Die Sonntagsfrage

Warum machen Sie gegen Amazon mobil, Frau Rodé?

Elisa Rodé hat im Internet einen Boykott-Aufruf gegen Amazon gestartet. Warum die freiberufliche Dozentin (Bereich Erwachsenenbildung) den Onlinehändler nicht mehr leiden kann und weshalb sie glaubt, dass der lokale Buchhandel von ihrer Kampagne profitieren wird, erklärt sie in unserer Sonntagsfrage.

„OHNE Amazon“ fordert dazu auf, Bücher nicht bei Amazon zu bestellen: Wer aus Bequemlichkeit und ohne Nachzudenken bei Amazon bestellt, trägt damit zur Unterstützung von dessen Monopolstellung bei und belohnt dessen miese Arbeitsbedingungen und das quasi-erpresserische Geschäftsgebaren gegenüber Verlagen und Autor/innen.

Die Initiative „OHNE Amazon“ ist als Schneeballsystem konzipiert: Jeder, der davon erfährt und die Aktion gut findet, soll sie weiter verbreiten. Über Facebook und soziale Netzwerke lassen sich eventuell schnell viele UnterstützerInnen ansprechen, ich selbst habe jedoch dort bewußt keinen Eintrag. Es steht aber jedem frei, dort für die Aktion zu werben. Durch das Schneeballsystem verteilen sich Arbeit und Kosten der Kampagne auf viele, anders ist es gar nicht zu schaffen, Millionen von UnterstützerInnen zu erreichen.  Das hat auch den Vorteil, dass die Kampagne nicht nur passiv mit Wohlwollen betrachtet wird, sondern dass man direkt zum Mitmachen aufgefordert wird, zumindest soll man davon berichten und später richtig mitmachen, indem man mit Genuss in einer Buchhandlung stöbert und dort schöne Bücher selbst entdeckt.

Ganz zu Anfang  war Amazon auch für mich eine „moderne“ Alternative, besonders, wenn es darum ging, weniger gängige Bücher zu finden oder wenn ich großen Stress hatte und es nicht in eine Buchhandlung schaffte. Aber inzwischen geht mir Amazon – gelinde gesagt – ziemlich auf die Nerven. Diese dauernde Gängelei – „Leute, die dieses Buch gekauft haben, habe auch folgendes gekauft“, „Elisa Rodé, dieses Buch könnte sie auch interessieren“ – mag ich nicht. Durch diese Empfehlungen wird auch offenbar, dass Amazon jeden meiner digitalen Schritte verfolgt, aufzeichnet und auswertet. Das geht mir zu weit! Es gibt mir auch das Gefühl, unmerklich in meiner freien Entscheidung von einer digitalen Maschine beeinflusst zu werden.

Der Hauptgrund, Amazon zu boykottieren, ist allerdings, dass ich dessen außerordentlich aggressive Geschäftspolitik ablehne und sehr gefährlich finde. Es geht mir nicht darum, dass man nicht auch einmal etwas online bestellen soll. Aber warum soll alles, wirklich alles! bei Amazon bestellt werden? Warum kann sich ein Unternehmen nicht damit zufrieden geben, dass auch andere Unternehmen eine Existenzberechtigung haben? Diese Raubtiermentalität lehne ich ab. Ich möchte eine Vielfalt, sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt.

Möglicherweise hat die Kampagne zumindest den Effekt, dass mehr Leute darüber nachdenken, wie sie selbst an der Verödung der eigenen Umwelt mitwirken, wenn sie mit einer Amazon-Bestellung „den Weg des geringsten Widerstands gehen“.  Und vielleicht finden sie dann wieder Gefallen an den  vermeintlichen „Widerständen“, beispielsweise an der eigenen Suche nach guter Lektüre in dem angenehmen Ambiente einer Buchhandlung.

 

Elisa Rodé ist Mitglied im Bundessprecherrat der LINKEN UnternehmerInnen.

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64 Kommentar/e

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  • Harry

    Harry

    Jedem steht es frei, privat zu irgend einem Boykott aufzurufen. Soviel vorweg.

    Die Begründungen von Frau Rodé verblüffen mich dann aber doch schon - oder auch nicht, wenn ich an ihre Parteimitgliedschaft denke.

    Amazon bietet seinen Kunden aufgrund bisheriger Käufe und Aktivitäten weitere Vorschläge an. Das nervt Frau Rodé. Das mag ja sein, dass es sie nervt. Nur offenbar beschränken sich ihre eigenen "freiberuflichen" Dozenten Erfahrungen darauf, an staatlich alimentierten VHS zu unterrichten (so jedenfalls entnehme ich das ihrer Vita). Ansonsten wüsste sie sicher, dass sie zur Sicherstellung ihres Lebensunterhalts darauf angewiesen ist, neue Kunden zu gewinnen bzw. bisherige Kunden zu erneuten Buchungen ihrer Vorträge zu bewegen. Ansonsten würde sie nämlich ganz schnell auf der Straße sitzen.

    "Warum kann sich ein Unternehmen nicht damit zufrieden geben, dass auch andere Unternehmen eine Existenzberechtigung haben?"

    Anders als Politiker, zu denen auch Frau Rodé gehört, kann ein Unternehmer niemanden zwingen, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Er muss dafür werben. Er muss versuchen besser, schneller, billiger als die Konkurrenz zu sein oder seinen Kunden andere Vorteile bieten, die dazu führen, dass sie bei ihm Leistungen kaufen und nicht bei der Konkurrenz. Und nein, eine VHS muss das nicht. Die lebt von Steuergeldern und bezahlt damit ihre Dozenten.

  • gesell789

    gesell789

    Jawoll, Harry! Ein solcher Boykott, so schön er theoretisch ist, ist einfach nur kindisch - und er zeigt vor allem, dass der Aufrufer aus der Fraktion der Wichtigtuer kommt: Frau Rodé will halt auch mal in der Zeitung stehen. Wetten, dass sie nicht einmal weiß, welche Buchverkaufsplattformen noch alle zu Amazon gehören?

  • Merfelle

    Merfelle

    Warum muss mittlerweile eigentlich jeder, dem irgendetwas nicht passt, seinen eigenen Boykott-Aufruf in die Welt setzten und alle anderen zwangsweise damit "beglücken"? Ich persönlich bin nicht interessiert daran, warum die Dame Amazon nicht gut findet.

  • Jayden-Herbert

    Jayden-Herbert

    @ Harry

    Richtig erkannt. Es scheint, das sich Frau Rode beruflich vorzugsweise in sicherer und bequemer staatlich alimentierter Umgebung tummelt und nicht am freien Wettbewerb im Markt teilnimmt. Und mit einer sicheren Einnahmenquelle aus dem Steuertopf in der Hinterhand schreibt es sich sehr kommod über den bösen bösen Kapitalismus. Interessant wären die Gedanken von Frau Rode, wenn die VHS keine staatliche Alimentierung mehr erhalten würde und sie ihr Geld im freien Wettbewerb verdienen müsste!

  • Amazone

    Amazone

    es ist mittlerweile einfach nur noch peinlich, und dümmlich, wie sich boebla immer und immer wieder gegenüber amazon auskotzt (entschuldigung, aber mir fällt leider kein passenderer ausdruck ein), entweder durch eigene beiträge oder durch bestellte meinungen.
    und, als ich den beitrag von fr. rode las, kam mir unweigerlich der name alice schwartzer in den kopf, ich weiß auch nicht, warum.
    boebla sollte nun einfach nur mal akzeptieren, dass es außer dem traditionellen buchhandel noch weitere marktteilnehmer gibt, die auch ihre berechtigung haben.

  • buchhändlerin

    buchhändlerin

    Die "anderen Marktteilnehmer" zahlen keine Beiträge
    an den Boersenverein, aber gerne mischen sich die
    Amazonleute hier ein. Machen Sie doch ihr Forum
    bei Amazon auf, da können Sie so richtig ihre Kritik
    loswerden.

