Urheberrecht

Was macht eigentlich... ein Verlag?

Der heutige Tag gehört dem Urheberrecht: Landauf, landab öffnen Verlage ihre Türen für Vertreter der Parteien, Bibliotheken und Journalisten, um für die Leistungen ihrer Unternehmen zu werben - und mit ihren Kritikern ins Gespräch zu kommen. 

Schwarz-Weiß-Denken, Shitstorms, Schlammschlachten – das Thema Urheberrecht wird gern emotional und selten offen diskutiert. Durch Transparenz für mehr Sachkenntnis und Verständnis sorgen soll der Börsenvereins-Aktionstag "Zum Dialog bereit?", an der sich etwa 20 Verlage aktiv beteiligen. Mit dabei sind neben dem Initator, dem Eugen Ulmer Verlag, auch Cornelsen, Random House, De Gruyter und Alfred Kröner.

"Es gibt erstaunlich viel Unkenntnis über die Arbeit von Verlagen", weiß Irina Groh, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Cornelsen in Berlin. Cornelsen will seinen Gästen deshalb heute auf dem Aktionstag viel Input mit auf den Weg geben. Dazu gehört, dass Autoren, Redakteure und Verlagsmitarbeiter einzelne Arbeitsschritte und die Zusammenarbeit in Teams präsentieren. Außerdem sollen Verlagserzeugnisse mit frei verfügbarem Unterrichtsmaterial aus dem Internet verglichen werden. Und zu guter Letzt werden bei Cornelsen Initiativen und Angebote für die legale Nutzung digitaler Medien vorgestellt. Ähnlich angelegt hat auch der Berliner Wissenschaftsverlag De Gruyter seinen Aktionstag fürs Urheberrecht, zu dem sich neben vielen anderen auch Felix Bunge vom Justiziariat der Piratenfraktion in Berlin angemeldet hat.

Nicht nur in der Hauptstadt, auch in anderen Städten wird für das Urheberrecht getrommelt: In Kassel etwa haben sich die Verlage Furore, euregio, Merseburger und PAN zusammengetan, um Interessierten einen Einblick in das Verlagsgeschehen und die Welt eines Buch- und Notenverlags zu geben. Besucher können in den Noten und Büchern stöbern und den Vortrag "Notensatz und Notendruck gestern und heute" hören.

"Verleger trinken Champagner aus den Hirnschalen ihrer Autoren. Sie verfolgen ihre Leser mit Abmahnanwälten und legen ihnen mit DRM Fußketten an. Sie stapfen als Dinosaurier durch die Zukunft und wenn sie nicht so heimtückische Lobbyisten wären, dann wären sie schon längst ausgestorben", schreibt der Initiator Matthias Ulmer in seiner Einladung. Der Stuttgarter Verlag hat für seine Gäste den "Ulmer Wanderweg" zusammengestellt, eine Tour rund um die Frage: Was macht ein Verlag? Die Wanderung führt an 13 Stationen vorbei, Start ist das Lektorat, Endstation die Geschäftsführung, dazwischen liegen unter anderem die Abteilungen Anzeigen, Honorare, Verträge und Lizenzen, Buchherstellung und Online.

Die Übersicht über die geplanten Veranstaltungen finden Sie hier; ein Bericht auf boersenblatt.net folgt.

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1 Kommentar/e

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  • Theo

    Theo

    Tja, ich weiß zumindest, dass auf Verlangen diverser Verlage gerade das Leistungsschutzrecht eingeführt wurde. Und das werde ich den Verlagen nie verzeihen!

    • ...

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