Sind Thriller und Krimis zu blutrünstig?

Wettkampf der Grausamkeit

Wieso werden Thriller immer brutaler? Krimispezialistin Miriam Semrau (@krimimimi) hat genug von den Gewaltorgien. In ihrem Gastspiel fordert sie Spannung statt Schlachtplatte.

Immer wieder, wenn ich mich in einen packenden Krimi, Thriller oder Roman Noir versenke, bemerke ich, dass ich vor Spannung alle anderen Körperfunktionen, außer Atmen, eingestellt habe. Ich realisiere: Die Fiktion hat mich fest in ihren Klauen und mit großer Wonne lese ich weiter. Was es dazu braucht? Protagonisten, die mich in ihren Bann ziehen. Weil sie scheinbar widersprüchliche Seiten von sich zeigen und ich mir vorstelle, wie sich das anfühlt, zum Beispiel gleichzeitig vorsichtig und mutig zu sein. Oder verschiedene Charak­tere prallen aufeinander, sodass von Anfang an die Atmosphäre flimmert und ich weiß, das kann hier nur schlimm enden. Besonders großartig finde ich es, wenn ich dieses Gefühl schon nach wenigen Seiten habe, so wie es Roger Smith in »Stiller Tod« meisterhaft gelingt. Bereits nach 20 Seiten weiß ich, dass ein wohlhabendes, hellhäutiges Paar in Kapstadt sich innerhalb der Ehe aus dem Weg geht, dass deren kleine Tochter an ihrem Geburtstag ertrinkt und ein dunkelhäutiger Sicherheitsmann nur so tut, als würde er versuchen, die Kleine zu retten, um damit die Sympathie des Ehepaars zu gewinnen. Das kann nur in die Hose gehen und das tut es dann auch ganz gewaltig auf den nächsten 350 Seiten.
Ist dabei ein einziger Tropfen Blut geflossen? Sind mir Eingeweide aus den Sätzen entgegengeströmt? Habe ich nebenbei einen Kurs über Waffenlehre belegt? Nein. Mir wurde weder ausführlich beschrieben, wie eine Ladung Schrot einen Körper zerfetzt, noch wie ein Schwerverletzter seine Organe zurück in den Rumpf drückt, um sich im Adrenalinrausch seinem Angreifer zu widersetzen. All das erzeugt auch Spannung bei mir, neben Ekel und Übelkeit. Aber manchmal ist es mir auch einfach zu viel. Wenn eine Bombe in eine Menschenmenge fliegt und jeder abgerissene Körperteil der Opfer einzeln beschrieben wird, dann macht mein inneres Kino den Schnellvorlauf an und ich blicke nur kurz auf das blutige Schlachtfeld auf meinen Buchseiten.
Warum werden Krimis immer blutiger, immer expliziter in der Schilderung von Verletzungen, überschreiten immer mehr emotionale Grenzen? Ich möchte bitte, dass die Flut der misshandelten Kinder aufhört, die aufmerksamkeitsheischend auf Krimileser einströmt. Ich habe Angst davor, wo diese Entwicklung hinführt. Ich identifiziere mich allzu gern mit den Charakteren in meinen Büchern. Durch Lesen reise ich in andere Welten und begebe mich regelmäßig in Gefahren, die mir real glücklicherweise bisher noch nicht begegnet sind. Ich kann gar nicht anders, als auch zumindest teilweise in die Haut der Bösewichte zu schlüpfen. Aber wenn sie regelmäßig sämtliche Hemmungen fallen lassen und ich mich gedanklich und emotional von ihnen mitreißen lasse, was stellt das mit mir an?  Und wo hört das auf? Müssen Krimis und Thriller denn immer mehr zum Wettbewerb der Grausamkeiten werden?
Es geht doch auch anders. Der Großmeister der Spannung, Edgar Allan Poe, hat es uns allen in »Die Grube und das Pendel« gezeigt. Ohne blutige Massaker fesselt Poe in dieser Erzählung meine Sinne und spuckt sie erst nach dem letzten Satz wieder aus. Brillant schildert er die Orientierungslosigkeit des Protagonisten, die langsame Erkenntnis seiner Situation, seine aufsteigende Panik. Permanent erwarte ich als Leser das Schlimmste, als ob es mich selbst jeden Moment trifft und nach der letzten Seite fühle ich mich wie gerade eben mit dem Leben davongekommen. Davon will ich mehr lesen. Mehr Atmosphäre, in der ich mich verliere, mehr Ängste, deren Intensität ich beim Lesen körperlich spüre, mehr Situationen, deren Ausweglosigkeit mich schwer seufzen lässt. Liebe Autoren, bitte verwöhnt mich mit mehr Raffinesse und spart euch das plumpe Gemetzel.