  • Werner Witte

    Werner Witte

    Es geht hier nicht um den bösen, bösen Kapitalismus. Es geht hier um Monopolkapitalismus. Es geht hier auch nicht um einen Alice Schwarzer Grundfreibetrag, sondern um den Erhalt einer lebenswerten Demokratie. Und wer will, dass Dozenten und Lehrer nicht mehr von Steuergeldern finanziert werden, der kauft am besten alles bei Amazon (Waschmaschine, Weingummi-tüten, Handtücher, also alles fürn Haushalt - später auch Autos). Denn so weit ich weis, zahlt Amazon keine oder nur wenig Steuern. Und später, wenn sich dieses Monpol-kapitalistische System durchgesetzt hat, die Verkaufspreise von Amazon dirket diktiert werden können, vieles für den kleinen Verbraucher zu teurer wird; hoffentlich heißt es dann nicht: hätte ich doch damals blos nicht alles bei Amazon gekauft! Das wäre dann mit einem gesunden Menschenverstand nämlich nicht mehr vereinbar.

  • Harry

    Harry

    @Werner Witte:
    "Denn so weit ich weis, zahlt Amazon keine oder nur wenig Steuern."


    Dann sollten sie ihr Wissen auffrischen. Amazon ist in Europa ein Unternehmen mit Sitz in Luxemburg. Dort zahlt Amazon Ertragssteuern. Umsatzsteuer fällt zusätzlich auch ggf. in den Ländern an, aus denen Waren versendet werden.

    "Und später, wenn sich dieses Monpol-kapitalistische System durchgesetzt hat..."

    Die einzigen Monopole, die ich kenne, sind staatliche. Da könnte ich ihnen jetzt eine ellenlange Liste aufzählen. Aber lassen wir das. Amazon kann niemanden zwingen, sein Geld dort auszugeben. Amazon kann, wie jedes andere Unternehmen auch, nur durch entsprechend attraktive Angebote Kunden einladen, dort ihr Geld zu lassen. Und ganz offenbar finden viele Kunden die Angebote durchaus attraktiv. Wer das nicht so sieht, kauft eben wo anders. Das nennt sich Marktwirtschaft.

  • Buchhändler

    Buchhändler

    @ Harry
    ...Er muss versuchen besser, schneller, billiger als die Konkurrenz zu sein...

    Genau das ist das Problem und Amazon kann sich das ja,
    staatlich garantiert und abgesichert, leisten. Immer billig, billig, billiger auf Kosten anderer.
    Und hier wird Amazon noch der Heiligenschein verpaßt, ..., ich fasse es nicht!
    Und dieser billige Kleinkrieg gegen Frau Rodè, ist echt Kindergarten-Niveau.
    Mit Verlaub, genau solche idiotischen Meinungen, machen dieses Land und diese Welt langsam kaputt!

  • Mario

    Mario

    Lächerlich solch ein Boykott... Ich pflichte Harry hier bei. Jeder entscheidet selbst, wo er sein Geld ausgibt. Amazon bietet lediglich ein Angebot. Die Kunden sind diejenigen die es in Anspruch nehmen und aus dem Angebot eines Unternehmens eine Monopolstellung machen. Zu den angeblichen schlechten Aitsbedingungen fällt mir nur ein, dass es schon eigenartig ist, wenn dank Verdi 400 Mitarbeiter streiken und im Gegenzug 1000 Amazon-Mitarbeiter Unterschriften gegen Verdi sammeln. Dann kann an dem Vorwurf von Verdi wohl nicht wirklich viel dran sein. Nicht genug, dass man dort Arbeitsplätze schafft, wo sie gebraucht werden (Leipzig, Brieselang, etc.), man soll dann auch noch den höchstmöglichen Lohn bekommen der in der Branche möglich (nicht "üblich") ist? Irgendwann ist auch mal gut.

    Und von wegen Kapitalismus! Jeder ist seines glückes Schmied. Auch Amazon hatte klein angefangen. Die Gesellschaft ist es doch, die den Kapitalismus hervorruft durch das Kaufverhalten. Niemand kann mich zwingen bei meinem Buchhändler um die Ecke zu kaufen. In Zeiten des Internets kann ich mich bereits vor dem Kauf über die Produkte informieren und auch online bestellen. Wer das nicht mag geht zu seinem Fachhändler und lässt sich beraten. So einfach ist das!

  • Dr. Joachim Dabisch

    Dr. Joachim Dabisch

    Ich denke auch, dass Amazone eine Fehlentwicklung in der Gesellschaft darstellt. Wenn mit marktwirtschaftlichen Mechanismen Internetfirmen wie Amazone nicht mehr beizukommen ist, muss sich die Politik einschalten um ein Gleichgewicht auf dem Markt wiederherzustellen. Die Zerstörung des hiesigen Buchmarktes durch Amazone ist eine nicht zu rechtfertigende Aktion, die sich gegen die Bürgergesellschaft stellt.

  • Ulrich Maske

    Ulrich Maske

    Interessant, dass die amazon-Freunde gern unter Tarnnamen auftreten und aus dieser Deckung heraus neben politischen Verunglimpfungen u. a. "Argumente" auftauchen, dass man als Buchändler eben billiger sein muss als die Konkurrenz. Die Sache mit der Buchpreisbindung gehört aber hier zum buchhändlerischen Fachwissen, Tarnung eher nicht.

  • Verkaufnix

    Verkaufnix

    Sorry, aber das ist eine typische Wichtigtuer-Aktion. Die Argumente sind lächerlich und vorgeschoben. Hauptsache, man / frau ist mal wieder in den Schlagzeilen. Und das Amazon-Bashing findet ja gerne hier seinen Rahmen. Das hat ungefähr das gleiche Niveau wie die Online-Petiton gegen Markus Lanz.
    Natürlich wollen wir eine intakte Handelslandschaft. Aber wie hat die sich denn schon vor Jahrzehnten ohne Amazon & Co. gewandelt? Früher hiessen die Totengräber des Einzelhandes "Toys"R"us", "MacPaper", "Phoenix-Thalia", "Media-Markt", "Saturn-Hansa" - dann kamen die Mobilfunk-Shops und liessen die Mieten in unerträgliche Höhen schiessen. Geht man durch die Innenstädte, ist es mittlerweile eigentlich ziemlich egal, wo man gerade ist. Überall die gleichen H&Ms, X-online & Co.
    Schaut man sich die Parkgebühren in den meisten Innstädten an, wundert es einen nicht, dass die Leute lieber von zuhause aus bestellen. Wenn man die Leute in der Stadt zum Einkaufen haben möchte, sollte man die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Man sollte auch mal darüber nachdenken, ob die Tendenz zu Factory-Outlets und Einkaufszentren dem Einkauf in den Städten so zuträglich sind/waren. DAS sind die eigentlichen Probleme der Städte -zumindestens aus meiner Sicht. Die Entwicklung hin zum Internet ist nicht mehr rückgängig zu machen. Aber man könnte dem etwas dagegensetzen. Solche Aktionen wie die von Frau Rodé jedenfalls werden nichts bewirken, außer ihre Bekanntheit zu steigern...

  • Leserin

    Leserin

    ... Herr Maske bringt es auf den Punkt!

  • Werner Witte

    Werner Witte

    Amazon ist nicht nur ein Einkaufsladen

    @ Harry
    .... das nennt sich Marktwirtschaft.

