Besucherplus

175.000 Besucher auf der Leipziger Buchmesse

Zur diesjährigen Leipziger Buchmesse mit dem Lesefest "Leipzig liest" kamen 237.000 Besucher, davon 175.000 Besucher auf das Messegelände - ein Plus von vier Prozent. Auf der Messe zeigten 2.194 Aussteller (2013: 2.069) aus 42 Ländern ihre Novitäten. Eine erfolgreiche Premiere feierte die Manga-Comic-Convention: 31.000 Manga- und Comicfans aus ganz Deutschland reisten nach Leipzig.

© Monique Wüstenhagen

Bei der Manga-Comic-Convention in Halle 1 tauchten die oft kostümierten jungen Fans im großen Ausstellungsbereich sowie in Workshops und Lesungen in die Manga-Erlebniswelt ein.

„Die Leipziger Buchmesse zeigt sich weltoffen, jung und politisch“, zog Börsenvereinsvorsteher Heinrich Riethmüller Bilanz. „Die hier gezeigte Begeisterung für Bücher geht Hand in Hand mit dem neuen Selbstbewusstsein des Buchhandels vor Ort. Das lebhafte Interesse vor allem auch der jungen Menschen zeigt, wie aktuell Bücher und das Lesen für diese Generation sind.“

Der Auftritt des Gastlands Schweiz, bei dem mehr als 80 Autoren in über 150 Veranstaltungen die Neuerscheinungen des Frühjahrs präsentierten, war gelungen: „Wir sind überglücklich“, sagt Dani Landolf, Geschäftsführer des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands SBVV. „Unser Konzept, die ganze Stadt einzubinden und viele Begegnungen zu schaffen, ist aufgegangen."

Zum dritten und letzten Mal bot der Schwerpunkt „tranzyt“ Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus. Kurator Martin Pollack präsentierte herausragende Literatur und bot Raum für Diskussionen. Einen Scheinwerfer auf die Neuerscheinungen aus Südosteuropa warf das Netwerk Traduki. Erstmals war das Fürstentum Liechtenstein im Programm vertreten. „tranzyt und Traduki haben die Leipziger Buchmesse wieder auf einzigartige Weise bereichert“, resümiert Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Der Fokus auf Ost- und Südosteuropa zeigt uns neue Perspektiven auf." Gerade in der politisch brisanten Situation sei es gelungen, den verschiedenen Blickwinkeln breiten Raum für Diskussionen zu bieten.

Die Leipziger Buchmesse 2015 findet vom 12. bis 15. März statt.

Schlagworte:

50 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Günter"YOGI"Lauke

    Günter"YOGI"Lauke

    Die Buchmesse LEIPZSCH war die Hölle! Diese zwar schön anzusehenden COLPLAYS&MANGA-KIDS hätte man in Halle 1 einsperren sollen & NICHT auf die MESSE lassen! Die wollten "PARTY machen", rumhopsen, Fangen spielen....und haben damit den Verlauf der BUCHMESSE - die die ja überhaupt NICHT verstanden haben & damit auch ALLES blockiert! Viele BESUCHER&Aussteller waren damit überhaupt NICHT einverstanden! => MANGA-CONVENTION 2015...BITTE SEPARAT!

  • Galbadon

    Galbadon

    Lieber Yogi,

    dass fände ich wirklich sehr, sehr schade: die Cosplayer sind eines der Highlights der Messe - und tragen durchaus mit dazu bei, nicht auf dieses angestaubte, bierernste Frankfurter Niveau zurückzufallen.
    Ist doch schön, wenn Fantasie zu Form gerinnt - was will man denn als Büchermacher mehr? Und ja: die Buchwelt soll auch Spaß machen (und sie sollte ihn auch vertragen).
    Aber schon klar: Kulturträger sein ist immer eine ernste Sache, die Würde erfordert, andächtiges Betrachten der Bücherstände, muckmäusiges Lauschen der Vorträge...

  • Günter"YOGI"Lauke

    Günter"YOGI"Lauke

    NEIN! es geht NICHT um die WÜRDE! QWirklich NICHT! Aber: Die KIDS waren im MesseGedränge wirklich total fehl am PLATZ! Hab ja gesagt "schön anzusehen"! Das wars für uns ja! ABER. Die haben sich ziemlich verloren gefühlt in den HALLEN 2-5! Sowas sollte man doch besser "SEPARAT" machen! Die "35.000 KINDER" wolten was erleben Aber: "kindgerecht"!! => Fehlte nur noch die "obligate" HÜPFBURG! Neeeneeeneee! Muss ICH nicht haben...bei aller LIEBE!

  • Bücherwurm

    Bücherwurm

    Ich fahre schon seit einigen Jahren nicht mehr nach Leipzig, weil dieser ganze Manga-Faschings-Verkleidungs-Rummel von Jahr zu Jahr immer ärger geworden ist.

  • peter&paul

    peter&paul

    @lauke
    offensichtlich ist ihnen entgangen, dass die sogenannte leipziger buchmesse schon seit sehr vielen jahren keine kommerzielle messe im eigentlichen sinne mehr ist, sondern vielmehr eine aufgeblähte publikumsveranstaltung. und dahinein passen die bunten mangafreaks eigentlich sehr gut.

  • Günter"YOGI"Lauke

    Günter"YOGI"Lauke

    Seh ich genauso! Für mich war "LEIPZSCH" die reine HÖLLE!
    => Ich war in diesem Jahr zum ersten Mal & auch zum allerletzten Mal da!
    PS: Ich geh auch NICHT nach "KRANKFURT"!!

    NEIN! Das tu ich mir NICHT an!!!

  • 81westley

    81westley

    Was für eine blöde Branchen-Einbildung. Mann, heute verkleiden die sich, haben Spaß und kaufen Mangas. Und finden Bücher vielleicht doch nicht so blöd wie manch andere. Und morgen kaufen die bei uns vielleicht ein Buch, weils selbstverständlich geworden ist. Oder auch ein Ebook, ist mir doch egal, welches Trägermedium.
    Aber setzt euch ruhig in euren Elfenbeinturm, ihr Bücherwürmchen und Möchtegernverlegerchen, vielleicht verkauft ihr ja auch morgen noch Bücher. Oder auch nicht.

  • Joachim Kaps

    Joachim Kaps

    Wenn man leserfeindliche Kommentare wie die von laukemedia und bücherwurm liest, wundert es einen nicht, warum der "Buchmarkt" seit einigen Jahren schwarze Nullen als Grund zum Feiern ansieht. Wer sich derart unhöflich verhält und das nachwachsende Publikum - das in seinem Segment von Jahr zu Jahr 8 % mehr Bücher (!) kauft - derart beschimpft, verspielt seine eigene Zukunft. Da wünsche ich viel Freude auf dem Weg in die roten Zahlen, die man sich bei einer solchen Haltung redlich verdient hätte.

  • Bardok

    Bardok

    Guten Abend,
    Einerseits kann ich das eingestaubte denken der Bücerhändler verstehn das Wir Manga und Animefans die LBM sehr einehmen und das für Sie anstrengend erscheint. ABER viele Anime und Magafans lesen auch Krimmis, Dramen und viele andere Bücher das sollten Sie nicht vergessen.

    Und Bitte Wir sind Keine Kinder. Wir sind Jugendliche und Erwachsene Menschen.

