2017: Bildungsmedienbranche setzt 600 Millionen Euro um

Digitaler Ausbau stockt

Die Bildungsmedienverlage haben 2017 rund 600 Millionen Euro umgesetzt – 20 Millionen Euro beziehungsweise gut drei Prozent mehr als 2016.

Laut Verband Bildungsmedien verteilten sich die Umsätze 2017 wie im Jahr zuvor zu 70 Prozent auf allgemeinbildende Schulen, zu 15 Prozent auf die Erwachsenenbildung im Bereich Sprachen und IT, zu zehn Prozent auf die berufliche Bildung in Schule und Ausbildungsbetrieb und zu fünf Prozent auf die frühe Bildung. Die Titelproduktion der Branche lag 2017 (wie 2016) bei mehr als 8 000 Lehrwerken.

Der mit fünf Prozent unverändert geringe Umsatzanteil digitaler Bildungsmedien spiegele nicht die "enormen Investitionen der Verlage in die erweiterte Produktpalette" wider, so der Verband. Die Bundespolitik müsse nun die Weichen für die dringend benötigte Infrastruktur und die Bund-Länder-Kooperation beim digitalen Lehren und Lernen stellen.

Impulse für das Geschäft mit Lehrwerken für allgemeinbildende Schulen gaben neue Lehrpläne etwa in Bayern und Baden-Württemberg. Die Änderung der Gymnasialstruktur in Bayern bei laufender Lehrplanentwicklung hat laut Verband allerdings "hohe Aufwände und Kos­ten" erzeugt. Leicht rückläufig war 2017 das Segment berufliche Bildung. Wilmar Diepgrond, Vorsitzender des Verbands, fordert deren Modernisierung: "Die Attraktivität der dualen Ausbildung muss jetzt deutlich gesteigert werden." Rückläufig entwickelte sich 2017 die Erwachsenenbildung – mit Ausnahme von Sprachkursen für Geflüchtete.

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