    Darum geht es ja gerade. Durch Amazon wird die freie Marktwirtschaft aufgehoben. Man kann sich das doch denken: Je mehr Menschen bei Amazon bestellen, desto weniger wird in kleinen oder mittelgroßen Geschäften eingekauft. Die gehen dann Pleite und dann ist Amazon das einzig große Kaufhaus, wo man was kaufen kann. Und nach "Harry" heißt es dann: ... man nannte es Marktwirtschaft und damals, als es noch richtige Geschäfte gab, da hatten wir einen viel besseren Service und es war auch alles viel günstiger. Deshalb: Stellen sie sich auf die Seite der Menschen, die die freie und soziale Marktwirtschaft realitätsnah aufrechterhalten wollen. Amazon braucht keine Bestätigung von ihnen über ihr Kaufverhalten. Amazon hat ihr Kaufverhalten schon längst durchschaut. Und je mehr sie dort bestellen, desto mehr weis Amazon über sie. Aufgrund des lockeren Umgangs mit Daten (Spywareprogramme, NSA) eventuell schließlich sogar die ganze Welt! Wollen sie das? Lassen sie es nicht soweit kommen.

  • Harry

    Harry

    @Werner Witte:
    Auch wenn ich jetzt unfreundlich klingen sollte, muss ich sie doch fragen, ob sie überhaupt wissen, was Marktwirtschaft, also Kapitalismus, überhaupt ist.

    Amazon macht ihnen, mir und allen anderen Leuten ein Angebot. Ob das jemand von uns annimmt, entscheiden wir selbst. Und dabei entscheiden nicht sie oder ich es für den Rest der Bevölkerung, sondern ein jeder selbst. Das unterscheidet die Marktwirtschaft von den Dingen, die roten und braunen Sozialisten vorschweben, wo der Staat für alle entscheidet.

    Wenn ihnen Amazon nicht gefällt, kaufen sie dort nichts ein! Ganz einfach.

    Wenn mir Amazon nicht gefällt, kaufe ich da auch nichts ein. Oder ich kaufe dort ein, weil es mir gefällt. Auch ganz einfach.

    Sind sie Buchhändler? Falls ja, machen sie mir ein Angebot! Gefällt es mir, kaufe ich bei ihnen. Gefällt es mir nicht - nun, dann haben sie Pech, weil dann kaufe ich wo anders oder gar nicht. Vielleicht auch bei Amazon.

    Das, lieber Herr Witte, nennt sich Marktwirtschaft! Und sollten sie Buchhändler sein und das noch nicht gelernt haben, dann wird es aber Zeit, weil ansonsten von ihrem Geschäft vielleicht wirklich irgend wann nichts mehr bleibt. Denn ihr Geschäft, so sie Buchhändler sind, bleibt nicht einfach, weil sie es gerne so hätten. Es bleibt und wächst nur, wenn sie ihren Kunden ein besseres Angebot machen als ihre Konkurrenten, Amazon inklusive.



  • Harry

    Harry

    @Dr. Dabisch:
    "Wenn mit marktwirtschaftlichen Mechanismen Internetfirmen wie Amazone nicht mehr beizukommen ist."

    Ach? tatsächlich? Wie zwingt sie denn Amazon, nur dort zu kaufen? Und alle anderen Kunden gleich mit? Bekommen sie sonst Elektroschocks? Oder kommt ein Schlägertrupp vorbei? Oder tut man ihnen Gift ins Essen?

    Sie mögen Amazon nicht? Gut. Toll. Ihre Sache. Kaufen sie dort nichts. Fertig.

    Andere mögen Amazon und kaufen da. Fertig.

    Machen sie, falls sie Buchhändler sein sollten, ihren potentiellen Kunden ein besseres Angebot. Können oder wollen sie das nicht haben sie leider Pech gehabt. Das, lieber Dr. Dabisch, nennt sich Marktwirtschaft.

  • Harry

    Harry

    @Buchhändler:
    "Genau das ist das Problem und Amazon kann sich das ja,
    staatlich garantiert und abgesichert, leisten."

    Aha, und wie garantiert der Staat, dass Amazon schneller, billiger und besser als die Konkurrenz ist? Verraten sie usn das vielleicht mal?

    Und sollte ihr Vorwurf zutreffen, wie wäre es dann, wenn sie sich an die Politiker wenden, die das zu verantworten haben?

  • Amazone

    Amazone

    @ buchhändler u.a.
    "Genau das ist das Problem und Amazon kann sich das ja,
    staatlich garantiert und abgesichert, leisten."
    irgendwie verkennen sie doch total die sachlage; staatlich alimentiert ist in D als eine der wenigen branchen der buchhandel über die preisbindung!!!
    da kann man sich doch ohnehin schon relativ bequem zurück lehnen, und auf den bösen kapitalismus schimpfen.
    btw, amazon ist nicht immer und überall der beste anbieter, aber als kunde wird man dort meistens besser bedient als bei anderen anbietern irgendeiner beliebigen ware.
    kaufen übrigens alle buchhändler unisono ausschließlich beim tante emma laden um die ecke ein?

  • DasistderWahrheit

    DasistderWahrheit

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    Die Börsenblatt-Redaktion

  • Werner Witte

    Werner Witte

    Harrys einseitige Liebe auf dem ersten Blick

    @Harry

    Sicher können Sie mich danach fragen, ob ich weis, was Kapitalismus ist. Hierauf antworten möchte ich, dass Amazon mit Kapialismus nichts zu tun hat. Vielmehr mit Monopolkapitalismus. Das Sie bei Amazon kaufen, weil Ihnen Amazon gefällt, das kann doch wohl nur ein Scherz sein. Es ist doch Ihre eigene Bequemlichkeit, die Ihnen da gefällt. Einmal klick, schon bestellt. Die Frage ist doch, ob Sie aus diesem Grund sich weiterhin so verhalten sollten. Ist es nicht eine Frage des Verstandes, als des Gefallens, irgendwo einzukaufen. Haben Sie denn gar keine Angst, dass Sie eines Tages nur noch bei Amazon bestellen können, sonst nirgends. Haben Sie nicht dann das, was Sie vorgeben gar nicht haben wollen, nämlich das Amazon für Sie entscheidet, was Sie zu welchem Preis kaufen können. Denken Sie wirklich, das Amazon vorhat, Ihnen zu gefallen? Ich denke das nicht...

  • Galbadon

    Galbadon

    Ja, man kann über das Für und Wider solcher Aktionen streiten - aber da sie sich ohnehin explizit an Frauen richtet, ist es für Männer eigentlich irrelevant. Ich könnte nie eine Unterstützerin sein.
    Vorschlag: Nennt die Aktion doch "Frauen gegen Amzon" - die Männer machen derweil was Vernünftiges.

  • Rolf Degen

    Rolf Degen

    Das Argument "zahlt keine Steuern", das oft schon im Fernsehen erhoben wurde, muss man sich im Mund zergehen lassen: Das Öffentlich Rechtliche Fernsehen bezahlt in Wirklichkeit keine Steuern, da es durch von der Bevölkerung abgepressten Zwangsabgaben (das sind Steuern) luxusfinanziert wird. Wer da nicht zahlt, bekommt es mit Sondereinsatzkommandos zu tun. Die Maden im Speck sollten boykottiert werden.

  • Günther Fetzer

    Günther Fetzer

    Elisa who?

  • Alex

    Alex

    @Harry Oberlehrer
    Bei einem Unternehmen, das seinen Sitz in Steueroasen hat u. dessen Geschäftsmodell darauf basiert, erst dann profitabel zu arbeiten, wenn genügend Marktteilnehmer vom Markt verdrängt sind, funktioniert die Marktwirtschaft eben nicht so, wie sie es sollte. Da scheint der Buchhändler die Gesetze der Marktwirtschaft besser begriffen zu haben als Sie.

