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Thalias OYO (Medion)Thalias OYO (Medion)© Monique Wüstenhagen

Michael Busch: Setzt mit dem OYO die Multichannel-Vision umMichael Busch: Setzt mit dem OYO die Multichannel-Vision um

Henning Albrecht, bei Thalia Projektleiter für das E-Book-GeschäftHenning Albrecht, bei Thalia Projektleiter für das E-Book-Geschäft© Monique Wüstenhagen

04.09.2010IFA

Oho! Thalia kommt mit eigenem E-Reader OYO

Gerade wurde das Geheimnis um den eigenen E-Reader des Buchhandelsfilialisten Thalia auf der IFA in Berlin gelüftet. Der Reader hört auf den Namen OYO (spricht sich wie Jo-Jo ohne das erste J), kommt im Oktober auf den Markt und kostet 139 Euro. OYO ist powered by Medion.

Der OYO, mit dem Kunden direkt über den Thalia-Shop auf E-Books zugreifen können, ist ab sofort bestellbar und wird im Oktober ausgeliefert. Zur Buchmesse in gut vier Wochen kommt zudem ein zweites Gerät auf den Markt mit WLAN und 3G.

Technische Daten des OYO:

Abmessungen: 124X154X11mm

Bildschirmgröße /Auflösung: 6'' / 800*600 Pixel / 167 dpi / 16 Graustufen

Touchscreen: Scrollen, automatische Display-Rotation

Speicherkapazität: 2 GB, durch extrene Speicherkarte um 32 GB erweiterbar

Akku-Laufzeit: bis zu zwei Wochen

 

"Der OYO ist Teil unserer Multichannel-Vision", sagt Thalia-Geschäftsführer Michael Busch bei der Pressekonferenz. "Wir haben nicht gefragt, was macht die Technik alles möglich, sondern was will der Kunde. Der OYO ist für uns kein Reader, kein Technikgerät, sondern neben Hardcover und Taschenbuch die dritte Darreichungsform."

Trotz der Eigenentwicklung mit Aldi-Elektronikpartner Medion will Thalia weiterhin an der Partnerschaft mit Sony festhalten. Auch die neue Sony-Gerätegeneration soll weiter über die Thalia-Filialen und den Online-Shop angeboten werden. Im Gegensatz zum OYO sind die Sony-Reader nicht als WLAN und als 3G-Version verfügbar.

Am Ende der Pressekonferenz verriet Michael Busch noch, dass Thalia vor Weihnachten mit eigenen Applikationen für mobile Endgeräte an den Markt gehen will.

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Schlagworte:
IFA, Thalia, E-Reader

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3 Kommentar/e

1. Katharina 06.09.2010 16:08h

Also ich sehe durchaus die Vorteile, die ein E-Reader mit sich bringen mag. Bei dem von vielen Herstellern prophezeiten Boom in Deutschland bin ich allerdings skeptisch.

Aber nun erst mal zu den Vorteilen. Klar ist ein E-Reader besonders platzsparend. So klein und handlich, wie er ist, kann man ihn überall mitnehmen. Teilweise gibt es E-Reader ja schon in so einem kleinen Format, dass man sie in die Hosentasche stecken kann. Für Bahnreisende ist es dann besonders praktisch, wenn man während der Fahrt den kleinen E-Reader bei sich hat.
Auch in punkto Umweltfreundlichkeit bin ich von dem kleinen Gerät überzeugt, da man einfach Unmengen an Papier einsparen kann, was wiederum zur Folge hat, dass weniger Bäume gefällt werden müssen.

Aber dennoch kann ich mir den bevorstehenden Boom in Deutschland schwer vorstellen. Und noch weniger wird meines Erachtens der E-Reader das gedruckte Buchmedium ersetzen können.
Viele kennen das vielleicht ja auch, dass es für die Augen sehr anstrengend sein kann, wenn man für mehrere Stunden auf den Bildschirm des PCs oder Laptop schauen muss. Mit den kleinen E-Reader wird es nicht leichter fallen. Mehrere Stunden in einem gedruckten Buch zu lesen ist dahingehend schon viel angenehmer.
Doch auch für Schüler, Studenten oder andere Menschen, die mit Texten arbeiten müssen, stellt der E-Reader keine Alternative dar. So kann man beispielsweise keine Unterstreichungen vornehmen oder Kommentare am bestehenden Text einfügen. Aber vielleicht handelt es sich hierbei nur um technische Details, die bald folgen könnten.
Dann gibt es aber noch die Menschen, die Bücher gerne zum Anfassen haben. Sie lieben zum Beispiel den Geruch des frisch Gedruckten oder auch das selbständige Umblättern der einzelnen Seiten. Hierbei handelt es sich um durchaus ernst zunehmende Faktoren, die beim E-Reader nun mal fehlen.

Und auch ich gehöre zu den Menschen, die beim Literatur lesen sehr gerne auf neueste Technik verzichten können und möchten.

2. Frank 08.09.2010 11:20h Oje

Tatsächlich ist die E-Reader von Thalia Strategie zwar dem Buchhandel angemessen überholt. So gibt es das Gerät, von dem Katharina spricht schon. Es heisst IPad und kann eine Menge mehr als nur als Lesehilfe dienen, zB kann man Notizen machen, mit Texten arbeiten, schnell etwas im Internet nachschlagen, parallel vielleicht sogar den Text hören etc..
Spannend ist, dass Menschen mit Lese-Rechtschreibschwächen sogar gerne auf dem IPhone lesen, vgl. im Guardian unter http://goo.gl/NIjD. So öffnen Reader sogar einen neuen Markt.

3. Basstom 17.10.2010 15:03h

Zitat Katharina:
"Viele kennen das vielleicht ja auch, dass es für die Augen sehr anstrengend sein kann, wenn man für mehrere Stunden auf den Bildschirm des PCs oder Laptop schauen muss. Mit den kleinen E-Reader wird es nicht leichter fallen. Mehrere Stunden in einem gedruckten Buch zu lesen ist dahingehend schon viel angenehmer."

So etwas schreibt nur jemand, der noch nie wirklich mit einem Ebookreader mit E-Ink-Display gelesen hat! Gerade das ermüdungsfreie Lesen, gegenüber bislang herkömmlichen LCD-Displays, ist das Tolle an den Dingern. Ich nenne seit über einem Jahr einen Sony PRS-505 mein Eigen. Vor der Anschaffung bzw. dem ersten, richtigen Test, dachte ich noch ähnlich.
Mittlerweile habe ich Kontakt zu vielen Leuten, die solch einen Reader nutzen und maße mir daher an, behaupten zu dürfen, dass diese Dinger eine tolle Alternative zum gedruckten Buch sind. :-)

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