Nordhessische Buchhändler kritisieren die Aktion Lesefreunde

"Buchhandlungen werden zu Buchabholstationen degradiert"

Die Aktion "Lesefreunde" zum Welttag des Buches, die vom Börsenverein, der Stiftung Lesen und 20 Buchverlagen getragen wird, kommt bei einigen nordhessischen Buchhändlern gar nicht gut an: Die  Buchhandlungen vor Ort würden zu Statisten und Buchabholstationen degradiert, während Thalia sich als Sponsor feiern lasse.

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"Es gibt in unserem Kreis unterschiedliche Meinungen darüber, welchen Sinn es macht, Bücher zu verschenken. Einig sind wir uns aber in der Kritik daran, dass die Aktion ohne Einbeziehung der Buchhandlungen und Protagonisten vor Ort geplant wurde, sie nicht mit den Buchhandlungen rechtzeitig und ausreichend kommuniziert wurde und sie uns über unsere Köpfe hinweg vorgesetzt wird", heißt es in dem offenen Brief.

"Für das kommende Jahr erwarten wir, dass die Aktionen zum Welttag des Buches mit dem Buchhandel vor Ort geplant werden. Wir würden daran gerne, mit Freude und Ideen mitarbeiten", so die Erklärung der neun Buchhändler, darunter Hermann Degenhardt (Buchhandlung Siering, Kassel), Katharina Engelhardt (Buchhandlung büchereck am Rathaus, Vellmar) und Mike Trepte (Buchhandlung Unibuch, Kassel).

Die Aktion "Lesefreunde" verschenkt zum 23. April eine Million Bücher in Deutschland, die von Lese-Fans in der Buchhandlung ihrer Wahl abgeholt werden. Nach Angabe von Anne-Mette Noack, die im Börsenverein für das Projekt verantwortlich ist, haben sich bereits über 30.000 Lese-Fans registrieren lassen; mehr als 800 Buchhandlung haben sich als "Abholort" angemeldet. Mit dabei ist auch die Buchhandlung Osiander. Heinrich Riethmüllers, Vorsitzender des Sortimenter-Ausschusses: "Wir haben die Aktion von Anfang an unterstützt.  Osiander sieht sich keineswegs als Abholstation, sondern als aktiver Partner der Aktion 'Lesefreunde'."

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