"Von Douglas lernt die Buchbranche das Handeln"

Provokante Thesen, die zum Nachdenken anregen, Erfahrungsberichte aus anderen Branchen und Best Practice Beispiele aus dem Buchhandel konnten die rund 100 Teilnehmer des Buchmarktforums, das gestern in Salzburg stattfand, mit nach Hause nehmen. VON CHRISTINA SCHULTE

© Christina Schulte

Berichtete über den aktuellen Stand des Branchenprojekts Volltextsuche online: Ronald Schild (Geschäftsführer der MVB)

Berichtete über den aktuellen Stand des Branchenprojekts Volltextsuche online: Ronald Schild (Geschäftsführer der MVB) © Christina Schulte

"Mit dem Einstieg von Douglas in den Buchhandel hat es die Branche erstmals mit richtigen Händlern zu tun", sagte etwa Jan Schmüser, Geschäftsführer Unternehmensführung vom Zentralverband gewerblicher Verbundgruppen. Der Konzern wisse aus seinen anderen Geschäftsfeldern, wie etwa Filialsteuerung oder Regalpflege funktionierten." Die Gepflogenheiten aus anderen Branche halten nun auch im Buchhandel Einzug."

Als Vorreiter benannte Schmüser den Lebensmitteleinzelhandel: "Alles, was dort passiert, wird irgendwann auch einmal im Buchhandel eintreten." Wirklich alles? Auch die Sache mit den Telefonrechnungen? Wie Schmüser berichtet, zahlen die Lebensmitteleinzelhändler größtenteils die Telefonrechnungen ihrer Lieferanten, "weil es bei den Telefonaten ohnehin um die Angelegenheiten der Händler geht".

Ein Best Practice Beispiel aus der Branche präsentierte Bernhard Schäfer von der Buchhandlung Bing in Bad Wildungen. 35 Prozent seines Umsatzes macht er mit Nonbooks. Drei Maximen gelten für sein Handeln: Spaß am Inszenieren, Spaß am Argumentieren und Spaß am Kalkulieren. "Meinen Buchhandlung mache ich zur Bühne", sagte er. Alle zwei bis drei Wochen neue Angebote und eine neue Dekoration sind ein Muss für den Buchhändler.

Einen Ausflug in die digitale Welt machte unter anderem Hans Huck-Blänsdorf (Brockhaus Duden Neue Medien) und Ronald Schild, Geschäftsführer der MVB. Er berichtete über den aktuellen Stand des Branchenprojekts Volltextsuche online. 300 Verlage stünden derzeit auf der Teilenhmerliste, das Titelvolumen betrage 7500 bis 8000 Bücher, sagte Schild.

Einen ausführlichen Bericht über den Zukunftstag Buchhandel, der vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam mit dem Buchmarktforum veranstaltet wurde, lesen Sie am Donnerstag im BÖRSENBLATT.

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1 Kommentar/e

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  • Murkel

    Murkel

    Klar, Douglas ist doch DAS Vorbild, besonders, was Mitarbeiterführung angeht...

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