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08.02.2012Standortmarketing
"Buy local" – Bundesweite Kampagne
Die Botschaft dahinter: buy local. "Wir wollen deutlich machen, welche langfristigen Folgen das Einkaufen im Internet für die Situation in den Städten hat", sagt er. Rund 20 Mitstreiter habe er für die Idee bereits gewinnen können (u.a. Graff in Braunschweig und Riemann in Coburg); in den nächsten Wochen werde sich der Verbund formal organisieren und weitere Händler einbinden. Der Startschuss für die Kampagne soll zur Frankfurter Buchmesse fallen.


1. Gerhard Haßlocher 08.02.2012 13:18h www.jurabuch.de
Guter Gedanke, aber warum in diesem blödsinnigen Angeber-Englisch ? Noch spricht man in Deutschland Deutsch.
2. Christoph Paris 08.02.2012 14:35h http://www.ravensbuch.de
Sehr geehrter Herr Haßlocher,
der Titel ist ein Arbeits-Titel. Wenn Ihnen ein besserer Begriff einfällt, dann halten Sie sich bitte nicht zurück.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Paris
3. Anton Schlecker 08.02.2012 21:39h
Wie wäre es mit:
"For You. Vor Ort."
4. Marcus Kullmann 09.02.2012 08:57h
@ Christoph Paris
Guten Morgen,
vielleicht könnte man einen Slogan wie... "Ein jeder kauf vor seinem eignen Tor, da hat er..." einsetzen und dann, je nach Branche, z.B. für den Buchhandel..." Buch genug davor."
Etwas in dieser Art...
Schöne Grüße
5. Baumann 09.02.2012 09:52h
Hallo,
kleiner Slogan-Vorschlag (geklaut vom Tag der Regionen www.tag-der-regionen.de/):
"Wer weiter denkt, kauft näher ein."
Grüße
M. Baumann
6. Julia Görlitz 09.02.2012 12:19h
Wunderbar. Endlich mal jemand, der reflektiert und um die Ecke denkt. Es wird aber auch höchste Zeit! Schade allerdings der Anglizismus.
7. Leserin 09.02.2012 14:27h
Ah ja, in der Weltstadt Ravensburg ist jetzt Englisch Umgangssprache. Auch gut. Ich kann zwar fast perfekt englisch, meine (sehr belesene) Oma allerdings nicht. Aber wahrscheinlich soll die garnicht angesprochen werden mit der Kampagne. Der Slogan heisst also "Think global - buy Local." Mir hat noch nie jemand erklären können, warum ich als Käuferin global denken, aber lokal, also vor Ort kaufen soll... Also globales Denken ist gut, aber bei Amazon bestellen ist schlecht? Oder wie? Dieses völlig unreflektierte Nachgeplapper von Anglizismen... aber bitte, wer es braucht...
8. Michael Fürtjes 10.02.2012 09:50h
@ Leserin
Die Initiative unseres LG Buch Mitglieds Michael Riethmüller ist im Kontext der Herausforderungen, die der Einzelhandel und damit auch der Sortimentsbuchhandel zu bestehen hat, gar nicht hoch genug zu bewerten. Wem dazu nicht mehr einfällt, als sich über Anglizmen zu mokieren, sollte niemandem unreflektiertes Nachplappern zum Vorwurf machen.
9. Leser 10.02.2012 12:11h
@Michael Fürtjes
ich gebe Ihnen recht, dass das eine tolle Initiative von Herrn Riethmüller ist.
Aber die Beobachtung, dass die Verwendung von Anglizismen gerade bei so einem Thema von Menschen sehr unterschiedlich und teilweise sehr kritisch bewertet wird, sollte man doch zu Protokoll nehmen und bei der Umsetzung zumindest darüber nachdenken, ob es nicht auch anders geht.
10. wüst 10.02.2012 13:02h
Ja die Idee hat wirklich potenzial und sollte von Vielen unterstüzt werden. Den Titel, auch wenn es sich um einen Arbeitstitel handelt, finde ich nicht gelungen. Da es sich um lokale Werbung handelt, würde ich je nach Region einen anderen Titel wählen.
Grüße J.Wüst
11. Tom 10.02.2012 17:24h
Leider habe ich auf die nachfolgende Mail (09.02.12) von Herrn Riethmüller bisher keine Antwort erhalten. Aber das was in dem obigen Artikel geschrieben ist, ist meiner Ansicht nach falsch!
