bevh-Zahlen zum interaktiven Handel 2016

Umsatz mit Büchern im Online-Handel gesunken

Der Online- und Versandhandel in Deutschland hat 2016 einen Brutto-Umsatz von 72,4 Milliarden Euro erzielt und damit das Vorjahresergebnis um 10,8 Prozent übertroffen. Der Umsatz mit Büchern und E-Books sank dabei leicht. Das geht aus Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) hervor.

Der Gesamtumsatz 2016 in Höhe von 72,4 Milliarden Euro (inkl. Umsatzsteuer) umfasst Waren und Dienstleistungen − der Wert wird auf Basis einer Verbraucherumfrage hochgerechnet. Vom gesamten Umsatz wurden 92,4 Prozent per E-Commerce erwirtschaftet. Der Warenumsatz im Bereich E-Commerce sei dabei um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 52,74 Milliarden Euro gestiegen, so der bevh. Der Gesamtumsatz mit Dienstleistungen betrug der Erhebung zufolge 15,3 Milliarden Euro, davon wurden 14,2 Milliarden Euro per E-Commerce eingespielt (Gesamtumsatz mit Dienstleistungen 2015: 13,0 Mrd. Euro).

Der gesamte Online- und Versandhandel hat laut bevh im vergangenen Jahr 12,7 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens ausgemacht (zum Vergleich 2015: 11,7 Prozent; 2014: 11,1 Prozent). Das erklärte der Verband bei der Vorstellung der Studie "Interaktiver Handel in Deutschland 2016".

Umsatz im E-Commerce 2016 nach Warengruppen (Veränderung zum Vorjahr):

  • Bekleidung: 11,2 Milliarden Euro (+11,5 Prozent)
  • Elektronikartikel und Telekommunikation: 8,7 Milliarden Euro (+15,8 Prozent)
  • Computer, Zubehör, Spiele und Software (inkl. Downloads): 3,7 Milliarden Euro (+23,1 Prozent)
  • Schuhe: 3,6 Milliarden Euro (+9,3 Prozent)
  • Bücher und E-Books: 3,5 Milliarden Euro (-1,9 Prozent). Der von bevh ermittelte absolute Wert ist allerdings wesentlich höher als bei anderen Quellen. Der Börsenverein etwa schätzt in "Buch und Buchhandel in Zahlen 2016" für den Versandbuchhandel (einschließlich Internet) 2015 einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro (zu Endverbraucherpreisen), davon wurden 93,1 Prozent per Online-Handel erwirtschaftet.

Für 2017 erwartet der bevh für den interaktiven Handel mit Waren insgesamt ein Wachstum von 8 Prozent auf ca. 61,7 Milliarden Euro. Im E-Commerce-Bereich (Waren) rechnet der Verband mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11 Prozent auf rund 58,5 Milliarden Euro.

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) ist der E-Commerce Verband und damit die Branchenvereinigung der Interaktiven Händler (d.h. der Online- und Versandhändler). Dem bevh gehören derzeit rund 500 Unternehmen an, die zusammen rund 75 Prozent des Branchenumsatzes erzielen.

Zur Erhebung

Für die Studie "Interaktiver Handel in Deutschland" werden 40.000 Personen ab 14 Jahre befragt, daraus dann das Gesamtvolumen des Distanzhandels in deutschen Privathaushalten getrennt für die Bereiche Waren und Dienstleistungen hochgerechnet.

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