Download-Karten von Snapload und Umbreit

So verkaufen sich E-Books auch im Laden

Auf die Frage, wie sich E-Books stationär verkaufen lassen, gibt es eine neue Antwort: Snapload. Unter diesem Namen bringt Audio Media jetzt Download-Karten in den Handel. Neues gibt es aber auch von den Pionieren im Geschäft: Die Kooperation von Ceebo, Epidu und Umbreit setzt mit ihren eBookCards künftig verstärkt auf Aktionen und Bestseller. 

Die Systeme funktionieren zwar ähnlich, und sind doch völlig verschieden. Gemeinsam ist beiden Ansätzen lediglich die Idee, mit einer Art Gutscheinkarte E-Books eine haptische Gestalt zu geben und sie geschenkfähig zu machen.   

SnapCards von snapload.de

Mit den designten SnapCards und der inhouse entwickelten Snapload-Plattform können E-Books und digitale Hörbücher sofort genutzt oder verschenkt werden (jede Karte ist mit einem persönlichen Download-Code versehen). Beim Design der Download-Karten, auch bei der Präsentation vor Ort, greift Snapload auf Bewährtes zurück: Die Karten messen 8,7 x 13,3 Zentimeter und sind aus dem gleichen Plastik gefertigt, wie die Gutscheinkarten, die heute in jedem Supermarkt hängen.

Das Procedere für den Käufer: Snapload ist ein Tochterunternehmen von Audio Media (München). Der Startschuss für das Projekt fiel vergangene Woche während der Frankfurter Buchmesse; das Unternehmen nutzte den Anlass, um weiteren Verlagen und Buchhändlern das Konzept vorzustellen – und reiste offenbar gut gelaunt wieder nach Hause. Die Bilanz von Geschäftsführer Thomas Bernik, der zugleich Chef von Audio Media ist: „Wir freuen uns über das positive Feedback des Handels und werden bis Ende 2013, nachdem wir bereits mit einem ersten Snapload-Regal bei Dussmann in Berlin stehen, auch bei einigen großen Filialisten mit dem Verkauf der Karten starten.“

Man werde zügig in einer großen Zahl an Läden für potienzielle Käufer sichtbar sein, kündigt Bernik an. Und dass „in den kommenden Monaten weitere, spannende Innovationen“ folgen würden. Mehr dazu lesen Sie demnächst im Börsenblatt.

Sofortdownload im Laden und die eBookCards von Ceebo, epidu, Umbreit tut

Das Gemeinschaftsprojekt eBookCards startete im Sommer 2012 – mittlerweile sind 160 Titel via Gutscheinkarte erhältlich, außerdem gibt es den Blanko-Gutschein (Joker eBookCard). Statt die Titelzahl weiter nach oben zu schrauben, wollen sich die Partner künftig jedoch eher auf Aktionspakete konzentrieren – und auf Schnelldreher, sprich: Bestseller. „Das erhöht noch einmal die Aufmerksamkeit“, sagt Umbreit-Sprecher Heiko Dörr; ohnehin habe sich im ersten Jahr bereits gezeigt, dass es vor allem die aktuelle Toptitel sind, die als eBookCard gefragt sind. „Fachbücher, Nischen- oder Backlist haben es schwer.“

Die Aktionspakete mit digitalen Bestsellern werden künftig zwei Mal pro Jahr geschnürt. Was für die Partner bedeutet, dass sie auch bei der Aquise einen Zahn zulegen müssen. Dörr: „Es gibt große Verlagshäuser wie Random House oder Bastei Lübbe, die schon mehrfach mitgemacht haben, aber da soll natürlich noch mehr geschehen.“ Um das Modell bei Käufern bekannter zu machen, wurde zudem eine neue Info-Broschüre für Endkunden inklusive Gratis-E-Book entwickelt – auf der Frankfurter Buchmesse hat Umbreit sie zum ersten Mal gezeigt, jetzt soll sie an den Buchhandel gehen.

Zur Buchmesse hat Umbreit zudem eine neue Funktion seines digitalen Barsortiments präsentiert: Digitale Inhalte lassen sich über die angeschlossenen Buchhandlungen jetzt nicht nur via E-BookCard, Website oder E-Reader kaufen - sondern auch vor Ort. Die Vorbereitungen dafür hatte das Unternehmen bereits, wie berichtet, im Sommer abgeschlossen; seitdem sind E-Books im B2B-Katalog Ubitweb5 bibliografier- und bestellbar. Das Neue jetzt:  Durch die Kooperation zwischen Umbreit und dem E-Reader-Hersteller PocketBook wird es möglich, E-Books auch direkt in der Buchhandlung auf den E-Reader PocketBook Touch Lux zu laden (mehr dazu: Rauf auf den Reader).

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2 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Buchhändler

    Buchhändler

    Und was macht der Buchhändler, der nur bei Libri ist
    und nicht wechseln kann?
    Keine Karten verkaufen?

  • Matthias Lätzsch

    Matthias Lätzsch

    Finde ich richtig gut. Eine der meist gestellten Fragen, ist die nach einen physischem Produkt zu digitalen Inhalten.

    • ...

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