nutzern diskutieren oder einfach nur schnelle Informationen bereitstellen. Als die Aschewolke über Europa zog konnten die Fluggesellschaften über Twitter schnell den aktuellen Stand bekannt geben. Und wenn Sie nicht viel zu sagen haben, dann stellen Sie doch zumindest Ihre Pressemeldungen online. Unter den wenigen deutschen Twitternutzern sind nämlich überproportional viele Journalisten. Mit Twitterfeed lässt sich das Einspielen der Presseinformationen auch automatisieren. Twitter ist heute schon der Quasi-Standard für das „Echtzeit-Web“.

 

Youtube-Seite einrichten

Youtube ist die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Wenn Sie eigene Videos haben, können Sie diese bequem publizieren. Wenn nicht, zeigen Sie auf Ihrer Seite eben nur die Videos, die Sie für interessant halten. Dazu müssen Sie ein Video nur als Favorit markieren. Ich habe das auch nicht anders gemacht: http://www.youtube.com/user/absolit

 

Content/Dialog-Strategie

Youtube und Twitter sind relativ einfache Portale. Wenn Sie sich jedoch weiter ins Social Web wagen, sollten Sie strategischer vorgehen: Was ist Ihr Ziel und welche Ressourcen haben Sie? Einfach nur das Social Web mit Informationen zu bespielen, die zufällig da sind, ist zu wenig. Genau wie Sie bei Ihrem Newsletter ein klares inhaltliches Konzept haben, benötigen Sie das auch für das Social Web: Welche Inhalte haben wir, wie oft gibt es da etwas Neues und wo soll das wie kommuniziert werden? Und dann die Gretchenfrage: Was machen wir, wenn Fragen kommen? Mit wie vielen Anfragen muss gerechnet werden? Wer beantwortet diese. Sie haben ja schon die Twitterprofile von Otto, Vodafone und 1und1 gesehen. Da stecken mehrere Personen dahinter, die gut beschäftigt sind.

 

Facebook-Seite einrichten

Irgendwann kann der Punkt kommen, an dem Sie im Rahmen einer Content/Dialog-Strategie zu dem Ergebnis kommen, dass eine Facebook-Seite Sie Ihrem Ziel näher bringt. Dann gibt es eigentlich nur drei Dinge zu beachten:

Die Seite sollte von einem Profil aus eingerichtet werden, dass dem Unternehmen gehört.

Die Seite sollte relevante Informationen enthalten.

Die Seite sollte „empfehlenswert“ sein, es sollte einen Grund geben, warum viele „gefällt mir“ drücken.

 

Reichweite erhöhen

Wenn bisher alles gut gegangen ist, können Sie durchstarten. Starbucks hat bereits acht Millionen Fans bei Facebook. Weisen Sie an jeder Ecke darauf hin, dass Sie in Social Web aktiv sind. Fordern Sie nicht nur auf der Homepage sondern in allen Medien auf, Ihnen zu folgen.

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Schlagworte:
FAQ, Social Web

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6 Kommentar/e

1. itst 07.07.2010 12:50h http://itst.net/

"Starbucks hat bereits acht Millionen Fans bei Facebook."

Starbucks hat 16.000+ Shops in 50+ Ländern.

Apfel & Birnen anyone?

2. Sermo 07.07.2010 14:42h http://spring-any-day-now.blogspot.com

"Starbucks hat 16.000+ Shops in 50+ Ländern."

Natürlich sollte man sich an den Großen ein Vorbild nehmen. Wenn man geschrieben hätte: "Buchjournal hat bereits 389 Fans bei Facebook, der Haufe Verlag 177 Fans und Knesebeck 221", dann würden die Verlage sich ja noch einmal überlegen, ob sich das mit der Facebookseite so sehr lohnt... Bin jedenfalls gespannt, wie die genannten drei Beispiele die Acht-Millionen-Marke knacken ;-)

3. Ulrica Griffiths 07.07.2010 16:47h http://www.griffiths-consulting.de

Vielleicht sollte man auch schreiben, dass bei 1und1 4 Leute allein im Social Media Team sind? Man muss nicht alles machen, sondern mit Bedacht auswählen. Twitter-Follower mit Pressemitteilungen zuzumüllen, gehört m.E. nicht dazu.

