Börsenblatt Young Excellence Award erstmals vergeben

Nikola Richter ist die Siegerin

Digitalverlegerin Nikola Richter hat den Börsenblatt Young Excellence Award gewonnen, mit dem der Nachwuchs der Buchbranche von der kompletten Verbandsgruppe in diesem Jahr erstmals ausgezeichnet wird. Im Forum Zukunft Arena Digital knallten am Donnerstagmorgen auf der Frankfurter Buchmesse die Korken. Die Mikrotext-Verlegerin griff zum Orangesaft - sie hatte ihr sieben Wochen altes Töchterchen zur Preisverleihung mitgebracht.

Die Jury, hochkarätig und fachkundig besetzt mit Andreas Winiarski, Florian Andrews, Annerose Beurich, Jo Lendle und Claudia Michalski, urteilte:

"Nikola Richter hat die Welt der Literatur und die digitale Welt durch ihre engagierte Arbeit miteinander verbunden. Sie hat bewiesen, dass Literatur in digitaler Form nicht schlechter ist und vor allem hat sie als junge Frau bewiesen, dass es möglich ist, ein entsprechendes Geschäftsmodell aufzustellen, das gut funktioniert."

Außerdem habe Nikola Richter durch die Gründung der ersten E-Book-Messe in diesem Jahr "der Branche einen Dienst erwiesen."  Ihr Preis - neben einem handfesten, gläsernen Pokal: Ein Gutschein über 1.000 Euro für ein Seminar auf dem mediacampus frankfurt.

Richter sagte nach der Verleihung: "Ich bin total geplättet, denn ich habe nicht gedacht, dass ich gewinnen würde. Auf der Nominierungsliste waren so tolle, vielfältige Menschen."

In die gleiche Kerbe schlug auch Börsenvereinsvorsteher Heinrich Riethmüller, der eine Eröffnungsrede zur Premiere des Young Excellence Awards hielt. "Unsere Branche ist nicht rückwärtsgewandt. In der Banche gibt es ein unglaubliches, kreatives Potential und Menschen mit dem zum Anpacken", freute sich Riethmüller mit Blick auf die 67 Einreichungen. Besonders freute ihn, dass ein Drittel der Bewerber aus dem Buchhandel komme. "Verstaubt wie Spitzweg" sei der Buchhandel nicht, wie diese Bewerbungen belegten. Der gemeinsame Preis der Börsenvereinsgruppe spiegele dies wider.

Über den Young Excellence Award

Das Börsenblatt hat in diesem Jahr in Kooperation mit dem Börsenverein, der Frankfurter Buchmesse und dem mediacampus frankfurt in diesem Jahr zum ersten Mal einen Preis für heraus­ragende ­junge Macher und Macherinnen in der Buchbranche vergeben, den Börsenblatt Young Excellence Award. Aus­gezeichnet werden beim YEA Persönlichkeiten bis 39 Jahre, die in der Buchbranche etwas bewegen. 67 kreative Köpfe haben sich 2014 beworben oder wurden von aufmerksamen Kollegen für den Preis vorgeschlagen.

Zehn von ihnen standen auf der Shortlist: Eine ­Jury aus fünf Branchenexperten hatte zehn Talente nominiert, darunter Autoren ebenso wie Buchhändler, Netzwerker, Digitalverleger, Plattformbetreiber und Blogger. Was sie eint, sind Mut, ein kluger Kopf und Abenteuerlust.

Kriterien der Jury waren

  • Konsequente Zielfokussierung
  • Ergebnisse / Business Results
  • Engagement
  • Innovativität
  • Breite und Tiefe des Kompetenzbereichs
  • Wille und Fähigkeit zur Gestaltung
  • Teambuilding
  • Dialogorientierung
  • Mut zum Querdenken
  • Verknüpfung der Buchbranche mit anderen Branchen

Videos von den Finalisten können Sie sich auf dem YouTube-Kanal des Börsenblatts ansehen.

Ebenfalls gekürt wurde am Donnerstagmorgen im Forum Zukunft Arena Digital die beste Idee zum Big Ideas Panel.

Hier setzte sich das Team des Kladdebuch Verlags durch. Der Start-Up-Verlag lässt per Crowdpublishing seine Fans an allen Büchern teilhaben, kooperiert mit buy local und setzt auf unbehandeltes Papier.

Jury-Mitglied Andreas Winiarski sagte, auch mit Blick auf die anderen ausgezeichneten Ideen (Urusla Fuchs Sommerurlaubsaktion und genialokal.de der ebuch: "Nicht nur Start-Ups verändern die Welt. Die Buchbrnache hat viel Substanz. Substanz macht manchmal auch langsamer. Liebe verleiht Flügel und das hilft dann, diese Substanz nach vorn zu bringen." Die Jury lobte die Teamleistung des Kladdebuchverlags und übergab einen Scheck der MVB über 500 Euro an den Independentverlag. 

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3 Kommentar/e

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  • Marina

    Marina

    Herzlichen Glückwunsch an Nikola Richter, aber auch an alle, die es auf die Shortlist geschafft haben!

  • Kerstin

    Kerstin

    Glückwunsch und Lob an die Jury für die einzig richtige Entscheidung. (Fast) alle anderen Nominierten waren durch die altbekannte Vetternwirtschaft zu Unrecht nominiert worden.

  • Marika

    Marika

    Kerstin, ich weiß nicht, wieso Du solche Behauptungen aufstellst und was Du damit bezweckst. Ich empfinde Deinen Kommentar als eine Unverschämtheit und als Ohrfeige gegenüber allen, die sich einen Kopf machen und etwas bewegen wollen - die sich einfach engagieren - in welcher Form auch immer. Das ist kein Stil!

    • ...

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