Bildergalerie: Menschen des Jahres

Für wen dieses Jahr ein besonderes war

Felicitas Hoppe

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2012 der Schriftstellerin Felicitas Hoppe. Die Akademie bescheinigte ihr, mit ihrer „abenteuerlustigen Prosa Grundfragen eines postmodernen Daseins mit virtuoser, befreiender Phantasie“ durchzuspielen. Zuletzt veröffentlichte Hoppe die fiktive Biografie „Hoppe“ - und unterläuft darin virtuos die Grenzen von Wahrheit und Fiktion, Selbsterkenntnis und Rollenspiel.

© Tobias Bohm

Ursula Krechel

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2012 heißt Ursula Krechel. Bald poetisch, bald lakonisch, zeichne Krechel in dem Roman „Landgericht“ (Jung und Jung) präzise ihr Bild der frühen Bundesrepublik von der Architektur über die Lebensformen bis hinein in die Widersprüche der Familienpsychologie, heißt es in der Begründung der Jury für die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung. „Landgericht“ ist erst ihr zweiter Roman. Krechel hat sich bisher mit 13 Gedichtbänden vor allem als preisgekrönte Lyrikerin einen Namen gemacht. Auf der Buchmesse, begleitet von ihrem Verleger Jochen Jung, stellte sie ihren Roman auf vielen Bühnen vor.

© Tobias Bohm

"Dieses Imperium muss auseinanderbrechen"

Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu erhält den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. “Was für eine gute Wahl“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Wie kaum ein Zweiter lege Liao Yiwu Zeugnis ab über all die Lebensgeschichten von Dissidenten, Straftätern, Außenseitern seines Landes, die sonst verschwunden wären. Wie sieht die Zukunft Chinas aus? Auf diese Frage gab Liao Yiwu bei der Preisverleihung in der Paulskirche eine Antwort ohne Interpretationsspielraum. „Dieses Imperium muss auseinanderbrechen": Dieser Satz war das wiederkehrende Motiv in Liao Yiwus Dankesrede.

© Tobias Bohm

E.L. James

„Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey kennen. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der …“ Die britische Autorin E.L. James hat dem Buchhandel das Jahr gerettet. Ihre „Shades of Grey“-Trilogie ging seit Juli insgesamt 5,9 Millionen Mal über die Ladenkassen. Macht ca. 76,7 Millionen Euro. Danke schön!

© picture-alliance

Klaus Driever wird Allianz-Mann

Diese Meldung kam Ende November aus Augsburg: Klaus Driever, seit 2001 Geschäftsführer bei Weltbild, verlässt das Unternehmen zum 31. Dezember. Der 46-Jährige galt bei der Weltbild-Gruppe „als Mann der ersten Stunde“, der das Online-Geschäft des Konzerns aufgebaut und sich vor allen in Sachen Multichannel Meriten erworben hat. Seine Vertriebskompetenzen kann er nun in München einbringen: Dort wird Driever bei der Allianz ab Februar 2013 Leiter Digitaler Verkauf. Die Aufgabe: Den Absatz von Versicherungsprodukten über das Internet lenken sowie digitale Produkte entwickeln. Drievers Stuhl in Augsburg bleibt indes vorerst leer. Die übrigen Geschäftsführer teilen sich sein Aufgabengebiet untereinander auf.

© Weltbild

Jo Lendle

Wer folgt bei Hanser auf den legendären Michael Krüger? Ende des Jahres wird bekannt: Jo Lendle (44) macht’s. Der Leiter des Kölner DuMont Verlags wird ab 1. Januar 2014 den Hanser Verlag in München führen. Lendle will programmatisch wenig ändern, auch im E-Book-Bereich sei Hanser bereits hervorragend positioniert. Michael Krüger (69) scheidet Ende 2013 bei Hanser aus, soll dem Verlag aber unter anderem als Herausgeber weiter zur Seite stehen.

© Frank Schinski

Joanne K. Rowling

Minutiös war der Verkauf des Buchs vorbereitet, auf das Buchhandel und Öffentlichkeit mit Hochspannung gewartet hatten: Am 27. September erschien in den deutschen Buchhandlungen Joanne K. Rowlings erster Roman für Erwachsene, "Ein plötzlicher Todesfall" (Carlsen) mit einer Startauflage von 500.000 Exemplaren. Viele Zeitungen ließen ihre Kritiker den Roman Kapitel für Kaptitel live im Internet rezensieren.

© Andre W. Montgomery

Felix Rudloff

Nach der Insolvenz sollte Eichborn wieder auf die Füße gestellt werden, und dafür suchte der neue Investor Bastei Lübbe einen passenden Kopf: Felix Rudloff, bis August 2011 Programmleiter für das Populäre Sachbuch von Scherz, Krüger und Fischer Taschenbuch, wurde im Januar 2012 neuer Eichborn-Verlagsleiter. Rasch stieg der smarte Frankfurter in Köln auf: Im Oktober übernahm er zusätzlich die Bereiche Programm der Buchverlage außer Jugendbuch, Bastei Entertainment, Presse und Lübbe Audio und wurde Mitglied der Geschäftsleitung.

© Joerg Steinmetz

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