Verlage
06.12.2011Bei Haffmans & Tolkemitt gibt es die E-Ausgabe kostenlos
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Dafür enthalten die Bücher einen Code, mit dem das E-Book von der Internetseite der Verlage heruntergeladen werden kann.
„Wir müssen in dieser Branche einfach anfangen, vom Kunden, das heißt vom Leser aus zu denken. Die Musikindustrie ist zumindest auch daran zugrunde gegangen, dass sie es versäumt hat, ihren Käufern ein tolles Angebot zu machen. Diesen Fehler sollten wir nicht wiederholen“ erklärt Verleger Till Tolkemitt .
Künftig soll es die Bücher von Haffmans & Tolkemitt und Rogner & Bernhard entweder im Buchhandel als HardcoverPlus inklusive E-Book oder – ca. 25 Prozent billiger – als reines E-Book geben.
Zu den ersten Titeln, die als HardcoverPlus erscheinen, gehören der Roman über eine WG muslimischer Punks "Taqwacore" von Michael Muhammad Knight, "Das Letzte Testament der Heiligen Schrift" von James Frey und "Die Autobiografie eines Lügners" von Graham Chapman.
- 11.11.2011
- Personalia: Haffmans & Tolkemitt und Rogner & Bernhard stocken auf
- 07.10.2011
- Eigentümerwechsel: Haffmans & Tolkemitt übernimmt Mehrheit an Rogner & Bernhard


1. Michael Kühnapfel 07.12.2011 08:05h
Na klasse! Während Amazon durch billige Reader versucht, die Kunden in sein eigenes Biotop zu ziehen, fangen Verlage an, E-Books zu verschenken. Natürlich ist es eine gute Idee, Kombiangebote zu machen. Die vermeintlich kostenlose Beigabe von Büchern verstellt den Kunden den Blick darauf, das E-Book durchaus ein eigenständiges Produkt sein sollte, nicht nur ein "elektronischer Abzug" des Druckbuches, das seine eine Gestaltung und eigenen herstellerischen Prozesse erfordert. Ein Aufwand, der nur geleistet werden kann, wenn E-Bücher nicht als "Abfallprodukt" der Bucherstellung gesehen werden und entsprechend bezahlt. Schade!
2. Lesender Kunde 10.12.2011 11:25h
Na toll und wieder mal typisch deutsch!. Oder ist dieser Kommentar bezahlte Lobbytätigkeit? Da kommt ein Verlag auf eine sinnvolle Sichtweise und schon findet sich garantiert ein besorgtes Wesen, welches sofort einen Einwand des Einwands wegen schreiben muss. Ich kann nur feststellen, was für eine kurzsichtige Sichtweise und wie wenig der Kommentator über die Kostengestaltung eines Buches versteht oder zumindest vorgibt zu verstehen. Wenn er denn wenigstens den Wegfall eines Teils der Verwertungskette, deren Kosten und dahinterstehenden Menschen (z.B. der Notwendigkeit der Lagerung, des Transports, des Buchhandels am Ende der Kette, des Kostenrisiko beim Flop eines realen Buches) beklagt hätte, wäre bei mir ein gewisses Verständnis vorhanden. Der eigentliche Bucherzeuger (Autor und Verlag) verdient deshalb nicht weniger - im Gegenteil, da das kommerzielle Risiko geringer ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Publikation sogar erhöht worden. Man kann nur hoffen, dass dies auch zur elektronischen Neuauflage lange vermisster Bücher, da das Kostenrisiko nun überschaubarer ist. Wenn ich mir als Leser ein Buch kaufe, sehe ich nicht die Rechtfertigung, es als elektronische Variante nochmals zahlen zu müssen. Diese Kombination (entweder Buch mit elektronischer Variante oder die günstigere E-Book-Variante) finde ich sehr gelungen. Auch den preislichen Abschlag für die E-Books-Variante empfinde ich als Leser in beiden Welten als eine gute Lösung zum ärgerlichen Thema Preisgestaltung bei E-Books. Danke für den in Deutschland doch mutigen Weg.