Die Sonntagsfrage

Wie geht’s jetzt weiter mit der Initiative Fairer Buchmarkt, Nina George?

Im August 2014 starteten acht Autorenverbände die "Initiative Fairer Buchmarkt", um gegen Amazons Bücher-Politik im Konditionenstreit mit Hachette und Bonnier zu protestieren. Den Offenen Brief an Amazon unterzeichneten über 2.000 Autoren. Jetzt hat die Initiative nachgelegt – mit der "Aktion Lieblingsbuch". Die "Fairer Buchmarkt"-Koordinatorin Nina George blickt zurück und voraus, verrät was 2015 ansteht.

Deutschsprachigen Autoren und Autorinnen war bis August 2014 ein klar definierter Job zugeteilt: Bücher schreiben (bitte schnell, billig, erfolgreich) und ansonsten die Klappe halten! 

Es gab keine Tradition der politischen, mitmischenden Autorenschaft, wir sind Einzelkämpfer, ohne einen starken Verband wie etwa die Authors Guild (USA), die die Rechte der Autorenschaft vertritt. Wir beäugen uns misstrauisch von den Ufern U und E, Zeigefinger-Literaten meiden die Crimequeens, Indies die Verlagsautorinnen. Über Geld, Verträge oder Angst vor eBookpiraten redet man nicht, gejammert wird am Küchentisch, aber selten in der Öffentlichkeit – aus Angst, getrollt zu werden. Jeder steht alleine da.

Dann kam Amazon. Und verbannte im Rabatt-Streit gegen Hachette und Bonnier mal eben rund 1.500 Autorinnen aus ihrem Angebot − stellte sie etwa auf "nicht lieferbar", "nicht auf Lager" und es gab keine Vorbestellmöglichkeit mehr. Auch die eBooks waren zeitweise einfach verschwunden, sprich, nicht gelistet. Monatelang. Alle sahen zu. Niemand handelte. Mal wieder nicht.

Das war der Augenblick, in dem die kollektive Toleranzschwelle der Autorenschaft überschritten war: Uns reichte es. Sowas von. Wegen Amazon. Und wegen allem.

Eine Handvoll Pragmatiker aus den Verbänden BVjA, Syndikat, PEN und VS tat sich zusammen, lud andere Verbände ein und gründete in hektischen Augustnächten die "Initiative Fairer Buchmarkt". Erste Amtshandlung: Ein Offener Brief an Amazon, von über 2.000 Autorinnen gezeichnet – u.a. von Herta Müller und Elfriede Jelinek, Julie Zeh und Ferdinand von Schirach. Als ihre Mails rein kamen, habe ich geweint vor Erleichterung: wir waren auf dem richtigen Weg! Zwar erhielten wir nie von Jeff Bezos eine offizielle Antwort. Eine inoffizielle sehr wohl, die zu meinem Highlight der fiebrigen Aktion gehörte: Mit diesem Autorenaufstand hatte niemand gerechnet. Man wusste zwischen Seattle und München einfach nicht, wie man sich mit diesen neuerdings lauten, widerstandsbereiten Autoren auseinander setzen sollte.

Wir waren der neue, unberechenbare Faktor.

Lieber Buchmarkt: Das wird ab jetzt häufiger vorkommen.

Die Initiative Fairer Buchmarkt ist das logische Ergebnis einer Frustrationskette für Autoren (halbgare Verträge, mangelndes Wohlverhalten, politische Gleichgültigkeit, das Gefühl, von zu vielen gegängelt und angetrieben, aber von wenigen geschätzt und respektiert zu sein), und entsprechend heißhungrig wurde sie aufgenommen. Andererseits ist sie der Ausdruck einer Autorenschaft in Deutschland, die das Stillhalteabkommen beendet: Wir werden uns ab jetzt einmischen.

