Messe-Blog

10.10.2010

In guter Erinnerung

In guter Erinnerung© Alexander Heimann / Frankfurter Buchmesse

Mit Messen ist es ja so: Vor lauter Neuigkeiten schwirrt gewöhnlichen (und auch ungewöhnlichen) Besuchern schon bald der Kopf, und zwar so sehr, dass ihnen die Lücken kaum auffallen. Das was fehlt? Hmh. Die Erinnerung daran kommt allenfalls später, auf jeden Fall erst kurz vor oder nach Messeschluss.

Uns vom Börsenblatt passiert das natürlich nicht. Klingt übertrieben? Na gut. Aber mal zurückgefragt: Hat Ihnen denn gar nichts gefehlt? Um nur mal die harmlosen Dinge zu benennen:

Aufreger, so wie es sie im vergangenen Jahr gab, zum Beispiel wegen des Gastlandes (China) und eines Zeitungsberichts über eine Buchhandelskette (Thalia). Diesmal dagegen: nichts, was den Puls mal richtig beschleunigt hätte. Vom Forum bis nach hinten zur Halle 8 nur mittleres, müdes Erregungsniveau.

Aussteiger, wie Ralf Müller (ehemals Droemer Knaur), Georg Kessler (ehemals Gräfe und Unzer) oder Harald Rieck (soforthoeren.de), dessen mannshohe Musikbox – eigentlich eine Downloadstation für Hörbücher – immer so einen melancholischen Eindruck machte …

E-Reader am Stand von KNV (Warum fehlten die eigentlich? Weil die Leute keine Berührungsängste haben und sie die Knöpfe an den Geräten immer so schnell eindrücken?)  

Klamauk, wie ihn zum Beispiel Bushido auslöste, oder (damals) Dieter Bohlen. Der Sound der Buchmesse war diesmal ein anderer, fast zu melodisch. Daran änderten auch die paar Paukenschläge Thilo Sarrazins nichts.

(…)

Über was und wen wären Sie auch dieses Jahr wieder gern gestolpert? (Kommentare: bitte unten)

5 Kommentar/e

1. Monika M. 11.10.2010 07:19h

Jetzt ist es schon so weit, dass die Leser des Börsenblatts Ihnen die Themen liefern sollen? Ist das Ihr Ernst? Wie wäre es mal mit Recherche oder dem Kehren im eigenen Haus? Da gibt es genug, worüber man stolpert.

2. Wibke Ladwig 12.10.2010 11:45h http://www.sinnundverstand.net/

Ich sehe das etwas anders. Wir erleben die Buchmesse alle aus einem sehr persönlichen Blickwinkel. Und entdecken Dinge, die anderen möglicherweise in Anbetracht der unendlich vielen Bücher, Veranstaltungen, Menschen nicht aufgefallen sind. Ich freue mich auf viele Berichte von anderen Messe-Besuchern, seien es Verlagsmitarbeiter, Buchhändler, Dienstleister, Autoren oder Leser. Wir sind hier in einem Blog und nicht auf der News-Seite des Börsenblatts. Wo ich natürlich differenzierte Artikel über die Branche erwarte.
Ein Blog lebt vom Dialog. Für mich war ein persönliches Highlight (neben der Wahl zur Miss Book Fair natürlich ;-)), das faszinierende Lesikon der Visuellen Kommunikation aus dem Verlag Hermann Schmidt in Händen halten zu können. Was für ein außergewöhnliches Projekt. Darauf hatte ich mich schon sehr gefreut und ich weiß bereits, was ich mir zu Weihnachten schenken werde.
Daneben gab es etliche, ganz menschliche Highlights außerhalb der Bücherschau, nämlich die Begegnungen, Gespräche und das Wiedersehen mit vielen Buchmenschen. Durch die Verbindung über Twitter, Facebook und die damit zusammenhängenden Treffen im realen Leben über das ganze Jahr, entwickelt sich ein Netzwerk, aus dem viel Kraft entstehen wird. Eine wunderbare Buchmesse. Wenn auch nicht ohne ungeplantes Mitbringsel ... hatschi!!!

3. Aficionado 13.10.2010 14:48h

Na, dann lesen doch besser mal alle den Messe-Mayer:
http://www.buchmarkt.de/content/44281-die-kult-kolumne-von-der-buchmesse-die-berichte-auf-einen-blick.htm
Da ist die Konkurenz meilenweit enteilt!

4. thorsten 13.12.2010 12:17h http://www.messedesign.de/

Die Buchmesse ist immer noch ein wichtiges Highlight, keine Frage. Und wenn man Social Media zur Verdichtung nutzen kann, warum nicht!

5. grassi 08.03.2011 14:27h http://blog.grassi-museum.de

Wird es auch einen Blog bzw. Blogbeiträge von der Leipziger Buchmesse geben?

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