Auszeichnungen

Peter Bieri bekommt den Tractatus

Der Schweizer Philosoph und Romanschriftsteller Peter Bieri (alias Pascal Mercier) wird für sein Werk "Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde" (Hanser) mit dem Essay-Preis Tractatus 2014 des Vereins Philosophicum Lech geehrt. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird am 19. September übergeben. 

Pascal Mercier

Pascal Mercier © Doris Poklekowski

Die Jury des Tractatus begründet die Wahl Bieris unter anderem so: "Mit 'Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde' legte Peter Bieri eine von Kritik wie Leserschaft stark beachtete philosophische Abhandlung vor, die ebenso aufhellend wie fesselnd ist. Wie im Titel bereits deutlich wird, durchleuchtet er den zwar oft beschworenen, doch meist abstrakt bleibenden Begriff der Würde auf seine lebenspraktische Bedeutung hin, veranschaulicht anhand zahlreicher Beispiele aus dem Leben und der Literatur dessen vielseitige Aspekte und überprüft seinen Gehalt, womit er diesem zugleich einen solchen verleiht." 

Peter Bieri wurde am 23. Juni 1944 in Bern geboren, wo er seine Kindheit und Schulzeit verbrachte. Nach der Matura studierte er Philosophie, Klassische Philologie, Indologie und Anglistik in London und Heidelberg. Dort wurde er promoviert (1971) und habilitiert (1981).

Forschungsaufenthalte führten ihn nach Berkeley und Harvard. Nach Zwischenstationen in Bielefeld und Marburg wurde er 1993 an die Freie Universität Berlin auf den Lehrstuhl von Ernst Tugendhat berufen. Seine akademischen Arbeiten beschäftigen sich mit der Philosophie des Geistes, der Erkenntnis und der Sprache. Als Schriftsteller hat er unter dem Pseudonym Pascal Mercier Romane und Novellen veröffentlich, unter anderen "Nachtzug nach Lissabon" (Hanser, 2004).

Über den Tractatus

Der seit 2009 alljährlich vergebene, mit 25.000 Euro dotierte Preis wird für Publikationen vergeben, "die insbesondere durch die Originalität des Denkansatzes, sprachliche Gestaltung und Relevanz des Themas ein herausragendes Beispiel in diesem Bereich sind", so der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech, Konrad Paul Liessmann. 

Die Jury des Essay-Preises Tractatus setzt sich aus der Philosophin Ursula Pia Jauch (CH), dem Philosophen und Sachbuchautor Rüdiger Safranski (D) sowie dem Kulturpublizisten und Philosophen Franz Schuh (A) zusammen.

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1 Kommentar/e

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  • Klaus Kowalke

    Klaus Kowalke

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