StoryDrive auf der Frankfurter Buchmesse

"Literatur ist unsterblich"

Rund 300 Teilnehmer aus 23 Ländern und allen Sparten der Medienindustrie verzeichnete gestern die All-Media-Konferenz StoryDrive auf der Frankfurter Buchmesse. Diskutiert wurde live im Saal und über Social-Media-Kanäle.

Spielentwickler und Produzent Corey King

Spielentwickler und Produzent Corey King © Bernd Hartung / Frankfurter Buchmesse

Diskutiert wurde, so die Pressemitteilung der Frankfurter Buchmesse, über wegweisende Projekte, die nicht nur das Storytelling, sondern auch das Mediengeschäft nachhaltig ändern wollen. Die vierte Auflage der Konferenz stand unter dem Motto "Fiction is real". Sie thematisierte in verschiedenen Modulen die Themen Augmented Realitiy, die Demokratisierung der Medienwelt durch Partizipation der Konsumenten, interaktive Virtualität bei Computerspielen oder crossmediale Entwicklungen im TV-Geschäft. Die Vernetzung der Medienbranchen stand bei Frankfurt StoryDrive genauso im Fokus wie das Aufzeigen von Trends, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Die Konferenzinhalte als Illustration von Anne Lehmann

Die Konferenzinhalte als Illustration von Anne Lehmann © Petra Gass

"Jeder liebt gute Geschichten und es gibt heute mehr Wege, diese zu erzählen, als jemals zuvor", resümierte Britta Friedrich, Leiterin Veranstaltung & Programme der Frankfurter Buchmesse. Mit dem StoryDrive-Programm habe man unter Beweis gestellt: "Geschäft ist auch unter den neuen Vorzeichen machbar. Neue Technologien und soziale Medien sind weniger einer Bedrohung der traditionellen Industrien, sondern bieten − richtig eingesetzt − enorme Chancen für den profitablen Wandel der Medienbranchen."

Der russische Science-Fiction-Autor Dmitry Glukhovsky etwa, der mit "Metro 2033" (dt. bei Heyne) einern weltweiten Hit landete, berichtete über sein crossmediales Erfolgsrezept. Unter anderem ließ er die Fans über eine eigens installierte interaktive Website am Roman teilhaben. Mittlerweile gibt gibt zwei Action-Games zur Story. Die aktive Beteiligung der Nutzer und kostenfreie Download-Angebote hätten in seinem Fall, so Glukhovsky, den Verkauf der gedruckten Bücher sogar angekurbelt. Sein Ausblick in die mediale Zukunft: "In fünf Jahren werden Bücher natürlich elektronisch sein, von den Autoren zusammen mit Fans in den sozialen Netzwerken geschrieben werden. Das Papierbuch wird sterben, aber die Literatur wird einfach in eine neue Haut schlüpfen. Papier verrottet, aber Literatur ist unsterblich."

Weitere Infos zur All-Media-Konferenz StoryDrive.

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