Ausland
08.12.2010USA
Leichte Abkühlung beim E-Book-Verkauf
Die Umsatzzahlen basieren auf den Angaben von 14 Verlagsgruppen, die an die AAP berichten, und spiegelt nicht die Verhältnisse im gesamten Markt.
In den ersten zehn Monaten des Jahres legten E-Books um 171,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und erreichten einen Umsatz von 345,3 Millionen Dollar. Der Marktanteil für E-Books liegt nun bei 8,7 Prozent (immer bezogen auf das Panel von 14 Unternehmen).
Printtitel mussten im Oktober starke Einbußen hinnehmen: Der Umsatz mit Hardcover-Titeln für Erwachsene ging seit Jahresbeginn um 7,7 Prozent zurück, und die Umsätze im Massenmarkt-Geschäft brachen um 14,3 Prozent ein.
roe


1. krämer 08.12.2010 21:38h
Ein Buch muß gelesen werden, ob Print oder E.Book.
Wenn ein E.book günstiger kommt, auch hinsichtlich Beschaffungsprozedere, klick ich habs. Dann das lesen, äh, dort dann ist der Unterschied zwischen E-book und Print ein anderer. Aber die Buchhändler schielen auf Verkäufe von Büchern, ob Print oder E-Bokk, aber interessant wäre, was von dem Print oder E-Book dann auch mal gelesen wird.
Prognose: Printseiten liegen vorn, und werden es bleiben. E-Book ist außer für spezielle Nischen, in denen dann auch gelesen wird, Quatsch. Für die Nichtleser, Download E-book 1,80 Euro, auf pad, hm, print-objekt 4 cm, solide Ausstattung,
Abkühlung, wie bei den CD ehemals, auf Tiefkühl, E-Book=1-Euro-Book,.
Ja, ist inzwischen ja alles umsonst,. Vermittler zwischen den Kreativen und den Rezipienten müssen ihre Notwendigkeit verteidigen.
2. Johannes F. Woll 09.12.2010 14:49h www.schweizer-degen.com
Ich bin etwas irritiert: Da prangt eine (fast spöttische) Überschrift, die suggeriert, der eBook-Markt wurde einbrechen, zumindest stagnieren. Dann die erste Überraschung: Nein, da ist immer noch zweistelliges Wachstum drin.
Und dann schließt der Beitrag fast marginalisierend, das
Printtitel Einbußen hinnehmen mussten.
Ich interpretiere die Zahlen anders:
eBook-Markt wächst weiterhin rasant und beginnt nun Print zu verdrängen.
PWC veröffentlichte unlängst ein Studie, demzufolge der eBook-Markt in D bis 2015 auf 350 Mio. Euro anwachsen werde. Wenn das stimmt, stellt sich 2015 in D das Szenario ein, das AAP Ende diesen Jahres für US zeichnet.
Und das heißt unmissverständlich, dass den deutschen Medienhäusern eigentlich keine Zeit mehr im "digitalen Wettrüsten" bleibt.