    Klar Wir aufgedehten Animmefans haben unseren spaß und den lassen wir uns nicht nehmen. Aus dem Grund hat die LBM den Manga und Animebereich in eine seperate Halle ausgelagert um den Normalen Besuchern Möglichst ungestörten aufendhalt auf der zu ermöglichen.

    Zu dem post von Joachim Kaps.
    Dem kann ich nichts hinzufügen.
    Der Wandel der Zeit schreitet vorran.

    Mein Fahzit der LBM 2014 es hat sich vom durchkommen verbessert und ich denke mal zur nächsten wird sich noch einiges tun.

    LG Bardok

  • Marc 'Karash' C

    Marc 'Karash' C

    Wenngleich ich die starken kulturellen Konflikte der sehr bunten Manga/Japan-Klientel einerseits und der eher biedermännischen europäischen Freunde der Hochliteratur andererseits nicht kleinreden möchte, glaube ich, dass beide Gruppierungen voneinander profitieren könnten, wenn man aufeinander zugeht. Meines Erachtens nach deckt die Manga-Kultur für Jugendliche und junge Erwachsene die Lücke zwischen dem klassischen Kinderbuch und der anspruchsvollen Erwachsenenliteratur ab und ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Literaturwelt.
    Eine gegenseitige Akzeptanz der anspruchsvollen Literaturfreunde einerseits und der Manga-Liebhaber andererseits könnte etwa durch eine stärkere Förderung von Angeboten, die beide Gruppen ansprechen, erreicht werden. Beispielsweise könnte mir vorstellen, dass seriöse Veranstaltungen zur japanischen Kultur sowohl für die generell Japan-interessierte Manga-Anhängerschaft als auch für Besucher mit kulturell hochwertigen Ansprüchen interessant wäre. Beispielsweise fand ich bei meinem Besuch in Hiroshima die verschiedenen Werke zur Aufarbeitung der Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki in der sogenannten "Atombombenliteratur" sehr interessant, auch aus moderner Perspektive. Damit möchte ich nur einen Anreiz geben, wie man Brücken zwischen der klassischen Leipziger Buchmesse und ihren Besuchern und den Interessen einer jungen Generation von Lesern schlagen könnte.

  • Nessa

    Nessa

    Sehr geehrte Mitkommentatoren,

    ich finde es wirklich sehr schade, dass Sie die Manga- bzw. Comicszene (Manga SIND Comics!) als reines Kindervergnügen abtun. Comics decken mit allen ihren Spielarten ein sehr breites Altersspektrum ab. Die jüngeren Leser interessieren sich dabei meist für Manga und stecken die meiste Leidenschaft in ihr Hobby - als Zeichner, Autoren oder eben auch Cosplayer, die in stundenlanger Arbeit ihre Kostüme von Hand fertigen.
    Messen wie Leipzig sind für uns traditionell keine trockenen Fachmessen, sondern Treffpunkt der Szene und ein damit Ort, an dem man sein Hobby lebendig und in Gesellschaft Gleichgesinnter ausleben kann. Denn Comics sind mehr als "nur" Lesen.
    Gleichwohl sind auch viele von uns "Comicern" auch Buchleser, die Leipzig nutzen, neue Themen und Bücher zu entdecken - und deswegen auch in den anderen Hallen zu finden sind. Es wäre daher falsch, diese Gruppe, die keine kleine ist, vom Rest der Messe auszugrenzen. Was gäbe das für ein Bild ab in der heutigen Zeit?
    Ich dachte, dass wir aus diesem altmodischen Schubladendenken lange entwachsen sind. Ich scheine mich leider geirrt zu haben.
    Vielleicht sind aber auch Sie am Zuge, sich mit unserer Szene zu befassen und zu entdecken, wie vielfältig, wie offen und wie anspruchsvoll sie ist. Denn auch hier gibt es nicht nur gezeichnete Groschenromane, sondern auch große Literatur. Wenn auch mit ein paar weniger Wörtern, als bei Ihnen in den anderen Hallen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eine Comicleserin und -zeichnerin

  • Sayuri

    Sayuri

    guten abend zusammen,

    ich muss sagen das es schon an einer beleidugung grenzt was hier so einige von sich geben!!!

    @bücherwurm: es heißt nicht "Manga-Faschings-Verkleidungs-Rummel" sondern "Cosplay"

    @peter&paul: "mangafreaks" ist eine absolute beleidigung uns gegenüber...

    leute...wir sind noch jung und wollen das leben genießen und vom alltag wegkommen...

    auch manga´s sind bücher also sollte man lieber froh sein das die jugend "liest" anstatt nur vom TV und PC zu hocken...

    und hier eine kleine erklärung zu uns OTAKU´S
    OTAKU
    -Du sagst Chinesisch, wir sagen Japanisch
    -Du sagst Zeichentrick, wir sagen Anime
    -Du sagst Justin Bieber, wir sagen Vocaloid
    -Du sagst Realität, wir sagen Anime
    -Du sagst Idiot, wir sagen Baka
    -Du sagst Comic, wir sagen Manga
    -Du sagst Pervers, wir sagen Hentai
    -Du sagst homosexuell, wir sagen Yaoi/Yuri
    -Du lernst Japanisch in der Schule, wir aus Animes
    -Du weinst, wenn ein lieblingscharakter stirbt, wir haben bei jedem Charakter einen Regenbogen voller Emotionen
    -Du fühlst nur was deine lieblingsfigur fühlt, wir fühlen was alle Charakter fühlen
    -Du schwärmst für Stars, wir für Animefiguren
    -Du denkst, wir sind verrückt, wir denken, du bist langweilig
    -Du sagst Ozean, wir sagen One Piece
    -Du sagst Familie, wir sagen Fairy Tail
    -Du sagst Ninja, wir sagen Naruto
    -Du sagst Detektiv, wir sagen Kudo Shinichi
    -Du sagst Dieb, wir sagen Kamikaze kaito Jeanne

    -Du sagst, wir sind Freaks, wir sagen, wir sind
    OTAKUS <3

  • Franziska M.

    Franziska M.

    Danke Galbadon, du sprichst mir aus der Seele :)

    Als eingefleischte Buchfans ist die LBM für uns ein muss... und als begeister Mangaleser und vorallem Cosplayer erst recht. Der Entschluss der LBM eine eigenen Convention für den Themenbereich Manga/Comics anzubinden war eine wunderbare Lösung nach dem Platzmangel der letzten Jahre. Wir hatten gehofft, dass man sich dadurch erst recht nicht mehr auf die Füße tritt... so im Sinne von Cosplayer zu "normalem" Messebesucher. Dank jährlich steigenden Besucherzahlen wurde der Platz einfach benötigt. Das war für uns eigentlich ein Zeichen, das wir gerne gesehen sind, egal ob nun in Zivil oder Cosplay. Die Cosplayer machen ja nur einen kleinen Teil der eigentlichen Szene aus.
    Ich finde die Einstellung von Herr Lauke wirklich schade, wir haben durchgehend nur gute Erfahrungen mit den anderen Messebesuchern gemacht und uns grade über die Neugierde und Offenheit vieler gefreut!
    Als Kind abgestempelt zu werden, verärgert mich etwas. Mit meinen 26 Jahren bin ich aus Hüpfburgen lange raus gewachsen, der Großteil der Szene besteht aus volljährigen, arbeitenden Menschen, die sich grade aus dem Grund dieses Hobby eher leisten können. Sicherlich will man auf der LBM Spass haben, es ist ein geselliges Beieinander, dass da mal jemand mit seinem Verhalten über die Stränge schlägt kann man leider nicht vermeiden. Schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten.