4. HD Schellnack 10.07.2010 16:22h http://www.hdschellnack.de

Wir erleben aus unserer täglichen Praxis, dass Social Media derzeit ein Hype-Thema ist, so wie vor einigen Jahren jeder ein CMS-System haben wollte, ob er es nun brauchte oder nicht und sich teilweise unnötig aufgeblähte Website-Infrastrukturen zumutete.

Derzeit geistern also neben den «Wir könnten Ihnen da mal eine App programmieren»-Schlangengiftverkäufern auch selbsternannte Social-Media-Gurus durch die Lande, die mal Workshops, mal komplette Lösungen mit kpnstlich hochgetriebenen Follower-Zahlen anbieten, und unter denen es - wie immer - sehr gute Leute gibt, die ihr Geld absolut wert sind, und auch einige ausgemachte Abzocker.

Der entscheidende Denkfehler ist - aus meiner persönlichen Sicht - dass man das «Soziale» im Namen dieser Kommunikationskanäle sehr ernst nehmen muss. Wer hier nur seine Sonderangebote und Aktionen verbreitet oder nach einer verlängerten Absatzschiene im Internet sucht, der hat von vornherein ein Problem, ebenso wie die vielen Kultureinrichtungen, die hier nur ihre Termine multiplizieren und auf ihren Sites, bei Twitter und Facebook stereotyp immer die gleiche unpersönliche Botschaft wiederholen.

Dabei zeigen die erfolgreichen Beispiele - egal, ob Blog oder Tweets -, dass der ideale Weg ist, via Twitter die eigenen Interessen und Leidenschaften, nicht privat-distanzlos aber eben auch nicht in kalter Kalkulation, zu kommunzieren und den «Followern» einen Einblick in das eigene Denken und Handeln zu geben, neugierig zu machen, zu unterhalten, zu informieren, und vor allem zu geben.

Wer es also schafft, Social Media nicht als «Arbeit» zu sehen, sondern entweder selbst oder durch ein engagiertes redaktionelles Team glaubhaft die Persönlichkeit der eigenen Unternehmung großzügig und authentisch auszustrahlen - wer also vor allem in erster Linie ohne Hintergedanken ganz einfach dabei ist -, der kann langfristig den richtigen, nämlich reziproken Weg gehen und nicht dem kühlen Marketing ein Social-Media-Mäntelchen anziehen, sondern umgekehrt im medialen Auftritt sympathisch und spannend wirken und bereits dadurch eine Imagepflege zu betreiben. Wer dann noch irgendwann in dezentem Umfang auf gute Angebote hinweist oder neue Produkte/Updates/Veranstaltungen ankündigt, dem wird niemand böse sein, im Gegenteil.

Nahezu alle erfolgreichen Projekte (sofern sie nicht am Reißbrett für große Konzerne mit entsprechendem Budget entstanden sind) bauen auf das «virtuelle Charisma» der Online-Stimme. Da mag dere Marketingleiter selbst zwitschern - wie beim Fontblog oder beim Schmidt-Verlag -, da mag auch ein engagierter Volontär oder Praktikant sich verwirklichen dürfen... wichtig ist, dass das Unternehmen im Vorfeld ein Selbstbild, eine Idee von sich hat, auf die diese Stimme im Internet abgestimmt sein kann - idealerweise von der Homepage über das Blog bis hin zum Tweet mit einem Sound, einer «Unternehmenstimme», die sich auch in den Printmedien niederschlagen kann. Dabei kann man sauber abstufen, welche Medien «distanzierter» und welche «näher» klingen dürfen, informeller sind - aber entscheidend bleibt, dass man a) diese Stimme hat und b) diese Stimme auch etwas zu erzählen hat.
Das heißt, wer es ernst meint mit Social Media, muss sich überlegen, wie sein «Avatar», seine virtuelle Persönlichkeit aussehen soll (und insofern, wie die Identität des Unternehmens als Ganzes ist - ist man eher konservativ-seriös, eher politisch, eher witzig-anekdotisch-unkompliziert usw.), und zum anderen muss man als Firma aktiv werden, um Ereignisse und Erlebnisse zu stimulieren, die des Gezwitschert-werden auch wert sind.