Wir wollen Lösungen "FÜR" finden. Wie etwa bei unserer "Aktion Lieblingsbuch" FÜR den unabhängigen Buchhandel. Dieser verkauft versandkostenfrei (!) handsignierte Werke − von Daniel Glattauer bis zum neuen Bestseller von Rebecca Gablé. Wo es welchen Titel signiert zu kaufen gibt, sammeln wir auf www.aktion-lieblingsbuch.com. In nur zwei Wochen machen bereits 200 Autorinnen mit 550 Titeln und 65 Buchhandlungen mit; die Idee kommt extrem gut bei den Leserinnen an. Wir etablieren diese charmante Aktion als Dauer-Läufer − ich möchte eines Tages in allen 4.000 Buchhandlungen Deutschlands handsignierte Bücher bestellen können! (und suche bei der Gelegenheit ein paar freiwillige DateneinpflegerInnen…)

Wie es weitergeht? Nur, weil Amazon und Bonnier sich einigten, heißt das nicht, dass alles Plüschrosa ist. Es gibt noch viel zu tun, FÜR einen faireren Buchmarkt. Vertragsrecht, Lizenzrecht, Urheberrecht − wir wollen z.B. dem Normvertrag einen "Agenturvertrag" gegenüber stellen, der zeigt, was möglich ist und wo die Fallstricke liegen. Wir wollen über Honorare, eBook-Tantiemen, die unsägliche Kindle-Unlimited-Flatrate, die manchen Indiepublishern bis zu 75 Prozent Umsatzeinbußen beschert hat, aufklären. Wir wollen internationale Rechts­durchsetzung gegenüber eBookpiraterie. Die Anerkennung des eBooks als Kulturgut. Aberkennung des Begriffs "Verlag" für Druckkostenzuschuss-Druckereien. Wir wollen gute, schöne, wichtige, schwierige Bücher schreiben. Wir wollen kein billiges Maschinenfutter für Gerätehersteller sein.

Jeder der ehrenamtlich Engagierten des Teams – Anwälte, Autorinnen, Doppel­jobber, Rechercheure, Zeitungsausträger, Informatikerinnen, Philosophen, Ethnologen, Handwerker – jeder ist davon überzeugt, dass es nötig ist, mitzumischen. Und dafür geben wir unsere Freizeit her. Natürlich fragen wir uns, wann wir zum Bücherschreiben kommen – aber andererseits müssen wir jetzt dafür kämpfen, dass das Bücherschreiben auch in Zukunft noch als Beruf und nicht nur noch als Two-Cent-Hobby möglich ist.

PS: Etwa zur FaM-Buchmesse 2015 wird die Initiative Fairer Buchmarkt die nächste Aktion vorstellen. Ich freue mich jetzt schon auf das eine oder andere überraschte Gesicht, was sich diese anstrengenden Autorinnen jetzt schon wieder ausgedacht haben.

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12 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • MarkS

    MarkS

    "Wir wollen über Honorare, eBook-Tantiemen, die unsägliche Kindle-Unlimited-Flatrate, die manchen Indiepublishern bis zu 75 Prozent Umsatzeinbußen beschert hat, aufklären."

    Das Flatrate-Problem wird sich von selbst erledigen, wenn die populären Indies ihre Bücher aus dem Programm rausnehmen. Ich schätze, Amazon wird sehr schnell die Konditionen verbessern, sonst verlieren sie diese Autoren. Das geht ganz einfach, weil man bei Amazon als Autor nur drei Monate gebunden ist.

    Sollte die "Initiative Fairer Buchmarkt" ihre Ankündigung wahr machen und im nächsten Jahr wirklich mal Honorare, Autorenrechte und Verlagsverträge thematisieren, dann könnte das ein gutes 2015 werden!

  • Felix

    Felix

    Ein Blick auf die Amazon-Website zeigt, dass Frau George ihre Bücher für den Kindle dort anbietet...

  • Düsselbarsch

    Düsselbarsch

    @Felix:
    Und das soll ein Argument sein für .... ?

  • Emilia

    Emilia

    @ Felix: Die Bücher werden für den kindle angeboten, richtig. Aber die Flatrate kindle unlimited ist etwas anders. Erst lesen, dann denken, dann schreiben.

  • Felix

    Felix

    @ 3:
    Das ist ein Argument dafür, dass Frau George Geld mit Amazon verdient, sonst würde sie ihre Ebooks nämlich rausnehmen, bzw. keinen entsprechenden Vertrag mit ihrem Verlag machen.

    @4: Sie sollten Ihre eigenen Ratschläge beherzigen:
    Erst lesen, dann denken, dann schreiben.
    Die Voraussetzung für die Flatrate Kindle unlimited ist erst mal ein Ebook für den Kindle. Und genau die bietet Frau George an.

    Wie war das noch mal mit Wasser predigen und Wein trinken...


