EU fördert Kontakte zwischen Verlagen und Technologiefirmen

Drehscheibe für Ideen

Um das digitale Publizieren zu pushen, will die Europäische Union Verlage und Technologiefirmen künftig enger miteinander verzahnen – via Smart Book: Über die neue Internetplattform können  Unternehmen beider Branchen Analysen austauschen, Tipps einholen und gemeinsame Projekte entwickeln. Projektpartner aus Deutschland sind neben der Frankfurter Buchmesse auch die MVB und das Institut für Buchwissenschaft der Uni Mainz.

Die EU möchte auf der Plattform die wichtigsten Trends und Themen aus Verlagswesen und Technologiebranche bündeln, außerdem sollen Firmen beider Branchen miteinander ins Gespräch kommen können − Smart Book sei ein Ort für die Diskussion von Innovationen, heißt es. "Im Zuge der engen Synergie von Verlags- und Technologiesektor zielt das Smart Book darauf ab, als Bindeglied zwischen diesen beiden Welten zu fungieren, Orientierungspunkte für Innovationen bereitzustellen und einen gemeinsamen Ort für den Austausch von Analysen, Einsichten und Strategieempfehlungen zu bieten," erklärt Projektkoordinator Piero Attanasio vom italienischen Verlegerverband AIE.

Smart Book ist von seiner Zielsetzung her ein Novum innerhalb der EU und wird von der EU im Rahmen der Initiative "Technology and Innovation for Smart Publishing" (kurz: TISP)  gefördert. Was auf der Plattform zu finden ist:

  • Beispiele für Kooperationen zwischen Technologiefirmen und Verlagen;
  • Informationen über Start-ups und Initiativen, die den Dialog zwischen den beiden Branchen vorantreiben;
  • Hinweise auf und Berichte über Veranstaltungen innerhalb des Netzwerks (die zusätzlich in regelmäßigen Abständen organisiert werden);
  • Marktstudien und Interviews;
  • Optionen, um sich virtuell und real miteinander zu vernetzen.

 

TISP läuft von 2013 bis 2015 unter dem Schirm der europäischen Dachorganisationen für den Technologiebereich (Digital Europe, DE) und des Verlagswesens (Europäischer Verlegerverband, FEP) − beide Seiten trommeln für das Projekt. John Higgins, Director General bei DE, beschwört die "transformative Kraft technologieorientierter Innovation"; aus seiner Sicht veranschauliche das Smart Book den Wandel, der schon seit Jahren in der Verlagsbranche am Werk ist. "Und was noch wichtiger ist: Es begünstigt auch künftige Veränderungen."

Anne Bergman-Tahon, Direktorin des Europäischen Verlegerverbandes, bekräftigt indessen das Engagement der Verlagswelt. "Das Smart Book wird Verlagen und IKT-Unternehmen in Europa ermöglichen, ihre Zusammenarbeit auszubauen und so den europäischen Lesern bessere Angebote zu bieten", ist sie überzeugt. Sie hofft darauf, durch die Zusammenarbeit mit DE zu erreichen, dass Verlage Entwicklungen auf dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik antizipieren − "und den IKT-Sektor dahingehend inspirieren, unseren Sektor besser zu verstehen und gemeinsam mit uns die Werkzeuge für morgen zu entwickeln.“

25 Partner aus zwölf Ländern

Koordiniert  wird TISP vom italienischen Verlegerverband AIE; insgesamt sind 25 Mitglieder aus zwölf europäischen Ländern dabei – aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Litauen, Niederlande, Polen, Rumänien, Slowenien, Spanien  und Ungarn. Zu den deutschen Partnern gehören das Institut für Buchwissenschaft der Gutenberg-Universität Mainz, die MVB  und die Frankfurter Buchmesse.

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