    Es gilt aber auch ohne die komplette Mangaszene, dass die LBM jährlich wächst und das Aufgrund der Massen nun mal Gänge in eine Richtung gesperrt werden müssen um die Ströme besser zu kontrollieren. Klar ist das ärgerlich und stört, eine Besserung zum letzten Jahr fanden wir war aber da! :)
    Es würde uns alle mehr als ärgern, würde man die MCC komplett auslagern, wir möchten uns auch die nächsten Jahre noch mit anderen Messebesuchern über unsere Lieblingsbücher austauschen und den Lesungen lauschen können!! :)



  • Besorgter Leser

    Besorgter Leser

    Ich finds auch nicht korrekt wenn sich die ganzen Pokemon und Tamagotschi Fans auf den Gängen prostituieren. Klar- es bricht sich keiner eine Zacken aus dem Kelch dabei, aber es ist ja auch nicht so das hunderte von Literaturfans die Messen von den Pokemon oder Tamagotschi Leuten stürmen und dort halbnackt herumlungern.

    Es ist ja jeder für sich verantwortlich, aber Nur mal so als Denkanstoss...

  • Zeparu

    Zeparu

    Wenn ein besorgter Leser schön verkleidete junge Menschen sieht und dabei nur an Sex denkt, muss man sich wohl wirklich Sorgen machen. Und ganz sicher hätte niemand etwas dagegen, wenn auch Literatur-Fans mal eine Manga-Convention besuchen, egal, ob sie sich dafür als ihre Lieblingsromanfigur verkleiden oder nicht.

  • Galbadon

    Galbadon

    Lieber Yogi,

    wenn den Cosplayern die Hüpfburg fehlt, was fehlt dann den Verlagen - Betstühle? Das sind keine Kinder, sondern (meist) junge Erwachsene. Dämmert dir da irgendwas, wenn man das so formuliert? Zielgruppe? Lesenachwuchs?

    Wie sehr hat man sich in Buchbranche genau das gewünscht: Leser, die in den Geschichten leben. Erinnerst du dich noch, wie segensreich sich Harry Potter auf die Welt der Jugendliteratur auswirkte, wie viele Menschen wieder anfingen zu lesen und seitdem dabei geblieben sind? Und an die vielen, vielen, die VERkleidet die heiligen Hallen der Buchhandlungen betraten.

    Klar kommt es bei der Messe immer wieder zu Konflikten zwischen Cosplayern und Messebesuchern, ist ja wohl auch bei solch einem Gedränge zu erwarten - na und? Wenn ich an die ständige Dauerbeschallung, Zwangsvorträge vom Forum gegenüber, Betrommelung usw. auf anderen Messen denke - dass gehört dazu.
    Und die Cosims tragen zu dem einzigartigen Flair der Leipziger Messe bei.

    Ist dir eigentlich klar, dass diese jungen Menschen nach den literarischen Manga-Vorlagen schneidern, nähen, entwerfen, basteln, sägen und feilen, färben und sticken, stricken und malen. Ich persönlich finde das sehr, sehr beeindruckend - und es zeigt mir immer wieder die Macht der Literatur und der Fantasie. Gute Güte, das waren die Einzigen, die sich wirklich mit Begeisterung auf unsere Handwerksbücher gestürzt haben.
    Eigentlich schade, dass sich Messebesucher nicht als, sagen wir mal, Uckermärker Handwerker und Glöckner verkleidet haben.

  • Galbadon

    Galbadon

    Lieber Yogi,

    wenn den Cosplayern die Hüpfburg fehlt, was fehlt dann den Verlagen - Betstühle? Das sind keine Kinder, sondern (meist) junge Erwachsene. Dämmert dir da irgendwas, wenn man das so formuliert? Zielgruppe? Lesenachwuchs?

    Wie sehr hat man sich in Buchbranche genau das gewünscht: Leser, die in den Geschichten leben. Erinnerst du dich noch, wie segensreich sich Harry Potter auf die Welt der Jugendliteratur auswirkte, wie viele Menschen wieder anfingen zu lesen und seitdem dabei geblieben sind? Und an die vielen, vielen, die VERkleidet die heiligen Hallen der Buchhandlungen betraten.

    Klar kommt es bei der Messe immer wieder zu Konflikten zwischen Cosplayern und Messebesuchern, ist ja wohl auch bei solch einem Gedränge zu erwarten - na und? Wenn ich an die ständige Dauerbeschallung, Zwangsvorträge vom Forum gegenüber, Betrommelung usw. auf anderen Messen denke - dass gehört dazu.
    Und die Cosims tragen zu dem einzigartigen Flair der Leipziger Messe bei.

    Ist dir eigentlich klar, dass diese jungen Menschen nach den literarischen Manga-Vorlagen schneidern, nähen, entwerfen, basteln, sägen und feilen, färben und sticken, stricken und malen. Ich persönlich finde das sehr, sehr beeindruckend - und es zeigt mir immer wieder die Macht der Literatur und der Fantasie. Gute Güte, das waren die Einzigen, die sich wirklich mit Begeisterung auf unsere Handwerksbücher gestürzt haben.
    Eigentlich schade, dass sich Messebesucher nicht als, sagen wir mal, Uckermärker Handwerker und Glöckner verkleidet haben.

  • Stephan Orgel

    Stephan Orgel

    Humorlose, langweilige Menschen, die einmal im Jahr in grellbunte Kleidung schlüpfen, um hemmungslos über die Stränge schlagen, sich sinnlos besaufen, zu grauenvoller Musik durch die Gänge torkeln und die normalen Leute belästigen zu können - ich finde auch schon lange, dass Fastnacht verboten gehört.

    Ach so, es geht hier gar nicht darum, sondern um Cosplayer? Nee, die begegnen einem eigentlich immer höflich und zurückhaltend. Und sie drängeln und rempeln auf der Buchmesse allein schon aus Sorge um ihre liebevoll gestalteten Gewandungen deutlich weniger als so mancher Anzugträger. Außerdem haben sie, wie Gabaldon hier schon angemerkt hat, eine unglaublich faszinierende Eigenschaft die wir alle zu schätzen wissen sollten: Sie lesen!

  • Veit Hoffmann

    Veit Hoffmann

    Die Leipziger Buchmesse mit dem großartigen Rahmenprogramm "Leipzig liest" ist ein Fest für das Buch und vor allem die Leser.
    Aus Sicht der Buchbranche ist sie eine reine "Endkundenmesse". Also ein Platz an dem Bücher, Hörbücher, Comics, Manga, etc. für den / die Leser gezeigt und präsentiert werden.
    Seit Jahren gehört auch der Bereich Cosplay dazu. Und ich bin sehr froh darüber, so viele, meist junge Menschen, auf einer Buchmesse zu haben. Sie sind heute unsere Kunden und sie werden es auch morgen sein. Nur weil Einzelne mit Manga und Anime nichts anfangen können, heißt das doch nicht, dass dieser Bereich nicht zu unserer Branche gehört. In Leipzig zeigt sich sehr eindrucksvoll, wie vielfältig der Buchmarkt ist.
    Also bitte auch im nächsten Jahr: Liebe Anime- und Mangafans: Herzlich willkommen in Leipzig!

