Chronik

Dauerstreit um die Suhrkamp-Verlage

Seit Jahren gibt es zwischen den Gesellschaftern Streit um die Suhrkamp-Verlage. Die wichtigsten Ereignisse:

 


■ 2002: Ende April wird die Siegfried-und-Ulla-Unseld-Familienstiftung gegründet, im Oktober stirbt Verleger Siegfried Unseld.

■ 2003: Ulla Unseld-Berkéwicz wird Sprecherin der Geschäftsführung.

■ 2006: Suhrkamp-Gesellschafter und Unseld-Freund Andreas Reinhart will seinen Anteil von 29 Prozent an die Hamburger Unternehmer Claus Grossner und Hans Barlach verkaufen (über die Winterthur Medienholding). Die Verlagsspitze gibt zu Protokoll, vom Verkauf erst aus den Medien erfahren zu haben. Die neuen Anteilseigner (heute nur noch Barlach) machen deutlich, nicht nur im Hintergrund wirken zu wollen.

■ 2007: Die Verlegerin will den Ausschluss der Winterthur Medienholding erreichen, weil die Hauptgesellschafterin über den Verkauf nicht informiert worden sei - Barlach zieht dagegen vor Gericht.

■ 2009: Juristische Auseinandersetzungen gibt es auch zwischen der Verlegerin und Siegfried Unselds Sohn Joachim, der seinen Anteil von 20 Prozent schließlich zu gleichen Teilen an die Winterthur Medienholding und an die Familienstiftung verkauft. Barlach begrüßt den Suhrkamp-Umzug nach Berlin, schlägt versöhnlichere Töne an.

■ 2011: Der Streit spitzt sich erneut zu, Barlach klagt gegen die Verlagsspitze, wirft ihr Veruntreuung von Geldern vor und will selbst in die Geschäftsleitung eintreten.

■ 2012: Ein Urteil des Berliner Landgerichts vom 10. Dezember beruft Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin ab - die Verlegerin will in Berufung gehen.

■ 2013: Die 3. Kammer für Handelssachen des Frankfurter Landgerichts hat in der Causa Suhrkamp Familienstiftung versus Medienholding Winterthur entschieden: Die Verhandlung wird auf den 25. September verschoben.

Das Organigramm der Verlagsgruppe Suhrkamp

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