Antiquariat

"10 Prozent sind selbstverständlich"

Eine boersenblatt.net-Umfrage zeigt: ein Kollegenrabatt von 10 Prozent bei provisionsfreien Bestellungen ist im Antiquariatsbuchhandel nach wie vor üblich, wird oft aber nur auf Anfrage gewährt.

An der anonymen Online-Umfrage haben sich innerhalb weniger Tage 57 Teilnehmer beteiligt (vielen Dank hierfür!). Die Antworten fallen im Detail durchaus differenziert aus (z. B. wird der Kollegenrabatt entweder grundsätzlich gewährt oder lediglich auf Anfrage). Grundsätzlich in Frage gestellt wird ein Kollegenrabatt jedoch nicht.

Praktisch überhaupt nicht aufgegriffen wird der Vorschlag in der Einleitung zur Umfrage, eine Online-Auflistung derjenigen Antiquariatsfirmen einzurichten, die anderen auf dieser Liste aufgeführten Firmen vorbehaltlos bei Direktbestellungen einen vorher festzulegenden Rabatt gewähren. Nur einige wenige Umfrageteilnehmer gehen darauf ein.

Antworten in Auswahl:

  • Verbandsmitglieder 10%, bei Nachfrage evtl. bis zu 20%.
  • ist doch keine Frage. Selbst bei Buchpreisen von 3 Euro gebe ich die üblichen 10 % Kollegenrabatt. Da jeder Koch auch gern selbst isst, freue ich mich immer auch bei kleinen Bestellungen über einen gewährten Rabatt. Da geht's eigentlich weniger um die paar Cent als vielmehr um den Spass...
  • Ich gewähre Kollegen zehn Prozent Kollegenrabatt. Kollegen sind hauptberufliche Antiquare. Trödelhändler, die auch mal ein Buch verkaufen oder Feierabendantiquare und Schattenhändler bekommen selbstverständlich keinen Rabatt. Und natürlich erwarte ich auch, dass mich eine Kollegenbestellung provisionsfrei erreicht und zumindest bei Inlandsbestellungen auch keine versteckten Provisionen anfallen (etwa bei der Zahlung per Paypal oder Kreditkarte). In diesem Zusammenhang noch: Fordert jemand in barschem Ton einen Kollegenrabatt ein, vermerke ich das. Schlechter Stil ist für mich keine Basis einer dauerhaften Geschäftsbeziehung.
  • Ich gebe Antiquariatskollegen auf Anfrage 10% Rabatt.
  • Kollege = Antiquar mit gemeldetem Gewerbebetrieb (Antiquariat) oder angestellter Antiquar. Selbstverständlich erhält jeder Kollege 10 %, auch bei Kleinbestellungen und bei jedem Kauf. Höhere Rabatte, z. B. bei umfangreichen Käufen, sind Verhandlungssache. Jeder Antiquar, der sein Geschäft seriös betreibt, gewährt Kollegenrabatte. Der Kollegenrabatt ermöglicht die Vermittlung von Büchern an Kunden auch dann, wenn der verlangte Preis keinen Aufschlag mehr verträgt.
  • Ja, ab 10 Euro, derzeit allerdings nicht, da ohnehin gerade eine Sonderpreis-Aktion (ermässigt) läuft. Kollegenrabatt-Liste: ja, prinzipiell gerne!
  • Bei Bestellungen über ZVAB erkennt unsere Software den Zusatz: "Dies ist eine provisionsfreie..." und gibt automatisch 10% Kollegenrabatt. Bei provisionsbelasteten Bestellungen über andere Plattformen entscheide ich, wenn um Rabatt gebeten wird, unterschiedlich. Meist lehne ich mit Hinweis auf die zu leistende Provision ab. Ansonsten: bei provisionsfreien Bestellungen gibt es generell Rabatt. Bei Forderungen, die über 10% hinausgehen hängt es vom Titel ab: wie lang ist er im Bestand, um welche Summe geht es etc. Im Zweifel ist es wie beim Skat: Jeder Stich zählt...
  • Jeder Kollege (Antiquar/Antiquarin) sollte grundsätzlich mindestens 10 % Kollegenrabatt bekommen. Es sollte aber auch selbstverständlich sein, daß die Bestellung auf einem Weg erfolgt, bei dem keine Kosten (Verkaufsprovisionen) für den Verkäufer anfallen.
