Medien
18.01.2012Bastei Lübbe
Digitale Originale
Im vergangenen Jahr hatte Bastei Lübbe auf der Frankfurter Buchmesse die Webnovel "Apocalypsis" präsentiert – einen digitalen Serienroman. Aufgrund des offenbaren Erfolgs des Konzepts, bringen die Kölner nun in Deutschland ein rein digitales Programm auf den Markt – unter dem Label "Digital First". Die Inhalte sollen dort, so der Verlag, als Erstveröffentlichung in digitaler Form erscheinen, als App, E-Book, Audio-Download oder Read-&-Listen-Version. Die Produkte seien speziell auf die digitale Zielgruppe zugeschnitten und werden für alle gängigen Endgeräte entwickelt.
Neben der zweiten Staffel des Vatikanthrillers "Apocalypsis" soll im Mai die neue Mystery-Serie "Survivor" erscheinen. Den Lesern stehe dann drei Monate lang eine neue Episode zum wöchentlichen Download bereit. Später sei auch eine Veröffentlichung der Stoffe als klassische Buchausgabe möglich.
Das Team von "Bastei Entertainment" um Cheflektor Jan F. Wielpütz, das sich um diesen Verlagsbereich kümmert, ist im September des vergangenen Jahres an den Start gegangen.
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1. Esther Giese 19.01.2012 10:28h
Ich werde daraus Konsequenzen ziehen und nur die nötigesten Titel bei Lübbe bestellen. Lübbe versucht den Buchhandel auszuklammern. Es gibt Verlage z.B. Haffmans & Tolkemitt, die das gedruckte Buch in Kombination mit den E-Book rausbringen, finde ich eine großartige Idee. Ich hoffe es folgen noch viele diesem Beispiel.
2. Dirk Abe 23.01.2012 01:37h
#1
Lübbe wendet sich halt direkt an den Leser. So what? Es gibt doch kein Gott gegebenes Recht des Buchhandels, als ewiger Zwischenhändler zwischen Autor und Leser zu stehen!
3. Leser 23.01.2012 08:01h
und es gibt auch kein ewiges Recht für Lübbe, dass der Buchhändler den Zwischenhändler für seine Bücher spielt!
4. Markus Groß 23.01.2012 08:08h
Warum sollte ich mir digital bereits abgefrühstückte Lübbe Titel denn noch in die Buchhandlung holen...?
5. Dirk Abe 23.01.2012 15:38h
#3
richtig.
Früher oder später wird jeder Verlag seine print Erzeugnisse ins Netz verlagern weil schlicht die Nachfrage dorthin wandert. Und ein Buch das nicht gedruckt wird, ist ein Buch das der Buchhandler nicht verkaufen kann. Und möchte #1 dann alle Verlage boykottieren?