BoD-Studie zur Professionalisierung unter Selfpublishern

Jeder zehnte investiert 1.000 Euro

Selfpublishing wird für immer mehr Hobby-Autoren in Europa eine Alternative – zu einem Verlagsvertrag und auch zum alten Job: Laut einer Studie von Books on Demand (BoD) wächst die Zahl derer, die ihr Hobby mit professionellem Anspruch betreiben, die Energie, Zeit und auch Geld investieren, um ihre Sichtbarkeit am Markt zu verbessern.

Die Libri-Schwester Books on Demand (BoD) setzt ihre Reihe mit Untersuchungen zum Selfpublishing fort, hat nach den Ergebnissen aus der Umfrage unter deutschsprachigen Hobby-Autoren (siehe Archiv: Zeig mir, wo die Käufer sind) auch wieder das Fazit der EU-weiten Befragung veröffentlicht.

Insgesamt wurden zwischen 11. August und 7. September 2014 für die "BoD-Self-Publishing-Studie 2014" 2.741 Autoren aus sieben Ländern befragt (Deutschland, Österreich, Schweiz; Dänemark, Finnland, Frankreich, Schweden). Wie bisher bereits, erfolgte die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung durch Joerg Pfuhl und Vanessa Haselhoff von der Hochschule für angewandtes Management in Erding. Drei Ergebnisse:

  • Selfpublisher als Unternehmer. Für jeden dritten Autor ist das Schreiben bereits eine Hauptbeschäftigung und Einkommensquelle  – 2013 waren es 12,5 Prozent.
  • Mehr Aufwand. Gaben 2013 insgesamt 6,8 Prozent der Befragten an (EU-Durchschnitt), fünf Stunden und mehr in der Woche für Marketingaktivitäten aufzuwenden, ändert sich die Lage jetzt: Immer mehr Selfpublisher verbringen mit der Buchwerbung laut Studie immer mehr Zeit. Dabei ist die Situation von Land zu Land anders: Die Zahl derer, die fünf und mehr Stunden für sich und ihre Werke die Werbetrommel rühren, stieg in Schweden etwa auf 19 Prozent, in Finnland auf 5,1 Prozent und in Frankreich auf 18 Prozent.    
  • Investition. Europaweit lässt sich (im Schnitt) jeder dritte Selbstverleger von Dienstleistern unterstützen, in Dänemark sogar fast jeder zweite (52,3 Prozent). Kostenpunkt: Etwa einer von zehn Selbstverlegern investiert der Studie zufolge mittlerweile pro Titel gut 1.000 Euro.   

 

"Self-Publishing ist europaweit im Wandel. Die Motivation der Autoren, Bücher im Selbstverlag zu veröffentlichen, erfolgt nicht mehr nur aus einem leidenschaftlichen Hobby heraus, sondern ist zunehmend von einem professionellen Interesse geprägt", erklärt BoD-Chef Florian Geuppert. Auf dieses Interesse werde man reagieren, bverspcith er – das eigene Angebot ausbauen und Autoren auch vermehrt maßgeschneiderte Lösungen anbieten.

Die komplette Studie gibt es zum Download unter www.bod.de/studien

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