  • Menschenfreund

    Menschenfreund

    Mensch vs. Algorithmus
    Mir ist ein Mensch als Gegenüber lieber als der Algorithmus , der im Hintergrund meine Daten ausforscht. Ich mach auch gern mal einen Stadtbummel. Dann kann ich die Artikel ausprobieren, ohne sie erst auspacken u bei Nichtgefallen wieder zurückschicken zu müssen:-) Wenn ich Parkgebühren zahle, werden die häufig erstattet. Parkhaus kostet 2-3 Euro. Soviel zahl ich auch an Versandgebühren im Internet. Trotzdem Kauf ich auch im Internet. Nur immer weniger:-)

  • Dr. Joachim Dabisch

    Dr. Joachim Dabisch

    Ich weiß nicht, warum sich die die Amazon-Anhänger hier so aufregen. Nein, ich bin kein Buchhändler, aber ich bin bin Bürger und möchte in einer Bürgergesellschaft leben. Firmen wie Amazon aber zerstören die Bürgergesellschaft, weil lediglich die Geld-Gier im Vordergrund steht. Sie zerstören, was andere aufgebaut haben. Es geht auch nicht um Freiheit, bei Amazon einzukaufen oder nicht. Vielmehr nimmt mir Amazon in Zukunft die Möglich mich frei zu entscheiden. Deshalb muss hier bald die Politik entscheiden.

  • Millus

    Millus

    Amazon ist völlig ok und wie jedes andere Unternehmen.

    Es geht eher um die Buchhandlungen und wie man sie retten kann.
    Da sollten Politiker und nicht nur Politiker mit kreativen und positiven Ideen kommen.

    Z.B. sollten Buchhandlungen beim Kauf etwas anbieten was Amazon nicht anbieten kann und die Leute dazu animiert in die Läden zu gehen.

    Oder vielleicht kann jemand Amazon und die Buchhändler zusammen bringen und ein Konzept aufstellen, wo man zusammenarbeitet. Sozusagen werden Buchhandlungen der verlängerte Arm von Amazon und bieten so einen ganz neuen Service an.
    Durch Buchhandlungen kann Amazon vielleicht Bücher schon nach paar Stunden nach der Bestellung ausliefern...

    In solchen Ideen sollte man seine Kraft investieren und nicht in Boykotts etc.

  • Pilgrim Plinganser

    Pilgrim Plinganser

    Amazon hat also ein Monopol. Tatsächlich? Nach der Studie „GfK Einzelhandelsumsatz 2013“ erreicht der Umsatz im stationären deutschen Einzelhandel – das heißt ohne den Onlineanteil – ein Volumen von 412,1 Mrd. EUR. Amazon hat in Deutschland nach weniger als 10 Mrd EUR Umsatz erzielt - ist das wirklich ein Monopol? Das dürfte bei Wirtschaftswissenschaftlern nicht der gängigen Definition eines Monopols entsprechen. Davon ab: Amazon wird also boykottiert. Schön. Aber wer nicht bei Amazon kauft, rennt deshalb nicht zwangsläufig in den nächsten Buchladen. Was also, wenn weiter online bestellt wird, nur eben woanders? Ist das dann auch nur einen Hauch besser für den stationären Handel? Hier stehen sich Geschäftsmodelle gegenüber, die beide ihre Berechtigung haben. Man löst das sicher nicht, indem man nur Amazon auf der einen Seite oder eben nur Hugendubel auf der anderen Seite boykottiert.

  • Chagall

    Chagall

    @ Harry

    Sich auf die freie Marktwirtschaft zu beziehen ist ja schön und gut. Nur sie existiert real eben nicht! Amazon versteuert seine Umsätze in Luxemburg mit 3 % Steueranteil Gegenüber Deutschland existiert also bei allen elektronischen Artikeln ein Vorteil gegenüber dem deutschen Einzelhandel von weit über 10%, bei Büchern sind es immerhin 4%. Für die Auslieferungslager werden von den entsprechenden Gemeinden sehr niedrige Grundstückspreise wg. der Aussicht auf Arbeitsplätze angeboten. Überdies wird vom Land Strassenausbau für eine gute LKW-Anbindung geleistet. Die jährlichen Aushilfen zu den Hochzeiten werden vom Steuerzahler 14 Tage als "Wiedereingliederung" bezahlt. Meines Wissens gibt es keine Auszubildenen bei Amazon. Usw. Hier findet gegenüber dem Einzelhandel eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung statt. Vielleicht testen Sie bei Gelegenheit einfach einmal einen Wettbewerber: Sie werden feststellen, dass auch dort ein guter Service stattfindet. Mich stört gewaltig, dass Leute wie Sie von freier Marktwirtschaft reden obwohl diese nicht existiert!

  • ist nicht wichtig

    ist nicht wichtig

    Macht Euch doch alle mal locker. Es ist doch schön, dass wir in einem Land leben, in dem jeder seine Meinung äußern darf. Irgendeine Relevanz hat das hier ja ohnehin nicht. Zu denken gibt mir nur, dass das Börsenblatt solchen Stimmen Raum gibt. Was kommt als nächstes? Vielleicht ein Artikel dazu, dass Amazon mit Chemtrails die Deutschen manipuliert, damit sie bei Amazon einkaufen? ;-)

  • Leser

    Leser

    "...dass Amazon schneller, billiger und besser ist als die Konkurrenz" Wohl schon lange nicht mehr woanders eingekauft! Andere Onlineshops liefern genauso schnell. Bei einigen kann ich mir sogar aussuchen, ob ich die Ware geliefert oder im Laden abholen will. Der Buchhändler besorgt das Buch bis zum nächsten Tag.

  • Leser

    Leser

    @Plinganser
    Wer behauptet, daß Amazon ein Monopol hat?

  • Masaomi

    Masaomi

    Wenigsten im Antiquariats- und Gebrauchtbuchbereich kann man durchaus davon sprechen das Amazon eine Monpolstellung inne hat. Da sowohl das ZVAB und Abebooks zu Amazon gehören hat man in diesen Breichen kaum eine andere Wahl als "für Amazon" zu arbeiten. Zwar gibt es noch andere Plattformen, ich bezweifle aber stark das man mit denen den zum Überleben nötigen Umsatz erwirtschaften kann.

  • buchhändlerin

    buchhändlerin

    Herr Millus, etwas anbieten, was Amazon nicht hat, könnten
    Sie mir da weiterhelfen als Buchhandlung? Dort wird das
    VLB reingestellt, also alle lieferbaren Bücher, auch wenn
    sie es dort nicht komplett stehen haben - das wäre schon
    mal ein Irrtum, es gibt nur eine bestimmte Anzahl Bücher
    und die kann natürlich auf der Buchhandel liefern.
    Das Problem ist doch die Steuerfrage, Amazon baut ein Unternehmen auf und zahlt hier kaum Steuern, dann bietet
    das Unternehmen kostenlosen Versand an, kann es ja auch bequem finanzieren, hat ja keine Läden, wenig Personal und einen größeren Rabatt, als wir Buchhändler
    jemals bekommen hätten. Was natürlich einem Monopol
    gleichkommt. Wer trägt die Kosten? Alle Steuerzahler,
    die die Geringverdiener "bezuschussen" müssen, die
    Straßen und Wege werden vom Staat bezahlt, dafür nimmt
    er aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen eben keine
    Steuern ein. Und wir haben zusehens ein Buchhandelssterben und vielen Verlagen geht es gerade
    auch nicht rosig. Dieses System, würde es auf alle Bereiche angewendet, brächte uns das wirtschaftlichen
    k.o, denn die Gewinn werden nicht hier, sondern in
    Seattle investiert (große Bauten, neue Lagerhallen).
    Deshalb finde ich den Aufruf unterstützenswert im Sinne
    einer lokalen Wirtschaftsentwicklung.