  • Nina George

    Nina George

    Lieber @Felix,

    Ihre Kenntnisse zur KUL, der Kindle Unlimited Flatrate sind nicht zutreffend. Wer bei der KUL teilnimmt hat
    a) als Selfpublisher per Vertrag zugestimmt
    b) ist als Verlagsautor bei einem Verlag der wiederum an der KUL teilnimmt, da er ebenfalls entsprechende Verträge abgeschlossen hat.
    Das Titelangebot der KUL ist eher schmal mit deutschsprachigen Verlagstiteln bestückt.

    Ein eBook, das im Kindleleseformat angeboten wird, ist allein keine Voraussetzung.

    Übrigens:
    Auch wenn eine Autor, eine Autorin ihren Verlag anweist, nicht mehr direkt an Amazon zu liefern, so bestellt das Unternehmen eben stattdessen beim Grossisten. Auch wenn es dadurch Verluste bei der Handelsspanne hat. Nach außen hin werden Sie nicht sehen können, wer gar nicht direkt an Amazon liefert.

    Sie sehen: die Materie ist komplex.

    Herzliche Grüße
    Ihre Nina George

  •  Felix

    Felix

    Frau George,
    Ebooks, die im Kindle-Format angeboten werden, können NUR über Amazon gekauft werden und NUR mit dem Kindle gelesen werden. Und niemand zwingt eine Autorin dazu, genau für dieses Format ihre E-Books anzubieten, bzw bei einem Verlag zu veröffentlichen, der das macht.

    Und gleichzeitig über Amazon zu wettern, ist zwar aus der PR-Warte betrachtet verständlich, aber halt doch ein klein wenig verlogen.
    Und ich kenne Autoren, die ihre Verlage danach aussuchen, in welchem Format die E-Books veröffentlicht werden.

    Sie sehen: Die Materie ist komplex, aber Autorinnen und Autoren können auch in anderen E-Book-Formaten veröffentlichen.


  • Autor

    Autor

    Wo Verlage und Autoren ihre Ware vertreiben, muss man schon ihnen überlassen. Es geht ja auch niemand hin und verlangt vom stationären Buchhandel, dass er keine Geschäfte mit dem bösen, bösen Verlags-Großkonzern machen darf.

  • Thomas Knip

    Thomas Knip

    "Wir wollen kein billiges Maschinenfutter für Gerätehersteller sein."

    Da kommt er nichtsdestotrotz durch, der Dünkel gegenüber dem eBook und der Beißreflex gegenüber Amazon.

    Mit einem Satz "Wir wollen keine billigen Lieferanten für Buchhersteller sein" wäre eine allgemeine (und nötige) Aussage getroffen, die *alle* Verlage getroffen hätte. Aber so weit geht die Chuzpe halt nicht.

    Welche Milchkuh beißt schon den Bauern, der sie melkt, solange er sie dabei am Euter streichelt?

  • Nina George

    Nina George

    Lieber Thomas Knip ( @9),

    ich musste schon ein bisschen schmunzeln bei der Vorstellung von Jeff Bezos mit Bauernschlapphut und auf einem Holzschemel, "Euter" von AutorInnen liebkosen… aber, ach, wenn es mal so wäre! Aber der krault ja nicht mal richtig.


    Was meine Einstellung zu eBooks angeht so kann ich Sie womöglich beruhigen: ein eBook ist ein Buch ist ein Buch – nur in einer anderer Trägerform. Ob es gesprochen, gedruckt oder digital erscheint ist dabei gleichgültig. Leistung und schöpferischer Inhalt zählen, nicht das Medium.

    Sie werden in allen meiner Vorträge und Reden genau das bestätigt sehen: Die Bitte, an Kolleginnen, an die Branche, an LeserInnen, keine Angst vor eBooks zu haben und sie vor allem nicht als Literatur zweiter Klasse zu sehen.
    Zuletzt habe ich darüber im November auf der Literaturkonferenz in Berlin gesprochen. Sie finden u.a. auf Literaturcafe.de einen entsprechenden Nachbericht. Auch in meinem Workshops versuche ich AutorInnen aufzuzeigen, wie sie die Digitalisierung grundsätzlich als Chance für neue Erzählweisen, neue Formate nutzen.