Miriam Semrau ist Krimi-Expertin und bloggt unter krimimimi.com. Einmal im Monat stellt sie auf HR2 neue Lieblingsbücher vor.

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14 Kommentar/e

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  • Nika Lubitsch

    Nika Lubitsch

    Danke Miriam Semrau. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Es fing so kurz vor der Jahrtausendwende an: Da wurden die Opfer plötzlich gehäutet, die Finger über die Stadt verteilt und ich musste beim Lesen die Augen zukneifen, weil es mich so gegruselt hat. Dabei liebe ich das Rätsel, das mir ein Kriminalroman aufgibt, die psychologischen Hintergründe, die Motive, das Ambiente eines Krimis. Ich will meinen Protagonisten folgen können, ihre Handlungsweise und auch die der Täter nachvollziehen. Normalerweise schreibe ich selbst solche Krimis, solche, die ich selbst gern lesen würde. Altmodisch, na klar. Aber ich merke auch, dass es die Umgebung ist, die unsere Plots prägt. Als ich in den USA lebte, wo man gefühlt von durchgeknallten Serienkillern umzingelt ist, konnte ich leider auch nicht anders als einen blutrünstigen Thriller zu schreiben. Kaum war ich wieder in Deutschland, kamen die nachvollziehbaren Motive zurück. Denn durchgeknallt ist langweilig. Ging auch zwei Bücher lang gut. Bei meinem neuesten Roman fing ich an über ein Thema zu recherchieren und traf auf eine Wirklichkeit, die noch viel grausamer ist als der grausamste Plot. Und schon bin ich wieder bei einem Thriller gelandet. Könnte die Grausamisierung (tolles Wort, habe ich eben erfunden) unserer Krimis vielleicht mit der Verrohung unserer Welt zu tun haben? Auch in der Realität sind die intelligenten, durchdachten, geplanten Verbrechen die absolute Ausnahme, 99,9 % sind einfach rohe Gewalt, meist im Affekt ausgeführt.

  • Hans Christoph Heymann

    Hans Christoph Heymann

    QUOD LICET JOVI, NON LICET BOVI......

    blut, schweiss, tränen, verpuppungsstadien von fliegenlarven und der austausch von körperflüssigkeiten? darf es ein bisschen mehr sein?

    schlussendlich entscheiden lektorate/marketingabteilungen und auch die kunden was sich am markt verkauft.

    in köln gab es vor jahrenden eine krimibuchhandlung.... manfred sarazin war -für mich- ein gott in sachen beratung.... und ich stand regelmässig vor der frage, ob es titel gibt, in denen nicht alle dreissig seiten, vom schweiss überströmte körper im licht der untergehenden abendsonne rhythmisch in ekstase....

    "sex sells"... für die einen ein kaufargument, für die anderen nur nervig.... was bei de sade als gesellschaftskritik ist, treibt bei "shades of gvrey" die auflagen in die höhe und schlussendlich finden wir im sauerland geishakugeln und plüschhandschellen als stapelware im eingangsbereich....

    ich habe das gefühl, als endverbraucher, das in der branche kopiert wird, themen, plots, schauplätze und der leser sich entweder in einer wunderwelt aus lesbischen, trotzkistischen engagierten komissarInnen wiederfindet (frühe val mcdermid) oder dem gegenteil....

    don winslows vergeltung zu verlegen hat auch etwas mutiges, werden hier (als leser habe ich es so wahr genommen) genregrenzen überschritten vom krimi hin zu rassischtischer propaganda a la american sniper.....

    manchmal kann auch gewaltdarstellung kentextuell schlüssig erscheinen, ein bild verfolgte mich über jahre "iain banks: verschworen/ hier war es ein völlig verwahrlostes kleinkind das von fliegen besiedelt wurde/dessen schädel im wahrsten sinne des wortes leer gefressen wurd" oder als völlig überflüssig erscheinen (die schlachthofszene im "tribunal").