  • 1) Kollegenrabatt gewähren wir nur auf Anfrage, nicht "generell" von uns aus. 2) Wenn dann sind es 10 % Kollegenrabatt. 3) Bei Bestellungen unter 10 Euro gewähren wir auf Anfrage zwar Kollegenrabatt, aber ungern. 4) Bei eigenen Bestellungen, und zwar erst oberhalb von 10 Euro, bitten wir stets um Einräumung von Kollegenrabatt und erhalten ihn meistens auch (Ausnahmen - vermeintliche "Große" - bestätigen die Regel).
  • Generell erhalten alle Kollegen, ob Antiquariat oder "normale" Buchhandlungen einen Rabatt von 10 %.
  • Ich gewähre grundsätzlich 10%, vorausgesetzt, der Kollege fragt danach. Diesen Rabatt gewähre ich auch bei Kleinbeträgen, finde die Frage danach allerdings auch als ungehörig, da auch der Kollege weiß, dass an so einem Buch nichts verdient wird. Rabatte darüber hinaus in dem Sinne gewähre ich nur "alten" Kollegen auf Gegenseitigkeit. Fragt aber ein Kollege an, ob hier und da was am Preis zu machen sei, so prüfe ich das und mache ggf. einen Sonderpreis.
  • Bei Nachfrage 10 % Rabatt
  • Wenn ich bei der Bestellung darum gebeten werde, kein Problem. Antiquare sollen meiner Meinung aber auch lernen zu kalkulieren, da diese Bücher nicht der Preisbindung unterliegen. Ich nehme generell mindestens 3€ Bearbeitungsgebühr und die Portokosten wandern auch mit in den kalkulierten Preis mit rein.
  • In früheren Zeiten habe ich generell einen Rabatt gegeben, das ist nicht mehr. Heute fühle ich mich nicht mehr den Kollegen verbunden. "Zusammenhangsüberdrüssigkeit" (Th. B.) Ich gebe da einen Rabatt, wo ich dieses Zusammenhangs noch nicht überdrüssig bin. Antiquare sind eigentlich kaum darunter.
  • Jeder Kollege, auch Sortimentsbuchhändler, erhält Kollegenrabatt, wenn er/sie provisonsfrei bestellt. Gilt auch für kleinpreisige Bestellungen. Üblich sind 10 %.
  • 10% bei provisionsfreien Bestellungen
  • Ich gewähre prinzipiell eine Kollegenrabatt von 10%, unabhängig davon, ob er angefragt wird oder nicht. Keinen Kollegenrabatt erhalten jedoch angebliche "Kollegen", wie der Berliner Büchertisch oder andere, die sich unter dem Deckmantel, karitativ tätig zu sein, als Antiquar betätigen.
  • 10 Prozent ist selbstverständlich für Antiquare, Buchh., Verlage etc. - bei netten Kollegen oder bei gröss. Käufen gibt es auch mal 20, 30 oder 50 Prozent - bei vernünftiger Kalkulation sollte dies selbstverständlich möglich sein.
  • Bei Kollegenbestellungen über das ZVAB, also Bestellungen, die direkt aus dem Mitgliedskonto getätigt werden, geben wir unabhängig vom VK automatisch 10% Nachlass
  • Ich gewähre allen AntiquarskollegInnen bei Bestellungen über Plattform oder direkt einen Rabatt von 10 %. Ich könnte mir durchaus einen höheren Rabatt vorstellen (15-20%), Die Einrichtung der vorgeschalgenen Liste halte ich für hilfreich.
  • Antiquare bekommen von uns 10% Rabatt eingeräumt, in Einzelfällen auch mehr. Diese Einzelfälle beruhen auf sehr gute bzw. langjährige Zusammenarbeit. Im Prinzip sind mehr als 10% Nachlass nicht vertretbar.
  • Beim zvab habe ich automatisch 10% eingestellt. Diesen Rabatt gewähre ich auch gerne auf Anfrage.
  • Allen Buchhandlungen und Antiquariaten gewähre ich bei online-Bestellung über Buchportale 10% Rabatt auf Ware und Versandkosten. Direktbestellung (Email, Telefon oder provisionsfreier Portalbestellung) 20% Rabatt auf Ware und Versandkosten. Rabattierung erfolgt automatisch wenn aus Bestellung Firmierung oder Verkehrsnummer hervorgeht.
  • Jede provisionsfreie bzw. direkte Bestellung bei uns erhält 10% Kollegenrabatt.
  • 10% generell für alle Buchhändler