  • David Füleki

    David Füleki

    Wo kommt nur all dieser Leserfaschismus her?
    Die Buchmesse mit all ihren Rahmenveranstaltungen ist als interkulturelles Forum für alle Arten von Leser gedacht. Und gerade Leipzig leistet seit geraumer Zeit sehr viel Vermittlungsarbeit zwischen den verschiedensten Subkulturen, was auch in fast aller Regel sehr positiv aufgenommen wird.

    Aber wenn wir schon dabei sind: Warum separieren wir die verschiedenen Leser nicht noch weiter?
    Vielleicht stecken wir nächstes Jahr noch alle Frauen in eine separate Halle? Die lenken mich seit vielen Jahren schon von meinen Günter Grass-Büchern ab. Mit ihren Röcken und ihren hübschen Gesichtern.

  • Marv

    Marv

    Lieber Yogi,

    in den Siebzigern hast Du mit Leuten wie zum Beispiel dem immer vollkontaktgeschminkten Fancy Musik gemacht und warst damit total IN. Der war in den Augen derer, dessen Geiste heute Du vertrittst, jemand, der zwar schön anzuschauen war, Musik aber nicht wirklich verstanden hatte, selbst wenn er Hits produzierte....

    Da Du Zahlen, Gewinne und Gewinner magst:

    Die Fülle der Qualität der dargestellten Figuren kann auf den 100.000 Fotos der größten Online Community bewundert werden: http://animexx.onlinewelten.com/fotos/confotos/

    Das dazugehörige Portal Animexx hat mittlerweile über 100.000 Mitglieder.

    Das Manga One Piece ist mit 300 Millionen verkauften Exemplaren nahezu ähnlich erfolgreich wie Harry Potter.

    Das Legend of Zelda Artbook war das am besten verkaufte Buch bei Amazon.

    Wahrlich, Du musst bunt angezogene Kiddies, Teenager sowie Erwachsene und auch deren Helden nicht mögen. Aber die sind heute nun mal seeeeehr IN.

  • Alina

    Alina

    Der Herr Lauke dürfte eine Menge Probleme haben...
    siehe auch:
    http://www.boersenblatt.net/786139/#comments

  • Börsenblatt Redaktion | Kai Mühleck

    Börsenblatt Redaktion | Kai Mühleck

    Wir bitten um sachliche Kommentare (siehe Netiquette).

    Der eigene Eingang zur 1. MCC in Halle 1 war nach meiner persönlichen Messeerfahrung eine sehr gelungene Lösung. Die vollen Gänge am Wochenende darf man bei den Rekordbesucherzahlen sicher auch nicht den Manga- und Comicfans ankreiden, auch wenn sie natürlich stärker auffallen als die Fachbesucher.

    Lieber Günter"YOGI"Lauke, der Altersdurchschnitt unter den Cosplayern ist vermutlich höher, als Sie denken. Ich verweise auf unsere Umfrage (zugegeben vom Vorjahr) http://www.boersenblatt.net/522798/

  • Thorben-Finn

    Thorben-Finn

    So ist das mit der kulturellen Toleranz - wenn Herr Lauk das infantile Sich-Verkleiden nicht mag und keine Rücksicht darauf nehmen will, ist es eine "beleidugung", grenzt an "Leserfaschismus", dann sitzt ein "Bücherwürmchen" im "angestaubten Elfenbeinturm" etc.

    Ob nicht vielleicht auch die mit superkreativer copypasta um sich werfenden "OTAKUS", deren Schaffenskraft immerhin soweit reicht, sich wie von anderen Menschen gezeichnete Figuren zu verkleiden, mal ein wenig Toleranz und Rücksicht hinsichtlich der bisherigen Messekultur walten lassen könnten? Nein, das wäre ebenso absurd wie und faschistoid.

  • Volker Rachow

    Volker Rachow

    Herr Thorben-Finn,

    wenn Sie schon die vielen Dinge beim Namen nennen, dann doch bitte korrekt. Der tolerante und in rücksichtsvoll, kreativer Majuskelschrift schreibende Herr, der andere einsperren wollte, heißt Lauke.

  • Pacefalcon

    Pacefalcon

    @ lauke, @ Yogi und alle, die was gegen Cosplayer und Anime und Manga-Fans haben:

    Es ist schön zu sehen, wie sehr Sie die Leute aus Halle 1 nicht die Möglichkeit geben wollen sich für anderes zu informieren und lieber von dieser Messe aussperren möchten.

    Es wurde schon vieles Gesagt, was ich nicht wiederholen brauche. Ab mal ehrlich. Die Leute in der Halle 1 waren Humaner und das Obwohl die Halle voller war.

    Ich habe es gewagt und mich aus der Halle 1 getraut. Es war grausam. Man wurde geschubst, zur Seite gedrängt, mit Kinderwagen in die Hacken gefahren und und und.
    Und das waren nicht die "bösen" jungen Leute aus der Halle 1. Sondern die "älteren" Herrschaften.

    Bevor Sie jetzt sagen, man konnte mir von der Kleidung, der Tüten ansehen, dass ich ein Anime und Manga-Fan bin wiederspreche ist. Bin in neutraler Kleidung in den Hallen rumgelaufen.

  • Bücherwurm

    Bücherwurm

    Interessante Diskussion. Ich habe mich bekehren lassen, fordere jetzt aber gleiches Recht für alle. Alle Mittelalter-Fans, die ja auch Bücher kaufen und lesen, müssen das Recht haben, ihre Feste und Ritterturniere auf der Buchmesse abzuhalten. Das gleiche gilt für die Wild-West-Szene. Und es gibt auch noch bestimmt andere lesende Bevölkerungsgruppen, die Freude am Verkleiden haben. Also: Tore weit auf für alle. Ich freue mich schon auf die nächste Leipziger Buchmesse. Das wird ein Spaß !!!!

  • Pacefalcon

    Pacefalcon

    Auch Ritter und Wild West ist und kann im Manga und Comic Bereich vorkommen. Da sind wir aus der Szene offen!

    Es geht doch hier in erster Linie ums Buch. Da ist es doch egal ob Sachbuch, Taschenbuch, Comic oder Manga.

  • Offizin Die Goldene Kanne

    Offizin Die Goldene Kanne

    ja, ja, diese Mangas auf der Messe! Ach, manche waren ganz schön, sie erinnerten mich an einen Badesommer an der Ostsee. Da gab es Marienkäfer. Diese hübschen Krabbeltierchen. Bis eines Tages Millionen davon am Strand waren. Weil es zu vielr waren, fand man sie nur noch störend, wie die Mangas auf der Messe. Wir wollten Bücher verkaufen, sonst nichts. - Jetzt warte ich auf eine scheinbar kluge Entgegnung. HR

  • Pacefalcon

    Pacefalcon

    Wie intolerant man hier doch ist.

    Die Jugend liest keine Bücher mehr. Schlecht.
    Die Jugend interessiert sich für Bücher. Schlecht.
    (Zur Verständnis. Mit Büchern sind hier mal nicht Mangas und Comics gemeint. Sonst hätten Sie die Leute ja nicht gesehen.)