    Aber auch, welche Fallstricke lauern. Hier sind die Stichworte: Ist ein Digitalisat eine vorgehaltene Backlist (nein), wie hoch können Anteile, Tantiemen und Vorschüsse sein, was sollten Indie-AutorInnen beachten, wenn sie ihr "own business" aufziehen, was ist ein Nettoverlagserlös und wie berechnet er sich?
    Und, auch die Frage: Wie kann man gegen den Dünkel angehen, den ich - natürlich - bei Beteiligten der Branche tatsächoch auch wahrnehme, dieses: eBooks… ist das überhaupt was "Richtiges"? (Der Dünkel wird aber von Jahr zu Jahr wenigerI.
    Das ist – noch – ein hitziges Thema, in Deutschland mehr als in jedem anderen Buchmarkt.

    Aber auch hier kommen wir zu der Frage nach: Wie "billig" können, dürfen wir uns verkaufen – oder eben nicht?

    Ich denke an Maschinen, ja, wie alle Lesegeräte (Tablets, Handys, PCs), aber z.B. auch Linksammlern wie Google, ich denke an große Zeitungsverlage. Sie alle profitieren von digitalisierten Kulturwerken aller Art, ob von eBooks, Musik oder Film. Vor allem, je billiger sie sie bekommen. Geräte sind nur dann spannend, wenn sie mit Inhalten aufgewertet werden.

    Und gerade von diesen Unternehmen wird eine mehr und mehr verbilligte Produktion dieses "Contents" (ich mag das Wort nicht, deswegen die ") angestrebt mit gleichzeitiger Aushöhlung der Urheberrechte.

    Was die Traditionsverlage angeht: Auch hier wird der Druck für AutorInnen stetig höher. Wie etwa durch die buy-out-Pauschverträge, die um sich greifen mit gleichzeitiger Abtretung der Nutzungsrechte bis 70 Jahre nach Tod. Von den Vorschüssen, die stagnieren, wissen Sie.

    Ich denke, wenn Sie meinen Text nochmals lesen, ohne dabei nach Indizien zu fahnden, die gegen eBooks sprechen, werden Sie all das wieder finden: wir wollen über Honorare reden, wir wollen Wertschätzung, wir müssen all die dunklen Stellen der Verhältnisse der AutorInnen zu ihren jeweiligen Geschäftspartnern ausleuchten.
    Und das vom Print bis um elektronischen Verlag, und auch von jedem Distributor. Das gilt für elektronische, gedruckte, gesprochene oder in Stein gemeißelte Bücher.
    Wenn Sie dabei konstruktiv mittun wollen, sind Sie willkommen. Auch ohne Schemel.

    Herzlichst, Ihre Nina George

    ---
    Lieber @Felix, eine weitere Korrektur Ihrer Annahmen:

    Kindle-eBooks können, trotz des Amazon-Hauseigenen AZW-Formats (ehemals MOBI) mit der entsprechenden App ebenso auf amazonfremden Geräten wie PC, Mac, Tablets, Handys gelesen werden, Ausnahme: Tolino (obgleich es ebenfalls Programme geben soll, die diese Dateien für das Konkurrenz-Lesegerät umwandeln).
    Natürlich ist AZW im Gegensatz zu ePub3 eine Einschränkung für alle Kindle-Kunden, die damit an das Kindle-Gerät gebunden sind. Das ist Amazons Taktik, um Geräte zu verkaufen.
    Auch ist es Amazon – oder Apple - das dann nach eigener Geschäftsentscheidung das DRM (Digital rights managments, auch als "Kopierschutz" bzw. als Kopie-Managment bekannt) auflegt und die Formate entsprechend seiner Betriebssysteme und Verkaufssysteme.

    Verlage bauen meist in ePub3. Von dort aus werden die Datein weiter konvertiert. Die Aussage, AutorInnen suchten sich Verlage nach deren eBookformaten, halte ich für kühn. Wenn ein Autor, eine Autorin, Amazon komplett boykottieren will, dann verhandelt er das mit dem Verlag, unabhängig von deren Usancen der eBook-Herstellung.
    Und da sind wir schon bei der Frage:
    Ja, geht das denn?

    Somit ist Ihre Frage natürlich berechtigt: Wie halten es Autoren und Autorinnen, die z.B. Amazon - oder Apple! – kritisch sehen, mit ihren eBooks?

    Es ist leider nicht so Hauruckeinfach wie etwa mein stiller Boykott gegen bestimmte Verlage / Imprints, deren Angebote ablehne weil mir die Vertragskonditionen desaströs sind.

