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22.12.2011Weltbild
Ver.di stellt sich auf lange Verhandlungen ein
Nachdem sich die Tarifparteien am Dienstag zur ersten Verhandlung getroffen hatten, informierten heute Betriebsrat und Gewerkschaftsvertreter die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung mit rund 800 Teilnehmern. Weltbild-Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz lobte die "konstruktive Atmosphäre" der Verhandlung. Eine Betriebsvereinbarung sei seit Dienstag endgültig vom Tisch: Die Geschäftsführung habe eingesehen, dass es um einen Tarifvertrag gehe, sagte Ver.di-Landessekretär Stefan Kraft. "Nur ein Tarifvertrag sichert die Ansprüche der Beschäftigten juristisch einwandfrei und ist mit Arbeitskampfmaßnahmen durchsetzbar."
Bei den Verhandlungen herrschte Uneinigkeit auch in der Auffassung, wie mit den Weltbild-Beteiligungen bei Hugendubel etc. umgegangen werden solle und was geschehe, wenn ein Käufer das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit weiterveräußern wolle. "Die Frage ist, ob diese auch unter den Tarifvertrag fallen. Dafür setzen wir uns natürlich ein, aber die Geschäftsführung kann im Moment nur Aussagen für den Standort Augsburg machen", sagte Peter Fitz gegenüber boersenblatt.net. Die nächsten Verhandlungsrunden sollen von unterschiedlichen Aktionen begleitet werden. Die Tarifkommission trifft sich am 16. Januar zur zweiten Tarifverhandlung zum Zukunftstarifvertrag mit der Weltbild-Geschäftsführung.



1. DBH-Angestellter 23.12.2011 00:48h
Es beunruhigt mich sehr, dass die Möglichkeit einer Konzernzerschlagung weiterhin im Raum steht: Was passiert mit uns bei Hugendubel, wenn es da keine tarifvertragliche Absicherung geben wird?
2. O Tannenbaum 23.12.2011 09:56h
Selbst wenn es einen Tarifvertrag gibt, der die Beschäftigung für 4 Jahre sichert. Was passiert nach Ablauf der 4 Jahre? Vier Jahre sind schnell vorbei und man wird nicht jünger. Die Entwicklung im Buchhandel wird ja auch nicht besser. Müssen die Beschäftigten dann erneut um ihre Arbeitsplätze zittern?
3. Oje 23.12.2011 20:38h
Lange Verhandlungen? Ich würde sagen: lange Streiks. Die Kirche kann nicht pleite gehen, hat in Deutschland etwa 270 Milliarden Euro Vermögen, wie ZEIT online meldete. Da sind die Arbeitnehmer in einer guten Position. Wenn´s sein muss, können die bis zur Rente streiken.