    Meine Sie echt, dass die Messe anders wäre. 31.000 von 237.000 Besuchern, ist nur ein kleiner Teil voll wäre es dennoch geworden und wie gesagt, war am nervigsten eh die anderen Hallen 2-5 wo es wirklich unmöglich abging.

    Gehen Sie mal auf eine reine Manga-Comic Messe. Da werden Sie es nicht erleben, als Störend empfunden zu werden. Naja aber Toleranz muss man scheinbar nicht von jedem erwarten können!

    Erinnern Sie mich bitte nächstes Jahr dran, fluchend und schubsend durch die Hallen zu laufen. Vllt wird man ja so toleriert.

  • Sayuri

    Sayuri

    es ist einfach nur traurig zu lesen das Anime und Manga-Fan´s nicht akzeptiert werden...

    die Jugend sollen die Hobby´s anderer (älterer) Leute akzeptieren ob es ihnen passt oder nicht und das einfach so hin nehmen?!
    und unser Hobby soll sofort weggesperrt werden???

    wo ist da die Logik und Menschenfreiheit???

    LEUTE...Anime und Manga´s sowie Comic´s sind ein großer Teil der Welt also findet euch damit ab!!!

    wir Cosplayer sind sogar harmloser als manch andere Person...
    ein kleines bsp.:
    eine Gruppe Gewalt lustiger Menschen treiben täglich ihr unwesen...oder Mobbing in der Schule...
    diese Sachen werden trotz negativen Einfluss Tag täglich verübt und werden von vielen akzeptiert weil man nichts dagegen machen kann...

    das Cosplay´n ist NICHT täglich sondern auf das ganze Jahr VERTEILT und wird nicht akzeptiert...

    lernt endlich zu akzeptieren und lasst uns unser Hobby!!!
    wir sind keine Freak´s sondern Otaku´s und auch Otaku´s sind Menschen wie jeder andere auch...
    wir gehen zur schule/arbeit und machen was aus unserem Leben!!!

    oder wäre es der menscheit lieber das wir Fan´s kein schulabschluß/keine arbeit haben, dafür nur zuhause vorm TV/PC sitzen und vom Hartz4 leben???

    Anime,Manga´s und Cosplay ist ein Hobby in dem wir unser Herzblut, unsere freizeit und tränen stecken!!!
    andere die z.b. ein Hobby für Stricken,Häckeln, Werkeln, Basteln, usw. haben tun genau das gleiche...

    auch wenn ich mich wiederhole...leute lasst diese hasserei endlich und akzeptiert uns so wie wir sind!!!

    wie "Pacefalcon" schon sagte sollten andere die nichts mit unsere Szene zu tun haben mal auf eine Convention von uns gehen um sich ein bild zu machen was Akzeptanz wirklich bedeutet!!!
    denn da werden alle AKZEPTIERT!!!

    falls es menschen geben soll die sich selbst ein bild von uns machen wollen wie wir wirklich sind möge sich bitte unteranderem diese seite notieren: http://www.animaco.de

    es ist nur eines der vielen Convention die es in Deutschland gibt...

  • Christina Müller

    Christina Müller

    Es ist traurig zu lesen, dass einige Leute scheinbar keinerlei Toleranz für gewissen Leseinteressen aufbringen können, nur weil diese eine andere als die eigene ist.

    Hier wird von Anime- und Mangafans, und auch gezielt Cosplayern, gesprochen als wären sie das reinste Übel für die Messe. Bezogen auf die oben gepflegten Zahlen, haben die Fans der Szene einen Anteil von guten 17% ausgemacht.
    In meinen Augen ein gewaltiger Teil, wenn man dedenkt, dass dies nur eine Sparte der Messe ausmacht.

    In meinen Augen verhalten sich die Fans nicht schlechter oder besser als andere Messe besucher.
    Ich persönlich finde es auch unhöflich von normalen Besuchern, die ungefragt Cosplayer belästigen mit Bildaufnahmen, unangenehmte Fragen stellen und provozierend reagieren.
    Diese Menschen haben in meinen Augen genauso wenig auf einer Buchmesser verloren und trotzdem wird hier nur auf einer Gruppe von Leuten rumgetrampelt, die es einfach mögen in ein mal mehr oder weniger auffälliges Outfit zu schlüpfen.

    Es gibt sicherlich immer Außnahmen.
    Und ich will gar nicht abstreiten, dass sich auch der einige der Fans unangemessen verhalten haben, das haben aber andere Besuchergruppen ebenso getan.

    Diejenigen, die hier so verhement gegen einen Teil der Buchmesser argieren, sollten sich erst einmal selbst an die Nase fassen, und überlegen, ob nicht auch sie einen Fehler machen. Ob ihre Einstellung und intollerante Haltung, wirklich richtig ist, wenn es darum geht Interessen auszutauschen und die Messe fachtlich wie auch optisch zu genießen.

  • Abyssinian

    Abyssinian

    Mich als Cosplayerin UND Bücherfreund macht es wirklich enorm traurig zu lesen, wie verhärtet die Fronten für einige hier auszusehen scheinen.

    Ich kann sehr gut einige der Kritikpunkte nachvollziehen, welche hier an "den Kostümierten" geäußert werden. Ich selbst fand das Betragen einiger Cosplayer und auch deren Kostümwahl nicht wirklich angemessen und muss mich in einigen Fällen regelrecht schämen, als Teil dieser Masse angesehen zu werden.

    Allerdings neigen einige hier dazu, sehr stark ins Schubladendenken zu verfallen:
    Nicht alle Cosplayer betragen sich derart schlecht - viel mehr fallen eher jene auf, die es tun. Und das liegt nicht daran, dass Cosplay ein Hobby sei, in welchem schlechtes Benehmen essentiell dazugehört, sondern vor allem am geringen Durchschnittsalter besagter Individuen.

    Genauso unfair empfinde ich es, Buchhändler und Verlage als "verstaubt", "prüde" oder "konservativ" darzustellen, nur weil sie berechtigte Kritik an solchem Fehlverhalten üben.

    Generell muss man aber sagen, dass ein großer Teil des Lautstärkepegels auch nicht am Umgangston sondern an der schieren Masse an Menschen und dem damit verbundenen Lärm lag, verbunden mit der Architektur. Und für das Gedränge sind sicherlich nicht die Cosplayer allein veratwortlich gewesen.

    Die Halle 1 zu einer Manga- und Comic-Convention zu machen, ist eine Idee des Managements, die generell nicht schlecht ist. Als Cosplayer, der den japanischen Comics und Zeichentrickserien aber langsam entwachsen ist und lieber Charaktere aus Filmen und/oder (tatsächlich) Büchern darstellt und dementsprechend auch mehr Interesse an diesen Medien hat, fühlt man sich dort allerdings auch eher fehl am Platz.

    Zusätzlich weigere ich mich ganz strikt gegen die Mentalität, Cosplayer und unkostümierte Messebesucher zu trennen. Ob ich ein Kostüm trage oder nicht - ich habe immer noch das selbe Interesse an Literatur und bin tatsächlich noch der selbe Mensch.

