Medien
19.08.2010O-Ton der Woche
Die schönsten Outtakes aus den Hörbuchverlagen
Es handelt sich um die Aufnahme von Ildikó von Kürthys neuen Roman "Endlich!". Sprecherin ist Anneke Kim Sarnau, die beim Einlesen in Gewissensnöte kommt. Sie muss eine Passage lesen, in der die Heldin sagt, dass sie von nun an am Sonntag keinen "Polizeiruf" mehr schauen wird, was Anneke Kim Sarnau, die die Profilerin Katrin König im Rostocker "Polizeiruf 110" spielt, natürlich gar nicht gut findet. Also schreibt sie den Text kurzerhand um ...
Das Hörbuch erscheint am 8. September bei Argon; die Aufnahmen fanden in Berlin statt. Regie: Michael Kube und Heike Schmidtke.
sas
- 26.08.2010
- O-Ton der Woche: "määhhh" - zum Blöken braucht's das "ä“



1. Christian Flohr 19.08.2010 12:13h
Was zum Harry sind Outtakes ! Spricht hier noch jemand deutsch ?
2. Sabine Schwietert, Redaktion 19.08.2010 12:32h
Hier zwei Definitionen: Outtakes (auch blooper) sind häufig humorvolle Teile des gefilmten Materials, die nicht für den Film verwendet werden (können).
de.wikipedia.org/wiki/Outtakes
Als Outtake bezeichnet man eine kurze Sequenz aus einer Filmproduktion- bzw. Videoproduktion. Sie beinhaltet einen Fehler im gesprochenen Text (z. B. einen Versprecher) oder eine andere Abweichung zur letztendlich tatsächlich im Film gezeigten Szene. ...
http://www.google.de/url?q=http://www.eastereggs.svensoltmann.de/component/option,com_rd_glossary/Itemid,50/&sa=X&ei=WQdtTLy8OY_QjAfF5JT8CA&am p;ved=0CAsQpAMoAQ&usg=AFQjCNHLmfvpT5RHrtbhrqnuJH6UyIR9Uw
Wir erweitern den Begriff noch ein wenig und präsentieren auch kurze Interviews und Statements, die während der Hörbuchproduktion so nebenbei entstanden sind.
3. MissB 19.08.2010 15:22h
Da muss ich mal Recht geben. Kann denn heute alles nur noch auf englisch wiedergegeben werden? Kein Wunder das wir als "Land ohne Rückrat" bezeichnet werden.
4. Leser 19.08.2010 15:44h
@MissB: Ist das jetzt ein Wortspiel oder meinen Sie "Rückgrad"?
5. bookgirl 20.08.2010 20:43h
@MissB und Leser: wahrscheinlich ist das von Bertolt Brecht sogenannte "Rückgrat" gemeint, aber führt diese dämliche Diskussion nicht am eigentlichen Thema vorbei? Ob man sich unbedingt Versprecher anhören muss, steht auf einem anderen Blatt und sollte ganz nach eigenem Gusto gehandhabt werden.
6. Markus Weber 23.08.2010 18:14h
In der Tat, ich bin auch sofort über "outtake" gestolpert, auch wenn der Begriff unter Filmleuten bekannt sein mag. Nennen Sie die Sache doch einfach "Rausschnitte" und seien Sie kreativ. Ansonsten ist das Ganze aber eine lustige Idee - besonders wenn jemand so nett lacht wie Anneke Kim Sarnau.
7. Sabine 24.08.2010 13:49h
Also ich finde diese neue Rubrik total witzig, da ich ausgesprochener Hörbuch-Fan bin. Auf welchem Hörbuch finden sich schon Outtakes? Bei Film-DVDs ist das bereits gang und gäbe. Bei humorvollen Hörbüchern kann ich mir ein Outtake-Best-Of am Ende sehr gut vorstellen. Danke, Redaktion - tolle Sache!
8. Olaf 31.08.2010 20:32h http://www.drizzt-blog.de
Outtakes sind immer sehr lustig, daher freue ich mich sehr über diesen Beitrag!
Wer gerne mal Hellboy sächseln hören möchte, ist hier richtig: http://www.drizzt-blog.de/hellboy-7-und-8-beschreibung-und-outtakes/
Drizzt Do'Urden, den berühmten Dunkelelf, kann man hier rülpsen hören: http://www.merlausch.de/merlau-reisen-making-drizzt/
LLL
Olaf
9. J. Heller 31.08.2010 22:03h
Auch, wenn ich selber sehr dafür bin, mal mit Anglismen oder ganz englischen Begriffen sparsam umzugehen, so finde auch ich die Diskussion in diesem Fall unsinnig.
Outtakes ist ein wesentlich bekannterer Begriff als die paar Kommentatoren hier vermuten. Hörbuch-Outtakes zu verlegen ist tatsächlich eine interessante Idee. Ich hoffe die sind dann auch wirklich lustig.
Marketing-technisch mag sich bei Filmen die Idee durchgesetzt haben, weil man so auch noch das rausgeschnittene Material verwenden kann.
Häufig können sie tatsächlich einen großen zusätzlichen Spaß bieten.
In den Pixar-Filmen (Monster AG, Das große Krabbeln etc.) wurde sogar die Idee sehr kreativ auf die Spitze getrieben. Es wurden am Schluss nämlich die "Outtakes" der Figuren gezeigt. So als wäre wirklich ein Film gedreht worden. Das hatte bei das große Krabbeln sogar noch einen ganz charmanten Zusatzeffekt. Die gruseligen Bösewichter erschienen dann nämlich als entnervte Charakterdarsteller, die ihre Mit-"Schauspieler" überhaupt nicht gruseln konnten.
Zurück zu hier: Ich denke ein anderes Wort als "Outtakes" würde gerade nicht zum Kaufen anreizen.
Denken wir doch vielleicht in diesem Fall wieder eher als Kunde und nicht als Verfechter der deutschen Sprache, als Teil des distinguierten Bildungsbürgertums. - Wobei auch der Kunde, der mit Entzücken ein solches Hörbuch kauft damit nicht sein niedriges Niveau zum Ausdruck bringt. Naserümpfen sagt hier mehr über den Rümpfer als über den Käufer aus.
Also, ich bin gespannt. Ich hoffe wie gesagt nur, dass die Outtakes (herausgeschnittenen Szenen oder schlicht "Patzer") auch wirklich spaßig sind. Denn öfters sind sie für den Zuhörer/-schauer weniger witzig als für die beteiligten in der Situation.