    für den einen ist die schmerzgrenze bei ake edvardsons "tanz mit dem engel" (besenkammerszene) erreicht für mich persönlich beim 222. regionalkrimi der in belmicke, finnentrop oder wuppertal spielt.

    schlussendlich das genre als gesellschaftsroman der postmoderne? im zweifelsfall auch eine schmutzige atombombe über karlsruhe zünden (black rain)?

    wohl dem leser, der eine buchhandlung vor ort hat, die abseits des mainstreams eine gutgepflegte backlist hat (der andere buchladen in köln z.b.) und neben den grossen bösen ein herz für nischenverlage wie union, nishen und distel hat.

    in diesem sinne: "laughing just to keep from trying"

  • Peter Eckhart Reichel

    Peter Eckhart Reichel

    Liebe Miriam Semrau, ich stimme Ihnen insgesamt vorbehaltlos zu. Plumpes Gemetzel empfinde ich als Krimileser äußerst kontraproduktiv. Als Verleger und Hörbuchproduzent lese ich (manchmal mit mehr oder weniger Begeisterung) vor allem Werke bislang unbekannter Autorinnen und Autoren dieses Genres. Bücher, die mich auf den ersten zehn Seiten nicht fesseln, lege ich oft beiseite. Spannung und Überraschung sind die Gründe, warum Krimi-Leser am Ball bleiben, warum sie unbedingt erfahren möchten, wie die Geschichte im Buch weiter geht. Spannung und Überraschungen sind auch die Gründe, weshalb wir Leserinnen und Leser wieder und immer wieder die nächste Seite umblättern, obwohl es schon mitten in der Nacht ist und wir schon lange im Bett sein und schlafen sollten, oder weshalb wir schon wieder die U-Bahnstation verpasst haben, an der wir hätten eigentlich aussteigen wollten. Blutrünstige Thriller oder perfide Krimis mit seitenweise vollgestopften und bis ins kleinste Detail geschilderten Gewaltakten erzeugen diese Spannung nicht. Sie wirken ganz schnell langweilig, weil ihnen fast immer die Überraschungsmomente fehlen.
    Hitchcock gab einmal in einem Interview diese Erklärung ab, in dem er die Begriffe Suspense und Surprise unterschied: „Wenn eine versteckte Bombe unter einem Tisch, an dem mehrere Leute frühstücken, plötzlich explodiert, ist dies ein Schreck und unterhält 20 Sekunden lang; wenn der Zuschauer die Lunte jedoch lange brennen sieht und die Figuren nichts davon ahnen, ist dies Suspense und fesselt fünf oder zehn Minuten lang. Einsatz filmischer Mittel und Kosten bleiben sich gleich, bei besserem Effekt.“ Auch dieses filmische Beispiel kann 1:1 übertragen Krimiautoren bei ihrer Arbeit helfen, spannende und auch überraschende Handlungselemente einzusetzen. Wenn dem grausamen Antagonist im Krimi auch ein grausames Ende erwartet, kann dies mit nur wenigen Sätzen dem Leser als entsprechendes Bild vermittelt werden. Weniger ist meiner Ansicht nach fast immer mehr. Ein gutes Beispiel hierfür bietet die Autorin Lene Levi in ihrem neuen Kriminalroman „Nordwest Bestial“. In dieser Geschichte geht es um Massentierhaltung, religiösen Fanatismus und die Auswüchse eines zerstörerischen Kapitalismus, der eine ganze Region bedroht. Dementsprechend wird auch brutal gemordet. Warum auch nicht? Wenn es die richtigen Bösen trifft.