    Zudem wurde unsere Cosplaygruppe (zum Thema "Tolkien" mit Charakteren aus dem kleinen Hobbit, Herr der Ringe und dem Silmarillion) bevorzugt von "unkostümierten", von Familien, Fachbesuchern und auch dem Messepersonal fotografiert. Und viele Kinder (oft auch im Prinzessinen-/Ritter-Kostüm) hatten große Freude daran, sich mit ihren Lieblingscharakteren aus verschiedenen Disney-Filmen ablichten zu lassen.

    Ich denke, mit ein wenig Rücksicht können Aussteller und Cosplayer sowie natürlich die Besucher von einander profitieren.
    Das verlangt allerdings Toleranz von der einen und besseres Benehmen von der anderen Seite.

  • Sandra

    Sandra

    Ich bin seit Jahren Cosplayerin, aber fahre schon lange nicht mehr zur Buchmesse. Grund dafür ist, dass man dort leider deutlich zu spüren bekommt, dass man nicht erwünscht ist.

    Andere Besucher schauen einen oft herablassend an. Man merkt, dass sie sich denken: "Guck dir die Freaks an. Was läuft da im Kopf wohl schief?" Und die Reaktionen und wie man selbst behandelt wird, bestätigen den Verdacht. Rücksicht nehmen auf teure und aufwändig erarbeitete Kostüme? Wozu denn? Man ist ja in Zivil und will seine Bücher genießen - da kann man so ein paar perlenbesetzte Schleppen ruhig zertrampeln! Das Argument "Sowas gehört halt nicht in überfüllte Hallen", zieht hier meiner Meinung nach nur, wenn man künftig auch Kinderwägen verbietet. Denn meiner Ansicht nach hat ein (im Idealfall laut schreiendes) Kleinkind im Buggy dort genauso viel oder wenig zu suchen.
    Mir ist es auf meiner letzten Buchmesse tatsächlich passiert, dass ein Vater mir mit dem Kinderwagen in die Haken gefahren ist und als ich mich daraufhin umdrehte, wurde mir gesagt, dass ich mit meinem "Faschingsmist gefälligst aus dem Weg gehen soll. Sowas habe hier nichts zu suchen." Ich hatte im Übrigen KEIN ausladendes Kostüm an und habe mich auch in keiner Art und Weise daneben benommen oder absichtlich im Weg gestanden. Ironischerweise standen wir auch noch in der Halle für Comics. ;)

    Natürlich sind zum Glück nicht alle Besucher der Buchmesse gleich, aber es waren immer ausreichend von dieser voreingenommen und rücksichtslosen Sorte anzutreffen, um dafür zu sorgen, dass ich mich unerwünscht gefühlt habe und darum der Messe lieber fern bleibe.

    Ich streite nicht ab, dass es in unserer Cosplayerszene durchaus Leute gibt, die sich unangemessen benehmen. Natürlich sind besonders jüngere Cosplayer auch mal lauter und aufgedrehter. Aber kleiner Tipp am Rande: Das ist nicht nur bei jungen Cosplayern so, sondern auch bei anderen Kindern, die dieses Hobby nicht betreiben.

    Trotzdem gehen die Verallgemeinerungen mir ganz schön auf den **** (Jetzt hätt ich fast was gesagt. ;)) Und darum fahre ich nicht mehr zur Leipziger Buchmesse.
    Dennoch sei an dieser Stelle gesagt: ein Zivilist, der mich aufgrund meiner Kostümierung herablassend behandelt, sollte niemals erwarten, dass ich es anders erwidere. ;)

  • Tom

    Tom

    Wer hat denn YOGI Lauke hier hereingelassen? Ich dachte, der brüllt und trollt nur in den Kommentarspalten vom Journal Frankfurt herum. Auweia!

  • Bücherwurm

    Bücherwurm

    Frage an die Redaktion:
    Was war an meinem Kommentar so schlimm, daß er gestrichen wurde????

  • Verkaufnix

    Verkaufnix

    Ich weiß nicht, was an den Cosplayern stören soll. Im Vergleich zu manch grauslig gekleidetem Besucher sind die teils sehr liebevollen Kostüme nett anzuschauen. Ein wenig Toleranz täte so manchem Schreiberling sicherlich gut.
    Eine andere, wesentlich unbequemere Frage ist aber: Welchen Zweck hat diese Veranstaltung eigentlich? Der Trend geht hin zu immer mehr Werbeveranstaltung, immer weniger Fachbesuchern, kaum Umsätzen (von denen das eigentlich ja mitfinanziert werden sollte) und immer mehr Schein als Sein. Eigentlich ist die Leipziger Buchmesse eine Endverbrauchershow geworden, ein großes "Event" für Klein und Groß. Sicherlich eine große Werbung für das Medium Buch - aber so richtig spürbar ist es in den Absätzen des Buchhandels nicht. In den vergangenen Jahren haben die Verlage/Aussteller darauf mit immer kleiner werdenden Ständen, völligem Wegbleiben und einer Reduzierung kompetenter Mitarbeiter vor Ort reagiert. Diese Veranstaltung ist längst zu einem Marketing-Event mutiert. Die große Frage ist, wie lange die Budgets der Verlage das noch hergeben. Grundsätzlich mag ich Leipzig, die Messe per se und die Stimmung vor Ort. Das Konzept allerdings ist längst zu hinterfragen.

  • Abyssinian

    Abyssinian

    Wenn ich so darüber nachdenke fällt mir ein:

    Was könnte man ändern, um die LBM zukünftig zu einem Ort zu machen, an welchem sich alle Besucher und Händler wohl fühlen?

    Wäre es nicht spannend, wenn man auch vor Ort den Dialog suchen könnte, in Diskussionspanels und/oder mit Broschüren, Vorträgen und ähnlichem von Seiten der Cosplayer aus für Aufklärung sorgt?

    Könnte man nicht versuchen, viel mehr einen Mehrwert zu bieten - durch Bastelaktionen für Kinder, Aufführungen auch in Hallen außerhalb des "Cosplay-Bereichs" oder "Modenschauen", kostümierten Lesungen etc?

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass man so viel produktiver mit den Differenzen des Publikums umgehen könnte, statt lediglich eine getrennte Halle anzubieten.
    Was rein logistisch aber schon eine wirklich gute Idee war!

    Davon abgesehen scheint es mir einfach ganz enorm an vernünftigen Dialogen, Aufklärung und Handlungsalternativen zu fehlen, wenn ich mir die Kommentare hier ansehe.

    Letzten Endes gibt es doch auch jede Menge, was verbindet: Die Passion für das gedruckte Wort allein kann schon verbinden, aber es wäre der Königsweg, auch Räume für Begegnungen zu schaffen und von einander zu profitieren statt lediglich die negative Seite des Ganzen zu sehen.

  • Bücherwurm

    Bücherwurm

    Eine Buchmesse dient der Information über Bücher, und nicht der Selbstdarstellung irgendwelcher Besuchergruppen. So einfach ist das. Es geht also nicht um Toleranz oder Intoleranz, sondern darum, daß eine Buchmesse nicht der geeignete Ort für Verkleidungsfeste ist.

  • Thorben-Finn

    Thorben-Finn

    @Volker

    Ihr selektiver Schriftbildfaschismus in allen Ehren, aber seit wann schreiben Sie sich mit W am Ende? Identitätskrise? (Einfach mal lauk aus dem Kurdischen ins Deutsche übersetzen...)