    Ich habe mir auch schon seit einiger Zeit überlegt, wie und ob ich meinen Hausverlag, in dem Fall Droemer Knaur, bitten sollte, z.B. keine eBooks mehr von mir über Amazon ausliefern zu lassen. Dazu müsste ich u.a. an die Verträge ran, die vor Jahren zwischen Autorin und Verlag geschlossen wurden, als es Amazons Position und Methoden von heute, sowie eBooks in der jetzigen Form, nicht gab. Eine rechtliche Auseinandersetzung dieser Art dauert seine Zeit. Auch müsste ich dann bewusst Leser und Leserinnen, die gerne Amazonkunden sind, ausschließen und ihnen Zugang zu meinen Werken erschweren.
    Es ist ein Schritt, über den ich aber natürlich mit allem Für und Wider nachdenke.

    Dabei komme ich u.a. zu dem Schluss, dass Amazon weder ein Monster ist noch ein massierender Milchbauer (Siehe oben): Sondern ein Unternehmen, dessen Interessen nachvollziehbar sind, aber dessen Methoden in bestimmten neuralgischen Punkten nicht hinnehmbar. In anderen Punkten wiederum durchaus, und in einigen wenigen ist Amazon fast bewunderswert! Jeff Bezos und seine Leute hatte viele, viele gute Ideen.
    Doch muss ich deswegen alles gut an dem Unternehmen finden? Nein.
    Muss ich wiederum alles doof finden?
    Sicher nicht.
    Fairness heißt Balance, auch in der Betrachtung der Dinge.

    Natürlich darf und muss eine Autorin sehr wohl die oben im Artikel angesprochenen Methoden eines Branchenbeteiligten kritisieren, und auch dafür einstehen, dass diese Bedingungen korrigiert werden müssen, während sie noch in einem indirekten Geschäftsverhältnis steht.

    Man muss die Chance geben, dass sich der Geschäftspartner auf die geforderten Bedingungen einlässt – oder andere gangbare Lösungen gefunden werden.

    Letztlich haben sich die Verlage mit dem Distributor geeinigt, die Autoren und Autorinnen sind wieder "sichtbar".
    Und darüber freue ich mich sehr.
    Es wird mich und andere nicht davon abhalten, dennoch immer wieder genau hinzusehen. Ob bei dem Distributor, ob bei Verlagen, ob bei der Politik.
    Steht aber alles oben im Sonntagsartikel.


    Ihnen beiden noch eine schöne Woche.

    Herzlichst
    Nina George

  • Burkhard

    Burkhard

    @Felix: Das Argument, dass kritische Autoren (bzw. ihre Verlag) nicht auch im Kindle-Format E.Books anbieten sollen oder gar dürfen ist scheinheilig. Das klingt so wie früher, wo es hieß, jemand der Mercedes fährt könne kein echter Sozi sein. Quatsch. Es geht doch nicht darum, Verkaufskanäle kaputt zu machen, sondern sie zu veranlassen, sich an faire Regeln zu halten.
    Zu differenzieren ist halt mühsam, gell.

  • Galbadon

    Galbadon

    @Nina George:
    Ohne hier kleinkariert erscheinen zu wollen, möchte ich zu Ihrem Beitrag doch ergänzen, dass selbstverständlich auch EPUBs mit den entsprechenden Apps auf allen Geräten gelesen werden können, auch auf den Amzon Fire Tablets :0)
    Und zu den Ausnahmen, die AZW nicht lesen, gehören beileibe nicht nur der Tolino, sondern auch Kobo, Pocketbook, Bookeen, Onyx, Trekstore und wie sie alle heißen.
    Da muss ich also Felix recht geben, mit dem Verzicht auf AZW würde man Amazon die Möglichkeit nehmen, dass E-Buch zu vertreiben, ohne sich allzuviel vom Markt zu verbauen. Und wenn man das EPUB noch kopierschutzfrei anbietet, dann kann es leicht in AZW konvertiert werden - dann lesen Kindle-Nutzer sogar ein nicht bei Amazon gekauftes Buch.
    Natürlich kann das nicht die Dauerlösung sein, ein Amazon-Boykott. Doch um das böse A. zum Einlenken zu bringen, wäre es schon ein Mittel, das man anwenden könnte.

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