Börsenverein

Geisteswissenschaften International: Inge Hinterwaldner ausgezeichnet

Den Preis zur Förderung exzellenter geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen erhält in diesem Jahr Inge Hinterwaldner für „Das systemische Bild. Ikonizität im Rahmen computerbasierter Echtzeitsimulationen“ (Wilhelm Fink Verlag).

Der Preis ist eine besondere Würdigung im Rahmen von „Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur“ und wird zum dritten Mal verliehen. Der Börsenverein, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen in diesem Frühjahr insgesamt 16 herausragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus.

 

Begründung der Jury:


„Die Kunsthistorikerin Inge Hinterwaldner diskutiert in ihrem Buch eine neue Klasse technologisch avancierter Artefakte, die in Zukunft eine immer größere Relevanz in verschiedenen Disziplinen und Wissensgebieten haben wird. Der Autorin gelingt eine innovative konzeptionelle Rahmung. Daneben entwickelt sie anhand konkreter Einzelstudien Parameter, die als Grundlage für systematische Betrachtungen dienen können. Hinterwalnders Erkenntnisse haben nicht nur für die bildenden Künste, sondern auch für die Natur- und Technikwissenschaften brisante Implikationen.“

Mit der Preissumme von insgesamt 300.000 Euro wird die Übersetzung der Titel ins Englische finanziert. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften sowie die Förderung deutschsprachiger Erstpublikationen. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden.

 

Die weiteren ausgezeichneten Titel sind:

 

  •  Franz Mauelshagen: Wunderkammer auf Papier. Die "Wickiana" zwischen Reformation und Volksglaube (bibliotheca academica Verlag)
  •  Börries Kuzmany: Brody. Eine galizische Grenzstadt im langen 19. Jahrhundert (Böhlau Verlag)
  • Daniel Barben: Politische Ökonomie der Biotechnologie. Innovation und gesellschaftlicher Wandel im internationalen Vergleich (Campus Verlag)
  • Martin Mulsow: Moderne aus dem Untergrund. Radikale Frühaufklärung in Deutschland 1680-1720 (Felix Meiner Verlag)
  •  Marie Luise Knott: Verlernen (Verlag Matthes & Seitz Berlin)
  • Christoph Kreutzmüller: Ausverkauf. Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930-1945 (Metropol Verlag)
  •  Christine Hatzky: Kubaner in Angola. Süd-Süd-Kooperation und Bildungstransfer 1976-1991 (Oldenbourg Wissenschaftsverlag)
  • Michael Zeuske: Die Geschichte der Amistad (Philipp Reclam jun. Verlag)
  • Jan Plamper: Geschichte und Gefühl. Grundlagen der Emotionsgeschichte (Siedler Verlag)
  • Martin Geck: Wagner. Biographie (Siedler Verlag)
  • Ulrich Bröckling: Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform (Suhrkamp Verlag)
  •  Wolfgang Streeck: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus (Suhrkamp Verlag)
  • Martina Löw: Raumsoziologie (Suhrkamp Verlag)
  • Christine von Oertzen: Strategie Verständigung. Zur transnationalen Vernetzung von Akademikerinnen, 1917-1955 (Wallstein Verlag)
  • Jan Knopf: Bertolt Brecht - Lebenskunst in finsteren Zeiten (Carl Hanser Verlag)

 

Neben dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin) gehören der Jury an: Prof. Dr. Julika Griem (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (Universität München, emeritiert), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Claus Pias (Universität Lüneburg), Prof. Dr. Klaus Reichert (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung), Prof. Dr. Wilfried F. Schoeller (Honorarprofessor Universität Bremen), Prof. Dr. Günter Silberer (Universität Göttingen, emeritiert), Dr. Thomas Sparr (Suhrkamp Verlag), Dr. Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Judith Wilke-Primavesi (Campus Verlag).

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