  • Klaus-Erhardt

    Klaus-Erhardt

    Auch ich begrüße den Boykott-Aufruf von Frau Rodé. Und wenn dieser Aufruf Erfolg hat und Amazon empfindliche Umsatzeinbußen davonträgt, weil ein Umdenken in der Bevölkerung eintritt, dann wird Frau Rodé sich doch bestimmt solidarisch mit den von Amazon aufgrund dieser Umsatzeinbußen entlassenen Amazon-Mitarbeiter/Innen zeigen, und diese in der Zeit der Arbeitslosigkeit aus ihrer privaten Schatulle finanziell unterstützen. Das wird Frau Rodé doch bestimmt tun, oder!?

  • Werner Witte

    Werner Witte

    Reiner Verdrängungswettbewerb

    @Klaus-Ehrhardt

    Denken Sie doch bitte auch daran, dass durch Amazon viele Arbeitsplätze verloren gegangen sind und immer noch verloren gehen. Viel mehr, als Amazon zur Verfügung stellt.
    Ich verlange aber nicht, dass Sie für diese Arbeitslosen jetzt aufkommen sollen, nur weil Sie offenbar nicht an sie gedacht haben.

  • Klaus-Erhardt

    Klaus-Erhardt

    @ Werner Witte

    Ich habe auch nicht zu einem Boykott gegen Amazon oder irgendein anderes Unternehmen aufgerufen. Das ist der feine Unterschied. Denn wer, wie Frau Rode, öffentlich dazu aufruft, dem sollte auch bewusst sein, welche Folgen das u.U. haben kann.

  • Harry

    Harry

    @Werner Witte:
    "Amazon mit Kapialismus nichts zu tun hat. Vielmehr mit Monopolkapitalismus"

    Gut, ich nehme zur Kenntnis, dass sie nicht wissen, was Marktwirtschaft/Kapitalismus ist.Zum Nachlesen habe ich es weiter oben lang und ausführlich beschrieben.

    "Es ist doch Ihre eigene Bequemlichkeit, die Ihnen da gefällt."

    Herr Witte, warum ich eine Geschäftsbeziehung mit jemandem eingehe, geht sie und alle anderen einen feuchten Darmwind an. Da mich aber niemand dazu zwingt, von staatlichen Monopolen einmal abgesehen, tue ich es freiwillig. Das sollte als Erwiderung reichen.

    "Haben Sie denn gar keine Angst, dass Sie eines Tages nur noch bei Amazon bestellen können, sonst nirgends"

    Nein, diese Angst habe ich nicht. Diese Angst habe ich nur bei staatlichen Monopolen. Wenn mir Amazon nicht gefällt, kaufe ich wo anders. Und sollte Amazon einmal die Wünsche seiner Kunden nicht mehr optimal befriedigen, werden diese zu bereitwillig sich anbietenden Konkurrenten gehen. So wie es überall in der Wirtschaft ist.

    @Alex:
    "Bei einem Unternehmen, das seinen Sitz in Steueroasen hat..."

    Luxemburg ist nun mitnichten ein Niedrigsteuerland. Aber selbst wenn dies so wäre, liegt es dann an Deutschland, ein Wirtschaftsklima zu schaffen, bei dem sich auch solche Unternehmen wie Amazon gerne ansiedeln ... oder eben darauf zu verzichten, inklusive der Steuereinnahmen. Der Wettbewerb unter den Staaten bewahrt uns vor noch höheren Steuern. Insofern kann man solchen Unternehmen sogar fast schon dankbar sein.

    "essen Geschäftsmodell darauf basiert, erst dann profitabel zu arbeiten, wenn genügend Marktteilnehmer vom Markt verdrängt sind"

    Offenbar noch jemand, der nicht weiß, was Marktwirtschaft/Kapitalismus ist. Jeder Unternehmer muss (und möchte) Gewinn machen. Dazu ist es nötig, Kunden das subjektiv beste Angebot zu bieten. Dies geschieht natürlich auf Kosten anderer, weniger erfolgreicher Anbieter. Wer seinen Kunden nicht ständig und dauerhaft das beste Angebot bietet, wird untergehen und von anderen Marktteilnehmern verdrängt werden, die Kunden bessere Angebote machen. Das Geschäftsmodell eines jeden Unternehmers beruht also darauf, andere Marktteilnehmer erfolgreich zu verdrängen.

    @Dr. Dabisch:
    "Firmen wie Amazon aber zerstören die Bürgergesellschaft"

    Sollte das ein Witz sein? Ich bin ein Bürger. Und ich entscheide, wann ich wo einkaufe. Und wenn ich bei Amazon einkaufen möchte tue ich das. Möchte ich das nicht, lasse ich es. Und jeder andere Mensch ist ebenfalls ein Bürger, der genau dasselbe tut. Noch mehr "Bürgergesellschaft" ist nicht möglich.

    Sie dagegen wollen Politiker darüber bestimmen lassen, wer wann wo einkaufen kann und wann nicht. Das ist eine andere Umschreibung für Diktatur.

    @Chagall:

    Was sie beschreiben, nennt man Wettbewerb unter den Staaten. Luxemburg möchte gerne Unternehmen anlocken, sie dort ansiedeln und von den Steuereinnahmen profitieren, den Menschen Arbeitsplätze bieten und seinen Wohlstand steigern. Ein vollkommen richtiges und wichtiges Ziel.

    Wenn Deutschland nun meint (trotz statistisch sogar geringerem Lebensstandard) zigmal so hohe Steuern erheben zu müssen, kann das Deutschland tun. Allerdings hat das einen Preis: Unternehmen wandern lieber ins Ausland und mit ihnen Steuern, Arbeitsplätze und Wohlstand.

  • buchhändlerin

    buchhändlerin

    Was verdient denn ein Amazon-Mitarbeiter, der vielleicht
    nur kurzfristig beschäftigt ist? Der zahlt keine Einkommenssteuer, nur geringe Lohnsteuer und geringe
    Leistungen in die Rentenkasse ein. Wovon soll der später
    mal seine Rente bekommen? Das sieht man in den USA
    zur Genüge, eine schlechte oder keine Krankenversicherung ist die Folge. Also was bringt uns
    solch ein Niedriglohnsystem ein: Die Menschen werden
    durch Europa gekarrt und müssen in diesen Betrieben
    arbeiten und können kaum davon leben. Wenn sie entlassen werden, und das ist ja in Massen bei Amazon
    nach Weihnachten der Fall, zahlen wir als Steuerzahler
    die Zeche, sprich Harz 4 oder das Arbeitslosengeld.
    Soviel zu Klaus-Erhardt und seiner Argumentation.
    Amazon und solche Unternehmen sind weit entfernt
    vom Sozialstaats-Denken, andere Unternehmen zahlen
    ja auch ihre Steuern und können existieren (z.B.
    Rossmann). Und die Gewinn bleiben ja auch nicht in
    Luxemburg hängen, sondern werden weiter transferiert
    ins nächste Steuerparadies.
    Wer zahlte nochmal hier die Schulen, Kindergärten und
    Universitäten? War es nicht der Steuerzahler?

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @buchhändlerin
    "... geringe Leistungen in die Rentenkasse ein. Wovon soll der später mal seine Rente bekommen?"

    Äh, meinen Sie das jetzt ernst? Und woher, glauben Sie, bekommen Sie mal später Ihre Rente? Aus dem Ofenrohr? Sie galuben dann wohl auch, dass man Bananen biegen muss und die Erde eine Scheibe ist, oder?

    Rente bekommen - hahaha, selten so gelacht. Der Burner des Tages. Niemalsmehrnicht!

    P.S. Warum wollen die Damen und Herren Bundestagsabgeordneten wohl lieber höhere Diäten (also Kohle heute) und "verzichten" dafür großzügig auf Pensionsansprüche? Na, was meinen Sie wohl, buchhändlerin?

  • Harry

    Harry

    @Michael Nardelli:
    "Äh, meinen Sie das jetzt ernst? Und woher, glauben Sie, bekommen Sie mal später Ihre Rente?"