  • Nikola Hahn

    Nikola Hahn

    Das spricht mir aus dem Herzen! Als Krimiautorin UND Kriminalkommissarin. Die Kunst, einen spannenden Krimi zu schreiben (oder auch filmisch in Szene zu setzen), besteht eben genau darin, das Kopfkino des Lesers/Zuschauers in Gang zu setzen. Dazu benötigt man Zeit: für Recherche, für die sprachliche/filmische Umsetzung, für die Kreativität und die Kunst, aus der Wirklichkeit eine Geschichte in die Fiktion zu übersetzen, so dass der Leser/Zuschauer glaubt, es sei die Wirklichkeit. Natürlich ist ein "realer Tatort" eines Tötungsdelikts alles andere als "hübsch anzusehen", aber genauso gut sind die nachfolgenden Ermittlungen in der Regel aufwendig, umfangreich, und, übersetzte man das in einen Roman, mit viel "Langeweile" verbunden. DAS wird ja im Krimi auch nicht eins zu eins abgebildet. Abgesehen davon, dass Mordfälle/Tötungsdelikte eben in der Regel NICHT von durchgeknallten Serienmördern begangen werden, die Menschen genüsslich in Einzelteile zerlegen. Auch schießen sich Kriminalbeamte in der Regel nicht den Weg für Ermittlungen frei. Warum also die überbordende Gewalt? Wie so oft muss das Argument herhalten, die Leser wollten das so. Selbst wenn: Wer zwingt mich als Autor, dem nachzukommen? Damit meine ich nicht, dass solche Darstellungen im Einzelfall durchaus mit der Geschichte konform gehen können, also erzählerisch gerechtfertigt sind. Aber wenn Gewalt nur als billiger Effekt im Sinne "Viel hilft viel" eingesetzt wird, habe ich ein Problem damit.

  • Carlotta

    Carlotta

    Liebe Frau Semrau, ich stimme ihnen nur teilweise zu. Jeder Mensch kann sich doch aussuchen was er lesen möchte. Das Fachpersonal in der Buchhandlung fragt meistenteils die Kunden...,,möchten Sie es blutig oder nicht so blutig". Dafür gibt es ja Gott sei Dank noch Buchhandlungen. Also der Kunde selbst entscheidet, ob er einen Krimi oder Thriller möchte und davon gibt es reichlich.......Danke

  • Hermann Markau

    Hermann Markau

    Sie analysieren de Lage gut. Treffen ziemlich genau auch meine Einschätzung. Ich vermute, dass die skandinavischen Autoren nicht ganz unschuldig sind an diesem Dilemma. Man musste bereits vor Jahren nur einen schwedischen oder schwedisch klingenden Namen aufs Cover drucken, und schon florierte der Absatz. Dieser Kopiereffekt trifft übrigens auch auf das Cover zu; nachdem Nika Lubitsch mit ihrem ersten Thriller Erfolg hatte, kamen einige Autoren auf die Idee, ihren Bucheinband ähnlich zu gestalten. Also: Der Schuldige - und also auch bezüglich der eskalierenden Vorliebe für blutige Gewalt - ist offensichtlich der Leser - wer immer das auch ist.

  • Petra van Cronenburg

    Petra van Cronenburg

    Das spricht mir so aus der Seele! Die Vielfalt der Krimis ist hin, das Genre wurde zwischen Regiokrimi und Horrortrip mit hundertfachen Klonen verhackstückt - als leidenschaftliche Krimileserin ohne Blutsuppengelüste bleiben mir immer öfter nur noch britische Originale.

    Aber es wundert mich nicht. Als meine Literaturagentur vor Jahren mit meinem Konzept für "cozy crimes" bei deutschen Verlagen nachfragte, bekam ich heimliche Freude mitgeteilt und dann die immer gleichen Begründungen, warum man das nicht kaufen könne: 1. Zu wenig Serienmörder und Blutfoltergekröseschlamassel. 2. Solche Krimis würde man mir abkaufen, wenn ich Engländerin wäre, ich könne es ja dort erst mal versuchen und dann vielleicht eine Lizenz ...

    Inzwischen dürstet das Publikum danach, dass Krimis auch anders funktionieren können! Vielfalt ja. Es kann ja Platz für alles sein. Aber ganze Sorten von Krimis einfach einstampfen, weil der Trend angeblich ein anderer sei ... so erlegt man ein Genre mit Blattschuss. Echte Marktforschung statt Programmgestaltervermutungen wären vielleicht mal angebracht. Oder einfach mal aufs Publikum und solche Artikel wie diesen hören?