Das hier gerade für kleine Buchhandlungen und Verlage, die mit Leidenschaft ihr Ding machen, Lesungen und Veranstaltungen organisieren und vor Ort aktiv sind und deren «Stimme» sich fast natürlich aus den Inhabern und Mitarbeitern und dem Flair des Ladens/Verlags ableitet, eine große Chance liegt, sich gegen die schwerfälligeren größeren Marktbegleiter abzusetzen, liegt auf der Hand ;-).

5. LISA! Wörterbuch 15.07.2010 16:34h http://blog.lisa-woerterbuch.de/

Die Mär vom Social Media Marketing

Social Media Marketing ist für Verlage nur ein Thema weil sie in der Krise stecken und Angst haben einen Trend zu verschlafen. Social Media Marketing steigert den Umsatz von Verlagen nicht, Mitglieder auf Facebook zu haben bedeutet nicht, dass diese bei dem Unternehmen auch einkaufen. Außnahmen gibt es, z. B. Apple, Kunden würde da aber auch Apple-Produkte kaufen wenn es Facebook nicht gäbe. Um gründlich alle Social-Media Instrumente zu bedienen, benötigt ein Unternehmen in der Größe eines mittelständischen Verlages eine Volltagskraft plus evtl. einen Techniker im Team.

@Bevor Sie ins Social Web gehen, brauchen Ihre Mitarbeiter klare Richtlinien.

Stellt ein Unternehmen Richtlinien auf hat es im Social Net schon verloren. Es gibt im Social Media keine Richtlinien, dafür wurde es nicht geschaffen. Es gibt wohl kaum einen größeren Imageschaden im Social Network als "geschulte" Mitarbeiter twittern zu lassen oder Facebookseiten pflegen zu lassen. In den meisten Fällen enden diese Social Media Aktivität traditioneller Unternehmen im schönden Werbespamming.

6. LISA! Wörterbuch 15.07.2010 17:27h http://blog.lisa-woerterbuch.de/

Die Mär vom Social Media Marketing

Social Media Marketing ist für Verlage nur ein Thema weil sie in der Krise stecken und Angst haben einen Trend zu verschlafen. Social Media Marketing steigert den Umsatz von Verlagen nicht, Mitglieder auf Facebook zu haben bedeutet nicht, dass diese bei dem Unternehmen auch einkaufen. Außnahmen gibt es, z. B. Apple, Kunden würde da aber auch Apple-Produkte kaufen wenn es Facebook nicht gäbe. Um gründlich alle Social-Media Instrumente zu bedienen, benötigt ein Unternehmen in der Größe eines mittelständischen Verlages eine Volltagskraft plus evtl. einen Techniker im Team.

@Bevor Sie ins Social Web gehen, brauchen Ihre Mitarbeiter klare Richtlinien.

Stellt ein Unternehmen Richtlinien auf hat es im Social Net schon verloren. Es gibt im Social Media keine Richtlinien, dafür wurde es nicht geschaffen. Es gibt wohl kaum einen größeren Imageschaden im Social Network als "geschulte" Mitarbeiter twittern zu lassen oder Facebookseiten pflegen zu lassen. In den meisten Fällen enden diese Social Media Aktivität traditioneller Unternehmen im schönden Werbespamming.

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