Sehr geehrter Herr Riethmüller,
die Info im Börsenblatt habe ich mit großem Interesse gelesen, da ich dieses Thema schon seit ca. 2 Jahren aufmerksam verfolge und dem prinzipiell zustimme. Das Logo finde ich auf den ersten Blick gelungen - auch anderen ist bisher für buy local noch nichts eingefallen. Wobei eine direkte Übersetzung ja den Kern nicht trifft!
Eine wesentliche Frage habe ich jedoch:
"Wir wollen deutlich machen, welche langfristigen Folgen das Einkaufen im Internet für die Situation in den Städten hat"
Ist das wirklich das Hauptanliegen? Meiner Ansicht nach geht es doch darum, dass der Käufer bei dem ortsansässigen Unternehmen kauft (in steuerrechtlichem Sinne) und nicht bei der großen Kette! So wird es doch auch in den Argumentationen in den USA dargestellt.
Oder hat das Börsenblatt dort nur etwas falsch hervorgehoben?
Einkaufen soll der Kunde auch im Internet - aber bitte bei mir und nicht bei Thalia oder Amazon!
Ich bin auf Ihre Rückantwort gespannt!
Mit freundlichen Grüßen
nun bich ich erst recht auf eine Antwort gespannt!
12. Amazone 10.02.2012 20:28h
Ohh, ich habe einen besseren Slogan für den stationären Buchhandel: "Räumungsverkauf"!
13. Sven 11.02.2012 06:03h
@Amazone: Gewöhnen Sie sich schon einmal daran mit Hartz 4 auszukommen, denn das Internet wird nicht alle Arbeitsplätze auffangen können. Sie werden sich wundern, was so alles am stationären Handel dranhängt. Aber bleiben Sie gerne weiter online...
14. Onkel Ewald 11.02.2012 11:33h
@ Sven
Kennen Sie Amazone persönlich? Woraus leiten Sie ihre Hart IV-Vermutung ab? Vieleicht verfügt Amazone über ein umfangreiches Privatvermögen und braucht sich über Hatz IV keine Sorgen zu machen!
Ihr Beitrag ist ziemlich unglücklich formuliert.
15. peter&paul 11.02.2012 13:56h
Bei dem vorgelegten Niveau einiger Kommentare könnte man auch auf gut Denglish fragen: warum soll ich im Lokal kaufen, oder gar ein Lokal kaufen ???
Im Ernst, der Artikel spricht ein berechtigtes Interesse regionaler Händler an, ist auch durchaus unterstützenswert, bitte nur nicht mit Pop-Englisch zunichte machen (derart engagieren sich schon ausgiebig die Bahn und Andere).
16. Karin 11.02.2012 17:56h
Ein Buchhändler versucht also den Käufern beizubringen, dass sie nicht irgendwo in der großen weiten Welt kaufen sollen, sondern bei ihm in der Nachbarschaft. Ist ein berechtigtes Anliegen, würde ich meinen. Aber warum sagt Herr Riethmüller das auf Englisch, der Sprache des Internets?
17. Joe 11.02.2012 21:45h
Mein Vorschlag zur Vermeidung des unglücklichen Anglizismus:
Kauf vor Ort
sonst sind wir fort!
;)
18. Tom 12.02.2012 11:26h
Ich empfehle dem Börsenblatt dringend, sich sachkundig zu machen, bevor Zitate eingestellt werden, die den wesentlichen Inhalt der Aktion vollkommen verzerren:
"Wir wollen deutlich machen, welche langfristigen Folgen das Einkaufen im Internet für die Situation in den Städten hat",
Sie sollten mal diese drei Links aufrufen und lesen - dann dürfte auch dem Redakteur des Börsenblatts klar werden, dass es nicht vordergründig um den Einkauf im Internet geht? Vielleicht wird das ja mal richtig gestellt?
http://en.wikipedia.org/wiki/Buy_local
http://joscht.info/Blog/und-immer-wieder-schulbuch/2007/05/11/
http://www.buylocal.de/
19. Diana Hillebrand 12.02.2012 17:46h www.diana-hillebrand.de
Ich finde, die Initiative ist eine gute Idee. Sicher findet sich dafür auch ein geeigneter Slogan.
"Kauft vor Ort"
"Kauft im Ort"
"Stadt-Teil-Leben"
"Lebensqualität Einzelhandel"
"Keine Stadt ohne Läden"
"Läden auf, Stadt sein"
"Kaufen Sie hier!"
"Einzel(n) handel(n)"
Zugegeben ich bin kein Werbetexter, sondern Autorin. Aber ich denke, den Profis fällt sicher etwas ein. Aber ich lebe es gern vor: Der Buchhändler um die Ecke, die Druckerei, der Metzger, der Friseur (das geht auch noch nicht online - zum Glück), das Café, der Schuhladen, der Zeitungskiosk, der Blumenladen... Was wäre unsere Welt ohne diese Orte? Traurig!
