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Infoveranstaltungen für Buchhändler zum Liro ColorInfoveranstaltungen für Buchhändler zum Liro Color© MVB

16.01.2012Roadshow

Aktualisierung: Infoveranstaltung Liro Color

Die Infoveranstaltungen für Buchhändler zum Liro Color – organisiert von den Landesverbänden des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH – werden fortgesetzt. Neu dabei sind die Städte: Bamberg, Bremen, Darmstadt, Bielefeld und Köln.

Vorgestellt werden Funktionen und Konzept des Readers sowie verschiedene Werbematerialien, mit denen Buchhändler den Reader in ihrem Geschäft in Szene setzen können.

Die Termine und Informationen zur Anmeldung:

Bamberg
Montag, den 30. Januar 2012
ab 19.00 Uhr
Brauerei Fässla (Neues Zimmer), Obere Königsstraße 19-21, 96052 Bamberg

Bremen
Dienstag, den 31. Januar 2012
um 19.00 Uhr
im Balladins SUPERIOR Hotel Bremen, August-Bebel-Allee 4, 28329 Bremen
 
Darmstadt
Mittwoch, den 1. Februar 2012
um 19.30 Uhr
im Literarium der WBG Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Riedeselstr. 57, 64295 Darmstadt (Telefon:06151/ 3308 141)
 
Bielefeld
Dienstag, 7. Februar 2012
um 19:00 Uhr
Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld,
Elsa Brändström-Str. 1-3, 33602 Bielefeld
 
Köln
Donnerstag, 8. März 2012
um 19:00 Uhr
Joseph-DuMont Berufskolleg, Meerfeldstr. 52, 50737 Köln

Eine kurzes Anleitungsvideo zur Nutzung des Liro Color kann hier abgerufen werden.

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Schlagworte:
MVB, Liro-Color, E-Reader, E-Book

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12 Kommentar/e

1. André Duve 16.01.2012 18:24h

Ok, ich habe verstanden, dass sich der Fachhandel auf den Liro stürzt. Ich gehe mal davon aus, sie besetzen damit die Preisklasse unter 100€. Wissentlich, dass das Ding ein LCD-No-Name Display hat, ok, dafür ist er billig und unsinnigerweise in Farbe.

Meine Frage an den "Fachhandel" welche Geräte bieten sie Kunden zu welcher Preisklasse im EInk-Segment an?

2. Albert E. 16.01.2012 23:02h

Ich hoffe, dass sich alle, die so ein schwachmatisches Spielzeug für 100 Euro kaufen wissen, dass:
1. Ein spiegelndes LCD-Display bei einem der Hauptanforderungsprofile komplett versagt. Lesen im Urlaub am Starnd ist schlicht nicht möglich.
2. Hoffentlich hat jeder Nutzer eine ausreichend lange Verlängerungsschnur für die permanente Stromversorgung dabei.
3. Bücher sind 4:3!
Ich befürchte, der Liro wird das Schicksal vieler Weihnachtsspielzeuge teilen und nach einem Monat in der Schublade verstauben.
...und dafür noch eine Roadshow?

3. André Duve 17.01.2012 00:08h

Die Roadshow ist sicher nötig, weil die Dinger eben NICHT unterm Weihnachtsbaum lagen, sondern in den Buchhandlungen vergammeln.

Die Frage ist doch warum sich ausgerechnet der Buchhandel, der ja nun in Sachen Lesen die Kompetenz schlechthin ist, sich auf so einen Schmarrn einlassen kann/konnte.

Eine Möglichkeit ist, dass der eine gute Marge hat, ähnlich wie ein Buch. Da gilt dann in neuen Bereichen allerdings der ewig gültige Spruch "der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler". Das strafen Kunden in der Regel schnell ab, wenn man dagegen verstösst.

Variante 2 (auch denkbar) ein Einkäufer hat sich mit dem Gerät eine goldene Nase verdient und die in den Markt gekippt mit bunten Prospekten, Markttrendtabellen, eben das ganze Drumherum, was man braucht, um die schnell ausliefern zu können (inkl. Platzierungs-WKZ).

Variante 3: die wenigsten haben sich mit der Materie beschäftigt und sind blind Variante 2 gefolgt und haben nun nach der Rechnungsfälligkeit Altware am Hals. Dann setzt eine gewisse Unzufriedenheit bei den Händlern ein und als verkaufsunterstützende Massnahme gibt es eben jetzt NACH dem Weihnachtsgeschäft eine Roadshow.

Übrigens @Albert, alle Ihre aufgeführten Punkte sind inhaltlich absolut korrekt. Das ist ein Spielzeug, aber kein Ebook-Reader.

4. Artificial Intelligence 18.01.2012 07:28h

Ich schlage vor, dass bei der Roadshow außerdem die Bedienung von je einem Handy, MP-3 Player, Pad, NetBook... erläutert wird, die der Börsenverein zufällig eingekauft hat.

