Ausland
01.02.2012Schweiz – Buchpreisbindung
Der böse Wolf und das Dauerdrama
"Demokratiepolitisch fragwürdig": So höflich umschreibt Dani Landolf, Geschäftsführer beim Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband, das, was man auch einfach nur als ziemlich miesen Stil bezeichnen könnte. Der Schweizer Wirtschaftsminister musste jüngst im Vorfeld der Volksabstimmung das Preisbindungsgesetz vorstellen, das vom Parlament beschlossen worden ist – das er selbst aber so nicht will.
Und was macht der Mann? Er holt zum interpretatorischen Tiefschlag aus und stellt die grenzüberschreitende Preisbindung beim privaten Online-Kauf infrage. Ein Rauschen ging durch den Schweizer Medienwald, das Ziel der Preisbindungsgegner war erreicht: Verunsicherung auf allen Seiten. Und Aufbau einer Drohkulisse für die Zeit nach dem Volksentscheid – das Gesetz als Auslegungssache, die ohnehin noch gerichtlich auf den Prüfstand muss.
Von Deutschland aus kann man nur noch ratlos auf das Dauerdrama blicken. Welche merkwürdigen Kräfte erklären den Schutzraum für eine kleine Kulturbranche zum Erzfeind des ganzen liberalen Marktes? Und wie frei ist überhaupt ein Markt (oder Minister), der Online-Händlern jenseits der Grenze so bereitwillig den roten Teppich ausrollt?
Die Schweizer Buchhändler und Verleger staunen selbst darüber, welche Mächte hier wirken. Und finden ihre stärksten Verbündeten in den Autoren, wie die absolut sehenswerte Kampagnen-Website "Ja zum Buch" zeigt: "Es ist kein Märchen: Der böse Wolf heißt Neoliberalismus, die sieben Geißlein sind die Autoren, Agenten, Lektoren, Verleger, Vertreter, Buchhändler und Leser", schreibt dort der Berner Schriftsteller Peter Fahr: "Wir wollen am 11. März die Flinte des Jägers sein, der den bösen Wolf erlegt. Darum ein Ja zum Buch mit Preisbindung in die Urne legen." Vielleicht heißt es ja doch eines Tages: "Es war einmal … eine preisbindungsfreie Zeit in der Schweiz."
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1. Yam 03.03.2012 14:28h
Wenn man bedenkt, dass ca. 85% Luftgeld ist, das von Privatbanken nach dem Motto Fiat pciunea (Es werde Geld) erschaffen wird, welches wiederum nicht in die Realwirtschaft einfliesst, sondern vor allem zum Zocken an der Bf6rse verwendet wird, und diese wiederum die Wirtschaftslage wiederspiegeln soll, so ist das nicht nur eine bodenlose Frechheit, sondern ein bewusster Betrug am Volk, sprich an den arbeitenden Menschen. Das Sklaventum wurde eben noch nicht abgeschafft, sondern von den Herrschenden nur perfektioniert, so dass es heute fast keinem Menschen mehr auffe4llt. Es ist hf6chste Zeit die Herrschaft des Volkes, sprich Demokratie, fcber das Geld wieder herzustellen, denn da das Geld die Welt regiert, werden wir auch von denen regiert, die das Geld kontrollieren.Es gibt auf der ganzen Welt keinen Millione4r/Milliarde4r, der sein Vermf6gen mit seinen eigenen He4nden und seinem eigenen Schweiss erschaffen hat. Das haben abertausende von arbeitenden Menschen ffcr ihn getan, die daffcr auch noch sehr schlecht entlf6hnt wurden, da sie nicht am Erfolg des Unternehmens gleichwertig partizipieren durften, auf gut deutsch: Sie wurden betrogen!
2. ugbthq 09.03.2012 02:05h
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3. zghdmyovkwb 10.03.2012 08:13h
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4. xwsulqylzbt 11.03.2012 21:22h
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