    @Otakus und Cosplayer mit mal gehobenem, mal niedrigerem Durchschnittsalter

    Schön, dass ihr weiterhin vehement nicht nur Grammatik und Rechtschreibung außen vor laßt (liebe Sayuri: mehr Duden, weniger Futanari) sondern auch fortgesetzt Respekt und Toleranz einfordert.
    Ebenso schön, dass in keinem eurer informativen Kommentare die Bereitschaft durchscheint, den bisherigen Messebetreibern und -besuchern dasselbe angedeihen zu lassen. Besonderer Dank geht an Sandra, die wenigstens klargestellt hat, dass in Puntko Respekt erst mal alle anderen die Bringschuld haben. Was ist eigentlich mit Zivilisten, die Sie aus anderen Gründen als Ihrem Katawa Shouju-Kostüm herablassend behandeln?

    @Abyssinian

    Handlungsalternativen? Man könnte zum Beispiel eine Buchmesse besuchen, wenn man sich über Bucherscheinungen informieren möchte. Man könnte, wenn man sich verkleiden will, "eines der vielen [Cosplay-]Convention die es in Deutschland gibt" besuchen. Man könnte gar - Achtung, jetzt wirds faschistoid - Rücksicht auf die Kultur des Landes, in dem man sich aufhält nehmen und sich nur zu den landesüblichen Kostümfesten verkleiden.

    @Bücherwurm

    Das nenne ich mal Leserfaschismus in Reinstform. Einfach so zu fordern, dass sich Besucher einer Veranstaltung an die dort üblichen Gepflogenheiten halten? Sollen sich gefälligst die Veranstaltung und alle anderen Besucher krumm machen, um den special snowflakes ein tolles Erlebnis zu gestalten!

  • Abyssinian

    Abyssinian

    Wenn ich mir derartige Kommentare, die vor Ignoranz nur so strotzen, durchlese, bestärkt mich das lediglich in meiner Position.

    Die Leipziger Buchmesse hat vor Jahren kostümierten Besuchern freien Eintritt geboten, da diese die sonst recht graue Masse auflockern und inzwischen mit der MCC in Halle 1 sogar eine eigene Kernveranstaltung (nachdem jahrelang lediglich ein kleiner Bereich in Halle 2 reichen sollte). Dementsprechend scheint der Veranstalter da anderer Meinung als Sie zu sein.

    Davon abgesehen: schon allein an Masse machen die Cosplayer einen großen Anteil der zahlenden Besucher aus. Sind diese für Sie schon allein durch ihr Erscheinungsbild (da Ihr Kommentar das Verhalten als Faktor scheinbar außer Acht lässt) ein derartiges Ärgernis, kann ich Ihnen leider nur von einem Besuch der Buchmesse abraten. Schließlich sollte niemand Geld ausgeben müssen, für eine Veranstaltung, die ihm derart missfällt.


    (Im Übrigen haben Sie sich mit dem Vorwurf der "Selbstdarstellung" eine wirklich erheiternde Stilblüte geleistet - geht es beim Cosplay doch um die Darstellung fiktionaler Charaktere und somit per definitionem nicht des Selbst. ;) )

  • Bücherwurm

    Bücherwurm

    ad 41

    Haben Sie noch nie davon gehört, daß es das eigene EGO ungemein stärken kann, wenn man/frau in seiner Gleichgesinntengruppe Lob und Anerkennung erhält, weil die Darstellung fiktionaler Charaktere so gut gelungen ist

  • Abyssinian

    Abyssinian

    Sollte man extrinsisch und kompetitiv motiviert sein, könnte dies sicherlich ein Faktor sein. Allerdings treffen Sie damit nun wirklich nicht den Kern des Hobbies und es ist schon ein bisschen lustig, wie gerade Sie nun versuchen, aus der Perspektive eines Cosplayers zu schreiben und mir mein Hobby zu erklären - wo Sie dies doch so zu verachten scheinen.

    Davon abgesehen - Sie sind wirklich Meilen von der Diskussion entfernt und wir sind an einem Punkt angelangt, wo es wenig Sinn macht, diese weiter zu führen. Lediglich der schönen Worte wegen zu diskutieren kann zwar seinen Reiz haben, allerdings gibt das Thema dafür nicht genug her.

    Mir fällt übrigens noch etwas ein, wie Sie konstruktiv mit der für Sie nicht wünschenswerten Situation umgehen können:
    Zeigen Sie dem Veranstalter Ihren Unmut, indem Sie ihn dort treffen, wo es ihn am meisten schmerzt, nämlich am Geldbeutel.
    Boykottieren Sie einfach die Veranstaltung- ich bin mir sicher, dass dies zu einem Umdenken des Managements führt!

  • an

    an

    Das Selbstdarstellungsargument wäre glaubhafter ausgehebelt, wenn die Schreiberin nicht einen Link zu der Plattform, auf der es von ebensolchem und im speziellen Fall ebenihrer nur so wimmelt, angeben würde.

    Vielleicht sollte sie dem Beispiel ihres seriösen Profilbildes folgen und von nun an einfach nichts mehr sagen. (auch wenn dieser Kommentar wohl eher zum Gegenteil führt, weil in dieser Szene ist es zusätzlich wichtig das letzte Wort zu behalten, um sich dann bei seinen Freunden in Anerkennung suhlen zu können).

    Ansonsten kann man der Faschingskinderseite nun zwar viel, aber keine Intoleranz vorwerfen, denn die beschweren sich nun nicht lautstark aus Prinzip über Aussteller/Besucher, die sich nicht verkleiden. Was wird denn hier an Toleranz erwartet?

  • Sabine Schwietert, Redaktion

    Sabine Schwietert, Redaktion

    @ 36. Bücherwurm: In der Diskussion geht es zwar hart zur Sache, gestrichen wurde aber kein Beitrag. Kann es sein, dass Sie Ihren Kommentar (Nummer 27) in der Fülle nicht wiedergefunden haben?