    Frau Buchhändlerin glaubt offenbar immer noch, die staatliche Rente sei eine Art VErsicheurng oder ein Sparkonto. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr es die Regierung schafft, solchen Aberglauben in den Hirnen der Menschen zu verankern.

    @buchhändlerin:
    Wer heute Rentenbeiträge in das staatliche Zwangssystem zahlt, zahlt das Geld an die heutigen Rentner. Die staatlichen Rentenbeiträge sind im Grunde nichts anderes als eine Steuer. Nichts wird angespart. Nichts wird zurückgelegt. Nichts.

    Aber das darf man den Menschen ja nicht zu laut sagen, sonst würden sie eventuell noch fordern, selbst für ihre Rente vorsorgen zu wollen. Wo kämen wir denn dahin, wenn plötzlich nicht mehr Politiker unser Geld ausgeben dürften.

    Und noch nebenbei: Ein Angestellter, der nur kurz beschäftigt und vielleicht auch noch nicht sonderlich gut qualifiziert ist, verdient nirgends sehr viel. Angestellte, die länger bei einem Arbeitgeber beschäftigt und dazu auch noch gut qualifiziert sind, verdienen dafür mehr.

  • Millus

    Millus

    @buchhändlerin

    Als Buchhändler wäre es mir in erster Linie egal, ob Amazon mehr oder weniger Steuern bezahlt als ich. Ich würde mir eher Gedanken machen, wie ich mehr Leute in meinen Laden bringen kann und diese zum Kauf von Büchern in meinem Laden animieren kann.

    "Den Kunden etwas anbieten was sie nicht von Amazon bekommen."
    Ich würde mich erstmal mit meinen Mitarbeitern zusammensetzen und nach Ideen suchen. Die Schwächen von Amazon herausfiltern und die Stärken des eigenen Ladens definieren.
    Die einfachste Taktik ist es den Kunden mit Extras anzulocken.
    "Kaufen sie Bücher im Wert von 20 Euro und sie bekommen eine Tafel Schokolade umsonst."
    Eine Attraktion im Laden aufstellen. Schon ein Aquarium mit paar netten Fischen oder einem Tintenfisch wäre interessant.
    Selbst ein kostenloser Kaffee kann für mehr Ansturm sorgen.

    Für Presse sorgen. Der Presse immer einen Grund geben über den Laden zu sprechen.
    Spezielle Vergünstigungen anbieten.
    "Beim Kauf des neuen Thrillers von XYZ bekommen sie 2 Zigaretten geschenkt."
    Für kleine Skandale sorgen. Das Schaufenster mit nur Buchtiteln aufstellen,wo auf dem Cover nackte Menschen zu sehen sind.
    Beim Kauf jedes Buches erhält man ein Los. Einmal im Monat werden 100 Euro verlost oder ein Gutschein.

    Wenn die Leute online Bücher kaufen wollen, dann stellt man einen eigenen Onlineshop und macht in der Nachbarschaft Werbung für den Onlineshop und lockt die Nachbarn mit speziellen Extras und Vergünstigungen an.

    Nur wer kreativ ist kann heutzutage überleben und den Großkonzernen die Stirn bieten.

    Es ist nicht leicht, aber das war es noch nie und soll es auch nicht. Arbeit ist Arbeit. Und es ist besser selbst einen Weg zu finden, um sich zu retten, als zu warten, das jemand kommt und das Internet abschaltet, denn das wird nicht passieren.

  • Leo

    Leo

    Wow Millus, Du bist ja echt der Checker.

    Am besten gehst Du noch ein paar Jährchen in Ausbildung.

    Gratiszugaben zu Büchern sind wegen Preisbindung nicht erlaubt, ist also nix mit "Kaufen sie Bücher im Wert von 20 Euro und sie bekommen eine Tafel Schokolade umsonst."

  • Andreas Schneider

    Andreas Schneider

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an.
    Jedes Unternehmen braucht Werbung, je störender desto gefüllter sind deren Kassen. So ist es nun mal.

    Deshalb gleich zu einem Boykott aufzurufen ...

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @ 42 Harry
    "Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr es die Regierung schafft, solchen Aberglauben in den Hirnen der Menschen zu verankern."

    Harry, mich erstaunt das gar nicht. Und darum bewundere ich Sie auch für Ihre Geduld, mit der Sie hier noch grundschulartig Erklärungen versuchen. Da stellen Sie sich einer Sisyphus-Aufgabe, die da lautet: "Schlafschafe-Wecken".

    Das Problem: Schlafschafe schlafen tief und fest. Sie recken nur gelegentlich den Kopf hoch, schlafen dann aber lieber wieder tief und fest weiter, um sich nicht der Realität stellen zu müssen.

    Im Schlaf fährt das Gehirn die Aktivität krass zurück. Dadurch hat das System freien Zugriff darauf, kann sich dessen gesamter Kapazität bedienen. Das Schlafschaf bekommt das volle Propaganda-Gehirnwäsche-Programm. Ihm wird (z. B.) eingetrichtert:
    - Was in der Zeitung steht und in der Tagesschau kommt ist die Wahrheit und Realität.
    - Schweizer sind böse und verblödet.
    - Die Rente ist sicher.
    - Massivste Zuwanderung bringt uns die dringend benötigten Fachkräfte ins Land und bereichert unsere Kultur.
    - Lebensversicherungen bringen Sicherheit und Dividende.
    - Der Euro ist alternativlos und bringt Frieden und Wohlstand.-
    - Wer gegen die EU ist, ist gegen Europa.
    - Die Inflationsrate beträgt 0 Komma irgendwas Prozent.
    - Die Arbeitslosenzahl sinkt. Die Auftragsbücher der Industrie sind voll.
    - Im Buchhandel läuft es rund.
    - Konsumiere, konsumiere, konsumiere.
    etc.

    Lieber Harry, Erklärungen wie Ihre zur RV verwirren die Schlafschafe nur, verstören sie gar. Sie reagieren entsprechend mindestens abweisend, meistens böse: Lügner, Verschwörungstheoretiker, Spaßverderber, Ketzer!
    Oder sie sagen: "Ach, das glaube ich nicht. Nein, das können die nicht machen. Nein, so schlimm wird es schon nicht kommen. Uns geht es doch gut. Wir leben schließlich in einer Demokratie."

    Sehen Sie Harry, und genau deshalb erkläre icke nix mehr. Lassen wir den Michel weiterschlafen... Die Schweizer werden es schon richten!

  • buchhändlerin

    buchhändlerin

    Es ist egal, ob die Rente aus Steuern oder dem angesparten
    in der RV gezahlt wird, der einzelne baut ein Punktesystem
    auf und bekommt aufgrunddessen seine Rente. Umso schlimmer, wenn Amazon hier keine Steuern zahlt, beteiligt
    sich das Unternehmen in keiner Weise an unserem Staat
    sondern bedient sich daran.

  • Merfelle

    Merfelle

    @ buchhändlerin

    Sie sollten sich der Realität stellen sonst wird es ein böses Erwachen geben. Sie sparen(!) nichts für Ihre(!) Rente an. Das Geld, was Sie heute(!) einzahlen geht an heutige Rentner. Ihre Rente wird von zukünftigen Arbeitnehmern bezahlt. Und Sie wissen: Die Bevölkerung sinkt und verdient weniger. Demnach wird auch weniger in die Rentenkasse für Ihre Rente eingezahlt. Und wenn kein Geld in der Kasse ist, können Sie mir Ihrem Punktezettel wedeln, soviel Sie wollen. Es ist kein bzw. weniger Geld da. By the way, die Steuern, die Amazon in Deutschland kräftig zahlen würde, würden nicht(!) für Ihre Rente investiert, wie Sie sich vielleicht erträumen.

