Urheberrecht

Konflikt um preisende Zitate

Der Schritt von Libri, ganz auf Zitate aus Presserezensionen zu verzichten, treibt 
die Buchbranche um. Der Börsenverein will im Sinne der "guten Beziehung zwischen Buch- und Presseverlagen" das Gespräch mit den Zeitungsverlagen suchen.

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Libri hatte Anfang April in einem Schreiben an die Buchverlage angekündigt, alle Zitate aus Buchrezensionen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) und der "Süddeutschen Zeitung" aus seiner Titel-Datenbank zu löschen. Inzwischen gibt es erste Reaktionen: "Die Libri.de-Entscheidung bedeutet einen extremen Mehraufwand für den Verlag. Die beschreibenden Informationen, die wir an den Internet-Buchhandel liefern, müssen nun allesamt überprüft und viele verändert werden", sagt Martin Spieles, Leiter Kommunikation bei den S. Fischer Verlagen. Einen Zwang für Online-Händler, so zu verfahren, würden sie jedoch "überhaupt nicht" sehen. "Das Miteinander von Zeitungsredaktionen und Buchverlagen funktioniert seit vielen Jahrzehnten reibungslos - auch was das kurze Zitieren aus Rezensionen betrifft", findet der Pressechef.

Auch Eva Großkinsky, Leitung Unternehmenskommunikation bei der Verlagsgruppe Weltbild, denkt ähnlich: "Wir setzen Zitate zu Büchern in dem Rahmen ein, wie er seit langem 
zwischen allen Branchenteilnehmern geübte und akzeptierte Praxis ist."

Der Onlinehändler Thalia.de hingegen nutzt keine externen Zitate aus Presserezensionen. "Das ist einfach so - Gründe konnte ich intern keine finden", sagt Thalia-Pressesprecherin Mirjam Berle. Ihre persönliche Meinung sei, dass sie intern genügend eigene kompetente Mitarbeiter hätten, die ihre Meinung zu Büchern abgeben. Der Verleger Matthias Ulmer berichtet, dass sein Haus keine Auszüge aus Rezensionen mehr in der Publikumswerbung einsetze – "es sei denn, 
wir haben die Genehmigung des Rechteinhabers". 

Vorsicht beim Einsatz von Pressestimmen

"Die Diskussion um die Verwendung von Rezensionsausschnitten zu Werbezwecken ist nicht neu", erläutert Katharina Winter von der Rechtsabteilung des Börsenvereins. Sie sei durch das Libri-Schreiben - und nicht etwa durch die oft genannte Perlentaucher-Entscheidung - aktuell geworden. "Unabhängig von der rechtlichen Bewertung, die deutlich zugunsten der Presseverlage ausfällt, ist uns die Tragweite für die Verlage und die Branche bewusst", sagt die Rechtsanwältin. Daher werde der Börsenverein im Sinne der "guten Beziehung zwischen Buch- und Presseverlagen" das Gespräch mit den Presseverlagen suchen. 

Andreas Tazl, FAZ-Kommunikationschef, bestätigt die Gespräche und ist "guter Dinge", mit den Buchverlagen Lizenzmodelle zu finden, "um das Verwenden von Rezensionsausschnitten zu Werbezwecken auf eine rechtlich einwandfreie Basis zu stellen".

Katharina Winter macht darauf aufmerksam, dass werblich genutzte Zitate aus Rezensionen keine Zitate, sondern Werbung fürs Buch sind - für die es kein "Zitatrecht" gebe. Die Frage sei immer, ob es sich bei dem Auszug um ein urheberrechtlich geschütztes Sprachwerk handele. Hier sei auch bei kurzen Textauszügen Vorsicht geboten. Sie empfiehlt, vor Verwendung der Rezensionsauszüge beim jeweiligen Verlag anzufragen und die Rechte gegebenenfalls gegen Zahlung einer Lizenzgebühr einzuholen - oder auf die Verwendung der Pressestimmen zu verzichten.

Zudem rät sie dem stationären Buchhandel ebenfalls davon ab, Rezensionen oder Rezensionsauszüge als Mittel der Verkaufsempfehlung einzusetzen.

