USA

Medien-Milliardär Malone verkauft Barnes & Noble-Anteile

Mit dem Rückzug des Investors und einstigen Übernahmeinteressenten Liberty Media verliert der einzige US-Großfilialist Barnes & Noble weiter an Boden. Grund für das Desinvestment ist für Liberty-Inhaber John C. Malone das enttäuschende Abschneiden der Nook-Sparte des Buchhändlers, die zuletzt nur für Verluste gesorgt hat.

Malone will sich laut "New York Times" bis auf eine Restbeteiligung von zwei Prozent von seinem 17-Prozent-Anteil trennen. Künftig wird Liberty keinen Sitz mehr im Aufsichtsrat von Barnes & Noble haben. Barnes & Noble und Liberty wollen mit dem Schritt die Voraussetzung dafür schaffen, dass Barnes & Noble seine Zukunftsstrategie freier planen kann – ohne Rücksichten auf Rechte und Renditeansprüche eines Investors.

Vor drei Jahren war Malone mit dem Ziel angetreten, den Branchenriesen Apple und Amazon zu zeigen, dass auch ein Buchhandelsunternehmen im digitalen Wandel wettbewerbsfähig ist. Doch spätestens beim Start des ersten Nook Tablets zeigte sich, dass dieser Strategie Grenzen gesetzt sind: Amazon gelang es, Barnes & Noble mit seinem wesentlich günstigeren Tablet Kindle Fire auszubremsen.

Im dritten Barnes & Noble-Geschäftsquartal 2013/14, das am 25. Januar endete, halbierte die Nook-Sparte ihren Umsatz – um 50,4 Prozent auf 156,9 Millionen US-Dollar (rund 115 Millionen Euro).

Nach seinem Ausflug in die Buchbranche kehrt John C. Malone zu dem Kerngeschäft zurück, das ihm die Milliarden einbrachte: dem Kabelnetzbetrieb.

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