  • Kollegen wird bei provisionsfreier Bestellung immer 10% Kollegenrabatt gegeben! Buchhandlungen und Verlage erhalten bei provisionsfreier Bestellung auf Nachfrage Kollegenrabatt. - Bei eigener Bestellung ist es nur selten vorgekommen, daß mir kein Kollegenrabatt gewährt wurde. Bei Bestellungen unter 10 Euro frage ich grundsätzlich nicht danach, er ist mir aber oft ungefragt gewährt worden! - Eine "Positivliste" würde ich vor einer Bestellung nicht zu Rate ziehen.
  • Gebe gerne Kollegenrabatt, allerdings nur an Antiquare, nicht an Buchhandlungen. Der Rabatt richtet sich danach, wie lange der Titel bereits im Bestand war, beläuft sich in der Regel aber auf 10%, egal ob Netz oder Direktverkauf.
  • Wenn die Bestellung von einem Buchhändler oder Antiquar kommt und die Bestellung nicht provisionspflichtig ist, geben wir 10% Kollegenrabatt. Für die restliche Kundschaft - auch Bibliotheken - gelten die angegebenen Preise (Festpreise).
  • Kollegen erhalten - unabhängig von der Höhe der Bestellung - einen Rabatt von 10%, wenn die Bestellung direkt (über die eigene Homepage, telefonisch, per Mail oder Brief) oder provisionsfrei über zvab erfolgt. Buchhandlungen erhalten ebenfalls 10% bei Nachfrage und provisionsfreier Direktbestellung.
  • immer 10%, unter Kollegen gehört sich das doch!
  • 10% generell und ungefragt bei provisionsfreien (!) Kollegenbestellungen (direkt, mein Shop, ZVAB-Mitgliederbereich). Bei provisionspflichtigen Bestellungen natürlich nicht.
  • 10% gibt es immer
  • Wenn es denn Kollegen sind 10%. Und Kollegen von denen ich einen Rabatt eingeräumt bekommen erhalten 10% automatisch, ohne Anfrage, wobei der Bestellweg nicht relevant ist.
  • Nur an Kollegen, keine Galerien oder Sortimenter, bei provisionsfreien oder sonstige Direktbestellungen
  • Grundsätzlich erhalten alle Antiquariats- und Sortimentsbuchhandlungen unaufgefordert 10% Kollegenrabatt.
  • Ich gebe keinen Rabatt, aber ich verpacke die Bücher noch besser als normal.
  • Ich gewähre den Rabatt (wobei ich es durchaus befremdlich finde, wenn namhafte Großantiquariate bei Büchern, welche bereits zu Kleinstpreisen aus der Kategorie "3,85 Euro inklusive Versand" angeboten werden, bei meiner bescheidenen 1-Frau-Gebrauchtbuch-Klitsche um Kollegenrabatt bitten).
  • Bei uns gilt: 10% für Kollegen bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen.
  • Kollegen erhalten 10% Rabatt auf den Preis, zu dem sie bestellen. Wenn sie über eine Plattform bestellen, ist das ihr Problem, die Mehrkosten sind dort eingepreist.
  • Bei hochpreisiger Ware wird gerne Kollegenrabatt gewährt, allerdings nur wenn direkt bestellt wird. Bei Ware unter 10.- € ist die Gewinnmarge schon so gering, dass nicht zusätzlich ein Nachlass gewährt wird. Grundsätzlich gehen sehr wenige Kollegen-Bestellungen ein, bei denen explizit ein Nachlass angefragt wird.
  • Als reines Versandantiquariat bin ich auch angewiesen, dass der eine oder andere Kollege kauft, ich gewähre immer Kollegenrabatt.
  • Jeder gewerblich tätige Antiquar ("Mitglied" einer der gängigen Plattformen wie ZVAB, AbeBooks oder antiquariat.de; Verbands- oder Genossenschaftsmitglieder) bekommt selbstverständlich und unaufgefordert 10% Kollegenrabatt (bei provisionsfreier Bestellung). Der Sortiments-Buchhandel fällt nicht in diese Kategorie. Unverständlich bleibt, daß immer noch viele Kollegen provisionspflichtig bestellen und dennoch Rabatt erwarten. Auch die Zahlungsmoral vieler nur online tätiger Kollegen läßt häufig zu wünschen übrig. Zu beobachten ist, daß mittlerweile die traditionellen 10% durch die spekulativen Preise und Usancen auf dem internationalen Markt mehr und mehr "aufgeweicht" werden.