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10 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • wilh.hüttermann Verlagsbuchhändler Öhningen

    wilh.hüttermann Verlagsbuchhändler Öhningen

    Rezensionen eignen sich immer weniger zur Buchwerbung, weil die Meinungen der Rezensenten/innen häufig stark von den Ein-, An- und Absichten der Lektoren/innen abweichen. Zahlenmäßig sind Buchbesprechungen sehr zurückgegangen.
    Deshalb werden schon seit einiger Zeit fast ausschließlich die subjektiven Meinungen von Sortimentern(innen) zur Werbung, etwa im "Börsenblatt", verwendet.

  • lv

    lv

    Versucht man das Urheberrecht so extrem auszulegen wie die Zeitungsverlage, die nun selbst wegen eines Zitats Lizenzgebühren verlangen wollen, stellt sich mir die Frage, was mit den Rechten der Buchverlage ist: Die Coverabbildungen, die Zitate aus den Büchern, all das womit die Zeitungen Ihre Blätter füllen, damit sie am Ende überhaupt ein Produkt zum verkaufen haben... Streng genommen müssten sie dafür dann doch auch Lizenzgebühren zahlen?!

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    @lv: Nein, das ist so sicher nicht richtig. Erstens geht es nicht um Zitate, weil Auszüge aus Rezensionen zwar umgangssprachlich Zitate sind, aber eben nicht im Sinne der Zitatschranke des Urheberrechts.

    Und zweitens geben die Verlage den Zeitungen Rezensionsexemplare mit dem expliziten Wunsch, dass das Buch besprochen wird und möglichst auch das Cover abgedruckt wird. Die Verwendung von Zitaten innerhalb einer Buchrezension ist darüber hinaus vom UrhR in der Regel abgedeckt.

    Und ein Verlag, der von einer Zeitung Geld für eine Rezension haben will, der kann das natürlich fordern und seinen Tarif zusammen mit dem Rezensionsexemplar einschicken, er wird aber vermutlich kaum eine Rezension erhalten.
    Das gab es auch schon, dass ein närrischer Autor sein Buch nicht besprochen haben wollte. Dann unterlässt es die Zeitung oder berichtet redaktionell eben über die Neuerscheinung, das kann ihr im Rahmen des Grundgesetzes Art5 nicht untersagt werden.

    Säbelrasseln bringt nichts sondern ist kindisch. Wir müssen mit den Zeitungen eine gemeinsame, sinnvolle Lösung finden.

  • René Kohl

    René Kohl

    @Matthias Ulmer
    Ich finde, mit den Säbeln rasseln im Moment andere, nicht die Buchbranche.

    Es gab eine Lösung, die möglichweise oder auch offensichtlich gegen das Urheberrecht verstieß, aber allseits praktiziert und geduldet und nach meiner Auffassung auch ab und an geschätzt wurde. Ich habe gehört, daß zumindest seitens des eines oder anderen Rezensenten ganz gerne gesehen wurde, daß er zitiert und sogar sein Name genannt wurde.
    Aber hier geht es wohl weniger um Urheber (ich habe in der Diskussion bislang nicht den Eindruck, daß die Rezensenten selbst diejenigen sind, die sich an der Branchenpraxis stören), sondern die Verwerter.
    Die Verwerter (namentlich FAZ und SZ) machen nun offensichtlich zweierlei, nämlich einerseits mit Hilfe von mehreren einstweiligen Verfügungen (eine solche erwähnt Libri in seinem Schreiben) Druck auf die ungefragt "Zitate" verwendenden Marktteilnehmer (oder auch Künstler) auszuüben und andererseits, siehe den Artikel, eine Nutzung gegen Lizenzgebühren anzubieten.
    Frau Winter rät uns BuchhändlerInnen als Juristin des Bösenvereins davon ab, "Rezensionen oder Rezensionsauszüge als Mittel der Verkaufsempfehlung einzusetzen".
    Sie empfiehlt, "vor Verwendung der Rezensionsauszüge beim jeweiligen Verlag anzufragen."
    Im Moment sehe ich bei geschätzten 2.000 Webauftritten des Buchhandels jeweils mehrere Tausend verwendete Zitate alleine aus Rezensionen. Wenn hier jeder jede Zeitung für jede Verwendung einmal anfragte, müßten sich einige Tageszeitungen aktuell auf eine Million Anfragen einstellen.
    Manche "Zitate" beschränken sich auf einen Text wie "Herausragend!" - vielleicht ein Beispiel für ein noch nicht geschütztes Sprachwerk!? Manche bestehen aus zwei Sätzen.

