Bilanzen der letzten Jahre

Wittwer fährt Verluste ein

Im Zuge der Meldung zur Übernahme von Wittwer durch Thalia haben sich die "Stuttgarter Nachrichten" die Jahresabschlüsse von Wittwer angesehen: Danach schrieb Wittwer von 2010 bis 2016 rote Zahlen; Werte für 2017 liegen noch nicht vor.

Buchhandlung Wittwer, Filiale am Schlossplatz, Stuttgart

Buchhandlung Wittwer, Filiale am Schlossplatz, Stuttgart © Maike Reinhardt

Die "Stuttgarter Nachrichten" beziffern in ihrem Artikel "Wittwer: Drei Millionen Euro Minus" die Verluste des Traditionshauses von 2010 bis 2016 auf über 3,1 Millionen Euro. Offenbar hat die Zeitung dafür die gemeldeten Jahresabschlüsse von Wittwer im Bundesanzeiger ausgewertet:

Der jüngste dort veröffentliche Jahresabschluss von Wittwer bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2016: Das Unternehmen meldet einen Jahresfehlbetrag von 359.960 Euro. Damit hatte sich der Jahresfehlbetrag gegenüber den Vorjahren weiter verbessert (zum Vergleich: 2015: -501.436 Euro; 2014: -989.309 Euro). Der Bilanzgewinn − unter Einbeziehung des Gewinnvortrags − schrumpfte von 2,3 Millionen Euro (2014) auf 1,4 Millionen Euro (2016). Den Jahresabschluss 2017 hat Wittwer noch nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Als Grund für die Entwicklung seit 2010 führt Wittwer im Jahresabschluss 2016 die Ansiedlung von Hugendubel in Stuttgart (seit Oktober 2008) an. Dadurch habe bis Ende März 2015 ein "schwieriges Marktumfeld mit negativen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse" des Buchhauses am Stuttgarter Schlossplatz bestanden. Nach der Schließung von Hugendubel Anfang April 2015 hätte sich "die Umsatzsituation entspannt" und es sei gelungen, "die Kundenfrequenz und die Umsatzerlöse deutlich zu erhöhen", heißt es im Jahresabschluss 2016 (Quelle: Bundesanzeiger).

2017 kehrte dann Hugendubel nach Stuttgart zurück, eröffnete eine 500 Quadratmeter große Filiale im Stuttgarter Dorotheen Quartier (siehe Archiv). Osiander machte im gleichen Jahr eine Filiale im ehemaligen Haufler-Haus am Marktplatz in Stuttgart auf (siehe Archiv). Damit hatte sich die Konkurrenzsituation in der Stuttgarter Innenstadt wohl wieder verschärft.

In den "Stuttgarter Nachrichten" findet sich zudem ein Interview mit Konrad M. Wittwer ("Das übergeordnete Ziel ist der Fortbestand der Firma").

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