Berliner Stipendium für Schriftsteller im Exil

Rasha Habbal erste Torschreiberin

Die Syrerin Rasha Habbal erhält als erste das Stipendium "Torschreiber am Pariser Platz ". Habbal, die seit  2015 in Trier lebt, schreibt auf Arabisch und arbeitet derzeit an einem nach Ansicht der Jury besonders vielversprechenden Roman über die Lebensbedingungen im Exil in Deutschland.

Für 2018 hatten die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor in Verbindung mit dem Literarischen Colloquium erstmals ein Stipendium für Schriftsteller im Exil ausgelobt − den Torschreiber am Berliner Platz (siehe Archiv). Erste Torschreiberin wird nun die syrische Autorin Rasha Habbal. Sie kann ab Anfang 2018 für sechs Monate in Berlin an einem eigenen, literarischen Projekt arbeiten. Das Stipendium umfasst monatlich 2.000 Euro, eine freie Wohnmöglichkeit wird für zwei Monate im Literarischen Colloquium gewährt.

Eine Jury hat auf der Grundlage eingereichter Projektskizzen über die Vergabe des Stipendiums entschieden. Der Jury gehören Professor Dr. Christina Weiss (Allianz Kulturstiftung), Christine Thalmann (RBB), Thomas Geiger (LCB) und als Vorsitzender Dr. Thomas Sparr (Stiftung Brandenburger Tor) an.

Zum Preis

Das Stipendium richtet sich an Schriftsteller, die in Deutschland leben, weil sie in ihren Heimatländern bedroht oder verfolgt wurden und in den letzten beiden Jahren hier einen Flüchtlingsstatus erhielten. Regional wendet sich das Stipendienangebot besonders an Autoren aus den Mittelmeeranrainerstaaten sowie aus Ländern Mittel- und Osteuropas.

Der jeweilige Stipendiat wird in einer Auftaktveranstaltung im Januar/Februar 2018 im Max Liebermann Haus der Berliner Öffentlichkeit vorgestellt, die eingeladen bleibt, an der Arbeit der Autoren in Lesungen und Gesprächen im Laufe der folgenden Monate Anteil zu nehmen. Das Programm ist auf vorerst zwei Jahre begrenzt.

Die drei Kooperationspartner wollen mit diesem Programm auch an das Schicksal der verfolgten deutschen Schriftsteller in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern, die in anderen Ländern Zuflucht fanden. Ihr Schicksal und Werk sei nicht vergessen. Heute soll Berlin ein Ort der Zuflucht und Sicherheit für bedrohte und verfolgte Schriftsteller sein. "Dafür möchten wir ein Zeichen setzen", so die Ausrichter des Torschreiber.

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