Börsenverein

Die SPD nimmt drei Botschaften mit

Nach einem Spitzengespräch mit führenden Sozialdemokraten kann sich der Börsenverein über Unterstützung für seine Themen freuen.

Spitzentreffen in Berlin: v.l.n.r.: Helge Malchow, Alexander Skipis, Sigmar Gabriel, Wolfgang Thierse

Spitzentreffen in Berlin: v.l.n.r.: Helge Malchow, Alexander Skipis, Sigmar Gabriel, Wolfgang Thierse © Tobias Bohm

Das "Prinzip Urheberrecht" steht für die SPD nicht in Frage: Das hat der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel nach einem Treffen im Berliner Büro des Börsenvereins betont. Führende Sozialdemokraten hatten am Montag Gelegenheit zum Austausch mit Buchhändlern, Verlegern und der Verbandsspitze. Das Gespräch habe drei Anforderungen an die Politik erbracht, denen man sich stellen wolle, so Gabriels Fazit nach dem Austausch:
  • Das Internet biete riesige Chancen für die Verbreitung von Kulturgütern: "Gleichzeitig müssen wir die Rechte von Urhebern und Autoren, auch gegenüber global agierenden Big Playern, weiter stärken und durchsetzen".
  • Weil sich Steuersätze am Inhalt und nicht am Vermittlungsweg orientieren sollten, will die SPD die Forderung des Börsenvereins unterstützen, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz auch für E-Books gelten soll.
  • Die Buchpreisbindung als weiteres zentrales kulturpolitisches Instrument sei unbedingt zu verteidigen, so Gabriel. Sie müsse auch für digitale Bücher "unzweifelhaft gelten und bestehen bleiben".
Zu den Gästen im Berliner Büro gehörten auch Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, der netzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lars Klingbeil, und Siegmund Ehrmann als kulturpolitischer Sprecher.

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3 Kommentar/e

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  • Leser

    Leser

    Frage an die Börsenblatt-Redaktion:
    "Gelegenheit zum Austausch mit Buchhändlern, Verlegern und der Verbandsspitze."
    Wer war denn da da vom Börsenverein dabei? Buchhändler?
    Auf den Bildern sind nur Herr Skipis und Herr Malchow zu sehen.

  • Thomas Diehl

    Thomas Diehl

    Was genau ist denn der Sinn einer Buchpreisbindung im eBook-Bereich?
    Im Printbereich schützt sie die Einzelhändler davor, dass Großhändler ihre Preisvorteile in Einkauf, Personal etc. für den Preiskampf ausnutzen. Soweit klar. Im elektronischen Handel mit digitalen, nicht datenträgergebundenen Dateien aber existieren derlei Preisvorteile überhaupt nicht. Was genau ist also Sinn und Zweck einer Buchpreisbindung digitaler Ausgaben?

  • Sabine Cronau, Börsenblatt-Redaktion

    Sabine Cronau, Börsenblatt-Redaktion

    @Leser: Für die Buchbranche waren René Kohl (Kohlibri), Peter Kraus vom Cleff (Rowohlt), Petra Hardt (Suhrkamp), Matthias Heinrich (Brockhaus Commission) und Vorsteher Gottfried Honnefelder dabei. Wir stellen noch eine Bildergalerie online, die weitere Gäste des Abends zeigt.

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