  • Schock

    Schock

    Nicht zu fassen, es gibt noch Menschen in Deutschland wie buchhändlerin, die glauben, sie würden noch eine Rente erhalten, die den Namen Rente verdient.

  • Werner Witte

    Werner Witte

    Sehr geehrter Herr Nardelli,
    warum schreiben Sie hier so einen Quatsch. In Deutschland erhalten spätere Rentenbezieher jährlich einen Bescheid über ihre zukünftig zu erwartende Rentenansprüche. Man ist also bestens informiert. Das Menschen, die bei Amazon ein viel zu geringes Gehalt erhalten, später weniger Rente erhalten, dürfte doch auch Ihnen klar sein. Es sei denn, dass Sie selbst keine Rente erhalten, weil Sie nie eingezahlt haben und deshalb keinen Bescheid erhalten können. Wovon auch, wenn man bedenkt, wie wenig Prozente Sie für Ihre verkauften Bücher bei Amazon erhalten. Sie können doch froh sein, wenn hier jemand zum Kauf-Boykott gegen Amazon aufruft. Dann gibts später sicher auch für Sie mehr Rente, weil sie wieder vernünftig an Ihren Veröffentlichungen verdienen. Genau das will doch die Initiatorin. Darüber sollten Sie doch froh sein! Wer ist hier wohl das Schlafschaf?

  • Onkel Erwin

    Onkel Erwin

    @ Werner Witte

    In jedem Bescheid steht, das es die voraussichtliche(!) Rente ist und sich die Ansprüche natürlich jederzeit ändern können. Rentenbescheid ist nicht gleich tatsächlich Rente in 25 Jahren. Papier ist geduldig!

  • buchhändlerin

    buchhändlerin

    Danke, Herr Merfelle, über das Rentensystem bin ich
    bestens informiert. Entscheidend über die Renthöhe ist
    immer der Zeitraum und die Höhe der Einzahlung für
    die spätere Rente. Und was die Selbständigen betrifft, auch
    sie können in dieses System freiwillig einzahlen.
    Haben Sie das in den USA auch so geregelt, Herr Merfelle
    aus Mörfelden?

  • rautenklause

    rautenklause

    Diese Amazonphobie wird langsam peinlich – umso mehr, wenn LINKE
    UnternehmerInnen (nicht Unternehmer_innen?), die doch – ideengeschichtlich
    betrachtet - eigentlich ganz gut mit Monopolen leben können müssten, die
    ewige Wiederkehr des gleichen Argumentes durchhecheln …

    Laut FAZ vom 05.02.2013 erwirtschaftete Amazon in Deutschland im Jahr 2012
    einen Umsatz von 6,5 Mrd Euro. Davon entfielen etwa 1,8 Mrd Euro auf die
    Buchsparte – was bedeutet, dass 4,7 Mrd mit anderen Gütern erzielt wurden.
    Dies scheint aber vor den Augen der Frau Rodé und ihrer wackeren
    MitstreiterInnen nicht der Rede wert zu sein – man starrt nur auf den
    Buchverkauf wie das sprichwörtliche Kaninchen auf die Schlange. Was mich
    wiederum zu der Frage veranlasst: würde eine derlei sinnbefreite Aktion
    auch so ein Echo finden, wenn es um andere Warenkategorien ginge? Wobei ich
    geneigt bin anzunehmen, daß die Boykottrice auch die Bereiche Kleidung und
    Kosmetika mit Nichtachtung straft …

    Wäre es nicht angebracht, die Kommunen für die nicht nur einzelhändlerische
    Verödung der Innenstädte ebenfalls anzugehen? Wenn ich gezwungen werde, ins
    Parkhaus zu fahren, um mein bestelltes Buch abzuholen? Wenn Dauerbaustellen
    die letzte Lust vertreiben, die Stadt überhaupt anzufahren (wie es gerade
    hier im Süden in Karlsruhe, Mannheim und kleinstädtisch Neckargemünd
    derzeit bravourös vorexerzieren).

    Oder die oft hanebüchende Fachkenntnis des Verkaufspersonals, das – obwohl
    mit allen bibliographischen Angaben gefüttert – das gesuchte Werk nicht
    finden kann oder will, naserümpfend und abschätzig blickend mich spüren
    lässt, was es von meiner ihrem politisch korrekten Weltbild
    zuwiderlaufenden Bestellung hält oder – betriebswirtschaftlich suizidär –
    mein Angebot, das mehrere hundert Euro kostende Prachtexemplar beim Verlag
    zu bestellen, dann doch den Großhändler wählt – und die Argumente „Rabatt“
    und „ich brauche es erst in drei Wochen und kann vorher auch nicht kommen“
    einfach in den Wind schlägt.

    Ich habe Buchhändler von der Pike auf in einer großen
    Universitätsbuchhandlung mit Antiquariat, Auslands-, Fortsetzungs- und
    Schulbuchabteilung gelernt (also wirklich das gesamte Spektrum … ohne ebook
    …) und diese alteingesessenen Buchhandlung ist genau aus obigen Gründen
    pleite gegangen – ohne Amazon, denn die gab es da noch nicht.

    Die Welt kann einfach erscheinen, wenn man nur will – ob sie es tatsächlich
    ist, steht auf einem anderen Blatt.


    @ Gabaldon: Sehr treffende Feststellung, die ich mit einem – wie ich vor
    dem Hintergrund des etwas unvorteilhaften Bildes des Frau Rodé finde –
    passenden Zitat weiterführen möchte „Eine Frau, die sich morgens
    zurechtmacht, tut mehr für die Kultur ihres Landes als deren sämtliche
    Funktionäre.“ (Klonovsky)

  • Merfelle

    Merfelle

    @ buchhändlerin

    "Entscheidend über die Renthöhe ist
    immer der Zeitraum und die Höhe der Einzahlung für
    die spätere Rente"....

    Ihre spätere Rente wird von den späteren Beitragszahlern bezahlt. Und wenn es nicht mehr ausreichend Beitragszahler gibt (z.B. demografischer Faktor, also Bevölkerungsrückgang), die einzahlen, oder diese Einzahler nicht viel verdienen (Niedriglohn, Leiharbeit, Teilzeit), von dem sie in die Rentenkasse einzahlen, dann ist einfach nichts in der Kasse. Da können Sie wer weiß wie lange und in welcher Höhe eingezahlt haben... es ist einfach nichts oder nur wenig da!
    Demzufolge ist Ihre Rente auch entsprechend niedrig. Was glauben Sie, warum in Deutschland überhaupt über Altersarmut diskutiert wird, trotz langen Einzahlzeiten in das Rentensystem...!??!

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @ 52 "Entscheidend über die Renthöhe ist
    immer der Zeitraum und die Höhe der Einzahlung für
    die spätere Rente. Und was die Selbständigen betrifft, auch sie können in dieses System freiwillig einzahlen."

    achsoooohh, klar! Sie sind gar keine Buchhändlerin, sondern Keilerin der Deutschen Rentenversicherungsanstalt (Anstalt!). Und Sie wollen einfach unsere Diskussion hier mit nervtötender Werbung für Ihre Anstalt (!!) stören. Jou!

    Und Sie sind über das Rentensystem also bestens informiert. Ihre Quellen? Lassen Sie mich raten: Das GEZwangsgebührenfinanzierte Propaganda-Fernsehen. Da hat auch der Nobbie Blüm weiland seine legendäre Lüge losgelassen: "Die Rente ist sicher!"

    @50 Werner Witte

    Papier- und Staatsgläubige sind die schlimmsten Realitätsverweigerer. Unibuch-Händler - soso! Na ja, viel Freude mit dem nächsten Rentenbescheid jedenfalls. Mir ist der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach...Va, pensiero, sull'ali dorate ...

