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Deutschland im Sex-Hype?

Laut media control sind "Sexbücher absolut im Trend" und lösen "einen wahren Hype in Deutschland aus". Grund für die Sondermeldung ist der Verkaufserfolg von "Shades of Grey" der britischen Autorin E. L. James (Platz 1 der Taschenbuchcharts) sowie der Aufklärungs-Ratgeber "Make Love" (Platz 1 der Ratgebercharts).

Der erste Teil ihrer "Shades of Grey"-Trilogie macht auch vor den Taschenbuch-Charts von media control nicht halt: Mit dem Untertitel "Geheimes Verlangen" steigt der Titel wenig überraschend (laut Verlag mehr als 1 Million verkaufter Exemplare) auf Platz 1 der Liste ein.

Neben "Shades of Grey" ist auch das eigentlich an Jugendliche gerichtete Aufklärungsbuch "Make Love" in aller Munde. Unverkrampft, unverklemmt und tabulos – so klären Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski ihre Zielgruppe auf und räumen Vorurteile aus dem Weg. In einer Sonderauswertung an Hardcover-Ratgebern ging kein Titel so häufig über die Ladentheke wie "Make Love", meldet media controll und meint: "Ein Ende des Trends ist derzeit noch nicht in Sicht." Ob eine Buchreihe und ein Aufklärungsbuch reicht, um von einem Sex-Hype zu sprechen, bleibt dem Leser überlassen.

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6 Kommentar/e

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  • max

    max

    na, mit der kostenlosen, perfekten werbeaktion von weltbild musste das doch so ein erfolg werden !

  • saguenay

    saguenay

    Und dem Börsenblattleser bleibt es überlassen, ob die Bb-Redaktion die ständig derartige Meldungen bringt, total auf Sex fixiert ist, ob es sich nur um einen Fall von zwanghaftem Buchmarketing handelt, oder doch nur um einen Fall von Sommerloch, das einfach mit den erstbesten Nachrichten ge.... ähm.... gefüllt werden will.

  • rehse

    rehse

    Bücher müssen im Zeitalter der elektreonischen Medien
    vernarktet werden. Gut. Dabei muss auch das Sommerloch, besser wohl Regenloch, gefüllt werden. Nicht so gut.

  • Dirk Scholze

    Dirk Scholze

    Altkanzler Helmut Schmidt hat Buchhandlungen einmal als „geistige Tankstellen“ bezeichnet.
    Ich vermute, er lokalisierte den Bereich des Geistes oberhalb der Schultern.
    Der Büchersommer 2012 entwickelt eine gewisse Dynamik, die eher unterhalb des Bauchnabels angesiedelt ist – eine Standortverlagerung, die durchaus der Umsatzentwicklung der Branche entspricht –
    und die Katholen (Weltbild), wie immer: halbschwanger.
    …mein Gott!

  • Sonja Lehmann

    Sonja Lehmann

    Nein , Deutschland ist nicht im Sex-Hype. Schon in früheren Zeiten gab es Erotikliteratur. Nur wurde früher nicht so offen damit umgegangen. Wir haben seit einigen Jahren eine Erotikabteilung in der Buchhandlung und diese Abteilung befindet sich nicht hinter dunklen Vorhängen, sondern ist frei zugänglich.

  • Markus Pfeffer

    Markus Pfeffer

    Nicht das Sex-Buch ist das Kuriosum, auch nicht die Tatsache, dass in diesem Sommer alle darüber reden, sondern allein der Umstand, dass immer noch Menschen so tun, als sei dessen Existenz etwas völlig Unerhörtes.

    • ...

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