Der Börsenverein soll Schulungen zum Thema Vertrieb von digitalen Medien anbieten und nicht als Vertreter für irgendein technisches Gerät auftreten. Die obige Diskussion zu den technischen Parametern zeigt doch, dass der Börsenverein mit diesem Geschäft überfordert ist.

Kann es sein, dass hier die eigene Aufgabe falsch verstanden wird?

5. Tobias Schmid 18.01.2012 11:21h

Als einer derjenigen, die bei der Entscheidung für den Liro beratend tätig waren, kann ich zunächst einmal versprechen, dass es nicht die Margen waren, die für den Liro sprachen/sprechen. Und sollen seitens Trekstor Einkäufer bestochen haben, so ist das zumindest an mir vorbei gegangen.

Ich bin über die Art, wie der Liro angeboten und die Features kommuniziert werden, sehr unglücklich, weil sie zu den Missverständnissen Anlass geben, die in den obigen Kommentaren zum Ausdruck kommen.

1. Der Liro ist kein E-Reader und will auch keiner sein. Trekstor bietet das Gerät als E-Book-Player an. In dieser Bezeichnung kommt sehr schon zum Ausdruck, dass das Lesen bei diesem Gerät nicht die herausragende, sondern eine Nutzungsmöglichkeit unter vielen ist.

2. Deshalb bieten wir das Gerät auch eher für Einsteiger als für Leseprofis und Vielleser an. D.h. die Zielgruppe ist eine ganz andere als bei eInk-Geräten. Viele Buchhandlungen bieten den Liro als einen von mehreren Readern an, und nur weil er für eine Zielgruppe nicht geeignet ist (was unbestreitbar ist), bedeutet das nicht, dass er auch für die andere eine schlechte Wahl sein muss.

3. Das führt zu dem richtigen und wichtigen Argument von Angler, Fisch und Köder. Die Einkäufer solcher Geräte sind ebenso wie die meisten Kritiker, die Lesegeräte bewerten, in hohem Maße technikaffin. Und, ganz ehrlich, als technikaffiner Mensch, würde ich mir den Liro auch nicht kaufen. Aber ich darf doch auch nicht voraussetzen, dass alle potentiellen Kunden dieselben Anforderungen an einen Reader haben wie ich. Wäre das so, dann hätte Weltbild von seinem (wesentlich schlechteren) Lesegerät nicht fünfstellig verkauft. Also muss ich (Angler) auch den Kunden (Fische) etwas anbieten, die einen anderen Geschmack haben als ich.

Ich finde es unbedingt notwendig, dass solche Argumente auch offiziell kommuniziert werden, und zwar nicht nur auf diesen Roadshows, sondern durch eine effektive Pressearbeit seitens der MVB. Dass die trotz diverser Aufrufe (ich sage nur: offener Brief von Frau Nunne) nach wie vor fehlt, ist das eigentliche Ärgernis.

6. Patrick Musial 18.01.2012 12:39h

Aber sowohl im Promo-Video als auch in diversen (MVB-)Publikationen zum Thema wird der Liro eben doch als "Reader" bezeichnet, nicht als "Player", wobei ich diese Unterscheidung als für den Kunden zu wenig nachvollziehbar einschätze.
Und warum ein Produkt der wirschaftlich angeblich eigenständigen MVB nun in einer Roadshow, die (auch personelle) Ressourcen der Landesverbände nutzt, vorgestellt werden muss ist mir nicht verständlich.

7. Tobias Schmid 18.01.2012 13:46h

@Patrick Musial: Eben - die Kommunikationsstrategie der MVB ist höchst unglücklich. Das ist genau, was ich sage.

Andere Buchhändler bestätigen mir übrigens, dass es für den Liro sehr wohl eine Zielgruppe gibt. Man muss ihn bloß so anbieten, dass keine falschen Erwartungen geweckt werden.

Zu der politischen Frage, wer hier unter welchen Bedingungen wessen Ressourcen nutzen darf oder soll, mögen sich bitte die Branchenpolitiker unterhalten. Mir geht es darum, dass ein an sich gutes Projekt, das im Interesse aller Branchenteilnehmer liegen sollte, nämlich der Buchhandelsreader, durch die Art und Weise, in der es kommuniziert wird, in einem schlechteren Licht erscheint, als das angebracht ist oder notwendig wäre. Schade!

8. André Duve 18.01.2012 18:26h

@Tobias Schmid

Das waren 2 ganz hervoragende Postings von Ihnen! Ich bedanke mich dafür, ganz ehrlich.

Ich habe lange Jahre Verkäufer in der Unterhaltungsindustrie geschult, ich weiss, wie schwer es ist, die richtigen Argumente zu finden. Speziell bei Verkäufern, die in diesem Segment Neuland betreten. Das richtig hinzukriegen ist die Königsklasse.