  • Ich gewähre auf Anfrage 10%, wenn der Anfragende ersichtlich gewerblich handelt. Auch unter 10 Wert, wenn es dem Anfragenden nicht zu peinlich ist.. Verpönt ist das deshalb, weil 10% da unter 1 Euro ausmachen und außerdem Bücher dieser Preisklasse normalerweise gerademal kostendeckend sind.
  • Ich gebe grundsätzlich jedem Antiquariatskollegen - egal wie bestellt wird, egal ob mit oder ohne Verbandsmitgliedschaft - einen Rabatt von 10%. Kollegen, die meine Rechnungen allerdings nicht innerhalb von vier Wochen bezahlen, erhalten zukünftig auch wieder einen Rabatt von 10%, dann allerdings nur noch nach Vorauskasse. Dieser Fall ist aber sehr selten und bisher von mir nur einmal praktiziert worden. Dies alles gilt nicht für Buchhandlungen, da diese keine Antiquariate sind und leider oftmals eine schlechte Zahlungsmoral haben (Zahlungsverzögerungen bis zu drei Monaten und mehr!). Hier gebe ich keinen Rabatt. Unabhängig davon, gibt es immer wieder freundliche Anfragen von Antiquaren - meist bei Beträgen über 150 Euro - ob ein Rabatt über die üblichen 10% hinaus möglich sei. Dies entscheide ich von Fall zu Fall, abhängig vom Wert und der Seltenheit des Objektes, abhängig aber auch von der Frage, wie lange das Buch sich bereits bei mir am Lager befindet.
  • 10% auf Nachfrage
  • Rabatt nur bei Titeln über 11.- und bei provisionsfreier Bestellung.
  • jenseits einer schwelle von 20 € wäre ich bereit einen Rabatt von ca. 10% einzuräumen, darunter nicht, allerdings kommen selbst bei kleinpreisigen Artikeln entsprechende Anfragen, wobei sich die Kolleg/inn/en selbst mal fragen sollten wo da noch Spielraum ist, gerade beim Kauf über Plattformen, die ja auch die Hand aufhalten. Viele bestellen einfach ganz normal ohne "lästige" Anfragen.
  • Ich gewähre Kollegen generell 10 % Kollegenrabatt, und den Begriff Kollege fasse ich da nicht eng. Also alle Buchhandlungen und Buchhändler, Verlage und Verlagsangehörige, Antiquariate etc. erhalten 10 % Rabatt. Kleinlichkeit hat sich meiner Meinung nach noch nie ausgezahlt, deshalb handhabe ich den Kollegenrabatt und auch alles andere großzügig.
  • Wer sich schriftlich, mündlich oder fernmündlich als Kollege zu erkennen gibt, erhält (bei mir) generell 10% KR. Privatkunden, die sich als "Kollege" ausgeben, erkennt man mit etwas Berufserfahrung in der Regel schnell. Deutsche Uni-Angehörige erwarten in der üblichen grotesken Selbstüberschätzung meist 50%. Da werde ich gern zynisch und verkaufe auch dann nicht, wenn sie später 100% zu zahlen bereit sind. Kolleginnen - das muß man(n) sachlich feststellen - gewähren übrigens in mindestens drei von vier Fällen keinerlei Rabatt. Die ganze Angelegenheit ist freilich eine "Kann-Richtlinie", die durchaus nicht fest reguliert werden sollte.
  • Ich berechne Antiquariaten immer 10% Rabatt. Das Dankeschön sollte meines Erachtens in Form umgehender Bezahlung erfolgen. Buchhandlungen erhalten nur bei einer Direktbestellung auf Nachfrage Rabatt. Leider ist der Begriff Buchhandlung oft ein Synonym für die Überschreitung von Zahlungszielen (das wäre ein Gegenstand einer weiteren Umfrage!).
  • Unsere Kollegen bekommen von uns alle einen Rabatt zwischen 10% - 30 %. Wir sind eine Buchhandlung, kein Antiquariat. Es gibt allerdings Antiquariate, die uns keinen Rabatt gewährten. Eine Online-Liste? Es sollte eigentlich eine kollegiale Selbstverständlichkeit sein. Da dies jedoch nicht für alle gilt – warum nicht?

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