Aktionsidee zum Wandel des Stadtteils

Der Wandel der Schlanken Mathilde

Einer markanten Laterne mit dem schönen Namen Mathilde hat die Buchhandlung transfer in Dortmund Hörde schon im letzten Jahr eine eigene Aktion gewidmet. Die zieht bis heute im Stadtteil Kreise. ANKE BENSTEM

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Auf Dauerschleife: Ein Film aus Kundenfotos der "Schlanken Mathilde" läuft in der Buchhandlung auf Dauerschleife

Auf Dauerschleife: Ein Film aus Kundenfotos der "Schlanken Mathilde" läuft in der Buchhandlung auf Dauerschleife © transfer

In Hörde trifft man sich an der Schlanken Mathilde. Dortmunds Stadtteil, einst selbständige Kleinstadt, hat sich im Laufe der Zeit gewandelt und verändert sich weiter – und mit ihr ihre bekannteste Straßenlaterne, die Schlanke Mathilde. Der 1908 im Jugendstil erbauten, gusseisernen Leuchte mit Uhr – die ihren Namen augenzwinkernd einer früheren, eher rundlichen Bürgermeistergattin verdankt – widmete die Buchhandlung transfer. bücher und medien im vergangenen Jahr eine eigene Aktion. Denn nicht nur der Stadtteil, auch die Laterne, Hördes Wahrzeichen, hat sich im Laufe der Jahre verändert. Und das nicht immer nur zum Besseren – wie das eben so ist mit der Mode. Da wurde ihr in den 1920er Jahren die Spitze mit den markanten runden Lampen genommen, um Platz für die Straßenbahnoberleitung zu machen. Einige Jahre später sah sie wie ein plumper Reklamewürfel aus. Doch im Jahr 1983 bekam Mathilde schließlich dank tatkräftiger Azubis einer lokalen Lehrwerkstatt ihr ursprüngliches Aussehen wieder. Seitdem treffen sich die Hörder wieder am Original.

Film ab im Schaufenster von transfer in Dortmund

Film ab im Schaufenster von transfer in Dortmund © transfer.bücher und medien

Grund genug für die inhabergeführte Buchhandlung, die sich seit 2011 am Hörder Stadtteilplatz unter der Adresse  „An der Schlanken Mathilde 3“ befindet und natürlich auch einiges an Regionalia im Sortiment hat, ihre Kundschaft zu befragen: Wie sah es hier früher aus? Welche Bilder habt ihr noch von der Mathilde und dem Stadtteil in euren Fotoalben? Im vergangenen Sommer sprachen Buchhändlerin Ute Feuersänger und ihre Kollegen deshalb die Stammkunden im Laden an, sie hängten Poster zur Aktion auf und berichteten auf Facebook und der Website der Buch- und Medienhandlung darüber. Mit umwerfender Resonanz: „Wir haben hunderte alter Bilder bekommen“, berichtet Ute Feuersänger. Aus den Fotos und einigen extra angefertigten Zeichnungen der Laterne in ihren verschiedenen Veränderungsstadien hat transfer einen siebenminütigen Film gemacht. „Seit Januar 2017 läuft der in Dauerschleife im Laden und per Beamer auch im Schaufenster.“ Und war Anlass für viele weitere Gespräche mit den Kunden über ihren Stadtteil.

Mit Lesetischen, Kaffeetheke und extra Schließfächern für Taschen lädt die Buch- und Medienhandlung explizit dazu ein, sich Zeit zu nehmen, zu stöbern und sich auszutauschen. Und mit einem extra Veranstaltungsraum mit Bühne versteht sich das Geschäft auch als kultureller Treffpunkt in Hörde. Mit Erfolg: Aus den zur Mathilde geführten Gesprächen haben sich schon einige Ansätze für mögliche neue Projekte ergeben. So befand sich zum Beispiel früher an gleicher Stelle in einem heute nicht mehr vorhandenen Haus eine Buchhandlung, über deren Geschichte es sich mehr herauszufinden lohnt. Zum Schlanke Mathilde-Projekt ist jetzt aber erstmal noch geplant, den Film als DVD im Eigenverlag herauszugeben und ein Poster mit den Zeichnungen der Laterne zu verschiedenen Zeiten zu drucken.

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