    Wenn ich den Schutzzweck des Urheberrechtes/Verwertungsrechtes hier richtig verstehe, geht es doch primär darum, für die Verwerter zweierlei zu verhindern bzw. zu garantieren:
    Das Kaufen der Zeitung soll nicht überflüssig gemacht werden, weil man den wesentlichen Inhalt ja schon woanders lesen kann.
    Und: Die Zeitungen zahlen für ein Werk (durch das Honorar oder Gehalt für den Rezensenten), um es verwerten zu dürfen. Dabei muß es hier tatsächlich um das Sprachwerk gehen, das man im Idealfall nur in ihrer Zeitung so lesen soll.

    Nun wollen aber die zitierenden Verlage und Buchhandlungen sich in den meisten Fällen gar nicht mit dem Sprachwerk schmücken - ich glaube nicht, daß es das Problem ist, daß ein Lektor oder Werber nicht auch noch die eine oder andere blumige Wendung mehr finden würde, ein Werk zu beschreiben.
    Es geht doch offensichtlich im Wesentlichen um die Botschaft: "Die FAZ findet das Buch gut."
    Wenn künftig die Zeitungen für eine solche Botschaft Geld bekommen wollen, sollte sich das relativ schnell in der Welt rumsprechen.
    Die kundigen Betrachter künftiger entsprechender "Zitate" oder Blurbs dürften dann zu Recht denken: Dieses Zitat hat Rowohlt von der FAZ gekauft.
    Damit verlöre nach meiner Auffassung aber das Zitat an Wert, das Zitieren würde sogar gerazu verdächtig... Und auch die Rezension würde natürlich unter den Verdacht geraten, nur geschrieben worden zu sein, damit man sie anschließend lizenzrechtlich verwerten könnte.
    Gute Rezensionen würden dann der Arbeit eines guten Werbetextes gleichgestellt werden.

    Es würde sich also in der Konsequenz die Verwendung solcher Zitate möglicherweise sogar ins Schlechte wenden. Der Wert = Preis für ein solches Zitat würde dann auf 0 fallen.

    Der Wert eines solchen Blurbs liegt aktuell auf jeden Fall gerade darin, daß er nicht bezahlt wird, daß er von neutraler, strenger, journalistischer Rezensenten-Perspektive fomuliert war.

    Diesen Gedanken hatte ich, als ich meinte, wenn man die Entwicklung in diese Richtung triebe, wäre das Feuilleton-Rezensionswesen innerhalb zweier Jahre tot.

    Ich meine daher, daß diese Richtung uns allen kein Glück bringt und vertrete im übrigen sogar weiterhin die Ansicht, daß es sich bei diesen Zitaten um Zitate im Sinne des Urheberrechts handelt.
    Mag sein, daß die Quellenangabe "FAZ" etwas ungenau ist, vielleicht reichte die Nennung eines Datums (ohne Seitenangabe), um hier präziser zu sein.
    Denn diese Nennung steht tatsächlich in einem, nur selten verschriftlichten Zusammenhang. Um dieses Zitat steht eigentlich immer der ungeschriebene Satz: Und nicht nur wir finden das Buch toll, sondern auch die FAZ, wenn sie in ihrer Ausgabe vom XX.XX. schreibt: "Zitat...".

    Aber ich wollte mich hier tatsächlich ncht auf juristische Diskussionen einlassen - wenn es so weit wäre, wäre das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen.

