Ausstellungen

Codex Manesse in Heidelberg

Die Universitätsbibliothek Heidelberg präsentiert ab 26. Oktober in einer Ausstellung zur Entdeckung der Liebe im Mittelalter unter anderem den "Codex Manesse", den sie verwahrt. Entstanden ist dieser zu Beginn des 14. Jahrhunderts in Zürich, vermutlich auf Initiative von Johann und Rüdiger Manesse.

Codex Manesse: Konrad von Altstetten

Codex Manesse: Konrad von Altstetten © UB Heidelberg

In der Zeit der Staufer wurde die Minne, die (erotische) Liebe zwischen Mann und Frau, als literarisches Sujet entdeckt und zum Gegenstand einer komplexen gesellschaftlichen Diskussion: Wie sich dieses Thema in den schriftlichen Zeugnissen des hohen Mittelalters widerspiegelt, ist Gegenstand der Ausstellung "Der Codex Manesse und die Entdeckung der Liebe", welche die Universitätsbibliothek Heidelberg anlässlich des 625-jährigen Jubiläums der Universität Heidelberg (Ruperto Carola) 2011 präsentiert.

Der "Codex Manesse" – eine Sammlung mittelhochdeutscher Lied- und Spruchdichtung, die aus konservatorischen Gründen nur sehr selten die klimatisierten Tresore der Bibliothek verlassen darf – ist erstmals seit längerer Zeit wieder im Original zu sehen. Die Handschrift ist eines der Schlüsselzeugnisse für die Literatur und Kultur der Stauferzeit. Den Texten sind 138 Miniaturen vorangestellt: Sie zeigen die Dichter in idealisierter Form bei höfischen Aktivitäten. Zu den ingesamt rund 100 Exponaten gehören weitere wertvolle Handschriften. Sie sind zumeist reich illustriert und gewähren damit auch einen Einblick in die deutsche Buchmalerei vom 13. bis in das 15. Jahrhundert.

Der Katalog erscheint unter dem Ausstellungstitel als Band 11 der Schriften der Universitätsbibliothek Heidelberg (Universitätsverlag Winter, 20 Euro, ISBN 978-3-8253-5826-6).

"Der Codex Manesse und die Entdeckung der Liebe", 26. Oktober – 20. Februar 2011, Universitätsbibliothek Heidelberg. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr. Feiertags und am 2. Januar geschlossen.

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung:

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