  • Christine Thomas

    Christine Thomas

    Auch mir sprechen Sie aus der Seele. ich finde es schlimm, wenn Splatter mit Spannung verwechselt wird, wenn Autoren (und auch Verlage) glauben, Krimis und Thriller müssten immer blutrünstiger werden. Je unglaublicher und bluttriefender die Geschichte, desto besser verkauft sie sich. Zumindest will man uns das einreden. Ich fände es sehr schön, wenn wir wieder den Weg zurück fänden zu Krimis, in denen die Spannung und die Frage nach dem "Wer ist es gewesen?" wichtiger ist als die Frage, wie viele Liter Blut eigentlich aus iesem Buch hätten herausfließen müssen.

  • Thorsten Wirth

    Thorsten Wirth

    Auch mir als Leser und Autor einiger Krimi-Kurzgeschichten sprechen Sie aus der Seele. Ich habe sicher nichts Gewaltdarstellungen in Büchern - das gehört manchmal einfach zur Handlung dazu. Wenn dies aber soweit ausgebaut wird, dass mir neim Lesen regelrecht schlecht wird (ist mir beim Lesen eines Buches von Cody McFaden tatsächlich passiert), dann frage ich mich schon, wozu das nötig ist.
    Sozialisiert bin ich in den 70er, 80er Jahren, als man Krimis und Thriller von 180 bis 250 Seiten las, in denen es um Tat, Täter, Ermittlungen ging. Heute breiten Autoren auf 600 bis 800 Seiten ihr komplettes Wikipädia-Wissen aus. "Sex sells". Und wo es nicht Sex ist, ist es Gewalt. Plakativ, direkt, grausam. Es sind die Leser, die den Erfolg dieser Themen mitzuverantworten haben. Die Verlage sind Wirtschaftsunternehmen, die sich sicherum Umsatz nicht verweigern werden.

  • Ungehaltener Buchkäufer

    Ungehaltener Buchkäufer

    Als Leser (und Käufer) von Krimis möchre ich mich weder von Frau Semrau noch vom Buchhändler belehren lassen, wie blutig oder unblutig es sein darf und was in dieser Hinsicht korrekt ist oder nicht. Das entscheide ich immer noch selbst!

  • Kai Blum

    Kai Blum

    Neben den Skandinavien-Krimis haben sicher auch die Cover von E-Books einen gehörigen Teil zu diesem Trend beigetragen. Da gab es auf einmal jede Menge Blut, um aus der Menge herauszuragen. Hier in den USA sind dagegen die sogenannten Cozy Mysteries unheimlich beliebt, vom Katzen- bis zum Bibliothekskrimi. Als Autor reihe ich mich auch dort ein, einfach weil mir dieser Stil viel besser gefällt. Da spielt es kaum eine Rolle, ob so etwas derzeit in Deutschland gefragt ist oder nicht. Das wird sich auch wieder ändern, da bin ich mir sicher.

  • Peter Ziegler

    Peter Ziegler

    Es wird noch schlimmer:
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    Ich kann das alles nicht mehr lesen!

  • Peter Ziegler

    Peter Ziegler

    Sorry, das ist der richtige Link:
    http://www.amazon.de/SCHNAPPATME-WENN-KANNST-Olsen bø-Mistery-THRILLER-ebook/dp/B00Z45FGUU/

  • Stephan Waldscheidt

    Stephan Waldscheidt

    Liebe Frau Semrau,
    danke für den Artikel. Schon vor ein paar Jahren habe ich mal ein "Experiment" in einer Buchhandlung durchgeführt und die Buchhändlerinnen dort gebeten, mir einen Thriller eines deutschen Autors / einer deutschen Autorin zu empfehlen, wo keine Frauen/Kinder in Verliese eingesperrt und sinnlos, aber explizit gequält werden und wo statt Blut und Körperflüssigkeiten Hochspannung fließt. Keine der kompetenten Frauen konnte mir weiterhelfen.

    Meine Theorie für diesen Trend des Immer-mehr-immer-brutaler: Die Leser wollen ihre Phantasie nicht mehr bemühen, oder, schlimmer: sie haben keine mehr. Also muss das, was nicht mehr im Kopf stattfinden kann, eben direkt und unverstellt auf der Buchseite passieren. Eine Änderung scheint mir nicht in Sicht, da der Trend seit Jahren anhält. Aber wir hoffen weiter, nicht wahr?

    Schönen Gruß
    Stephan Waldscheidt

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