Auf dem Weg zur Metadatenbank VLB+

VLB stellt auf neues System um

Im August 2015 stellt die MVB die technische Infrastruktur für das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) auf ein neues System um − Anlieferung und Verwaltung für Verlage sowie die Recherche von Titeldaten für Buchhändler werden dadurch vereinfacht, teilt die MVB mit.

Zudem werde die automatisierte Einbindung in Drittsysteme optimiert. Dank einer erheblichen Steigerung der Anzahl der Prüfroutinen werde gleichzeitig die Datenqualität weiter verbessert, so die MVB. Derzeit werden alle Funktionalitäten des neuen Systems umfassend geprüft, die Übernahme der VLB-Bestandsdaten habe bereits begonnen. Die Testsysteme für die Web-Schnittstelle VLB-API, die auf der REST-Technologie im flexiblen JSON-Format basiert, und die Datenlieferungen, die unter anderem im ONIX-Standard ausgegeben werden, stehen Kunden und Warenwirtschaftsanbietern seit Herbst 2014 zur Verfügung.

Die vollständig neu programmierten Komponenten seien eine zentrale Voraussetzung für den Ausbau des VLB zur Metadatenbank VLB+, den die Task Force Metadatenbank als Branchenziel definiert hat. Um den Anforderungen schneller gerecht werden zu können, wurde das technische Know-How für das VLB in der MVB-eigenen IT-Entwicklung gebündelt – das fachliche Know-How ist wie gewohnt im Team Datenmanagement der MVB angesiedelt. Die "kürzeren Wege" sollen für eine effektivere Umsetzung neuer Software-Komponenten sorgen.

"Mit der Neuentwicklung schaffen wir ein modernes, komfortableres und äußerst leistungsfähiges VLB für alle Nutzer", erklärt MVB-Geschäftsführer Ronald Schild. "Unsere Kunden profitieren von einer höheren Usability bei Titelmeldungen und -bearbeitungen in der neu gestalteten Benutzeroberfläche unserer Online-Anwendung vlb.de. Außerdem verfügt das neue System über eine verbesserte Suche mit erweiterter Fehlertoleranz und Vervollständigungsfunktion. Vor allem die neuen Schnittstellen, über die sich das VLB eng in Drittsysteme integrieren lässt, erleichtern unseren Kunden die Arbeit."

Die neue technische Basis des VLB ermöglicht der Mitteilung zufolge unter anderem die Lieferung zusätzlicher Mediendateiformate. Die Plausibilitäten für die automatisierte Prüfung wurden von 200 auf 1.000 erhöht und gewährleisten so eine optimierte Datenqualität − der meldende Verlag wird direkt bei der Anlage eines Titels auf etwaige Mängel hingewiesen. Über die erweiterte Qualitätssicherung werden die Verlage in einer zweiten Phase quantitative und qualitative Auswertungen ihres Titelbestandes in Bezug auf das neue Preismodell vornehmen können, um bestmöglich von den reduzierten Meldegebühren für Titel mit Goldstatus zu profitieren.

"Eine möglichst hohe Qualität des Datenbestands ist die zwingende Voraussetzung für das Erreichen unseres Leistungsversprechens und die Akzeptanz des VLB", so Schild. "Deshalb setzen wir alles daran, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Verleger, Buchhändler und Dienstleister zu schaffen. Das wollen wir durch eine optimale technische Infrastruktur, die finanziellen Anreize des neuen Preismodells und die Informationskampagne zur Bedeutung von Metadaten erreichen."

In den kommenden Wochen erhalten die VLB-Kunden auf ihre jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Informationen, kündigt die MVB an. Beispielsweise über die notwendige Pflege zusätzlicher Pflichtfelder und aktualisierte Namenskonventionen für die Anlieferung von Daten. Zudem werden rechtzeitig die neuen Zugangsdaten für die ftp-Server und die Online-Anwendung vlb.de versandt, damit alle Nutzer und Dienstleister ihre Systeme rechtzeitig an die Umstellung anpassen können.

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