  • Marianne

    Marianne

    Was ich nun wirklich nicht nachvollziehen kann ist, warum das hier überhaupt zur Diskussion steht. Begonnen hat es mit einem "Troll", dessen Capslocktaste zu klemmen scheint, aufgrund dessen sich Vertreter der Kostümierten aufgeregt haben.
    Tatsächlich scheint dieser Troll in seiner Meinung aber Unterstützer zu finden, diese Unterstützer scheinen es als Respektlosigkeit gegenüber der Heiligkeit der Bücher und als Respektlosigkeit gegenüber ihrem scheinbar "elitären" Hobby zu sehen?
    So weit ich weiß ist es nicht verboten sich zu kostümieren, auch nicht wenn ich durch die Stadt gehen will. Ein Junggesellenabschied in Kostümierung auf dem Jahrmarkt wird höchstens belächelt aber immerhin akzeptiert. Aber wenn wir so von den Cosplayern denken: Wie können es diese Junggesellen wagen auf dem Jahrmarkt die Besucher anzusprechen und ihnen Sachen zu verkaufen, wenn sie doch nur für die Fahrgeschäfte gekommen sind! Empörend!
    Genauso klingen die lieben Herrschaften für mich. Im Prinzip ist es mir relativ egal ob jemand im Pelzmantel, in der Mode eines Hip-Hoppers, In Schlabberklamotten oder gar in Kostümierung zu der Veranstaltung kommt. Es ändert nichts daran, dass es eine Buchveranstaltung ist die a) primär Bücher behandelt an denen sich jung UND alt erfreuen dürfen (Aber nach Meinung mancher Herrschaften hier, ist das ja Leuten, die aus Spaß als Gandalf rumlaufen nicht erlaubt, einfach weil sie einen Bart tragen oder was?)
    Ich möchte hierbei anmerken, dass Cosplayer, egal wo sie sich befinden, ob auf öffentlichem Grund (Betonung hier auf dem "öffentlich") ihren eigenen Veranstaltungen, oder eben anderen Events angefeindet werden. Ich denke, dies geschieht einzig der engstirnigkeit mancher Leute wegen.
    Zum Beispiel schaffen es die Heavy Metal fans auf Wacken AUCH, nicht ständig über Leute herzufallen, die nicht nur wegen Metal da sind, sondern aus anderen Gründen (Sei esFestivalerlebnis, einzelne Bands etc.)
    b) Schaden die Kostümierungen KEINEM. Sofern sie nicht extrem blutig angemalt (Finde ich auf eine Versntaltung mit Kindern fragwürdig) oder extrem ausladend (aus praktischen Gründen) sind.
    Das einzige was die Kostümierungen zu tun scheinen ist, Leuten auf den Schlips zu treten aus dem einfachen Grund, dass sie der Meinung scheinen, dass man sich, wenn man sich für Bücher interessiert, nicht verkleiden darf? Am besten wir gehen alle in Anzug und Schlips zur Buchmesse? Auch die Frauen, damit es möglichst uniform ist und somti der Sinn der Bücher, eine gleischgeschaltete, logisch denkende, effeiziente Gesellschaft zu bilden erfüllt wird.
    Nichts mit Individualität, Innovation und Entdeckergeist, das sind alles veraltete Werte aus den späten 60ern. Die sind überholt und es hat sich ergeben, dass es mehr Sinn macht, sich an die guten alten Tugenden geraumer Vorzeit zu halten.
    Das Problem an der ganzen Sache sind meiner Meinung nach nicht die Kostüme, sondern die Menschen, bzw. der Geist der Menschheit, der unfähig scheint Akzeptanz, Toleranz und Respekt walten zu lassen. Und ich spreche hier für jeden Menschen. Es fällt sehr schwer nicht subjektive Urteile zu fällen, aber teilweise sollte man diese auch einfach für sich behalten, da das Miteinander damit sehr vereinfacht würde.
    Betreffend des Kulturbegriffes der genannt wurde: Was ist die deutsche Kultur? Lederhosen? Gibt es nur in einem kleinen Teil Deutschlands. Karneval? das kennt man hier oben gar nicht, wird gar ausgelacht, wenn man es versucht? Halloween? Ursprünglich nicht deutsch, sondern eine Anleihe aus einer anderen Kultur (wie Cosplay, wenn ich anmerken darf...) Oh und Rummelpott ist so gut wie ausgestorben. Ich selbst empfinde bei dem Begriff Deutschland keinen Nationalstolz und kann auch keine wirklichen konsistenten Kulturgüter nennen, da Deutschland zu jung für eine gleihcmäßige Kulturverteilung ist.
    Die guten Bürger wünschen sich immer eine Angepasstheit gegenüber dem gegenseitigen Respekt, man ist viel eher bereit sich zu respektieren wenn man sich ähnelt, sowohl die eine Seite, wie auch die andere ist nicht bereit sich als gleichgestellt zu sehen (Wir sind dabei doch einfach nur Fleisch, Knochen und ein bisschen elektrische Impulse...)
    Stattdessen wird hier gewettert wie sonst nichts...
    Seid doch froh, dass die Jugendlichen in dem Gebäude keinen Alkohol konsumieren, oder Drogen handeln, (betreffend Müll bin ich mir sicher, dass die Herrschaften in ihrer Jugend nicht anders waren.) okay, Lärm entsteht natürlich auch, aber der kommt auch wenn ein Vater permanent lautstark nach "Claudia! Caudia komm jetzt her!" ruft.
    Cosplayer sind einfach nur Menschen in bunterer Kleidung, als es sie in Geschäften zu kaufen gibt, genauso wie Leute die Bücher lesen nicht gleichzusetzen sind mit verrückten Professoren, oder strengen alten Jungfern.
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht verstehe wie man es nicht einfach ignorieren kann, dass manche Leute sich anders verhalten als man selbst. Ich ignoriere die Fußballfans in der Bahn schließlich auch, und die Jungesellenabschiede ringen mir manchmal ein Lächeln ab. Es sind immerhin nur Menschen, die Spaß am Leben haben.

  • Heinzi

    Heinzi

    Leute, ich finds klasse, dass Ihr sonst keine Sorgen habt!

  • Reisender

    Reisender

    Es gibt wirklich nur wenige Branchen, in denen sich Firmen über zu großes Publikumsinteresse bei einer Messe beschweren - abgesehen vom deutschen Buchhandel fallen mir allenfalls noch die berüchtigten "Verteidigungstechnologieschauen" im Nahen Osten ein.

  • westley

    westley

    @ Reisender: Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt: Ich finds richtig schlimm, dass solche (von einem Troll angefangenen) Diskussionen solch ein Licht auf die Branche werfen. Und dass es immer wieder Leute gibt, die dem auch noch zustimmen. Ich arbeite in einem Publikumsverlag, und natürlich ist uns viel Publikum wichtig. Mich ärgert es total, dass solche Leute, bloß weil sie laut schreien, dann als typisch für unsere Branche stehen. Denn ich glaube schon, dass das Gros der Branchenvertreter eigentlich verstanden hat, dass es nicht um das eigene Befinden, sondern um die Wünsche der Leute geht, die unsere Bücher letztendlich kaufen.

    Also, um das hier noch mal ganz deutlich zu schreiben - wir in den Verlagen wissen um unser Publikum, wir wollen und schätzen den Kontakt mit den Kunden - egal ob in Leipzig, in Frankfurt, auf anderen Messen, in Diskussionen im Internet oder wo auch immer.

  • Peter

    Peter

    Die Leipziger Buchmesse ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast: es geht scheibchenweise abwärts. Die Besucherzahlen werden durch den Manga-Zirkus massiv verfälscht. Die Spaßgesellschaft vernebelt sich selbst die Augen. Wie früher die Kommunisten so heute die Pseudomarktwirtschaftler: von Erfolg zu Erfolg immer tiefer in den Sumpf. Viele gute Verlage (Wissenschaftsverlage vor allem) kommen gar nicht mehr nach Leipzig. Selbst kostensparende Gemeinschaftsstände sind für diese seriösen Verlage sinnlos geworden. Vielleicht in zwei/drei Jahren wird offiziell darüber gesprochen werden: dann ist es zu spät. Leipzig ist fest in der Hand von utopischen Sozis (Herkunft: v. a. Hannover), denen ihre Utopien mehr wert sind als der gute Ruf der Stadt. Das gleiche gilt für die Bautätigkeiten in der Innenstadt: westdeutsche Alt-Moderne, Mittelmaß, Ideenlosigkeit, Vetternwirtschaft, 68er-Rummel und Politische Korrektheit -- nur keiner will's merken ...

    • ...

      Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • ...
      Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

      (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
      CAPTCHA image
      Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

      * Pflichtfeld

    Bildergalerien

    Video

    nach oben