  • Psüschologe

    Psüschologe

    @ Michael Nardelli

    Hm, vielleicht trägt der eine oder andere BuchhändlerIn den Blümschen "Die Rente ist sicher"-Spruch wie ein Schutzschild vor sich her, um sich nicht der Realität stellen zu müssen. Allerdings sind solche Leute später, wenn das Elend da ist, unweigerlich "überrascht".....

  • Georg M.

    Georg M.

    Wichtig in diesem Zusammenhang ist vielleicht auch noch die Meerschweinchenpopulation in Chile!

    Nein?

    Na egal viele der Kommentare haben ja nun auch nichts mit dem Artikel zu tun.

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    Georg M.,

    na ja, vielleicht liegt das einfach daran, dass die Diskussion hier, etwa über den Renten-Betrug, wichtig und notwendig ist - im Gegensatz zu der überflüssigen Amazon-Boykott-Aktion der Dame aus dem Xanthippen-Feminat - und im Gegensatz zu Ihrem geistig sehr dürftigen Beitrag.

  • Werner Witte

    Werner Witte

    In diesem Forum ist sicher niemand der Auffassung, dass der Boykott-Aufruf von Frau Rode das Kaufverhalten des typischen Amazonkunden ändern wird. Das wäre ja geradezu so, als ob man einen typischen Bildzeitungsleser dazu bringt, von nun an täglich die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu lesen. Das funktioniert nicht. Bevor man aber lebenswichtige Anliegen von betroffenen Menschen in die Lächerlichkeit zieht, sollte man es doch lieber machen wie Frau Rode und sich wehren. Der Boykott-Aufruf ist hierfür nur eine Möglichkeit. Unsere Demokratie läßt noch viele andere zu.

  • Theo

    Theo

    Die FAZ ist doch genauso weit rechts wie die Bild...

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    Bin einigermaßen schockiert über die Schlichtheit der Gemüter und die diversen Rechtschreibfehler, okay passiert schnell, als Tippfehler in der Rage des Rausspuckens der vielen gehässigen Gedanken. Ich habe nach dem 7. Comment aufgehört. Zeitverschwendung.
    Anders als die Boykott-Aufruferin, fand ich es spannend, als ich neu bei Amazon, dort selbst aber nie etwas bestellt, aber sofort tauchte meine "Wunschliste" auf, wenn ich mich einloggte, und ich sah, nun doch leicht bestürzt, hey, da geht ja nichts verloren. Die sammeln ja fast meine Gedanken. Inzwischen, wer eine googlemail oder gmail Internet-Adresse hat, oder eine Website, ganz allgemein, weiß jeder, dass nichts, aber auch gar nichts "verlorengeht", und in der Tat jeder Schritt, also Klick genauestens registriert und vermarktet wird. Schaute ich mir z.B. vor Weihnachten Geschenke für kleinere Kinder an, tauchte prompt der Name der entsprechenden Internetplattform als Werbe-Banner entweder neben meinem e-mail-account auf, oder noch "überraschender", als Banner auf meiner online-Site. Zugegeben, wir haben Google-Werbung zugelassen, aber da man auf meiner Site nichts machen kann, außer lesen, klickt kaum jemand die Werbe-Site an, die rechts oben als einzige Werbung zu sehen ist.
    Man könnte es vielleicht etwas dezenter machen, dass nicht sofort nach dem online-Blättern in irgendwas, die entsprechende Werbung in deiner online-Umgebung auftaucht. Aber Google, und das wissen inzwischen ja selbst Laien, sammelt, wie alle anderen "real" Social Media, oder die bekannten, Daten, Daten, Daten, Daten. Insofern ist dieser Punkt des Staunens der Boykottaufruferin doch eher vor-vorgestrig. Oh, die sammeln meine Daten..!!

    Zu allen anderen Gedanken, Argumenten und Gegenargumenten möchte ich nichts sagen.

    Außer, siehe oben, wie kleinkariert und engstirnig das wirkt. Halt wie man sich den deutschen Michel vorstellt. Interessanterweise gibt es dazu endlich mal kein weibliches Pendant....
    Besonders geärgert, wenn ich das noch hinzufügen darf, ist die Dümmlichkeit des Lästerns über die Volkshochschulen. Immerhin wird durch die staatliche Subvention der Preis für die Schüler, zumeist Erwachsene, bezahlbar. Während gerade ein "Seminar für digitalen Journalismus" beworben wird, (nicht hier, auf einer anderen Plattform) - da die "Module insgesamt" über 3.000 Euro kosten. Ach so, Zielgruppe sind Chefredakteure und Agentur-Leiter.

    Dass die Boykottaufruferin der Ansicht ist, Wachstum um jeden Preis ergäbe keinen Sinn - ist ja richtig. Vielleicht hat sie sich bloß etwas ungeschickt ausgedrückt. Aber dann di e "Antwort" - als Tipp, wie man am besten die Ellenbogen rücksichtslos gebraucht, um selbst mehr und mehr, und die anderen vom Markt zu drücken -

    nein, alles - bäh, nur schnell weg. Schlecht für Karma.

  • Werner witte

    Werner witte

    @61

    Statt sich mit ...alles - bäh .. so intensiv zu beschäftigen, hätten Sie sich, bei all Ihrer Sorge um eine genaue Rechtschreibung, vielleicht besser mit einer konstruktiven Stellungnahme zum Boykottaufruf äußern können. Immerhin geht es hier um einen multinationalen Konzern, der das Potenzial zur Marktherrschaft in Deutschland besitzt und bei dem tausende Menschen in abhängiger Beschäftigung stehen.

  • Krebse im Eimer

    Krebse im Eimer

    " Amazon versteuert seine Umsätze in Luxemburg mit 3 % Steueranteil Gegenüber Deutschland existiert also bei allen elektronischen Artikeln ein Vorteil gegenüber dem deutschen Einzelhandel von weit über 10%, bei Büchern sind es immerhin 4%."

    Sollte man dann nicht vielleicht den Staat boykottieren, der mit solcher Steuerpolitik Unternehmen nötigt ("quasi-erpresserisch"), sich nach einem Standort umzusehen, der weniger des erwirtschafteten Geldes abgreift, statt eben jenen Staat anzuflehen, doch nun endlich mit Zangsmassnahmen den bösen Krebs, der die Möglichkeiten des vereinten Europas zu seinem Vorteil nutzt, zurück in den Eimer zu drücken?

    Ich verstehs nic-... "Elisa Rodé ist Mitglied im Bundessprecherrat der LINKEN UnternehmerInnen." Ah. Jetzt.

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    @Werner Witte - Es ist genau jene Art der "Reaktion" wie die Ihre, die ich angreife. Sie greift zu kurz und beißt sich an einem letzten Satz fest, begreift auch nicht die Zwischentöne.
    Solche Comments ausführlicher zu kommentieren, macht mir einfach keinen Spaß. Bei den menschenverachtenden Arbeitsbedingungen, die AMAZON in this country bietet, ist ein Boykott sicher eine minimale Möglichkeit, zumindest seinen Protest auszudrücken. Die Macht des Konzerns dürfte groß genug sein, und es ist wichtig, dass sich Menschen nicht alles gefallen lassen. Auf der anderen Seite erfahre ich, AMAZON verkauft ja nicht nur Bücher, sondern inzwischen "alles". Das war mir in dem Ausmaß so nicht bewußt, da ich kein Mensch bin, der online einkauft. So wie ich auch nie aus Katalogen, wie unsere Großmütter früher, eingekauft habe. Worum dreht sich die ganze Aufregung eigentlich? Sähe es anders aus, wenn es ein CSU-Mitglied gewesen wäre, das den Boykott angestoßen hätte?

    Nice weekend - und an die ADMIN - aus Versehen habe ich den Link "nicht mehr benachrichtigen" gedrückt, als ich eigentlich in die Comment-Reihe wollte...)) Klar möchte ich gerne nach wie vor an der Diskussion beteiligt werden. Danke.

    • ...

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