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Die Welt mit Ideen erobern Oder: Die Tücke des Objekts

Feststellung Nummer 1 zum Auftakt des Innovation-Camps protoType 2013 auf der Leipziger Buchmesse: Die Young Professionals sind nicht unter sich. Feststellung Nummer 2: Bei den vier neuen Projekten steckt der Teufel im Detail. Wie die Arbeit an ihrer Plattform für Verleger und Kreative angelaufen ist, berichtet Kosmos-Lektorin Charlotte Reimann.

Ganz ehrlich hatte ich beim Auftaktwochenende von protoTYPE vor allem „junge Wilde“ erwartet. Tatsächlich waren viele Studenten, Volontäre und Young Professionals gekommen. Aber auch erfahrene Projektmanager und Selbstständige waren mit von der Partie und zeigten, dass der Drang nach Invention und Innovation nichts mit Alter oder Position zu tun hat. Die einzige Studentin in meiner Gruppe, Eva, wäre am zweiten Tag fast zum Projekt „Matchbox“ abgewandert. Glücklicherweise konnten wir sie dann doch überzeugen, dass der Entwurf einer „Branchenplattform für Publisher und Kreative zum Trendscouting und zur Partnersuche“ die spannendere Idee sei.

Prototypen mussten sich behaupten
Am Prototype-Wochenende in Leipzig konnte zwar jeder seine Ideen präsentieren, doch er musste auch genügend Teilnehmer dafür begeistern. Denn nur vier Projekte wurden schließlich ausgewählt, um in den nächsten Monaten weiterverfolgt zu werden. Der Prototype „Matchbox“ fand dabei die meisten Anhänger, vielleicht auch, weil seine Funktion sehr klar umrissen ist. Die Idee von „Matchbox“ kurz zusammengefasst: Eine Branchenplattform soll schnell und effektiv Autoren und Lektoren zusammenbringen. Das klingt ein bisschen nach dem Konzept von neobooks, die angedachte Plattform soll aber offen sein für Verlage und Autoren aus allen Bereichen.

Fokussierung der Projektidee
Meine Prototype-Gruppe arbeitete an diesem Wochenende ohne Pausen. Wir brannten für unsere Ideen und arbeiteten so konzentriert, dass wir kaum registrierten, wenn einer von uns mal vom Tisch aufstand, um sich einen Kaffee zu holen. Was die anderen Teams während der Gruppenarbeitsphasen getrieben haben, weiß ich daher nicht, denn ich war damit beschäftigt, mit meinen Kollegen um die Wette zu diskutieren. Die Meinungen gingen auseinander, in welche Richtung sich unser Prototype entwickeln sollte. Einerseits sollte er ein Netzwerk sein, um Publisher mit neuen Partnern (Programmierer, Regisseure, Blogger etc.) zusammenzubringen. Dann kam noch die Idee eines redaktionellen Teils auf, der besonders innovative Projekte vorstellt und in Richtung Trendscouting zielt. Oder sollten wir den Schwerpunkt lieber doch auf die Entwicklung einer völlig neuen Projekt- und Publishing-Kultur im Netz legen? Schließlich einigten wir uns darauf, den letzten Punkt vorerst in Klammern zu setzen. Vermutlich wird sich unser Prototype in der Projektlaufzeit noch weiter fokussieren, wie unser Coach und Betreuer, Dr. Harald Henzler bereits prophezeite.

Noch sind viele Punkte offen
In vier Wochen werde ich mich mit meinen Projektpartnern Stefanie, Eva, Willi und Frank in Frankfurt wiedertreffen. Bis dahin haben wir uns ein beachtliches Arbeitspensum auferlegt, das neben unserem eigentlichen Job, Studium oder der Bachelorarbeit erledigt werden will. Die Zielgruppe muss in den Blick genommen, die Konkurrenz analysiert und ein erstes Scribble für die Website entworfen werden. Noch sind viele Punkte offen. Wie erreichen wir die kritische Masse an Kreativen, die das Netzwerk nutzen? Konzentrieren wir uns bei der Entwicklung der Plattform auf das Matching oder auf die Inspiration? Und wie war das jetzt noch mal mit dem Geschäftsmodell?

Unsere Fortschritte könnt ihr auf dem Prototype-Blog verfolgen – und so auch ein bisschen an dem berauschenden Gefühl teilhaben, die Welt mit neuen Ideen zu erobern.

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