  • Mediaplanerin

    Mediaplanerin

    @ 4. René Kohl, Sie schreiben:
    "Gute Rezensionen würden dann der Arbeit eines guten Werbetextes gleichgestellt werden."
    Eine Rezension IST ein guter Werbetext und zwar unabhängig davon, ob das Buch als gut oder schlecht eingestuft wird. Wissen Sie, was eine halbe Seite Anzeigenraum in der FAZ kostet? Ich habs nicht auswendig parat, aber je nach Platzierung und Erscheinungstag circa 5.000.- bis 8.000.- EUR. Und ich finde es irgendwie witzig, dass die Buchbranche, die jedem Händler sofort eine anwaltliche Abmahnung schickt, wenn der ein Buch um 0,50 Cent billiger anbietet als er darf, ihre eigenes Verstöße gegen das Urheberrecht mit absurden Argumenten verteidigt. Motto: Haben wir doch immer schon so gemacht!
    Übrigens: ein Werbetext ist NIEMALS ein Zitat im urheberrechtlichen Sinn.

  • Torsten Lager, Bücherstube Fuhlsbüttel, Hamburg

    Torsten Lager, Bücherstube Fuhlsbüttel, Hamburg

    Zwei Punkte möchte ich anmerken:
    1. Schießen die Zeitungsverlage hier kein Eigentor? Ist das Zitat nicht auch Werbung für die Zeitung?
    2. Mir wäre es sowieso recht, wenn die Zitate unterbleiben. Meine Kunden interessieren die gar nicht. Oft beziehen sie sich ja noch nicht einmal auf das Buch selbst, sondern auf die vorige Veröffentlichung des Autors/der Autorin. Meine Kunden möchten gerne wieder richtige Klappentexte, die eben nicht versteckt in der Klappe sind. Sie möchten Kurzinfos über den Inhalt.
    Also, liebe Verlage: Spart Euch den Streit, schreibt wieder Lektoratstexte dahin.

  • René Kohl

    René Kohl

    @mediaplanerin
    Ich wollte nicht mißverstanden werden: Ich habe auf keinen Fall vor, eine Urheberrechtsverletzung verteigen zu wollen.
    Wenn es eine ist und sie von den Zeitungen nicht mehr (unentgeltlich) geduldet werden kann, dann sollten natürlich alle in der Branche ihre Konsequenzen daraus ziehen.
    Ich wollte nur sagen, daß für mich als Buchhändler die Rezensionszizate nur dann sinnvoll eingesetzt werden können, wenn sie nicht bezahlt sind. Wenn meine Kunden meinen, die Texte seien sowieso alle gekauft, ist das auf jeden Fall kontraproduktiv (und so, wie ich meine Kunden einschätze, wäre es für diese auch eine gewisse Enttäuschung gegenüber den Zeitungen...)

    Für uns ist das Rezensionswesen der Zeitungen sicherlich auch für den Verkauf hilfreich. Jede Empfehlung ist hilfreich, weil sie hilft, das Werk einzuordnen.

    Wir haben auf der anderen Seite in den letzten Jahren zu jeder Buchmesse für unsere Kunden eine kleine Presseschau veranstaltet und ihnen die aktuellen Messebeilagen der großen Feuilletons sehr empfohlen. Ob dies zu einem Kauf eines Exemplares einer Tageszeitung führt, weiß ich natürlich nicht. Geschadet haben sollte es nicht.

    Wir freuen uns, daß die Zeitungen über die Literatur berichten, sind auch dankbar dafür, daß die Verlage Anzeigen in den Zeitungen schalten und damit offenbar die Beilagen (teilweise) ermöglichen, und hatten den Eindruck, daß das gesamte wechselseitige Empfehlungswesen für alle vorteilhaft und für niemanden von Nachteil war.

    Ob es jetzt für den einen mehr Vorteil brachte und für den anderen weniger, und daher ungerecht ist und zu korrigieren, das kann ich nicht erkennen und ausrechnen. Ich vermute, ein solches Aufrechnen ist auch reichlich kompliziert.

