myBookShop erweitert die Optionen für das Direktgeschäft der Verlage

Libri macht das mit Links

Es gibt viele Wege, die Online-Umsätze inhabergeführter Buchhandlungen zu pushen – neuerdings auch diesen: myBookShop von Libri. Der Service bringt Verlage mit dem Sortiment zusammen, verlinkt Kunden von hier nach da.

Verlage haben in den vergangenen Monaten immer wieder beteuert, wie viel ihnen am Buchhandel liegt und wie sehr sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind. MyBookShop wäre eine Möglichkeit, in diesem Punkt öffentlich ein Zeichen zu setzen, auch wenn Libri hier auch eigene Interessen verfolgt. Das System dahinter funktioniert wie ein Drehkreuz im Web: 

  • Zuerst binden Verlage den Bestell-Button von myBookShop in die Titelwebsite ein, im Grunde ein simples Logo.
  • Klickt ein Käufer darauf, weil er den Titel gern erwerben möchte, gelangt er (mit den Titeldaten im Gepäck) zu einer Auswahlseite aller teilnehmenden Buchhandlungen – auf mybookshop.de. Hier gibt er dann zum Beispiel seine Postleitzahl ein, und findet ad hoc die Läden in seiner Nähe. Buchhändler, die ihren Webshop via Libri betreiben, sind hier automatisch dabei, alle anderen Sortimenter (die keine Libri-Partner sind) können sich kostenlos unter mybookshop.shop-asp.de/buchhaendler.html für die Vorschlagsliste registrieren.   
  • Einen Klick weiter befindet er sich bereits auf der Titelseite des Webshops dieser Buchhandlung – und bestellt (oder lädt sich das E-Books, das Hörbuch etc. herunter).

Libri-Geschäftsführer Hans-Peter Kübler © privat

Welche Ziele Libri damit verbindet, erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Kübler so: „Wir möchten den Buy-Local-Gedanken immer wieder mit gezielten Maßnahmen stärken und freuen uns, wenn Leser mit modernem Informationsverhalten durch myBookShop dem klassischen Buchhandel erhalten bleiben.“

Bei Interesse: mybookshop.shop-asp.de/verlage.html

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12 Kommentar/e

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  • Dirk Niewöhner

    Dirk Niewöhner

    Tolle Sache!

  • hansel

    hansel

    ... und wenn sich jetzt noch irgendwelche User auf die Webseiten der Verlage verirren würden ... da ist der rollende Rubel ja gar nicht mehr aufzuhalten!

  • Nutzer

    Nutzer

    Gute Idee. Bringt sicherlich den einen oder anderen Kunden, wenn große Verlage mitziehen

  • Buchhändlerin

    Buchhändlerin

    Hab mich gerade angemeldet, funktioniert ja bestens.
    Woher weiss ich in Zukunft, über welche Seite die Kunden
    kommen? Gibt es einen Hinweis auf meiner Internetseite?

  • Susanne Martin

    Susanne Martin

    Das finde ich eine wirklich gute INitiative, vor allem, daß diese Lösung nicht nur LibrikundInnen zu Verfügung gestellt wird gefällt mit!

  • Anna Roth

    Anna Roth

    Eine sehr gute Idee. Hoffentlich machen viele Verlag mit.

  • Frau Klein

    Frau Klein

    Wie sieht es denn mit den Konditionen aus? Bekommt der Verlag was? Wird dem Buchhändler etwas abgezogen oder ist es ein Netzwerk ohne Geldfluss? Weiß da jemand schon mehr?

  • mirabell

    mirabell

    ich bin mir ziemlich sicher, dass was auch immer libri hier anbietet, größtenteils auf dem rücken der verlage gemacht wird. nicht nur, dass druck ausgeübt wird, das zur abwechslung mal relativ profitable direktgeschäft mit dem buchhandel, der daran nun wirklich null mitgewirkt hat, zu teilen und abzugeben, sondern auch über die zusätzlichen prozente die libri sich nun holt, als würde der buchhändler das eine exemplar für den kunden über libri ordern. libri ist leider sehr erfolgreich darin, kill-the-profit-margin für buchhändler als bequemes erfolgsrezept zu verticken. dass der börsenverein das auch noch so blind jubelnd feiert, kann nur den hohen libri-beiträgen geschuldet sein.

  • buchmarktbeobachter

    buchmarktbeobachter

    @mirabell
    Was soll denn bitte dieser unqualifizierte Kommentar mit diesen Unterstellungen? Wo ist denn bitte hier "kill the profit" für die Buchhändler, wenn ihnen mit dieser Lösung Kunden zugeführt werden?? Zumal sich auch Shops beteiligen können, die gar keine Libri- White-label- Shops sind? Entscheidend wird doch sein, wie die Verlage damit umgehen. Sie sind doch nun gefordert, nicht mehr auf amazon, ebook.de, buecher.de oder wen auch immer zu verlinken, sprich den Umsatz dorthin zu lenken oder die Bestellung komplett selbst und damit am Sortiment vorbei abzuwickeln, sondern diese Lösung einzubauen und den Bekenntnissen für den stationären Buchhandel somit Taten folgen zu lassen!
    Eine gute Idee, die hoffentlich auf möglichst allen Homepages der Verlage eingebaut werden wird!

  • Stationärer Buchhändler

    Stationärer Buchhändler

    @mirabell:
    Wenn Sie sich mal eine kleine Stichprobe von Verlagsseiten ansehen, werden Sie feststellen, dass der Großteil auf die großen Online-Versender beim Kauf verlinkt. Dieser Umsatz geht am stationären Buchhandel vorbei, was nicht im Interesse der Verlage sein kann. Hier bildet sich ein Monopol (bzw. ist schon gebildet), das langfristig wieder zu Margendruck bei den Verlagen führen wird. Der Börsenverein tut gut daran hier einen Appell an die Praxis bei den Verlagen auszusprechen.

  • middle earth

    middle earth

    tolle Idee, endlich kommen die Online Käufer auch an Amazon vorbei.
    Hatte mich schon geärgert das einige Verlage zwar schreiben "bestellen beim Buchhändler Ihrer Wahl aber gleich daneben kann auf Amazon geklickt werden. Prima, da macht mal wieder etwas Freude:
    .

  • Reflechir

    Reflechir

    Ob das ein gutes Konzept für den Buchhandel ist, hängt von dieser Frage ab:

    bekommt der Buchhändler eine Provision, wenn er die Option des Direktversands durch den Großhändler, Libri, wählt, oder verdient er nur, wenn der Kunde entscheidet, im Buchhandel abzuholen.

    Stimmt der zweite Fall, ist dieses System für die Händler m.E. nur von nur von bedingtem Nutzen, der lokale stationäre Händler kann so keine Konkurrenz zu Amazon darstellen.

    Und - es können nur Produkte gekauft werden, die bei Libri gelistet sind, hinter dem Libri Angebot steht NICHT das gesamte Buchangebot!

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