Zum Liro: falls er branchenintern wirklich NICHT als Reader angeboten wird, dann ist es klar....es ist kein schlechtes Gerät und natürlich gibt es dafür eine Zielgruppe, ohne Frage. Ich hoffe jedoch, dass alle dann wissen müssen, was ein abgerundetes Sortiment ist, das ist dann nämlich zwingend erforderlich, nachdem man eine Bedarfsanalyse im Verkaufsgespräch gemacht hat.

Ach, ich merke schon wieder, dass ich in alte Muster verfalle, das ist ja gar nicht meine Baustelle ;-)

Liebe Grüße
André Duve

9. Ronald Schild 19.01.2012 10:47h

Ich denke die Frage ist nicht, ob Einsteiger oder Vielleser, LCD-Bildschirm oder E-Ink-Display. Jedes Gerät hat Vor- und Nachteile. Relevant ist das Verwendungsszenario eines Readers: Was möchte man auf dem Reader lesen? E-Ink-Geräte sind für eine Vielzahl an Titeln nur begrenzt nutzbar. Man denke beispielsweise an Fachbücher mit farbigen Abbildungen, Reiseführer oder Kinderbücher. Es hängt also von den individuellen Lesegewohnheiten und Wünschen der Kunden ab, welches Gerät das „Richtige“ ist. „Die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten ist für mich der ausschlaggebende Punkt.“ So oder so ähnlich haben sich eine Vielzahl der Liro-Kunden gegenüber der MVB geäußert. Sie überzeugt gerade das Farbdisplay und die Möglichkeit, ihre Lieblings-Musik oder Hörbücher zu hören.

Ich habe die Kommentare auf dieser Seite zum Anlass genommen, ein etwas ausführlicheren Blog-Beitrag online zu stellen. Ich freue mich über viele Leser.

http://www.boersenblatt.net/475005/template/bb_tpl_blog_libreka/

10. Dieter Dausien 21.01.2012 13:36h www.freiheitsplatz.de

Ich frage mich bei solchen Diskussionen immer, wo diese ganze Häme und dieses Hass-Potenzial herkommen. Da werden wüste Spekulationen gepostet und Anbieter wie Kunden schlichtweg als unzurechnungsfähig dargestellt, nur weil sie ein anderes Display verwenden, als man selbst.
Z.B. @ 2.: "Ein spiegelndes LCD-Display bei einem der Hauptanforderungsprofile komplett versagt. Lesen im Urlaub am Starnd ist schlicht nicht möglich." Für Herrn E. scheint das Lesen am Strand Verwendungszweck Nr. 1 zu sein. Andere freuen sich, dass sie beim nächtlichen Lesen nicht mehr den Partner mit der Nachttischlampe stören müssen. Ich z.B. lese deutlich mehr nachts als am Strand. Und wenn ich dabei noch Musik hören kann, mit dem selben Gerät, finde ich das noch besser. Bin ich ein kompletter Nullschnaller? Dann ist der Liro wahrscheinlich für solche wie mich gemacht, aber wenn's da noch genug andere gibt . . .auch nicht schlecht.

11. Onkel Lothar 22.01.2012 11:41h

@ Dieter Dausien

Und ich frage mich welche Wahrnehmung man hat, wenn man obige Kommentare/Kritiken (die durchaus realistisch , berechtigt und nachvollziehbar sind) als "Häme" und "Hass-Potenzial" empfindet!?!
Unter Häme und Hass-Potenzial verstehe ich nun wirklich was anderes.
Und: Wo bitte werden in den Threads "wüste" Spekulationen gepostet? Oder Anbieter/Kunden als "unzurechnungsfähig" hingestellt? Davon habe ich kein Wort gelesen. Nur weil andere Meinungen nicht zur eigenen passen muß man doch nicht gleich wild nach allen Seiten auskeilen.

12. Albert E. 23.01.2012 18:49h

@Onkel Lothar: Herzlichen Dank!
@ Dieter Dausien: Da ich wohl der Adressat Ihres Kommentars bin möchte ich dem Kommentar von Onkel Lothar nur hinzufügen, das mein Kommentar, auch wenn ihm eine gewisses Augenzwinkern nicht abzusprechen ist, mit einer "Hasstirade" nicht das geringste zu tun hat. Lesen Sie bitte die einschlägigen Kommentare zum Liro bei Heise.de, dann lernen Sie wie hämisch von Außen auf unsere Branche geschaut wird. Aber "Hass" ist hier auch nicht zu finden.
Und: "Unzurechnungsfähig" haben Sie geschrieben...
Und weiter: Abends zu Hause lese ich ein "echtes" Buch, da brauche ich keine Krücke...
Mit kollegialen Grüßen (und gänzlich frei von irgendwelchen Animositäten)
Albert

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