    Wenn Verlage künftig für das Zitieren-Dürfen, z.B. in Anzeigen, Geld zahlen wollten, so mögen sie es gerne tun. Für uns Händler bliebe die Verwendung dieser Zitate, soweit wir sie, zum Beispiel durch automatisierte Datenweitergabe in Klappentexten usw. bekämen, ja offensichlich weiterhin ein gefährliches, abmahnwürdiges Unterfangen, da nicht wir mit der Tageszeitung die Lizenz vereinbart hätten.
    Es sei denn, wir würden mit dem Text auch noch die Versicherung der Zeitung mitgeliefert, daß auch wir den Text verwenden dürften.
    Hört sich aber alles nicht ganz so praktikabel an.

    Aus meiner Sicht könnte die kurzfristige Konsequenz nur lauten: Verzicht auf alle Zitate auf allen Kanälen (wenn sie nicht bezahlt sind).
    Oder eine umgehend anderslautende klärende Einigung.

  • Mediaplanerin

    Mediaplanerin

    @ 7. René Kohl

    Ich hab nicht Sie persönlich gemeint, dass Sie Urheberrechtsverletzungen gutheißen, aber schauen Sie noch mal unter
    http://www.boersenblatt.net/525286/
    Was da geschrieben steht, ist teilweise nicht zu fassen. Z.B. eine Huberta aus der schreibenden Zunft, die sich allen Ernstes so äußert: "Wenn manche Formulierungen nah am Originaltext sind: Na und! Es geht um keine wissenschaftliche Arbeit."

  • Ein Zitatesammler

    Ein Zitatesammler

    @René Kohl
    "Wenn Verlage künftig für das Zitieren-Dürfen, z.B. in Anzeigen, Geld zahlen wollten, so mögen sie es gerne tun."

    Wie steht es dann um die vielgerühmte journalistische Unabhängigkeit, wenn die Zeitungsverlage die Absicht hegen, sich Zitate aus den Rezensionen im Nachhinein vergüten zu lassen?

    Die Tarife, die die FAZ hier für ein paar Sätze ("Ausschnitt") verlangt, sind - bei einer Laufzeit von vier Jahren - höher als die Lizenzgebühr für einen ganzen Lyrikband eines Pulitzer-Preisträgers aus den USA.
    http://www.faz-rechte.de/preistabelle-faz-texte.ht m

    Werden dann Rezensionen schon mit der Schere im Kopf geschrieben, so daß sie immer - selbst im Verriß - ein paar preisende, markige Sätze enthalten, damit es sich lohnt, diese "auszuschneiden" und als losgelöstes Zitat zu verkaufen?

    Wäre dies nicht ein Fall für transparency international?

    Ist es nicht ein Bärendienst, den der Zeitungsverlag damit seiner Literaturredaktion aufhalst?

    Ich kann René Kohl nur zustimmen: Die Käuflichkeit entwertet das Zitat und läßt das Interesse an ihm erlöschen. Ich werde das Zitatesammeln wohl aufgeben.

    Nicht alles, was rechtlich ausschöpfbar ist, ist für die Branche sinnvoll. Und rechtlich einwandfrei wäre es doch auch, eine einvernehmliche Absprache zwischen den Akteuren zu treffen, die die Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit des Rezensenten bestärkt - zum Nutzen aller.



  • Torsten Lager, Bücherstube Fuhlsbüttel, Hamburg

    Torsten Lager, Bücherstube Fuhlsbüttel, Hamburg

    Ich höre, dass im Konzertbereich der selbe Streit tobt. Künstler sollen auf ihren Internetseiten nicht mehr aus Konzertkritiken zitieren (ohne zu zahlen). Die "Opernwelt" hat daraufhin vorgeschlagen, dass die Presse ihre Eintrittskarten zu den Veranstaltungen dann auch bezahlen kann. Auf den Buchmarkt gemünzt, könnte man also fordern, dass die Zeitungen, die sich nicht unentgeltlich zitieren lassen wollen, ihre Rezensionsexemplare bitte käuflich erwerben. Die Bestellungen nimmt der örtliche Sortimenter gerne entgegen.

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