Mediennutzung

Verweildauer im Internet bleibt konstant

ARD und ZDF legen die Zahlen ihrer Online-Studie für das Jahr 2010 vor. Danach waren 49 Millionen Menschen im Frühjahr 2010 online – 5,5 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Die Quote lag damit bei knapp 70 Prozent.

© panthermedia

Die Reichweite des Internets sei inzwischen fast vergleichbar mit der des Fernsehens, stellen die Auftraggeber der Studie fest. Das Internet zähle für die meisten Onliner zum Alltag und werde gewohnheitsmäßig (fast) täglich eingeschaltet. Die häufigere Nutzung des Internets gehe aber nicht zu Lasten des Fernsehkonsums.

Die Bewegtbildnutzung im Internet steige parallel zum "üblichen" Fernsehen an, so ein Ergebnis der Studie.
Das Anschauen von Onlinevideos sei für die meisten Nutzer sogar weitaus wichtiger ist als viele Web-2.0-Aktivitäten: 65 Prozent schauen Videos im Netz, 40 Prozent nutzen Communitys. Die Bewegtbildnutzung erfolgt hauptsächlich über Videoportale und über die Mediatheken der Fernsehsender.

Die Befragten surften bevorzugt zwischen 11 und 20 Uhr, also auch während der Arbeitszeit. Dabei ist die tägliche Verweildauer im Internet seit 2003 praktisch konstant geblieben. Lag sie damals bei 138 Minuten, sind es 2010 zwei Minuten weniger. Männer halten sich mit 154 Minuten deutlich länger online auf als Frauen, die es auf lediglich 115 Minuten bringen. Auch insgesamt nutzen immer noch mehr Männer (26 Millionen) als Frauen (22,9 Millionen) das Internet. Dabei gilt für beide Geschlechter, dass die mobile Internetnutzung immer noch die große Ausnahme ist.

Zu den bevorzugten Aktivitäten gehören E-Mail (84 Prozent) und Suchmaschinen (83 Prozent). Immerhin fast die Hälfte (44 Prozent) surft "einfach so im Internet", und ein Drittel wickelt Bankgeschäfte online ab.

Für die Studie wurden rund 1.800 Mitbürger ab 14 Jahren befragt.
 

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1 Kommentar/e

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  • Markus Pfeffer

    Markus Pfeffer

    Wie in jeder Studie, die die Verweildauer vor Fernseher, Internet oder ähnlichen Medien erfasst, bleibt auch hier die Frage: Was ist aktive, was passive Nutzung? Es macht einen Unterschied, ob der Fernseher im Hintergrund dudelt, während man z.B. Hausarbeiten erledigt, oder ob man bewusst davor sitzt und ein Programm konsumiert.

    Und beim Internet ist es genauso: "Eingeschaltet und verbunden" ist mein PC an manchen freien Tagen durchaus sechs, sieben Stunden - währendderer ich teilweise grundsätzlich anderen Offline-Aktivitäten nachgehe, und nur etwa bei einem freundlichen "Sie haben Post" kurz fünf Minuten "aktiv" das Internet nutze... Würde die Studie am Ende bei mir nun sieben Stunden oder 30 Minuten als "Nutzungsdauer" erfassen?

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