Comic-Salon Erlangen

Die "Neunte Kunst" und der Erste Weltkrieg

Der 16. Internationale Comic-Salon Erlangen, das wichtigste Festival für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum, öffnet am 19. Juni seine Türen. Im Fokus steht der Erste Weltkrieg.

Nach Angaben der Veranstalter präsentieren beim 16. Internationalen Comic-Salon über 200 Aussteller auf der Messe im Kongresszentrum ihr Programm, mehr als 400 Comic-Künstler aus aller Welt sind in Erlangen zu Gast. Rund 30 Ausstellungen sind in der Innenstadt zu sehen, über 190 Einzelveranstaltungen umfasst das Programm: Lesungen, Konzerte, Gesprächsrunden, Vorträge, Filme, Workshops … Mit dem Max und Moritz-Preis wird eine der bedeutendsten europäischen Auszeichnungen für Comic-Kunst verliehen. Das veranstaltende Kulturprojektbüro der Stadt Erlangen erwartet zum viertägigen Festival vom 19. bis zum 22. Juni 25.000 Besucher.

"Im Mittelpunkt des 16. Internationalen Comic-Salons steht anlässlich des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs die Rezeption dieser Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts im Comic und in der Zeichenkunst", so die Veranstalter in ihrer Mitteilung. In zwei umfangreichen Ausstellungen wird die lebenslange Auseinandersetzung des französischen Comic-Stars Jacques Tardi mit dem „Grande Guerre“ den unmittelbar unter dem Einfluss des Ersten Weltkriegs entstandenen Arbeiten von Gus Bofa, Jean-Émile Laboureur, Charles Martin, Chas Laborde, Pierre Falké, Otto Dix, Erich Drechsler, Thomas Theodor Heine, Olaf Gulbransson, Erich Schilling und anderen gegenübergestellt. Neben Jacques Tardi wird mit dem amerikanischen Comic-Journalisten Joe Sacco ein weiterer namhafter Künstler zu Gast sein, der sich ebenfalls intensiv mit dem Ersten Weltkrieg befasst hat.

Zentrale Ausstellungen zeigen außerdem die einflussreiche deutsche Künstlerin Anke Feuchtenberger, den Avantgardisten ATAK, den Erneuerer des französischen Comics und Autor preisgekrönter Kinderbücher Émile Bravo, die legendären Zeitungsstrips „Pogo“ des Amerikaners Walt Kelly (1913–1973), zeitgenössische experimentelle Arbeiten aus dem Umfeld des Künstlerinnenmagazins SPRING und – anlässlich des 150. Jahrestags der Fertigstellung von „Max und Moritz“ – deutschsprachige Comic-Geschichte von Wilhelm Busch bis heute.

Hier finden Sie eine Liste der ausstellenden Verlage.

Und hier finden Sie die Künstler, von A bis Z. 

 

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