Mit besten Grüßen
Diana Hillebrand
20. Silke Bicker 14.02.2012 18:43h www.natbuero.de
Ich stimme Frau Hillebrand zu,
was für eine Welt, in der wir fast alles nur noch online einkaufen? Am besten gar nicht mehr aus der Lebenswelt herausgehen müssen, mit (fremden) Menschen vis á vis kommunizieren, sich ordentlich ankleiden, Streicheleinheiten Haut an Haut empfangen und geben... Zugegeben, ein sehr schwarzseherisches Szenario entsteht gerade vor meinem inneren Auge. Aber ist es teilweise nicht bereits soweit?
So wie unsere Innenstädte sich gleichen. Kaum eine kommt ohne die immer gleichen Geschäfte und damit Sortimente aus. Nur der Buchhandel trötet noch nicht überall in´s gleiche Horn. Noch gibt es sie, die "kleinen" Händler neben Ketten existierend. Wollt ihr das das so bleibt oder lieber vor die Hunde gehen?
Na, ist es sicher bquemer und einfacher sich über Anglizismen aufzuregen. Übrigens vor 200 Jahren würden wir französisch parlieren statt german - vive l´emperateur, vive Napoleon:-)!
In Frankreich Backwaren und in good old germany hausgemachte praliné vom Konditor besorgen - aber gerne!
Freundliche Grüße
Silke Bicker
21. Leser21 14.02.2012 20:59h
Hallo,
die Idee von Herrn Riethmüller finde ich klasse, möge er viele Mitmacher finden!
Zu den geschmähten Anglizismen verschiedener obiger Kommentare, u. a. von einer Jura-Buchhandlung. Übrigens Jura - woher kommt dieses Wort nur, deutsch ist es nicht. Wohl eher lateinisch oder gar aus dem Griechischen kommend? Was ist deutsch? Was ist englisch? Englisch besteht aus verschiedenen Anteilen des lateinischen, keltischen und verschiedenen angelSächsischen Sprachen. Deutsch - bis vor gar nicht so langer Zeit gab es noch kein Hochdeutsch. Aber allemannische, germanische, preußische, bayrische und so weiter Dialekte.
Früher waren Buchhändler toleranter und vor allem, wissender. Wo sind sie nur geblieben, die guten alten Zeiten der Bildung?
22. Dirk Lauenstein 14.02.2012 23:46h
Das erinnert in seiner Kürze ein wenig an die Produktbotschaften des frühen 20. Jahrhunderts ("Hausfrau begreife: ATA spart Seife" - allerdings ging es hier wohl eher um eine zeitbedingte Sparmaßnahme). Griffig genug jedenfalls um sich zu einer Devise zu entwickeln. Einige Initiativen verwenden u.a. "Geh nicht fort, kauf im Ort" / "Fahr nicht fort, kauf im Ort". Wahrscheinlich gibt es das schon, jedoch fällt mir dazu ein: "Surf nicht fort, kauf im Ort" (obwohl es eigentlich nicht um die Internetproblematik geht; @Tom: Dank für den Hinweis). Bei einem Buchhändler in Mittweida/Sachsen sah ich letzthin einen ähnlich einprägsamen Spruch in Kombination mit einem Logo (lokaler Gewerbeverein?), Reimwort war hier ebenfalls "Ort" - der komplette Reim fällt mir allerdings nicht mehr ein. Das Beispiel der belesenen Oma (weiter so!) regt zu einer Zweisprachenlösung an: "... kauf im Ort" und "Think global. Buy local.", die Gestaltung des vorgeschlagenen Logos würde das aufnehmem können und spricht möglicherweise sowohl eine jüngere als auch eine ältere Zielgruppe an. Bevor hier wieder die Anglizismenkritik zuschlägt: Lassen Sie sich von einem Germanisten gesagt sein, dass die Argumente von Silke Bicker und Leser21 (Dank vielmals) ziemlich passend sind. Was ist schon deutsche Sprache? Befassen Sie sich vor einer unreflektierten Kritik mit Etymologie. Zum Beispiel Ravensburg: Ist Englisch dort wirklich die am weitesten verbreitete Zweitsprache? Empfohlen sei hier eine Gemeinwesenanalyse, die vielleicht ergibt, dass sie es nicht zwangläufig ist. Insgesamt: Eine gute Idee, die durch konstruktive Vorschläge viel eher zu optimieren ist als durch wenig hilfreiches Kritisieren. Besinnen wir uns auf das Wesentliche.
Bibliothekarische Grüße aus Leipzig
D. L.