Fortbildung

"Printbücher haben nicht Strg + F"

Wie wird die Buchbranche  in Zukunft lernen? Burnout, Digitalisierung und E-Learning waren Themen einer Diskussionsrunde am Börsenvereinsstand auf der Frankfurter Buchmesse.

Die Idee zur Talk-Runde ist auf Facebook entstanden – trotzdem war es schöner die Teilnehmerinnen live und ganz real sehen zu können: Katja Splichal (Paper C), Brigitte Borgmann (Junior-Beraterin bei Bommersheim Consulting), Silke Buttgereit, Gründerin der BücherFrauen-Online-Akademie und Moderatorin Katharina Gerhardt (freie Lektorin) tauschten sich darüber aus, wie sich die Branche in den letzten zehn Jahren verändert hat – und sich künftig verändern wird.Hauptgegenstand: Wie werden wir in Zukunft lernen?

Silke Buttgereit, die als Coach sowohl online wie auch "offline" (will heißen: von Angesicht zu Angesicht) über viel Erfahrung verfügt, brachte die wichtigsten Erkenntnisse auf den Punkt: "In den letzten zehn Jahren ist kein Stein auf dem anderen geblieben." Die Zukunft ließe sich auf die Faustformel "LLL im WWW" bringe: Life long learning im World Wide Web. Zu lange, so Buttgereit, habe die Verlagsdevise gelautet: "Die Mitarbeiter schaffen sich das schon selbst drauf." Die Folge, so die Bücherfrau, sei eine Überforderung der Mitarbeiter und ein "immenser Leidensdruck" – Vorzeichen für ein Burnout. Ihre Lösung: "Der Arbeitgeber muss aktiv Zeit zum Kennenlernen der neuen Arbeitsmittel bereitstellen."

Eine jobkompatible, orts- und zeitunbahängige Möglichkeit bietet da das E-Learning, wie es die Bücherfrauen fachbezogen bereits in ihrer Online-Akademie anbieten. "Es gibt kein Ansehen der Person", waren sich die Talk-Damen einig. Der digitale Raum schaffe Hierarchien ab und mache es leichter, gemeinsam mit Führungskräften Lernprojekte zu stemmen. Wichtig sei, so Buttgereit, dass auch das digitale Lernen über Foren und gemeinsame Kurse in der Gruppe erfolge. "Das motiviert."

Digitale Lernmöglichkeiten bietet auch PaperC, wie Katja Splichal vorstellte. Die Plattform will in Kürze eine Fachbuch-E-Leihe zum Flatrate-Preis für 29 Euro anbieten. Für Splichal liegt die Zukunft der Wissensgesellschaft in der Vernetzung und Aufbereitung von Content. Auch wenn das E-Book als nicht physischer Gegenstand kein Emotionsträger sei, so Splichal, gebe es im Fachbuchbereich große Vorteile. Oft benötigen Studierende nur Auszüge aus sehr teuren Publikationen "oder die Bücher sind unglaublich schwere Wälzer", so Splichal. Die Suchmöglichkeiten im E-Book seien eine echte Erleichterung ("Printbücher haben nicht Strg + F"),  Autoren könnten gleichzeitig an einem Buch arbeiten. In der Zukunft werde es durch Einbindung multimedialer oder holografischer Elemente, so Splichals Prognose, für jeden Lerntyp passende Informationen geben, die das Lernen in Zukunft erleichtern dürften.

Schon heute sorgt Crowdcomputing innerhalb eines Unternehmens für eine immense Arbeitserleichterung, da anfallende Aufgaben leicht und transparent verteilt werden könnten. Am lebenslangen Lernen komme schon heute jedenfalls niemand vorbei.

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1 Kommentar/e

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  • Matheus

    Matheus

    Jonas, du vermengst hier aber zwei Dinge, die geretnnt werden sollen: Redaktion und Community.Dass der Umgang miteinader bei GamersGlobal netter ist, glaube ich sehr gerne. Das GSPB ist stellenweise wirklich ein wfctender Mob von Trollen.Das andere sind aber redaktionelle Inhalte. Und hier gefe4llt mir das Gesche4ftsmodell von Herrn Langer gar nicht, denn er verdient Geld mit der Arbeit anderer und das in doppelter Hinsicht. Seine User kopieren irgendwo anders Inhalte, und stellen sie kostenlos bei GG ein. Weder der ursprfcngliche Verfasser, noch der User werden irgendwie daffcr entlohnt.Die PC-Welt stand letztens in der Kritik, weil Schreiber nur 10€/News bekommen. Bei GameStar motzen die Leute, weil Praktikanten nur 400€ bekommen. Bei GG hingegen wird keiner bezahlt, aber das finden viele dann in Ordnung?!

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